{"id":43078,"date":"2021-11-05T22:41:54","date_gmt":"2021-11-05T21:41:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=43078"},"modified":"2021-11-05T22:44:34","modified_gmt":"2021-11-05T21:44:34","slug":"die-angst-vorm-zahnarzt-schicksal-oder-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/11\/05\/die-angst-vorm-zahnarzt-schicksal-oder-chance\/","title":{"rendered":"Die Angst vorm Zahnarzt: Schicksal oder Chance?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_43084\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43084\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/Dr_Schulz-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Zahnarzt Dr. Detlef Schulz, Autor des Buches &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220; &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Wie kann ich meine Kindheitserfahrung aufl\u00f6sen? Wie lauten die 4 Stufen der Angst\u00fcberwindung? Wie kann ich meine Zahnarztangst besiegen?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Angst und Zahnarzt \u2013 diese Assoziation f\u00e4llt wohl fast jedem ein, wenn er an seinen bevorstehenden Kontrolltermin denkt. Die Angst verhindert regelm\u00e4\u00dfige Besuche in der Praxis. Die Angst l\u00e4hmt. Die Angst beendet die Heldenreise zur perfekten Zahngesundheit schon fr\u00fchzeitig.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>T\u00e4glich stellen sich Zahn\u00e4rzte die Frage, wie es gelingen kann, diese Muster aufzul\u00f6sen. Es gibt kein Patentrezept. Auf der einen Seite hat jeder Mensch seine eigene Wahrnehmung und braucht einen individuellen Zugang.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auf der anderen Seite greifen wir alle auf eine Geschichte der letzten 200 Jahre zur\u00fcck, die den Besuch beim Zahnarzt grunds\u00e4tzlich mit Elementen von Schmerz, Angst und Wehrlosigkeit verkn\u00fcpft.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Schon alte Gem\u00e4lde zeigen furchtbare Situationen von Grauen und Extraktion. Die unsch\u00f6nen Erz\u00e4hlungen von Verwandten, Bekannten und Freunden, tun ihr \u00dcbriges.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Von Natur aus ein Dramaturg, berichtet der Mensch schlie\u00dflich grunds\u00e4tzlich lieber von Schrecken und Unbill als von gelingenden und befriedigenden Situationen. So wird das Bild von der Zahnarztpraxis als Schreckensort<b> <\/b>von Generation zu Gene- ration weitervererbt. Die Lage erscheint dem Patienten aussichtslos. Er f\u00fchlt sich dem Doktor ausgeliefert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dieses Kapitel erhebt nicht den Anspruch, sich dem Thema wissenschaftlich zu n\u00e4hern. Vielmehr ist es eine Zusammenfassung meiner Gef\u00fchle und Erfahrungen rund um die Beziehung von Patient und Zahnarzt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Wie alles begann<\/h4>\n<p>Obwohl oder gerade weil mein Vater selber Zahnarzt war, hatte ich bereits als Kind ein leicht traumatisches Verh\u00e4ltnis zur Zahnmedizin. In den sechziger Jahren wirkten zahn\u00e4rztliche Behandlungseinrichtungen angsteinfl\u00f6\u00dfender als heute.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>\u00dcberall roch es nach Nelken\u00f6l, und das Bohr-Equipment wirkte vorsintflutlich. Vor diesem Hintergrund war es f\u00fcr mich immer ein Anliegen, auf der anderen Seite des Behandlungsstuhls sanfte Methoden und Techniken zu erlernen und an Kollegen weiterzugeben, damit dieses unangenehme Gef\u00fchl m\u00f6glichst umgewandelt werden kann. Dazu sp\u00e4ter mehr.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Welche Arten der Angst gibt es eigentlich?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Erlebnisse aus der Kindheit wie Hilflosigkeit, Angst vor den Schmerzen, tats\u00e4chlich erlebte Schmerzen und mitunter sogar das Gef\u00fchl, dass an einem Gewalt ausge\u00fcbt wurde, brennen sich in das Ged\u00e4chtnis ein. Die Atmosph\u00e4re beim Zahnarzt ist fortan im Unterbewusstsein mit diesen negativen Empfindungen verkn\u00fcpft. Es ist schwierig, dieses Gef\u00fchl sp\u00e4ter wieder zu transformieren. Im Folgenden die \u00fcblichsten Formen der Angst, die mit dem Zahnarzt- besuch verbunden sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Schmerzen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Meist ist man auf den Schmerz w\u00e4hrend der Behandlung nicht vorbereitet. Umso heftiger ist der Schreck. Wieder wird ein Gef\u00fchl mit einer speziellen Situation unbewusst verkn\u00fcpft.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Die Spritze<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Spritzenangst ist nicht nur beim Zahnarzt ein Thema. Allein die Vorstellung kann Symptome wie Zittern und Schwei\u00dfausbr\u00fcche ausl\u00f6sen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Das Bohren<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Das unangenehme Gef\u00fchl, wenn der Bohrer auf dem Zahn rumpelt oder der Zahn beschliffen wird.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Sich ausgeliefert f\u00fchlen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Immer wieder berichten die Patienten, sich ausgeliefert zu f\u00fchlen. Man ist wehrlos und harrt der Dinge, die da kommen. Es gibt keine M\u00f6glichkeit, die Situation zu verlassen, ohne sich eine Bl\u00f6\u00dfe zu geben. Heute ist man es gewohnt, Absprachen im Vorfeld zu treffen. Bei ge\u00f6ffnetem Mund und Sauger im Rachen sind diese M\u00f6glichkeiten allerdings sehr eingeschr\u00e4nkt. Mitunter staut sich Wut an und die Reaktionen werden noch emotionaler.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Das Wiederholen unangenehmer Erlebnisse in der Vergangenheit<\/h4>\n<p>\u201eDamals war es so schlimm, dass ich erstmal ein paar Jahre nicht mehr zum Zahnarzt gegangen bin. Ich will nicht mehr, am besten alle Z\u00e4hne raus, dann kann nichts mehr wehtun.\u201c Solche oder \u00e4hnliche Gedanken best\u00e4rken sich selbst und bringen einen Teufelskreis in Gang.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_43085\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43085\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG_4313-2-1024x695.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"695\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Detlef Schulz kann sehr gut nachf\u00fchlen, wie sich Patienten f\u00fchlen, wenn sie im Behandlungsstuhl sitzen &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p><b>Der Geruch <\/b><\/p>\n<p>Bis vor ein paar Jahren gab es in den meisten Praxen nelkenhaltige Pr\u00e4parate. Der Geruchssinn ist der beim Menschen am st\u00e4rksten mit den Gef\u00fchlen verbundene Reiz. Ist ein Erlebnis einmal mit einem Geruch verkn\u00fcpft, l\u00f6st dieser die alten Empfindungen in Sekundenschnelle immer wieder aus. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr angenehme Erlebnisse. Denken Sie etwa an das Parfum eines geliebten Men- schen, den einzigartigen Geruch der eigenen vier W\u00e4nde nach l\u00e4ngerer Abwesenheit oder den spezifischen Duft der Luft eines bestimmten Urlaubsortes.<\/p>\n<p><b>Angst vor dem, was noch kommt <\/b><\/p>\n<p>Da die Vorg\u00e4nge rund um die Behandlung nicht mit Alltagserfahrungen vergleichbar sind, beinhaltet jeder Schritt eine bedrohliche Ungewissheit, die das Gef\u00fchl, ausgeliefert zu sein, noch verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><b>Doch es gibt Hoffnung! <\/b><\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Forschung rund um die zahnmedizinischen Spezialgebiete ist so weit, dass heute im 21. Jahrhundert f\u00fcr fast jede Situation ein passendes Therapiekonzept existiert. Wieso dieses nicht immer zur Anwendung kommt, ist eine Kernfrage, die der Zahn-Kompass<b> <\/b>noch beantworten wird.<\/p>\n<p>Doch eins nachdem anderen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Anforderungen an den Zahnarzt sind mannigfaltig. Au\u00dferdem finden die zahn\u00e4rztlichen Behandlungen in der Intimsph\u00e4re des Menschen statt. Manchmal mehrere Stunden am St\u00fcck. K\u00f6rperliche und emotionale Kondition sind wichtig, um dem Patienten in dieser Ausnahmesituation zu helfen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Wie beginnt die Kettenreaktion?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Am Anfang steht der bleibende Zahn! Das ist der wohl wichtigste Punkt im Verst\u00e4ndnis der lebenslangen Erfahrungen mit dem zahn\u00e4rztlichen Tun. Ich halte es bewusst so einfach, damit Sie Ihre pers\u00f6nliche Geschichte besser verstehen k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Mensch bekommt im Allgemeinen 20 Milchz\u00e4hne. Nach dem sechsten Lebensjahr werden diese durch die 28 bleibenden Z\u00e4hne ersetzt. Das Lochrisiko beginnt h\u00e4ufig bereits im Kleinkindalter. Bakterien, die Karies erzeugen k\u00f6nnen, gelangen \u00fcber den Speichel der Eltern in den Mund und besiedeln die ersten Z\u00e4hne. Zuckerkonsum unterst\u00fctzt diese Entwicklung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Putztraining ist f\u00fcr Eltern und Kind mitunter nervenaufreibend.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Jetzt gibt es zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder die Kariesbakterien (allen voran der Leitkeim Streptokokkus mutans) besiedeln die Zahnoberfl\u00e4che in den Nischen sowie die Zahnzwischenr\u00e4ume, die Schmelzschutzschicht l\u00f6st sich auf und das Loch zersetzt den Zahn von innen weiter. Oder die Inhaltsstoffe der Zahnpasta und eine gute Putztechnik versehen den Zahn mit einem Schutzfilm, bei dem die L\u00f6cher keine Chance haben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Wissen um die Zusammenh\u00e4nge und eine gute Vorbeugung ist sehr wichtig, denn der Preis f\u00fcr Nichtwissen ist unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hoch und meist auch schmerzhaft.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Wie \u00fcberwinde ich die Kettenreaktion?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Damit es gar nicht erst zu st\u00e4ndigen Beschwerden kommt, k\u00f6nnen Sie sich die folgenden Methoden und Gedanken zu Herzen nehmen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Akzeptieren Sie die Ausgangssituation<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Die Natur hat Sie mit 28 Z\u00e4hnen plus eventuell vier Weisheitsz\u00e4hnen ausgestattet, die sp\u00e4testens ab dem 15. Lebensjahr ausgebildet sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Jede Reparatur, sei es eine F\u00fcllung oder eine Krone, entfernt wieder gesunde Zahnsubstanz.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_42904\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 605px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-42904\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/DER_ZAHN-KOMPASS.jpg\" alt=\"\" width=\"595\" height=\"841\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Buch &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220;, geschrieben von Dr. Detlef Schulz \u00a9 Dr. Detlef Schulz<\/span><\/div>\n<p>An einem Zahn kann vor einer Wurzelf\u00fcllung vielleicht drei bis vier Mal gebohrt werden. Je eher eine gro\u00dfe F\u00fcllung gelegt wird, als desto geringer erweist sich die Lebenserwartung des Zahnes \u2013 mit allen st\u00f6renden Konsequenzen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>F\u00fcllungen halten unterschiedlich lange<\/strong><\/p>\n<p>Die Lebenserwartung betr\u00e4gt laut statistischem Bundesamt derzeit 85 Jahre f\u00fcr Frauen und 79 Jahre f\u00fcr M\u00e4nner. Die Nutzungsdauer der eigenen Z\u00e4hne sollte im Idealfall mindestens 65 Jahre betragen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Viele glauben nicht, dass es m\u00f6glich sein kann, blo\u00df mittels der Zahnb\u00fcrste, der eigenen Pflege und sinnvollen Zahnarztbesuchen, die Z\u00e4hne und das Zahnfleisch jahrzehntelang gesund zu halten. Deshalb ist die \u00dcberwindung der Angst und Transformation in ein neues Denken f\u00fcr die Zukunft Ihrer Mundgesundheit ein Muss.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit den folgenden Kapiteln \u00f6ffne ich Ihnen T\u00fcren, um sich selbst besser kennenzulernen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Je mehr Sie z\u00f6gern, umso h\u00f6her ist der Preis. Sie sind der Kapit\u00e4n an Bord Ihres K\u00f6rpers, ich lade Sie ein, das Steuer zu \u00fcbernehmen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Doktor Dets Praxistipp:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Wenn Gef\u00fchl und Verstand miteinander streiten, gibt es oft ein Tauziehen. Mal gewinnt die Emotion, mal der Verstand.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Verstand sagt: \u201eIch lasse meine alten F\u00fcllungen austauschen, denn langsam gibt es an den R\u00e4ndern Risse und die Z\u00e4hne sollen noch einige Jahrzehnte halten. Nach der Lekt\u00fcre des Zahn-Kompass wei\u00df ich, dass eine rechtzeitige Erneuerung sinnvoll ist.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Gef\u00fchl sagt: \u201eEs tut nichts weh. Ich habe doch keine Schmerzen. Daher kann ich das auch noch sp\u00e4ter machen. Au\u00dferdem ist es zu teuer. Wenn ich was merke, kann ich immer noch hingehen. Und wie schlimm war es fr\u00fcher immer! Falls es wehtut, halte ich das nicht aus. Und Prophylaxe? Bringt die wirklich was? Die Z\u00e4hne sind danach manchmal nur unn\u00f6tig empfindlich und auch das kostet wieder nur.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_43086\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43086\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG_0319-2-1024x676.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"676\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Aufgelockerte, fast schon heimelige Atmosph\u00e4re: Das Beratungszimmer von Dr. Detlef Schulz &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Genau hier ist ein Quantensprung m\u00f6glich. Eine \u00c4nderung Ihres Verhaltens weg von der Angst hin zur Gesundheit. \u00c4ndern Sie Ihren alten, gewohnten Ansatz und tauschen Sie ihn gegen einen neuen aus.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Der alte Ansatz<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Ich vermeide den Zahnarztbesuch solange es geht und betrete die Praxis nur bei Schmerzen. Den Routinecheck lasse ich nur machen, um mir den Bonusstempel zu holen und danach schnurstracks zu verschwinden. Einmal im Jahr lasse ich den Zahnstein entfernen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach dem Verlust meiner nat\u00fcrlichen Z\u00e4hne kommen die Plastikz\u00e4hne. Das ist nun einmal so.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Der neue Ansatz<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Ich \u00fcbernehme die Verantwortung f\u00fcr meine Z\u00e4hne. Ich bin nach der Lekt\u00fcre des Zahn-Kompass gut \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge informiert. Falls noch nicht geschehen, erkundige ich mich aktiv \u00fcber meinen aktuellen Mundgesundheitszustand und das derzeitige Risiko f\u00fcr Karies und Parodontitis und zwar gerade dann, wenn ich noch keine Schmerzen habe.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich vermeide die selbsterf\u00fcllende Prophezeiung viel zu fr\u00fcher k\u00fcnstlicher Z\u00e4hne. Ich komme ins Tun.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Richten Sie Ihren Gesundheitskurs neu aus<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Verinnerlichen Sie, dass Sie die volle Verantwortung f\u00fcr Ihre zuk\u00fcnftige Mundsituation haben. Das Praxisteam kann nur das machen, was Sie auch zulassen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Akzeptieren Sie die m\u00f6glicherweise unangenehmen Erfahrungen im Zusammenhang mit Ihrer Vergangenheit. Gehen Sie in die Transformation<b> <\/b>und reden Sie offen mit Ihrer Zahn\u00e4rztin oder Ihrem Zahnarzt dar\u00fcber, wie Sie sich f\u00fchlen. Falls n\u00f6tig, vereinbaren Sie behutsame, kleine Schritte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Der Anteil der Zahn\u00e4rzte an der Angst<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Einen nicht unwesentlichen Anteil am Dilemma unn\u00f6tig schlechter Zahngesundheit haben die \u00c4rzte selbst. Im Studium haben wir gelernt, fachlich kompetent und handwerklich geschickt Z\u00e4hne in allen Schwierigkeitsgraden zu reparieren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der technische Fortschritt hat in den letzten Jahrzehnten ebenfalls meist unbe- merkt in der Zahnmedizin und Zahntechnik Einzug gehalten. Die Verhaltensmuster bez\u00fcglich der Situation auf dem Behandlungsstuhl haben sich allerdings nicht immer im gleichen Ma\u00dfe verbessert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Kein Wunder \u2013 zumindest der Studienplan meiner akademischen Zeit beinhaltete keine einzige Vorlesung im Bereich zwischenmenschlicher Kommunikation.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Heute ist der Bedarf an Aufkl\u00e4rung und einem guten Patientengespr\u00e4ch<b> <\/b>massiv gestiegen. Google und YouTube haben die Erwar- tungen an \u00c4rzte und Zahn\u00e4rzte im wahrsten Sinne des Wortes umgeschrieben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Patientenst\u00e4rkungsgesetz setzt neue Rahmenbedingungen. Verlangt wird nicht weniger, als fachlich top, emotional einf\u00fchlsam, sanft in der Behandlung, immer auf gleichem Energielevel und mit der neuesten Technik vertraut zu sein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ferner haben wir den gesetzlichen Rahmenbedingungen zu gen\u00fcgen, ausgeglichen zu bleiben, eine Entspannungsatmosph\u00e4re zu schaffen und mit einem motivierten Team um jeden Zahn zu k\u00e4mpfen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wer bei diesen Anspr\u00fcchen scherzhaft fragt, ob jemand gerne mit einem den Beruf tauschen m\u00f6chte, erntet im besten Fall ein Schmunzeln.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_42899\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42899\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_4787-2-1024x633.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"633\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gesundheitscoach Dr. Detlef Schulz bei seiner vielen Vortr\u00e4ge &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Anzustreben ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Patient und Arzt<b> <\/b>mit Vertrauen und auf Augenh\u00f6he. Der Zahn-Kompass spart Ihnen wertvolle Ressourcen, da Sie die Zusammenh\u00e4nge besser verstehen und weniger Zeit mit der Websuche verbringen.<\/p>\n<p>Wenn auch nur ein Leser seine Einstellung ver\u00e4ndert, haben sich die Wochen und Monate der Vorbereitung auf diesen Ratgeber schon gelohnt.<\/p>\n<p>Nach 30 Jahren in diesem Beruf und mehr als 20.000 gezogenen Z\u00e4hnen kann ich Sie an dieser Stelle nur bitten: Stellen Sie sich Ihrer Angst. \u00dcberwinden Sie Ihr Z\u00f6gern und Abwarten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Um Sie dabei zu unterst\u00fctzen, habe ich aus meiner t\u00e4glichen Beobachtung ein Sicherungsnetz f\u00fcr Sie gespannt. Versuchen Sie, die folgenden Aspekte in Ihr Denken und F\u00fchlen aufzunehmen &#8230;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>\u00dcbernehmen Sie die Verantwortung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Sie haben nur einen Satz bleibender Z\u00e4hne von der Natur geschenkt bekommen. Ihre famili\u00e4re Vorgeschichte, genetische Fak- toren und eventuell traumatische Erlebnisse in der Kindheit oder danach haben Ihre Beziehung zum Zahnarzt gepr\u00e4gt. Akzeptieren Sie das und werden Sie zugleich offen f\u00fcr Ver\u00e4nderung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Vers\u00f6hnen Sie Verstand und Gef\u00fchl<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Stellen Sie sich die Situation einfach so vor: Im Gehirn werden zwei oder mehr Reize als fest verkn\u00fcpftes Infopaket abgelegt. Das ist wissenschaftlich sehr vereinfacht, erm\u00f6glicht aber ein gutes Verst\u00e4ndnis.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Gef\u00fchl als Kind, dem Doktor ausgeliefert zu sein, der Schmerz und ein Geruch fusionieren zu einer Erlebniseinheit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Setzten Sie an dieser Stelle bitte Ihre pers\u00f6nliche Erlebniseinheit ein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_42969\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-42969 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG_9090-1024x524.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"524\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Detlef Schulz in seiner Praxis &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Die Erinnerungen und Sinneseindr\u00fccke, die sich in Ihnen zu einem scheinbar un\u00fcberwindlichen Hemmnis des aktiven, initiativen Zahnarztbesuches verschmolzen haben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das Unbewusste tr\u00e4gt nun jedenfalls eine m\u00e4chtige Verkn\u00fcpfung in sich: Angst \u2013 Zahnarzt. Es wird alles unternehmen, Ihnen diese Erfahrung nochmals zu ersparen. Das Unbewusste meint es nur gut. Es will Sie sch\u00fctzen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Passiert das wiederholt, steht von vornherein f\u00fcr Sie fest: Den Zahnarztbesuch besser gleich vermeiden. Die vom Verstand gesteuerten Argumente haben dagegen keine Chance. Laut aktueller Gehirnforschung wird unser Erleben der Welt zu 90 Prozent von unseren unbewussten Erfahrungen<b> <\/b>beeinflusst. Sie bilden den versteckten Grund daf\u00fcr, wieso es an der Oberfl\u00e4che immer\u201erationale\u201c Argumente geben wird, warum eine Behandlung\u201enoch nicht n\u00f6tig\u201c ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Darin verbirgt sich eine m\u00e4chtige Erkenntnis, die nicht nur f\u00fcr Zahnarzterlebnisse gilt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Um eine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Dilemma zu finden, hei\u00dft es also: Sachargumente und Gef\u00fchl zusammen ins Boot holen!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Wie kann das gelingen?<br \/>\nDurch einen Grund.<br \/>\nDurch ein starkes \u201eWarum?\u201c oder \u201eWozu?\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Fragen Sie sich: In welchem Zusammenhang haben Sie bisher schon Gro\u00dfes geschafft? Was spornt Sie an? K\u00f6nnen Sie diese Energie auf das Thema Zahnarztangst \u00fcbertragen? Erst wenn Sie Ihren pers\u00f6nlichen Grund finden, erwecken Sie in sich die Kraft, etwas zu ver\u00e4ndern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nehmen wir beispielsweise die Angst vor Schmerzen, die Sie vom aktiven Zahnarztbesuch abh\u00e4lt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>M\u00f6gliche gute Gr\u00fcnde, sich an dieser Stelle zu \u00fcberwinden, k\u00f6nnten lauten: Sie hatten einmal im Leben richtige Zahnschmerzen jener Art, bei der selbst nachts keine Schmerztabletten mehr helfen, und m\u00f6chten diese in Zukunft gar nicht erst aufkommen lassen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie m\u00f6chten Ihren Kindern unangenehme Erlebnisse ersparen und gehen daher mit gutem Beispiel voran.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie haben gesehen, wie Ihre Gro\u00dfeltern die Z\u00e4hne zum Reinigen herausgenommen haben und m\u00f6chten das sp\u00e4ter nicht selbst so handhaben m\u00fcssen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie haben schwere Allgemeinerkrankungen, die durch Entz\u00fcndungen im Mund sehr gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie haben f\u00fcr sich entdeckt, wie gut es tut, Ihre k\u00f6rperliche Fitness auch auf den Mund zu \u00fcbertragen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Ausstrahlung Ihres L\u00e4cheln ist Ihr Markenzeichen oder sogar gesch\u00e4ftlich unabdingbar.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie oder Ihre Umwelt stellt bei Ihnen Mundgeruch fest.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_42897\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42897\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_4311-2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr uns hat sich Dr. Detlef Schulz in einen seiner Behandlungst\u00fchle gesetzt &#8211; gut beh\u00fctet von einem Buddha &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p><b>Erg\u00e4nzen Sie diese Liste um Ihre ganz pers\u00f6nlichen, eigenen Gr\u00fcnde.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Sollte Ihnen der Umschwung gelingen, werden Sie sogar ein Vorbild f\u00fcr Ihr Umfeld, das sicherlich ebenso ungern zum Zahnarzt geht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit Ihrer neuen Einstellung und Verhaltensweise ernten Sie bewundernde Kommentare.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Stellen Sie sich die verdutzen Gesichter vor.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ihr strahlendes L\u00e4cheln steckt an und erh\u00f6ht nicht unwesentlich Ihr Selbstbewusstsein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Trotz allem werden Ihnen in der Praxis Zweifel<b> <\/b>kommen. Sie sind hingefahren, haben die Formalit\u00e4ten erledigt &#8230; doch nun im Wartezimmer schie\u00dfen Ihnen wieder die Gedanken durch den Kopf, was alles passieren wird. Es w\u00e4re einfacher gewesen, den Termin abzusagen, doch jetzt ziehen Sie es durch.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Von Seiten der Behandler und der Praxismitarbeiter erhalten Sie Informationen. Fremdw\u00f6rter und Befunde.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Land in Sicht!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Sie fragen nach, bekommen Antworten. Man geht einf\u00fchlsam auf Sie ein. Kleine Behandlungsschritte lassen Sie Mut fassen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Der Kurs ist gesetzt. Halten Sie durch!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p><b>Die vier Phasen der Entwicklung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Sie sind nun auf Kurs, Ihre alten \u00c4ngste zu \u00fcberwinden und die abgespeicherten Erlebniseinheiten zu \u00fcberschreiben und durch positive zu ersetzen. Damit dieser Prozess gelingt, bereiten Sie sich am besten schon jetzt darauf vor, vier aus der Erfahrung \u00fcbliche Phasen zu durchwandern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Erste Phase: Begeisterung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Der Termin ist \u00fcberstanden. Die Ungewissheit sinkt. Sie haben eine ungef\u00e4hre Vorstellung von dem, was Sie erwartet. War doch gar nicht so schlimm wie vermutet! Das Team war empathisch und hat Verst\u00e4ndnis f\u00fcr Ihre Situation. Der n\u00e4chste Termin wird gemacht. Zahnstein entfernen. R\u00f6ntgenbilder sollen angefertigt werden. Also auf ein Neues.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Zweite Phase: Ern\u00fcchterung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Das Entfernen des Zahnsteins hat trotz aller Vorsicht bei der Durchf\u00fchrung doch geziept. Das R\u00f6ntgenbild zeigt an mehreren Z\u00e4hnen Karies, obwohl sie noch nicht wehtun. Ein Zahn muss sogar gezogen werden. Sie wussten es vorher.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nun setzt bei vielen Menschen die Flucht vor der Realit\u00e4t ein. Sie finden Gr\u00fcnde, die Behandlung aufzuschieben. Es tut nicht weh, also hat es bestimmt noch Zeit. Vielleicht im Herbst, dann ist es nicht so hei\u00df wie im Sommer. Und vor dem Urlaub passt es sowieso nicht. Mit anderen Worten: Es schl\u00e4gt die Stunde des unbewussten Musters. An diesem Punkt zeigt sich, ob Sie bereit sind f\u00fcr das n\u00e4chste Level \u2013 die Unterbrechung Ihres Musters. Ob Sie sich der Angst stellen und bewusst handeln.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Dritte Phase: Ausdauer<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Sie entschlie\u00dfen sich, weiterzumachen und gehen durch die Angst hindurch. Wer ist der Chef im K\u00f6rper? Sie! Sie wollen Gesundheit! Sie haben das Sagen! Von Termin zu Termin fassen Sie mehr Vertrauen und werden immer gelassener. Eines der m\u00f6glichen Ziele,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>die bewundernden Blicke Ihrer Familie, haben Sie jetzt schon erreicht. Selbst die Wunde heilt wie von selbst. Ihr gesamter K\u00f6rper f\u00fchlt sich kr\u00e4ftiger an. Sie f\u00fchlen sich endlich nicht mehr so matt. Ihre Energie steigt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Vierte Phase: Erfolg<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Alle F\u00fcllungen sind gelegt. Die Z\u00e4hne f\u00fchlen sich nach der professionellen Zahnreinigung so glatt an wie noch nie. Das Team begleitet Ihren Erfolg mit Respekt vor Ihrer Leistung, denn es ist Ihr Ergebnis.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie k\u00f6nnen zu Recht stolz auf sich sein und auf das, was Sie geleistet haben. Der Atem ist frisch, das Zubei\u00dfgef\u00fchl sicher, das Essen macht wieder mehr Spa\u00df, als es der Figur gut tut.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie kennen nun Ihr pers\u00f6nliches Risikoprofil und wissen, worauf Sie in Zukunft achten m\u00fcssen. Das langfristig angelegte Erhaltungsprogramm schreckt Sie nicht l\u00e4nger, sondern ist ein \u00fcberzeugtes Muss. Sie haben die Heldenreise erfolgreich absolviert und sind erstmals ein m\u00fcndiger, selbstbestimmter Patient.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Gibt es eine Abk\u00fcrzung?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Wir alle suchen die Abk\u00fcrzung f\u00fcr unsere Probleme. Den schnellen Erfolg abseits der M\u00fchen der Ebene. Die Verlockungen sind gro\u00df. H\u00e4ufig h\u00f6re ich bei meinen Patienten den Wunsch, in Vollnarkose behandelt zu werden. Dann sei alles schnell vorbei und man bekomme nichts mit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Meiner Erfahrung nach sind Behandlungen in mehreren Zwischenschritten eine bessere Option. Bedenken Sie: Das Kausystem ist so fein ausbalanciert, das wichtige Zwischenschritte ohne bewusste Mitarbeit nicht reproduzierbar sein k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Vielleicht wissen Sie noch wie es ist, wenn das winzige K\u00f6rnchen einer Erdbeere oder Himbeere zwischen den Z\u00e4hnen steckt. Diese St\u00f6rung kann einen zur Verzweiflung treiben. Die Muskulatur wird sehr strapaziert und das Gelenk ist \u00fcber die teils stundenlange \u00dcberlastung ebenfalls wenig erfreut. F\u00fcr die Extraktion der Weisheitsz\u00e4hne mag die Abk\u00fcrzung \u00fcber die Vollnarkose sicherlich eine gro\u00dfe Hilfe sein.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bei der Vorbereitung von komplexem Zahnersatz ist jedoch viel wache Mitarbeit gefragt, um nicht zu viel Zahnsubstanz w\u00e4hrend der Bearbeitung des Zahnes zu opfern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ein weiterer Nachteil der\u201eAbk\u00fcrzung\u201c besteht darin, dass sie hinten heraus wieder Folgeleiden erzeugt. Denn es ist leider so: Die meisten meiner Patienten, die aus Angstgr\u00fcnden diesen Weg gew\u00e4hlt haben, sind vor lauter Freude, es \u00fcberstanden zu haben, trotz schriftlicher Erinnerung nicht mehr zu Kontrolle oder zur Prophy- laxe-Sitzung gekommen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Erst als die Z\u00e4hne wieder geschmerzt haben, war die Motivation hoch genug. Die Vermeidung des bewussten Weges ist und bleibt eine selbsterf\u00fcllende Prophezeiung.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Eine in Deutschland immer popul\u00e4rere Methode ist die Behandlung unter Lachgas. Im englischsprachigen Raum eine Standardbehandlung, ist sie bei uns langsam auf dem Vormarsch. Von der professionellen Zahnreinigung bis zur mehrst\u00fcndigen Operation bildet sie eine schonende Erg\u00e4nzung und wird sehr gut angenommen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Behandlung ist ab dem 6. Lebensjahr m\u00f6glich und kennt nur wenige Indikationseinschr\u00e4nkungen. Der Vorteil f\u00fcr beide Seiten besteht darin, dass man die gesamte Zeit ansprechbar bleibt. Die Wirkung des Lachgases versetzt den Patienten lediglich in einen sehr entspannten Zustand.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Lachgas-Konzentration kann so fein dosiert werden, dass sich ein angenehm leichtes Gef\u00fchl ausbreitet. Au\u00dferdem versp\u00fcrt man keinerlei W\u00fcrgereiz mehr. Diejenigen, die unter diesem Ph\u00e4nomen besonders leiden, wissen diesen Effekt wirklich zu sch\u00e4tzen. Drei Minuten nach dem Abstellen der Lachgaszufuhr ist der K\u00f6rper sogar wieder verkehrstauglich.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Aus der naturheilkundlichen Sicht gibt es immer wieder positive Erfahrungen mit Bachbl\u00fctentropfen oder Piper methysticum D2. Manche Patienten nutzen ebenfalls die sogenannte EFT-Methode. Sie vereinigt die Wirkung von Akupressur und Mentaltechniken. Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt in diesen Kontext auch die medizinische Hypnose.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zur Vollnarkose sind all diese Formen der Erleichterung mit dem bewussten Weg zur \u00dcberwindung der Angst und Meisterung Ihrer pers\u00f6nlichen Heldenreise vereinbar.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Die Stufentherapie<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Es mag eine Binsenweisheit sein, doch jede Reise beginnt nicht nur mit dem ersten Schritt, sondern besteht in G\u00e4nze nur aus Etappen. Wer den Blick hebt und stets nur den Riesenweg sieht, den er noch zur\u00fcckzulegen hat, kann daran verzweifeln. Wer von Schritt zu Schritt denkt, wird sich am Ende wundern, die Zielmarkierung fr\u00fcher als erwartet herannahen zu sehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_43088\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-43088\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/IMG_9068-2-1024x798.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"798\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Sieht sich als Gesundheitscoach: Dr. Detlef Schulz in seiner Praxis &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Vereinbaren Sie daher mit Ihrer Praxis kleine Behandlungsziele. In der ersten Sitzung \u201enur\u201c eine sanfte professionelle Zahnreinigung. Beim zweiten Besuch eine kleine F\u00fcllung. Vereinbaren Sie ein Stoppzeichen, um die Behandlung unterbrechen zu k\u00f6nnen, wenn es Ihnen zu viel wird. Die ersten Schritte m\u00f6gen m\u00fchsam sein, doch von Mal zu Mal f\u00e4llt es Ihnen leichter.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie werden es erleben. Nehmen Sie Ihr Musikmedium mit. Vielleicht gibt es auch einen Lieblingsduft, der Sie zus\u00e4tzlich beruhigt. Es gibt nichts Gutes au\u00dfer man tut es. Das gilt f\u00fcr besonders f\u00fcr dieses Kapitel. Daher f\u00fcllen Sie im allerersten Schritt die Selbstverpflichtungserkl\u00e4rung aus.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Doktor Dets Praxistipp: Die Angst einladen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/h4>\n<p>Arbeiten Sie den Zahn-Kompass durch und bereiten Sie sich mit den Videos auf Ihren n\u00e4chsten Termin zur Behandlung vor. Sie k\u00f6nnen nat\u00fcrlich einzelne Kapitel \u00fcberspringen. Das Kapitel rund um die Gef\u00fchlsebene ist naheliegender Weise der Master-Schl\u00fcssel f\u00fcr Ihre zuk\u00fcnftige Mundgesundheit. Seien Sie auf dem neuen Weg nicht zu streng mit sich.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Muster, die Sie sich \u00fcber mehrere Jahre oder Jahr- zehnte eingefangen haben, sind sehr hartn\u00e4ckig. Sie bek\u00e4mpfen zu wollen, ist wichtig und richtig, aber Sie k\u00f6nnen nicht gegen sich selber gewinnen. Der Trick lautet, bildlich gesprochen: Laden Sie Ihre Angst ein! Das liest sich im ersten Augenblick vielleicht etwas komisch.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Was ist die Idee dahinter?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Ihr Gef\u00fchl der Vermeidung will Sie besch\u00fctzen vor Schmerzen und Verletzung. Wenn Sie es achten und sich bei ihm bedanken, verliert es seine Kraft und Sie k\u00f6nnen die n\u00e4chste Stufe erreichen. Die Angst hatte in einem anderen Lebensabschnitt eine wichtige Funktion.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Doch Sie haben sich weiterentwickelt. Was vor zehn, zwanzig oder drei\u00dfig Jahren richtig war, muss heute nicht mehr f\u00fcr Sie gelten. Verabschieden Sie sich von der Angst wie von einem alten Freund, der Ihnen zur Seite stand, als Sie ihn gebraucht haben. Er wird es verstehen und sogar stolz darauf sein, dass Sie nun Ihren eigenen Weg gehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Gehen Sie kein Risko durch Nichtwissen ein!<br \/>\nDenken Sie an Ihre Mundgesundheit!<br \/>\nNur ein aufgekl\u00e4rter Patient ist ein m\u00fcndiger Patient!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Der Zahn-Kompass hilft Ihnen die Zusammenh\u00e4nge besser zu verstehen und verantwortungsvoll zu entscheiden!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nutzen Sie die Anschaulichkeit des Videos!<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Dr. Detlef Schulz alias Dr. Det<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zum Video &#8222;Zahnarzt-Angst&#8220;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/vimeo.com\/290715153\/113bb66db6\">https:\/\/vimeo.com\/290715153\/113bb66db6<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im gro\u00dfen Interview &#8222;Der Zahnarzt, der seinen Beruf nicht so verbissen sieht&#8220; haben wir den Essener Mediziner Dr. Detlef Schulz alias Dr. Det bereits vorgestellt. Er verfolgt einen anderen Ansatz als viele Kollegen und sieht sich als Gesundheitscoach. Seine Erfahrungen und seine Philosophie hat er in dem Buch &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220; zusammen gefasst. In der ersten Folge einer Serie geht es um das Thema schlechthin: &#8222;Die Angst vorm Zahnarzt&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":["post-43078","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lifestyle"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-27 09:09:54","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43078","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43078"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43078\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44942,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43078\/revisions\/44942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43078"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43078"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43078"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}