{"id":42354,"date":"2021-10-16T14:30:58","date_gmt":"2021-10-16T12:30:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=42354"},"modified":"2021-10-19T13:31:19","modified_gmt":"2021-10-19T11:31:19","slug":"ludwig-iii-vom-millibauer-zum-letzten-bayerischen-koenig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/10\/16\/ludwig-iii-vom-millibauer-zum-letzten-bayerischen-koenig\/","title":{"rendered":"Ludwig III.: Vom &#8218;Millibauer&#8216; zum letzten bayerischen K\u00f6nig"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_42356\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-42356\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/Eckert_0-2-1024x671.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"671\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Historiker Dr. Georg Eckert &#8211; \u00a9 UniService Transfer<\/span><\/div>\n<p><b>Am 18. Oktober 1921 starb der Bayernk\u00f6nig Ludwig III. Wie w\u00fcrden sie den letzten herrschenden Wittelsbacher beschreiben?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Ludwig III. geh\u00f6rt zu den weniger bekannten Herrschern der bayerischen Geschichte. Was auch daran lag, da\u00df er weitgehend seine Minister regieren lie\u00df. Ohne den 1. Weltkrieg w\u00e4re er daher vielleicht zu einem K\u00f6nig geworden, dem man in der R\u00fcckschau den \u00dcbergang in ein parlamentarisches Regierungsystem und manche Reformma\u00dfnahmen zugutehielte. Er wusste sich zur\u00fcckzunehmen und als weiser Vermittler zwischen konservativer Landbev\u00f6lkerung und liberaler Beamten-Elite zu wirken. Der Auftakt mit einer bayerischen Verfassungsreform im Jahre 1913 war vielversprechend, der neue K\u00f6nig gab sich als Modernisierer, wie so manche zeitgen\u00f6ssischen Monarchen. Und er pflegte sogar eine fr\u00fche Form von \u201eLaptop und Lederhose\u201c, seine Aufgeschlossenheit f\u00fcr technische Neuerungen verband sich mit einer traditionellen katholischen Fr\u00f6mmigkeit. Aber gerade einmal anderthalb Jahre nach Regierungsbeginn brach der Krieg aus, der die Herrschaft Ludwigs III. letztlich zersetzte. Diese Perspektive versperrt einen anderen Blick auf einen K\u00f6nig, der sich mit gro\u00dfem Pflichtgef\u00fchl als volksnaher K\u00f6nig verstand und unter anderen Umst\u00e4nden wohl ein guter Moderator des Wandels geworden w\u00e4re.&#8220;<\/p>\n<p><b>Er war eines der ersten Mitglieder einer regierenden Dynastie, der im Studium \u00f6ffentliche Kurse an der Ludwig-Maximilian-Universit\u00e4t besuchte, statt von Professoren privat unterrichtet zu werden. War das eher Volksn\u00e4he oder politisches Kalk\u00fcl?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Als Ludwig sein (freilich eher kurzes) Studium begann, war ganz und gar nicht zu erwarten, dass er einmal K\u00f6nig von Bayern werden k\u00f6nnte. Dann schon eher K\u00f6nig von Griechenland, denn bis ins Jahr 1862 bestand eine Anwartschaft. Zu viel Kalk\u00fcl sollte man in den \u00fcbrigens eher kurzzeitigen Universit\u00e4tsbesuch in den Jahren 1864-1865 nicht hineinlesen, auch nicht zu viel Volksn\u00e4he, weil die Universit\u00e4ten in der Mitte des 19. Jahrhunderts recht elit\u00e4re Institutionen waren. Etwas Anderes ist vielleicht wichtiger: Auch Mitglieder von Herrscherdynastien suchten damals nach neuen Rollen jenseits des Milit\u00e4rs, in dem sich Ludwig III. nie so recht arrangierte. Der k\u00fcnftige Kaiser Wilhelm II. \u00fcbrigens studierte wenige Jahre sp\u00e4ter ebenfalls ganz \u00f6ffentlich an einer Universit\u00e4t, nur eben in Bonn und nicht in M\u00fcnchen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Aus seinem Gut Leutstetten in der N\u00e4he von Starnberg machte er ein wirtschaftliches Mustergut. Wie sah das aus?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Auch dieses Gut geh\u00f6rt zur dynastischen Suche nach neuen Rollen. Die Land- und Forstwirtschaft mit modernen, agrarwissenschaftlichen Methoden zu f\u00f6rdern, war politisches Programm zugunsten des damals wichtigsten Sektors der bayerischen Wirtschaft. Leutstetten diente als Mustergut, auf dem neue, ertragreichere Weisen des Anbaus und der Viehhaltung systematisch erprobt wurden. Zeitgenossen wussten Ludwigs Aktivit\u00e4t als Agrarreformer zu sch\u00e4tzen \u2013 dass sie ihn den \u201eMillibauer\u201c nannten, beinhaltete freilich auch einen leichten Spott \u00fcber den bisweilen derb auftretenden Monarchen. Sein Engagement f\u00fcr eine auch technische Modernisierung ragte allerdings \u00fcber die Landwirtschaft weit hinaus. Ludwig betrieb u.a. auch die Errichtung von Wasserkraftwerken und den Ausbau des Rhein-Main-Donau-Kanals.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_42358\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 360px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-42358\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/51qNVl8ffL._SX348_BO1204203200_.jpeg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"499\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Herausgeber: \u200e Allitera Verlag\u00a0<br \/>Ulrike Leutheusser &amp; Hermann Rumsch\u00f6ttel<br \/>Taschenbuch: \u200e 232 Seiten<br \/>ISBN-10: \u200e 3869066199<br \/>ISBN-13: \u200e 978-3869066196<\/span><\/div>\n<p><b>Ludwig war auch politisch sehr aktiv. Wie sah sein Engagement aus?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Als eine sp\u00e4tere Thronfolge noch keineswegs absehbar war, kandidierte Ludwig sogar bei der Wahl des ersten Reichstages im Kaiserreich f\u00fcr die Bayerische Patriotenpartei (sp\u00e4ter: Bayerische Zentrumspartei), wenn auch erfolglos. Weiterer politischer Bet\u00e4tigungen enthielt er sich anschlie\u00dfend, sp\u00e4testens, seit im Jahre 1886 eine Thronfolge wahrscheinlich wurde, w\u00e4ren solche Aktivit\u00e4ten auch nicht mehr ziemlich gewesen. Als k\u00fcnftiger K\u00f6nig musste Ludwig darauf achten, nicht zu sehr mit einer Partei assoziiert zu werden, selbst wenn es die Mehrheitsfraktion im bayerischen Abgeordnetenhaus war. Das gelang ihm in seiner langen \u201eWartezeit\u201c recht gut, Herrscher wurde er ja erst im Alter von 67 Jahren.&#8220;<\/p>\n<p><b>Er setzte sich 1906 f\u00fcr die bayrische Wahlrechtsreform ein. August Bebel lobte ihn mit den Worten: \u201eWenn wir eine Reichsverfassung h\u00e4tten, nach der der Kaiser vom Volk gew\u00e4hlt w\u00fcrde [\u2026], ich gebe Ihnen mein Wort, Prinz Ludwig h\u00e4tte die gr\u00f6\u00dfte Aussicht, deutscher Kaiser zu werden.\u201c War er ein angesehener Aristokrat?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Bebels Lob stand nicht umsonst im Irrealis. Wenn es nach ihm gegangen w\u00e4re, h\u00e4tte es gar keinen Kaiser gegeben \u2013 auch nicht den sp\u00e4teren Ludwig III. von Bayern, den er hier r\u00fchmte. Bebel dachte unter anderem an die vom damaligen Prinzen im Jahre 1906 unterst\u00fctzte, liberale bayerische Wahlrechtsreform, die sich als argumentativer Hebel etwa f\u00fcr die Aufhebung des Dreiklassenwahlrechts nutzen lie\u00df, das damals Mandate f\u00fcr die SPD im preu\u00dfischen Abgeordnetenhaus verhinderte. Wiewohl Ludwig\u00a0III. sich intensiv bem\u00fchte, die Wohlfahrt seines Volkes auch durch die Kombination von Modernisierungs- und F\u00fcrsorgepolitik zu f\u00f6rdern, ein wirklich popul\u00e4rer Herrscher konnte er nicht werden, trotz einer sehr bescheidenen, fast b\u00e4uerlichen Lebensf\u00fchrung: Zeitgenossen erlebten ihn \u2013 ganz anders als seine Vorfahren \u2013 eher als einen B\u00fcrger, nicht als einen Aristokraten, auf monarchischen Pomp verzichtete er konsequent (freilich zum Mi\u00dffallen so mancher). Allerdings legte sich bald der Weltkrieg als d\u00fcsterer Schatten auf seine Regierungszeit. Pointiert gesagt, am Ende misslang es demjenigen, der sich als zeitgem\u00e4\u00dfer Agrarherrscher pr\u00e4sentiert hatte, sein Volk zu s\u00e4ttigen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Von 1913 bis 1918 war Ludwig III. der letzte amtierende Bayernk\u00f6nig. Allerdings gab es von 1913 bis 1916 offiziell zwei Bayernk\u00f6nige. Warum?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Ludwig III. war letztlich der Gewinner einer dynastischen Doppelkrise der Wittelsbacher. Nach dem skandal\u00f6sen Tod des eben entm\u00fcndigten K\u00f6nigs Ludwig II. ging zwar die Krone an dessen j\u00fcngeren Bruder Otto I., nicht aber die Herrschaft, weil Otto wegen einer psychischen Krankheit als regierungsunf\u00e4hig galt. Die Regierung \u00fcbte seither Prinzregent Luitpold aus, der Vater Ludwigs III. Ihm folgte Ludwig im Dezember 1912 nach, zun\u00e4chst noch als Prinzregent, nach einer Verfassungs\u00e4nderung im Jahre 1913 indes als K\u00f6nig. Nun verzichtete Otto I. endg\u00fcltig auf seine Herrschaft, durfte indes den k\u00f6niglichen Titel bis zu seinem Tod im Jahre 1916 behalten.&#8220;<\/p>\n<p><b>Nach Kriegsausbruch 1914 machte Ludwig immer wieder durch Forderungen nach Gebietserweiterungen auf sich aufmerksam. In welche Richtungen wollte er Bayern erweitert sehen?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Mit einem gro\u00dfen Krieg rechnete Ludwig III. in der Julikrise nicht, er hatte ihn auch keineswegs angestrebt. Aber als er begann, kam aus Sicht der Wittelsbacher der Moment, in dem man f\u00fcr die bayerische Loyalit\u00e4t eine Gegenleistung fordern konnte \u2013 auch als Kompensation daf\u00fcr, bei der Reichsgr\u00fcndung eigene Ambitionen hinter denjenigen Preu\u00dfens bzw. der Hohenzollern zur\u00fcckgestellt zu haben. Ludwig III. griff nun auf \u00e4ltere, als historisch ausgewiesene Gebietsanspr\u00fcche zur\u00fcck. Seine Maximalforderung, durch den Zugewinn von Teilen Belgiens bis hin nach Antwerpen einen direkten bayerischen Meerzugang zu erhalten, war eher taktisch motiviert. Er reduzierte sie rasch auf das Elsass bzw. einen Teil davon. Freilich war das keine pers\u00f6nliche Expansionslust. Ludwig III. durfte bei solchen Forderungen einen gro\u00dfen Teil seiner Untertanen hinter sich wissen, au\u00dferdem ging es ihm darum, die Rolle Bayerns in einem nach dem Krieg so oder so ver\u00e4nderten deutschen Kaiserreich zu st\u00e4rken.&#8220;<\/p>\n<p><b>W\u00e4hrend des Krieges wurde Ludwig in Bayern mehr und mehr unpopul\u00e4r. Woran lag das?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Kurz gesagt, am Krieg selbst und den am Ende rapide abnehmenden Aussichten, ihn siegreich bzw. wenigstens ohne eine Niederlage zu beenden. Erstens war das Milit\u00e4r nicht sein Metier, schon eher das seines Sohnes Kronprinz Rupprecht, der eine eigene Heeresgruppe kommandierte. Zweitens wurden mit dem Kriegsbeginn politische Priorit\u00e4ten gesetzt, an denen der bayerische K\u00f6nig allein wenig zu \u00e4ndern vermochte. Drittens ging die massive St\u00e4rkung der Reichsgewalt mit einer enormen Schw\u00e4chung der politischen Handlungsm\u00f6glichkeit der L\u00e4nder einher. So fehlte es auch dem bayerischen K\u00f6nig, der schon in Frieden eher sein Ministerium hatte agieren lassen, bald an M\u00f6glichkeiten, die rapide wachsende Not seiner Bev\u00f6lkerung zu lindern. Selbst \u00fcberaus gro\u00dfz\u00fcgige Spenden von Geld und Lebensmitteln verfingen in einer immer schlechteren Versorgungslage nicht mehr, manche beschuldigten den K\u00f6nig stattdessen gar, sein Volk mit Wucherpreisen f\u00fcr Erzeugnisse aus Leutstetten auszubeuten. Dass Ludwig III. sich \u00fcberaus preu\u00dfentreu, aus Sicht mancher Bayern gar preu\u00dfenh\u00f6rig erwiesen hatte und so mehr als andere Herrscher im Kaiserreich f\u00fcr das Ausbleiben des ersehnten Sieges im Weltkrieg verantwortlich gemacht wurde, minderte sein Ansehen zudem. Immerhin waren bis zum Ende des Krieges ca. 199 000 bayerische Soldaten gefallen.&#8220;<\/p>\n<p><b>Er war der erste deutsche Bundesf\u00fcrst, der der Revolution zum Opfer fiel. Er selbst schien davon v\u00f6llig \u00fcberrascht. Wie kam das?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Weder in Bayern noch in den anderen Bundesstaaten war eine Revolution wirklich absehbar; fast alle Zeitgenossen waren am Anfang von der Dynamik und Dramatik der Novemberrevolution(en) \u00fcberrascht \u2013 und am Ende von der vergleichsweise friedlichen Umwandlung der deutschen Monarchien in Demokratien. In Bayern war noch am 02. November eine Verfassungsreform gelungen, die den \u00dcbergang von einer konstitutionellen zu einer parlamentarischen Monarchie endg\u00fcltig besiegelte. Ludwig III. glaubte so die Unzufriedenheit in der Bev\u00f6lkerung abwenden zu k\u00f6nnen. Auch wenn er sie untersch\u00e4tzt hatte, war f\u00fcr ihn kein Anlass ersichtlich, einen Umsturz zu erwarten oder gar Gegenma\u00dfnahmen vorzubereiten. Dass nach einer Massenkundgebung am 07. November ein Demonstrationszug ins Stadtzentrum gelangte, d\u00fcrfte selbst den sozialistischen Politiker Kurt Eisner erstaunt haben, der nun den bayerischen \u201eFreistaat\u201c ausrief.&#8220;<\/p>\n<p><b>Ludwig III. floh mit seiner Familie nach Salzburg. Die Anifer Erkl\u00e4rung spielt bei seiner Abdankung eine wichtige Rolle. Warum?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;Ludwig III. hatte M\u00fcnchen am sp\u00e4ten Abend des 07. November auf Anraten seiner Minister verlassen, erst das Schloss Anif nahe Salzburg erschien als sicherer Ort. Hier unterzeichnete Ludwig III. am 12. November 1918 die besagte Erkl\u00e4rung. Eine Abdankung beinhaltete sie keineswegs, anders als es die revolution\u00e4re Regierung in M\u00fcnchen darstellte. Wohl aber entband Ludwig III. die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von ihrem Treueeid gegen\u00fcber dem Monarchen. Die Anifer Erkl\u00e4rung hielt also die R\u00fcckkehr zur Monarchie offen, w\u00e4hrend sie zun\u00e4chst einen gewaltlosen Weg in die Republik erm\u00f6glichte.&#8220;<\/p>\n<p><b>Welche Verdienste schreibt man ihm zu?<\/b><\/p>\n<p>Dr. Georg Eckert: &#8222;In der Anifer Erkl\u00e4rung machte Ludwig III. noch einmal anschaulich, wie er sich und seine Herrschaft sah. Sie lautete an: &#8218;Zeit meines Lebens habe ich mit dem Volk und f\u00fcr das Volk gearbeitet.&#8216; Jenseits aller Propaganda-Kalk\u00fcle wird darin sichtbar, wie sehr Ludwig ein &#8218;moderner&#8216; Herrscher sein wollte \u2013 der er auch durchaus war, indem er sich schon vor dem Weltkrieg einer parlamentarischen Regierungsweise ann\u00e4herte und eine spezifisch bayerische Antwort auf die brennenden Probleme seiner Zeit zu geben suchte, auch und gerade auf die Soziale Frage. Nicht K\u00f6nig Ludwig III. scheiterte, sondern ein System, zu dessen erfolgreicher Reform es gl\u00fccklicherer Umst\u00e4nde bedurft h\u00e4tte.&#8220;<\/p>\n<p><b>Uwe Blass<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>\u00dcber Ludwig III.<\/h4>\n<p>Ludwig III &#8211; K\u00f6nig von Bayern &#8211; wurde am 07.01.1845 als \u00e4ltester Sohn von Prinzregent Luitpold und Prinzessin Auguste Ferdinande von Habsburg-Toskana in M\u00fcnchen geboren.<\/p>\n<p>Seine Absetzung als K\u00f6nig am 07.11.1918 kurz vor Ende des 1. Weltkrieges war der Schlusspunkt einer 738 Jahre andauernden Herrschaft der Wittelsbacher-Dynastie \u00fcber Bayern. Als sogenannte &#8222;F\u00fcrstenenteignung&#8220; erhielt der abgesetzte K\u00f6nig \u00a0600.000 Mark.<\/p>\n<p>Ludwig III. verbrachte seine letzten Lebensjahre zum gr\u00f6\u00dften Teil auf Schlo\u00df Wildenwart in Bayern. Der Ex-Monarch, der unter Magenblutungen litt, starb am 18.10.1921 w\u00e4hrend einer Ungarn-Reise auf seinem Schlo\u00df N\u00e1dasky in S\u00e1v\u00e1r (Ungarn).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>\u00dcber Dr. Georg Eckert<\/h4>\n<p>Dr. Georg Eckert studierte Geschichte und Philosophie in T\u00fcbingen, wo er mit einer Studie \u00fcber die Fr\u00fchaufkl\u00e4rung um 1700 mit britischem Schwerpunkt promoviert wurde, und habilitierte sich in Wuppertal. 2009 begann er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Geschichte und lehrt heute als Privatdozent in der Neueren Geschichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1921 starb Ludwig III., der letzte Bayernk\u00f6nig, im Alter von 76 Jahren. Ein spannendes &#8222;Jahr100Wissen&#8220;-Interview \u00fcber das Leben und Wirken des letzten Monarchen der Wittelsbacher-Dynastie f\u00fchrte Uwe Blass mit dem Historiker Dr. Georg Eckert von der Bergischen Universit\u00e4t.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-42354","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-23 17:53:09","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42354"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42360,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42354\/revisions\/42360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}