{"id":42891,"date":"2021-11-01T12:46:47","date_gmt":"2021-11-01T11:46:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=42891"},"modified":"2021-11-01T12:56:29","modified_gmt":"2021-11-01T11:56:29","slug":"der-zahnarzt-der-seinen-beruf-nicht-so-verbissen-sieht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/11\/01\/der-zahnarzt-der-seinen-beruf-nicht-so-verbissen-sieht\/","title":{"rendered":"Der Zahnarzt, der seinen Beruf nicht so verbissen sieht"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_42912\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42912\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_9090-1024x729.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"729\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Detlef Schulz in seiner Praxis &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Seine Philosophie hat er in seinem Buch &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220; verewigt.\u00a0Buddhas, Sternenhimmel, nostalgische Zahnarztm\u00f6bel, ein chromblitzendes Motorrad, selbst produzierte Fotos aus aller Welt an den W\u00e4nden und vieles mehr sorgen f\u00fcr eine heimelige Atmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Er ist auch sonst kein Typ von Stange: Detlef Schulz ist leidenschaftlicher Motorradfahrer, besitzt einen UL Pilotenschein, bereist mit seiner Kamera den Globus und kehrt dann mit unz\u00e4hligen Fotos im Speicher zur\u00fcck. Und er sammelt Gedichte rund um das Thema Z\u00e4hne. Und er hat als Dr. Det. (www.doktor-det.de) seinen eigenen Blog im Internet.<\/p>\n<p>Wir werden einige wichtige Kapitel aus seinem Buch &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220; als Serie in der STADTZEITUNG \u00a0ver\u00f6ffentlichen.\u00a0Vorab haben wir diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Mediziner einmal auf den Zahn gef\u00fchlt.<\/p>\n<p><b>DS: Wie viele Zahn\u00e4rzte gibt es in Deutschland?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eAn die 90.000, davon 50.000 in eigener Praxis. Das Generationsthema ist auch hier aktuell. Viele von ihnen h\u00f6ren in den n\u00e4chsten Jahren auf. Die neue Generation steht vor gro\u00dfen Umw\u00e4lzungen. Es fehlt eine Br\u00fccke von den erfahrenen Zahn\u00e4rzten zu den Neueinsteigern. Beide k\u00f6nnten eigentlich voneinander viel lernen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42899\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42899\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_4787-2-1024x633.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"633\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gesundheitscoach Dr. Detlef Schulz bei einem seiner vielen Vortr\u00e4ge &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Sie haben einen anderen Ansatz als viele Kollegen. Was unterscheidet Sie von anderen Zahn\u00e4rzten?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eIch hatte als Kind ein traumatisches Erlebnis beim Zahnarzt. Ich wurde festgehalten, habe geschrien und mich gewehrt. Das ist bei mir h\u00e4ngen geblieben. Und ich habe mich gefragt: Was kann ich sp\u00e4ter anders machen? Denn dass ich Zahnarzt werden w\u00fcrde, war damals schon klar. Seit 1895 gibt es schon Zahn\u00e4rzte in unserer Familie. Ich bin die vierte Generation. Alle Schritte im zahn\u00e4rztlichen Alltag hinterfrage ich immer wieder neu.\u00a0Nach dem Motto: Was w\u00fcrdest Du mit Dir machen lassen und was nicht? Wo muss ich neue Ans\u00e4tze suchen? Ich habe f\u00fcr mich und meine Arbeit eine Prozesskette entwickelt. Und diese setze ich im Praxis-Alltag um. Ich sehe mich nicht als Zahnarzt, sondern als Gesundheitscoach.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Z\u00e4hne ziehen ist sicher einfacher, als Z\u00e4hne zu erhalten. Machen es sich da viele Kollegen die Sache zu leicht?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eIch will hier gar nicht behaupten, dass ich besser arbeite als viele meiner Kollegen. Aber ich arbeite aus der Erfahrung von 30 Berufsjahren. Und ich mache auch keinen Hehl daraus, wenn ich eine Behandlung bei mir selbst nicht machen lassen w\u00fcrde, auch wenn das gerade ein absoluter Trend ist. Das ist unternehmerisch gesehen nicht der beste Weg, aber der Weg, bei dem ich am besten und mit einem guten Gef\u00fchl morgens in den Spiegel schauen kann.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wie viele Z\u00e4hne werden eigentlich pro Jahr in Deutschland gezogen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: &#8222;Wenn das jetzt eine Quiz-Frage w\u00e4re, w\u00fcrden wohl die meisten Menschen total daneben liegen. Es sind 10 &#8211; 11 Millionen Z\u00e4hne j\u00e4hrlich.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Das sind ja erschreckende Zahlen, denn Z\u00e4hne wachsen ja nicht nach. Wie kann man dem begegnen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: &#8222;Das sind definitiv viel zu viele! Das geschieht ja auch zum gro\u00dfen Teil durch Unwissenheit. Sicher k\u00f6nnen die wenigsten Menschen von sich behaupten, dass sie sich angstfrei und bestens aufgekl\u00e4rt in den Zahnarztstuhl setzen. F\u00fcr die meisten ist doch der beste Weg: Mal eben nachgucken lassen und schnell wieder raus aus der Zahnarztpraxis. Man darf aber nicht vergessen: Man braucht seine Z\u00e4hne ein Leben lang. Bis zum 12. Lebensjahr hat jeder seine 28 Z\u00e4hne im Mund. Danach ist die Prognose offen. Idealerweise hat man sie auch noch im seinem letzten Lebensabschnitt. Und das ist auch m\u00f6glich. Was die fachliche Seite angeht, wissen wir heute ziemlich genau, wie man das erreichen kann. Aber die Kommunikation ist das Nadel\u00f6hr.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42900\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42900\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_5091-2-2-1024x847.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"847\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Motorradfahren ist eine Leidenschaft von Dr. Detlef Schulz &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Wo sehen Sie denn die Ansatzpunkte f\u00fcr grundlegende Verbesserungen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eIm Studium lernen wir, wie man Z\u00e4hne repariert. Das k\u00f6nnen wir im Schlaf. Aber es gibt nur ein paar Vorlesungen in denen man lernt, wie man mit Patienten auf Augenh\u00f6he kommuniziert. Und dazu muss man als Arzt unbedingt in der Lage sein.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Fr\u00fcher waren sich die meisten Menschen dar\u00fcber im Klaren, dass sie mit 70 Jahren, die dritten Z\u00e4hne, also ein Gebiss, im Mund haben w\u00fcrden. Wie ist denn da die Entwicklung?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: &#8222;Die 20j\u00e4hrigen haben zu 80 Prozent keine L\u00f6cher mehr. Die Entwicklung ist da eigentlich sensationell. Denn wenn ich mit 20 oder 25 Jahren keine L\u00f6cher in den Z\u00e4hnen habe, ist die Gefahr gering, dass man noch Z\u00e4hne durch Karies verliert. Vorausgesetzt man pflegt sie richtig. Gefahrenquellen sind aber noch die Zahnfleischentz\u00fcndungen (Parodontitis), das ist leider eine Volkskrankheit. Die 70j\u00e4hrigen haben noch zu einem hohen Prozentsatz Zahnersatz im Mund, weil sie in der Jugend \u00fcberhaupt nicht die Chance hatten, f\u00fcr die Pr\u00e4vention sensibilisiert zu werden. Damals wurde immer nur das N\u00f6tigste gemacht.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Heute lassen sich sogar noch 90j\u00e4hrige ein komplettes Gebiss mit vier oder sechs Haltepunkten Implantieren. Ist das der neue Trend?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eDas ist ein Weg f\u00fcr Menschen, die sich das leisten k\u00f6nnen und auch leisten wollen. Wir haben ja gelernt, dass Gesundheit so eine Art Reparaturwerkstatt ist. Das ist es aber eigentlich gar nicht. Gesundheit hat mit Eigenverantwortung zu tun. Fest steht: Viele \u00e4ltere Menschen k\u00f6nnen sich ein teures implantiertes Gebiss einfach nicht leisten. F\u00fcr sie bleibt nur das altbekannte Gebiss, das mit Haftcreme befestigt wird, als L\u00f6sung.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42897\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42897\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_4311-2-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr uns hat sich Dr. Detlef Schulz in einen seiner Behandlungst\u00fchle gesetzt &#8211; gut beh\u00fctet von einem Buddha &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Was kostet denn so ein implantiertes Gebiss?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eAls Faustregel kann man sagen,da\u00df ein Implantat mit Zahnersatz pro Zahn mit ca. 2.000 Euro zu Buche schl\u00e4gt. Und die gesetzliche Krankenversicherung \u00fcbernimmt davon meist keinen Cent. Das ist schon ein soziales Problem. Die Bilanz kann im Einzelfall durch das Festkostenzuschusssystem etwas besser aussehen&#8220;.<\/p>\n<p><b>DS: Was halten Sie denn von Billig-Implantaten aus dem Ausland?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eWenn man das wirtschaftlich sieht, ist das auf den ersten Blick eine tolle Sache. Wenn man medizinisch denkt, dann nicht mehr. Bevor ich ein Implantat setzen kann, brauche ich eine Knochenanalyse und ich muss den Aufbau in dem Knochen einsetzen. Der braucht seine Zeit, bis er eingeheilt ist. Erst danach kann ich weiterarbeiten. Man bekommt im Ausland bestimmt eine professionelle Behandlung, denn die \u00c4rzte sind gut ausgebildet.<\/p>\n<p>Aber die ganzen Zwischenschritte, die finden dann wieder hier oder gar nicht statt. Viele Implantate machen n\u00e4mlich nach einiger Zeit Probleme und die wenigsten Kollegen hier wollen damit etwas zu tun haben. Denn eines muss man wissen: Wenn ich das von einem ausl\u00e4ndischen Kollegen eingesetzte Implantat ber\u00fchre und ver\u00e4ndere, trage ich die Verantwortung und muss die Garantie daf\u00fcr \u00fcbernehmen. Und davor schrecken die Kollegen zur\u00fcck. Die Nachsorge ist ganz klar das Problem.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Aber Sie wollen ja erreichen, dass man erst gar keine Implantate ben\u00f6tigt, sondern die nat\u00fcrlichen Z\u00e4hne erhalten bleiben. Wie sie das gehen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eErst einmal muss man die Glaubenss\u00e4tze \u00e4ndern. Wir alle sind Produkt unserer Erfahrungen und Muster. Wenn ich mit Zahnhygiene zum ersten Mal in Ber\u00fchrung gekommen bin, als Z\u00e4hneputzen noch ein Zufallsprodukt war, dann ist es sehr schwierig, im Alter seine Gewohnheiten noch zu \u00e4ndern. Das Umtrainieren ohne einen f\u00fchlbaren oder sichtbaren Grund ist das Problem. Menschen \u00fcber 25 lassen sich ungern sagen, was sie zu tun haben. Dann bleibt oft alles so wie es ist.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42903\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 988px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42903\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_8359-2-978x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"978\" height=\"1024\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Keine Angst vor dem freien Fall: Dr. Detlef Schulz als Fallschirmspringer &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Wenn gute Worte allein nicht reichen, wie kann ich die Menschen dann doch noch f\u00fcr eine bessere Zahnpflege sensibilisieren?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eEs gibt beispielsweise das Konzept eines \u00f6sterreichischen Zahnb\u00fcrstenherstellers. Der hat eine App entwickelt hat, mit deren Hilfe man genau \u00fcberpr\u00fcfen kann, ob man seine Z\u00e4hne optimal und effizient geputzt hat. Das sind zeitgem\u00e4\u00dfe Ans\u00e4tze. Man muss einfach ein Gef\u00fchl daf\u00fcr entwickeln, dass man bei der Zahnpflege noch einiges verbessern kann.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wie oft soll man denn seine Z\u00e4hne \u00fcberhaupt putzen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: &#8222;Zweimal &#8211; morgens und abends. Das ist vollkommen ausreichend. Elektrische Zahnb\u00fcrsten erzielen ja heute als Hilfsmittel eine optimale Wirkung. Und Bakterien brauchen ja eine gewisse Zeit, bis sie sich vervielf\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Ich selbst bin das beste Beispiel: Ich habe 1987 meine Inlays w\u00e4hrend des<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Studiums von einem zahn\u00e4rztlichen Kollegen machen lassen. Die sind heute noch im meinem Mund. Das funktioniert. Nur weil ich Zahnarzt bin, bin ich ja noch lange nicht immun gegen Zahnerkrankungen. Prophylaxe macht bei mir regelm\u00e4\u00dfig ein Mitarbeiter.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Also hat die gute alte Hand-Zahnb\u00fcrste endg\u00fcltig ausgedient?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eAlle Studien sagen ganz eindeutig, dass die elektrische Zahnb\u00fcrste die weitaus bessere L\u00f6sung ist. Man muss aber zwischen den Drehkopf-Systemen und den Schwing-Systemen unterscheiden. Die Drehkopf-Zahnb\u00fcrste vergleiche ich gern mit der Felgenreinigung in der Autowaschstra\u00dfe. Durch die Drehbewegung werden alle Nischen gereinigt.<\/p>\n<p>Die Schwing- oder Ultraschallzahnb\u00fcrste ist dagegen schwieriger zu handhaben. Die B\u00fcrste darf dabei nicht an den Zahn gedr\u00fcckt werden, wie wir es eigentlich gew\u00f6hnt sind. Man muss einen gewissen Abstand halten, damit das Schwingsystem optimal arbeiten kann. Das dauert viel l\u00e4nger, weil die Wirkung ja nicht direkt maschinell erzielt wird, sondern indirekt \u00fcber die Schall-Schaum-Wirkung.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42904\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 409px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-42904\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/DER_ZAHN-KOMPASS.jpg\" alt=\"\" width=\"399\" height=\"564\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Buch &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220;, geschrieben von Dr. Detlef Schulz \u00a9 Dr. Detlef Schulz<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Wie lange sollte man sich denn die Z\u00e4hne putzen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eDrei Minuten reichen v\u00f6llig aus, um alle Bereiche des Gebisses zu s\u00e4ubern. Es geht nur darum, dass man die B\u00fcste lang genug an eine Seite h\u00e4lt und sie da arbeiten l\u00e4sst. Den Rest machen sie dann schon allein. Da ist etwas vereinfacht, trifft es aber im Kern.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Was halten Sie vom Einsatz von Mundw\u00e4ssern?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: &#8222;Mundsp\u00fclungen sind sehr gut. Aber eine Sp\u00fclung kann das Z\u00e4hneputzen nicht ersetzen. Ein Beispiel: Wenn ich einen Teller mit Rotkohl und einer Roulade einen halben Tag stehen lasse, bildet sich eine Kruste. Diesen Belag bekomme ich ohne mechanisches Putzen oder die Geschirrsp\u00fclmaschine nicht mehr ab. Deshalb bekommt man die Ablagerungen auf den Z\u00e4hnen nur mit einer Mundsp\u00fcll\u00f6sung allein nicht weg. Ich muss mechanisch und chemisch denken.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Haben Sie, was Zahncreme angeht, eine Empfehlung f\u00fcr unsere Leser?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Detlef Schulz: \u201eBei dem Thema hat jeder Zahnarzt seine eigene Philosophie und seine eigene Empfehlung. Am Ende ist die Zahnpasta die beste, die man auch benutzt.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sie machen ja auch Zahnpflegeschulungen f\u00fcr Kinder. Wie komme diese bei den Kids an?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eBei Kindern ist die Situation mittlerweile optimal und es gibt so gut wie keine Probleme mehr. Das liegt daran, dass Eltern ihren Kindern das ersparen wollen, was sie selbst in der Jugend erlebt haben. Und deswegen achten sie sehr darauf, dass die Z\u00e4hne ihrer Kids, sobald sie durchgebrochen sind, auch ordentlich gepflegt werden. Ganz wichtig ist, dass die Eltern die Karies erregenden Bakterien nicht im Mund haben. Das kann man durch Tests herausfinden. Und wenn die Eltern keine Karies-Bakterien im Mund haben, bekommen auch die Kinder h\u00f6chstwahrscheinlich keine Karies. 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben heute keine L\u00f6cher mehr in den Z\u00e4hnen. Das funktioniert so gut, weil auch die Eltern auf sich und ihre Z\u00e4hne achtgeben. Das ist so eine Art Staffelstab.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Man sieht heute nur noch selten Menschen mit Zahnl\u00fccken. Wie ist das zu erkl\u00e4ren?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eBei uns in Deutschland hat sich bis auf wenige Ausnahmen das Bewusstsein, was die Zahnpflege angeht, positiv ver\u00e4ndert. Zahnl\u00fccken sind wirklich selten geworden, weil sie als Synonym f\u00fcr sozialen Abstieg gesehen werden. Und darum werden wir auch weltweit beneidet. In anderen L\u00e4ndern ist die Einstellung dazu v\u00f6llig anders. In England sind Zahnl\u00fccken ganz normal. Das st\u00f6rt keinen. Ich habe in Sri Lanka einen Mann getroffen, der nur noch drei Z\u00e4hne im Mund hatte. Trotzdem war er fr\u00f6hlich und bestens gelaunt. Die H\u00e4ufigkeit von Zahnl\u00fccken hat sehr viel mit dem jeweiligen Gesundheitssystem zu tun. Selbst unseres st\u00f6\u00dft ja an Grenzen. Stichwort Implantate.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42913\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 957px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42913\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_0631-2-947x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"947\" height=\"1024\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Pilot Dr. Detlef Schulz kurz bevor er in die Luft geht &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Sie geben als Gesundheitscoach Seminare, halten Vortr\u00e4ge, drehen Videos und haben den Ratgeber &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220; verfasst und ver\u00f6ffentlicht. Wie reagieren denn eigentlich Ihre Kollegen auf Ihre Aufkl\u00e4rungs-Offensive?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eNachdenklich. Wir haben ja alle unsere eigene Brille auf. Wenn man diesen Job 20 Jahre macht, kann es schon zu einer Betriebsblindheit kommen. Meine pers\u00f6nliche Erfahrung aus 30 Jahren Fortbildung ist die, dass ich bei den Seminaren etwas spannendes Neues h\u00f6re, aber das am Montag in der Praxis dann doch nicht umsetze. Ich m\u00fcsste dann ja m\u00f6glicherweise die ganze Praxisstruktur \u00e4ndern und das ist l\u00e4stig. Am Ende bleibt dann alles so wie es ist. Erkennen und Handeln ist immer ein gro\u00dfer Unterschied. Als Zahnarzt ist man eben auch Unternehmer. Der Spagat zwischen Ethik und Monetik kann nur durch ein flexibles Konzept langfristig gelingen &#8222;.<\/p>\n<p><b>DS: Sie sehen einige Entwicklungen in der Zahnmedizin durchaus kritisch und machen im besten Sinne des Wortes den Mund auf. K\u00f6nnen Sie uns ein Beispiel nennen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eViele junge Kollegen, die gerade eine Praxis er\u00f6ffnet haben,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>bem\u00fchen sich um gleichaltrige Patienten als Zielgruppe. Wie schon erw\u00e4hnt, haben junge Leute heute kaum noch L\u00f6cher in den Z\u00e4hnen. Jetzt hat sich aber ein Trend wie eine Krake entwickelt: Die geraden Z\u00e4hne. Pl\u00f6tzlich h\u00e4ngt das Lebensgl\u00fcck davon ab, dass die Zahnstellung ideal ist. Und wenn das nicht so ist, bin ich als Mensch nicht wertvoll. Also wird jetzt ein Markt geschaffen, der mit vielen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Nebenwirkungen behaftet ist und Auswirkungen auf die Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr den Rest des Lebens haben kann.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Das m\u00fcssen Sie schon n\u00e4her erkl\u00e4ren&#8230;<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eBei dem Eingriff nach Abschluss des Wachstums werden die Wurzeln leicht bewegt, dann muss sich neuer Knochen bilden. Die Regenerationsprozesse dauern. Also werden Software-Programme entwickelt, die das Ausrichten der Z\u00e4hne optimieren sollen. Aber die Natur muss auch mitkommen. Wir wissen aus Erfahrung, dass solche Eingriffe nicht nur Nutzen schaffen. Im Gegenteil! Es kann zu Problemen in den Kiefergelenken durch Ver\u00e4nderung des Bisses kommen und eventuell auch zu Knochenabbau, den man erst Jahre sp\u00e4ter feststellt.<\/p>\n<p>Das ist ein Trend, der momentan zu einer Art Mitnahme-Produkt in den Praxen geworden ist. Und diesen Trend<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>sehe nicht nur ich mit gemischten Gef\u00fchlen. Keiner wei\u00df, was die Sp\u00e4tfolgen nach 10 oder 20 Jahren sind. Au\u00dferdem muss man diese Schienen sehr oft ein Leben lang tragen. Wer m\u00f6chte das schon.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42910\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42910\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/IMG_6917-2-1024x743.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"743\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Detlef Schulz ist f\u00fcr jeden Spa\u00df zu haben &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Unheimlich viele Jungen und M\u00e4dchen tragen eine Zahnspange. Ist das wirklich n\u00f6tig?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eMan muss sich nur einmal die Natur anschauen. Die wenigsten B\u00e4ume sind gerade im rechten Winkel gewachsen. Das liegt an den Kr\u00e4ften der Natur. Die Z\u00e4hne im Mund sind der Kaukraft ausgeliefert und der Physiologie. Jetzt kommt der Mensch und sagt: Die Z\u00e4hne m\u00fcssen aber gerade sein, weil das ein Sch\u00f6nheitsideal ist. Das kann man, wenn man will, so sehen. Andererseits erf\u00fcllen nat\u00fcrlich stehende Z\u00e4hne genauso gut ihren Dienst.<\/p>\n<p>Ehrlich gesagt: Wenn man einen Menschen kennen lernt, achtet man doch nicht zuerst auf die Stellung der Z\u00e4hne. Ich bin mir sicher, wenn Z\u00e4hne nicht total ungepflegt braun und v\u00f6llig krumm und schief im Mund stehen, hat das keinerlei Einfluss auf den Sympathie-Aspekt. Das ist aber wieder ein Trend, der sich in Amerika entwickelt hat und zu uns her\u00fcbergeschwappt ist. Bei jedem Ideal muss man auch die Nebenwirkungen ber\u00fccksichtigen. Und diese werden leider nicht so offen diskutiert wie die positiven Seiten.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sie beschreiben Ihr Buch &#8222;Der Zahn-Kompass&#8220; als neuen Ansatz in der Zahnmedizin. Glauben Sie wirklich, dass das alle Kollegen gerne h\u00f6ren?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eIch ma\u00dfe mir doch gar nicht an, einen v\u00f6llig neuen Ansatz zu haben, sondern w\u00e4hle nur einen Anderen. Nach dem Motto: \u201eGood for you &#8211; good for me\u201c. Jeder, der diesen Beruf am Menschen aus\u00fcbt, der hat die Pflicht, die Gesundheit des Patienten in den Vordergrund zu stellen. Jeder Kollege hat nat\u00fcrlich eine andere Vorstellung davon, wie er das bewerkstelligen kann. Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die wirklich jeden Zahn mit irgendwelchen Tricks und modernster Technik retten wollen. Dabei wei\u00df man genau, dass dieser Zahn h\u00e4ufig in drei Jahren sowieso weg ist. Aber das ist eben das akademische Ideal, das an der Uni gelehrt wird und der Ma\u00dfstab f\u00fcr Menschen, die \u00fcberhaupt keinen echten Bezug zu ihren Z\u00e4hnen haben.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wie ist das denn zu verstehen?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eAuf der einen Seite steht das Wertigkeitsdenken einen Zahn um jeden Preis retten zu m\u00fcssen. Aber viele Menschen haben w\u00e4hrend der Kindheit \u00fcberhaupt kein Wertbewusstsein, was ihre Z\u00e4hne angeht, mitbekommen. Dann besteht die Gefahr, dass der eine den anderen v\u00f6llig missversteht. Die meisten Kollegen wollen den Patientenwunsch ja auch optimal umsetzen. Am Ende geht es darum, den Menschen die Lebensqualit\u00e4t zu erhalten und muss ihnen immer wieder klar machen, wie wertvoll ihre Z\u00e4hne sind. Wir erhalten als Geschenk einen Satz bleibender Z\u00e4hne, genau 28 St\u00fcck. An so einem Zahn kann man im Leben drei bis viermal bohren &#8211; und dann ist er einfach weg. Dieses Bewusstsein muss man haben und seine Z\u00e4hne langfristig entsprechend pflegen und nicht immer nur von Kontrolle zu Kontrolle denken.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welche Rolle spielt f\u00fcr Sie als Gesundheitscoach das Thema Patienten-Beratung?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eEine ganz wichtige Rolle. Das Ganze ist Vertrauenssache und immer ein Abw\u00e4gen von Risiken, was man mit der jeweiligen Behandlung erreichen kann und welcher Investitions-Rahmen steht \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Eines ist klar: Die Sozialsysteme werden in Zukunft sicher weniger f\u00fcr Zahnbehandlungen und Zahnersatz ausgeben. Lohnt sich vielleicht eine Zahn-Zusatzversicherung? Und dann sollte man dem Patienten ganz offen und ehrlich sagen, ob man die vorgeschlagene Behandlung bei sich selbst \u00fcberhaupt machen lassen w\u00fcrde.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_42906\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42906\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/1-I-Phone-6_2012-720-2-1024x765.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"765\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Hat starke Nerven: Dr. Detlef Schulz als Teilnehmer einer W\u00fcsten-Rallye &#8211; privat<\/span><\/div>\n<p><b>Ist der Zahnarztberuf im noch so eine Art &#8222;Erbkrankheit&#8220;?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz (lacht): \u201eIrgendwie schon! Viele Zahn\u00e4rzte stammen aus Zahnarztfamilien. Ich bin mittlerweile die 4. Generation seit 1895. Mein Vater war als Zahnarzt handwerklich begnadet, aber menschlich sehr robust im Umgang mit Patienten und auch mit Kindern. F\u00fcr mich war fr\u00fch klar: Das wollte ich v\u00f6llig anders machen. F\u00fcr mich ist dieser Beruf ist eine Mischung aus Handwerk, Medizin, Ergebnis-Orientiertheit und einer sehr starken menschlichen Komponente. Anders als in anderen Berufen haben wir die komplette Produktionskette in den eigenen H\u00e4nden. Wenn ich einen Zahn behandelt habe, ist er entweder saniert oder heraus. Ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl in der heutigen Zeit der Teilschritte.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sehe ich es richtig, dass Sie die heutigen Auswahl-Kriterien und Ausbildungs-Schwerpunkte f\u00fcr nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df halten?<\/b><\/p>\n<p>Detlef Schulz: \u201eGenauso ist das. Das f\u00e4ngt beim Numerus Clausus an, der bei einem Notenschnitt von 1,0 liegt und wirklich nichts \u00fcber die Qualifikation, ein guter Mediziner zu werden, aussagt. Und beim Zahnarzt geht es ja nicht nur um medizinisches Wissen, sondern auch um handwerkliche F\u00e4higkeiten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ganz zu schweigen davon, dass man im Studium den Menschen, den man sp\u00e4ter behandelt, gar nicht auf dem Schirm hat. Da geht es haupts\u00e4chlich um Theorie, Technik und Handwerk. Man lernt sehr viel Theorie, aber das, was diesen Beruf eigentlich ausmacht, den Menschen im Mittelpunkt zu sehen, ihn zu verstehen und ihn nicht nur als Gegenstand und Zahn zu betrachten, das wird im Studium nur am Rande ber\u00fchrt. Ich hatte \u00fcbrigens nur einen Notenschnitt von 2,7. Es hat 3,5 gedauert, bis ich dann doch noch per Losgl\u00fcck einen Studienplatz ergattert habe. Mittlerweile gab es einige Reformen in der Studienordnung. Ob sie sich zum besseren entwickelt, vermag ich nicht zu beurteilen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, ehrliche und konstruktive Gespr\u00e4ch<\/b><\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Zahnarztpraxis als Wohlf\u00fchl-Oase, eigentlich ein Widerspruch in sich!\u00a0Dr. Detlef Schulz, Zahnarzt in Essen, hat diesen Quantensprung in seinem beruflichen Reich geschafft. Seine Praxis verstr\u00f6mt Harmonie, Gelassenheit, Wohlbehagen.\u00a0Der Zahnarzt ist anders und will anders sein. Er sieht sich in erster Linie als Gesundheitscoach.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[],"class_list":["post-42891","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lifestyle"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-27 10:57:51","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42891"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42914,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42891\/revisions\/42914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}