{"id":41801,"date":"2021-09-29T15:45:05","date_gmt":"2021-09-29T13:45:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=41801"},"modified":"2021-09-29T18:15:39","modified_gmt":"2021-09-29T16:15:39","slug":"jahr100wissen-der-wassertropfen-auf-vier-raedern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/09\/29\/jahr100wissen-der-wassertropfen-auf-vier-raedern\/","title":{"rendered":"\u201eJahr100Wissen\u201c: Der Wassertropfen auf vier R\u00e4dern"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_41804\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-41804\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Tropfenwagen_2_SDTB__C._Kirchner-2-1024x679.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"679\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der Tropfenwagen \u2013 Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin &#8211; \u00a9\u00a0SDTB \/ C. Kirchner<\/span><\/div>\n<p>Prof. Dr. Ing. Uwe ist Leiter des Lehrstuhls f\u00fcr Str\u00f6mungsmechanik an der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal.<\/p>\n<div id=\"c28695\" class=\"csc-default\">\n<div class=\"csc-textpic csc-textpic-intext-right csc-textpic-equalheight\">\n<div class=\"csc-textpic-text\">\n<p class=\"bodytext\"><b>Im Deutschen Technikmuseum Berlin sowie im Technikmuseum M\u00fcnchen stehen die letzten beiden Automobile eines Fahrzeuges, welches 1921 seine Premiere auf der Automobilausstellung in Berlin hatte: Der sogenannte Tropfenwagen. Um welches Fahrzeug handelt es sich?<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Prof. Uwe Janoske:<\/b>\u00a0&#8222;Bei dem Wagen handelt es sich um eine Konstruktion von Edmund Rumpler (1872 bis 1940), der erstmalig einen stromlinienf\u00f6rmigen Wagen aufbaute und seine Kenntnisse aus der Entwicklung von Flugzeugen dazu nutzte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Woher kam der Name Tropfenwagen?<\/b><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Prof. Uwe Janoske:<\/b>\u00a0&#8222;Der Name leitet sich aus der Form des Wagens ab. Betrachtet man den Wagen von oben, erinnert die Form an einen fallenden Wassertropfen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Das Stra\u00dfenfahrzeug war eigentlich eine Notl\u00f6sung seines Erbauers Edmund Rumpler. Aus welchem Grund?<\/b><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Prof. Uwe Janoske:<\/b>\u00a0&#8222;Edmund Rumpler, der Maschinenbau an der TH Wien studiert hat, gr\u00fcndete nach Stationen in der Automobilindustrie vor dem 1. Weltkrieg eine Firma f\u00fcr Luftfahrzeugbau. W\u00e4hrend des 1. Weltkrieges entstanden mehr als 3.000 Flugzeuge. Bedingt durch den Versailler Vertrag durfte Rumpler nach dem Krieg keine Flugzeuge mehr bauen und nutze seine Kenntnisse aus Automobil- und Flugzeugbau bei der Entwicklung des \u201eR-T-Au\u201c, dem Rumpler-Tropfen-Auto.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_41808\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 381px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-41808\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Jahr100Wissen_Prof._Janoske-2-1024x697.jpeg\" alt=\"\" width=\"371\" height=\"252\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr.-Ing. Uwe Janoske &#8211; \u00a9\u00a0Foto UniServiceTransfer<\/span><\/div>\n<p class=\"bodytext\"><b>Der Tropfenwagen wurde nach aerodynamischen Gesichtspunkten gestaltet und unterschied sich grundlegend von allen anderen Fahrzeugen. Was machte ihn so anders?<\/b><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Prof. Uwe Janoske:<\/b>\u00a0&#8222;Auffallendster Unterschied zu damaligen Fahrzeugen ist die stromlinienf\u00f6rmige Karosserie, die von der Form eines fallenden Wassertropfens inspiriert wurde. Mithilfe der Karosserie und den gew\u00f6lbten Scheiben ergab sich ein cw-Wert von 0,28 bei einer Anstr\u00f6mfl\u00e4che von 2,4 Quadratmetern. Ein Wert, der sich in der Gr\u00f6\u00dfenordnung mancher Serienfahrzeuge von heute bewegt. Neben der Stromlinienform baute Rumpler einen Mittelmotor ein und verwendete anstatt der \u00fcblichen hinteren Starrachse eine Pendelachse, die er bereits 1903 patentiert hatte.&#8220;<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Das Fahrzeugkonzept wurde sp\u00e4ter sogar bei Rennwagen, wie dem Benz-Tropfenwagen eingesetzt. Trotzdem wurde der Rumpler Tropfenwagen kein kommerzieller Erfolg und die Produktion der knapp 100 Mobile schon nach nur vier Jahren eingestellt. Welche Gr\u00fcnde f\u00fchrten dazu?<\/b><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><b>Prof. Uwe Janoske<\/b>: &#8222;Es gab zahlreiche technische Probleme, die dem Erfolg des Fahrzeugs im Wege standen. Neben der Zuverl\u00e4ssigkeit der Motoren und der Lenkung, gab es in den ersten Modellen keinen Kofferraum. Das Fahrzeug wurde haupts\u00e4chlich als Taxi genutzt. Ein weiterer Erfolg war dem Fahrzeug nicht beschert.&#8220;<\/p>\n<p class=\"align-right\"><strong>Uwe Blass<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Reihe \u201eJahr100Wissen\u201c besch\u00e4ftigen sich Wissenschaftler der Bergischen Universit\u00e4t mit Ereignissen, die 100 Jahre zur\u00fcckliegen und von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Gesellschaft waren. Ein \u201eJahr100Wissen\u201c-Interview mit Prof. Dr.-Ing. Uwe Janoske \u00fcber die  Pr\u00e4sentation des Rumpler Tropfenautos auf der Automobilausstellung 1921 in Berlin.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-41801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 04:19:12","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41801"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41811,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41801\/revisions\/41811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}