{"id":40597,"date":"2021-08-25T07:44:25","date_gmt":"2021-08-25T05:44:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=40597"},"modified":"2021-08-25T07:51:44","modified_gmt":"2021-08-25T05:51:44","slug":"buga-2031-werden-die-bluetentraeume-wirklich-wahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/08\/25\/buga-2031-werden-die-bluetentraeume-wirklich-wahr\/","title":{"rendered":"BUGA 2031: Werden die Bl\u00fctentr\u00e4ume wirklich wahr?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_40615\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-40615\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_2764-2-1024x631.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"631\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die BUGA-Pr\u00e4sentation &#8211; \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p>Das \u00a0letzte Wort hat letztlich der Rat der Stadt. Und welches Gewicht die Lobeshymne, die Dr. Heike D\u00f6ll-K\u00f6nig, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Tourismus-Dachverbandes NRW, auf das Wuppertaler BUGA-Konzept gesungen hat, dann\u00a0bei der Entscheidung spielt, ist mehr als fraglich.<\/p>\n<p>Bei Prestige-Projekten &#8211; wie beispielsweise dem Pina Bausch Zentrum und jetzt auch bei der BUGA &#8211; ist es kein gro\u00dfes Problem die sogenannte Wuppertaler Gesellschaft mit ins Boot zu holen. Doch wie nehme ich als Stadtverwaltung die normale B\u00fcrgerin und den einfachen B\u00fcrger mit, wenn bei einer Zukunfts-Investition der\u00a0Mehrwert nicht von heute auf morgen messbar und sichtbar ist.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber haben wir uns mit dem Wuppertaler Marketing-Experten und Agentur-Gr\u00fcnder Vok Dams unterhalten.<\/p>\n<p><strong>DS: Dr. Heike D\u00f6ll-K\u00f6nig findet Das Wuppertaler BUGA-Konzept 2031\u00a0buchst\u00e4blich\u00a0faszinierend. Warum sind viele Wuppertaler von dem geplanten Gro\u00dfprojekt \u201eBundesgartenschau 2031\u201c noch nicht so begeistert?<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Die Wuppertaler haben ein generelles Problem.\u00a0Die Stadt wird nicht als Einheit wahrgenommen.\u00a0Es gibt Beyenburg und Vohwinkel, Elberfeld und Barmen, Ronsdorf und Cronenberg.\u00a0Alle haben zudem noch ihre Quartiere und Stadtteile, denen sie sich besonders verbunden f\u00fchlen.\u00a0Alle haben ihre eigenen Interessen und ihre eigenen Blickwinkel.\u00a0So verwundert es nicht, dass ein Gemeinschaftsgef\u00fchl fehlt.\u00a0Es fehlt eine gewachsene Historie und der Stolz auf ein gemeinsames Gebilde,\u00a0das sich WUPPERTAL nennt.\u00a0Eine Marke und ein Markenkern fehlt, w\u00fcrde ich aus kommunikativer Sicht sagen.\u00a0Die kommunikative Faszination und der strategische Nutzen eines BUGA-Konzeptes f\u00fcr die Stadt Wuppertal erschlie\u00dft sich also nicht aus der Perspektive einer maroden Treppe oder eines fehlenden Kindergartens in der unmittelbaren Nachbarschaft.\u00a0Bei mangelnder Aufkl\u00e4rung verf\u00fchrt das dann leicht dazu, epochale, wichtige und zukunftsorientierte Ma\u00dfnahmen kritisch zu bewerten oder gar abzulehnen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: F\u00e4llt es den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern also Ihrer Meinung nach immer noch schwer, sich mit Wuppertal als Ganzes zu identifizieren?&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8220; Die Schwebebahn, das derzeit einzig verbindende in Wuppertal, wurde seinerzeit gebaut,\u00a0als es die Stadt in dieser Form noch gar nicht gab.\u00a0Oder erinnern Sie sich an die Diskussionen um die Renovierung der Historischen Stadthalle\u00a0und die hitzigen Auseinandersetzungen um den Umbau des \u201eHauptbahnhofes\u201c zum Neuen D\u00f6ppersberg.\u00a0Die BUGA 2031 in Wuppertal ist eine einmalige Chance,\u00a0die Stadt \u00fcber einen langen Zeitraum als Einheit darzustellen und im In- und Ausland zu vermarkten.\u00a0Sie ist dar\u00fcber hinaus ein Wirtschaftsfaktor, der die Wirtschaft st\u00e4rkt und die Lebensqualit\u00e4t in Wuppertal f\u00fcr alle Wuppertaler verbessert.\u00a0Vielleicht gelingt es so sogar, die Marke WUPPERTAL zu etablieren und mit Inhalten zu f\u00fcllen.\u00a0Es w\u00e4re doch sch\u00f6n, wenn auch die Wuppertaler stolz auf IHRE Stadt mit der BUGA w\u00e4ren.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_40608\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-40608\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Begruessung-Finissage-K-F-S-10.10.2015-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Marketing-Experte und Galerist Vok Dams \u00a9 Vok Dams iNotes<\/span><\/div>\n<p><strong>DS:\u00a0Wenn es um kulturelle Prestige-Projekte wie Opernhaus, Schauspielhaus, das Pina Bausch Zentrum, aber auch um die BUGA geht, klatschen die Mitglieder der Wuppertaler Gesellschaft euphorisch Beifall, dann den werden von prominenten Pers\u00f6nlichkeiten der Stadt F\u00f6rdervereine gegr\u00fcndet und Hochglanz-Brosch\u00fcren gedruckt. Aber reicht das aus, um auch die normale B\u00fcrgerin und den einfachen B\u00fcrger mit ins Boot zu holen?<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikation ist alles nichts.\u00a0Hochglanzbrosch\u00fcren werden von den wenigsten gelesen und in den (a-)sozialen Medien melden sich meist die Bedenkentr\u00e4ger und Miesmacher lautstark zu Wort.\u00a0Niemand wird bezweifeln, dass sogenannte \u201ePrestige-Projekte\u201c f\u00fcr die Stadt, f\u00fcr die Gesellschaft und nicht zuletzt f\u00fcr die Wirtschaft lebensnotwendig sind.\u00a0Es ist die Luft, die wir atmen, das Umfeld in dem wir uns bewegen. Die \u201eStammtische\u201c in den (a-)sozialen Medien haben heute eine andere Reichweite\u00a0und in den \u201eBlasen\u201c wird anonym Stimmung gemacht.\u00a0Besonders dann, wenn man nur indirekt zu den Nutznie\u00dfern dieser Projekte z\u00e4hlt und zudem den Nutzen nicht erkennen kann.\u00a0Kurz, die Kommunikation st\u00e4dtischer Ma\u00dfnahmen und Projekte erfordert heute eine neue, eine andere, eine professionellere Umsetzung als fr\u00fcher.\u00a0Auch hier gilt es, mit der \u201eKunst der Kommunikation\u201c Transparenz zu schaffen und Begeisterung zu wecken.\u00a0Sie kennen ja unseren Leitsatz:\u00a0\u201eWill man Menschen \u00fcberzeugen, muss man Menschen begeistern\u201c.\u00a0Daran hat sich nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p><strong>DS:\u00a0Wer erkl\u00e4rt den Menschen auf der Stra\u00dfe den ideellen Wert und den gro\u00dfen Imagegewinn f\u00fcr die Stadt. Denn wer nicht zuf\u00e4llig ein Hotel, ein Restaurant oder Caf\u00e9 besitzt, in dem BUGA-Touristen \u00fcbernachten oder essen und trinken k\u00f6nnen, der profitiert von der BUGA finanziell nicht direkt?<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams:\u00a0&#8222;Die Kommunikation ist Bestandteil eines erfolgreichen Projektes.\u00a0Dazu geh\u00f6rt es, WUPPERTAL als Einheit darzustellen.\u00a0Als eine Einheit die mehr ist als die Summe seiner Teile.\u00a0Eine Einheit, die alle Einzelbereiche ber\u00fccksichtigt und alle Wuppertaler umfasst.\u00a0Dann kann auf dieser Basis deutlich gemacht werden, welche Bedeutung dieses Projekt f\u00fcr die Stadt und damit f\u00fcr jeden Einzelnen B\u00fcrger hat.\u00a0Imagem\u00e4\u00dfig und kommerziell. Auf der nachweisbaren (!) Basis des kulturellen und wirtschaftlichen Nutzens.&#8220;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-40611\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/IMG_2770-1024x576.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"576\" \/><\/p>\n<p><strong>DS:\u00a0Die Stadt Wuppertal m\u00fcsste laut Machbarkeitsstudie rund 35 Millionen \u20ac vorfinanzieren, die vermutlich durch Ticketverkauf etc. zum gro\u00dfen Teil wieder refinanziert werden k\u00f6nnten. Letztendlich f\u00e4llt die Entscheidung im Stadtrat. Und dort sitzen keine hoch bezahlten Polit-Profis wie im Bundestag, sondern ganz normale Leute, die wissen, dass in der Stadt viele M\u00e4ngel gibt. Mit welchen Argumenten w\u00fcrden Sie die Stadtverordneten \u00fcberzeugen?<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Langfrist-Projekte wie die BUGA 2031 schaffen die Voraussetzungen, um die Wirtschaft so zu st\u00e4rken, dass mit deren Steuern und Spenden Kinderspielpl\u00e4tze und Parkanlagen gebaut und gepflegt werden k\u00f6nnen.\u00a0Im \u201eSpiegel\u201c stie\u00df ich heute auf eine interessante Leserzuschrift:\u00a0\u201eDer Bundestag\u201c hei\u00dft es dort, \u201emuss keineswegs ein Spiegelbild der Gesellschaft sein. Ich w\u00fcnsche mir mehrheitlich kluge K\u00f6pfe im Parlament \u2013 und die sind nicht die Bev\u00f6lkerungsmehrheit\u201c, schrieb dort ein Bernd T\u00f6dte aus M\u00fcnchen.\u00a0Dem m\u00f6chte ich mich anschlie\u00dfen.\u00a0Ich w\u00fcnsche mir mehrheitlich \u201ekluge K\u00f6pfe\u201c im Wuppertaler Stadtrat.\u00a0Jene, die informiert sind, weiter denken und im Interesse der Stadt Wuppertal klug, nachhaltig und langfristig handeln.\u00a0Kurz: Die, die Chance erkennen und nutzen, die die BUGA 2031 WUPPERTAL bietet.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: F\u00fcr Sie als Marketing-Experte und Agentur-Gr\u00fcnder ist es nichts Neues, dass man Kunden von seinen Ideen \u00fcberzeugen \u00a0und sie zum Teil mit Argumenten, die sie nicht widerlegen k\u00f6nnen, fast schon zu ihrem Gl\u00fcck zwingen muss. Wie w\u00fcrden Sie die Wuppertaler B\u00fcrger vom Projekt BUGA begeistern?<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Mit einer starken Marke \u201eWUPPERTAL\u201c!\u00a0Einer Marke, die f\u00fcr Innovationskraft und Nachhaltigkeit steht.\u00a0F\u00fcr Vielseitigkeit, Dynamik und Zukunftsorientierung.\u00a0Mit einer Stadt, die dies alles unter Beweis stellt.\u00a0Mit der BUGA 2031 in WUPPERTAL.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS:\u00a0Jetzt sind Sie als Vision\u00e4r gefragt: Kommt die BUGA oder kommt sie nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Vok Dams: &#8222;Ich glaube an die kommunikative Kraft der Kommunikation.\u00a0Und an WUPPERTAL.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, interessante Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Wuppertal spriessen Bl\u00fctentr\u00e4ume. 2031 soll die Bundesgartenschau im Tal bl\u00fchen und Touristen aus nah und fern wie Bienen anlocken. Ein BUGA-F\u00f6rderverein wurde bereits gegr\u00fcndet, in dem viele prominente Wuppertalerinnen und Wuppertaler ihre Duftmarke gesetzt haben. Aber wie schon bei der geplanten Touristen-Attraktion Seilbahn w\u00e4chst auch diesmal wieder ein zunehmend gr\u00f6\u00dfer werdende  Opposition gegen das Projekt heran. Die gro\u00dfe Frage: BUGA 2031 &#8211; werden die Bl\u00fctentr\u00e4ume wirklich wahr?<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-40597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-15 06:48:42","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40597"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40597\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":40616,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40597\/revisions\/40616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}