{"id":38967,"date":"2021-06-29T11:58:48","date_gmt":"2021-06-29T09:58:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=38967"},"modified":"2021-06-29T11:58:48","modified_gmt":"2021-06-29T09:58:48","slug":"jubilaeumsfeier-wuppertal-institut-richtet-blick-nach-vorn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/06\/29\/jubilaeumsfeier-wuppertal-institut-richtet-blick-nach-vorn\/","title":{"rendered":"Jubil\u00e4umsfeier: Wuppertal Institut richtet Blick nach vorn"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_38970\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38970 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/210629_30JahreWI_Podiumsdiskussion-2-1024x632.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"632\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Auf dem Podium diskutierten (v. l.): Prof. Dr. Christa Reicher, Professorin am Lehrstuhl und Institut St\u00e4dtebau und Entwerfen der RWTH Aachen, Prof. Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen Universit\u00e4t, Prof. Dr. Dirk Messner, Pr\u00e4sident des Umweltbundesamts, Dr. Tanja Busse, Journalistin und Moderatorin der digitalen Veranstaltung, Christoph Dammermann, Staatssekret\u00e4r des NRW-Ministeriums f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, und Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Wuppertal Instituts &#8211; \u00a9 Wuppertal Institut\/L. Schenk<\/span><\/div>\n<p>Die Jubil\u00e4umsfeier bot den mehr als 500 digital zugeschalteten G\u00e4sten einen Einblick in die vergangenen 30 Jahre und richtete vor allem den Blick nach vorn f\u00fcr die anstehenden Herausforderungen der n\u00e4chsten Jahre. Neben den filmischen Beitr\u00e4gen der Wuppertaler B\u00fchnen, die das knapp sechsst\u00fcndige Event kurzweilig gestalteten, freute sich das Wuppertal Institut zudem \u00fcber die zahlreichen Gl\u00fcckw\u00fcnsche von vielen F\u00f6rderern, Partnerinnen und Partnern und langj\u00e4hrigen Weggef\u00e4hrten.<\/p>\n<p>Die wissenschaftliche Konferenz anl\u00e4sslich des 30. Geburtstags des Wuppertal Instituts stand unter dem Motto \u201eZukunftswissen: innovativ, transformativ und krisensicher die Zukunft gestalten\u201c. Folgende Fragen wurden dabei aufgegriffen: Wie kann die Transformation zu einer sozial und \u00f6kologisch gerechten Welt gelingen? In welchen Bereichen braucht es Transformative Innovationen und wie lassen sich diese umsetzen? Welchen Beitrag kann die Wissenschaft zur Krisenpr\u00e4vention leisten? Was k\u00f6nnen wir aus der Covid-19-Pandemie lernen und wie k\u00f6nnen wir uns zuk\u00fcnftig krisenfester aufstellen?<\/p>\n<p>Prof. Jim Skea, Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates (IPCC), lobte im Rahmen seines Gru\u00dfwortes zu Beginn der Konferenz den globalen Charakter des Wuppertal Instituts \u2013 ob als Autorinnen und Autoren in den Berichten des Weltklimarates oder als gefragte Expertinnen und Experten in internationalen Netzwerken.<\/p>\n<h4>NRW-Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart voll des Lobes<\/h4>\n<p>Er betonte, dass es im Kampf gegen den Klimawandel f\u00fcr die Wissenschaft nicht nur um Studien gehe, sondern darum, mit den Menschen zusammen an den echten Problemen zu arbeiten, wof\u00fcr das Wuppertal Institut die Agenda auf globaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene exzellent vorantreibe. Gerade aus dem Transformationslabor Nordrhein-Westfalen heraus k\u00f6nnten hier sehr wichtige Beitr\u00e4ge geleistet werden.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend bedankte sich Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, f\u00fcr die herausragende Arbeit des Wuppertal Instituts in Forschung und Beratung im Bereich von Klimaschutz und Energiewende in den vergangenen drei Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) ist Gesellschafter des Wuppertal Instituts, das im Verantwortungsbereich des Ministeriums f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW angesiedelt ist. Daneben dankte Pinkwart dem Wuppertal Institut und Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, dem wissenschaftlichen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Wuppertal Instituts, pers\u00f6nlich daf\u00fcr, vor drei Jahren die Initiative <a href=\"https:\/\/www.in4climate.nrw\/index\/\">IN4climate.NRW<\/a> mit ins Leben gerufen zu haben.<\/p>\n<p>In dieser Initiative arbeiten Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam an der Frage, wie sich die energieintensive Industrie klimaneutral aufstellen l\u00e4sst und zugleich weiter wettbewerbsf\u00e4hig agieren kann. Hierf\u00fcr gelte es, sich \u00fcber die M\u00f6glichkeiten von Transformationspfaden auszutauschen, gemeinsame Strategien zu entwickeln und schlie\u00dflich umzusetzen. Die Wasserstoff-Roadmap f\u00fcr NRW sei ein Beispiel daf\u00fcr.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_38971\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38971 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/210629_30JahreWI_Fischedick-Dedek-2-1024x621.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"621\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer (l.), und Michael Dedek, kaufm\u00e4nnischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Wuppertal Instituts, begr\u00fc\u00dften die mehr als 500 digital zugeschalteten G\u00e4ste zu Beginn des Jubil\u00e4umsevents &#8211; \u00a9 \u00a0Wuppertal Institut\/L. Schenk<\/span><\/div>\n<p>Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Wuppertal und ehemaliger Pr\u00e4sident des Wuppertal Instituts, ist begeistert von den neuen Arbeiten des Wuppertal Instituts, die in den vergangenen Monaten entstanden sind: wie etwa der Zugang \u00fcber Transformative Innovationen \u2013 also dem Blick auf Schl\u00fcsselinnovationen, die uns wirklich in eine andere Dimension in der Gestaltung der notwendigen Wenden bringen, klug miteinander verkn\u00fcpft werden und nicht nur technologische, sondern auch soziale Innovationen umfassen m\u00fcssen. Dies sei ein Ansatz, der in diese Zeit passe und Br\u00fccken zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Perspektiven baue.<\/p>\n<h4>Keynotes werfen Blick zur\u00fcck und nach vorn<\/h4>\n<p>Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Universit\u00e4tsprofessorin am Lehrstuhl und Institut St\u00e4dtebau und Entwerfen der RWTH Aachen, beleuchtete in ihrer Keynote, was sich aus dem gelebten Strukturwandel in NRW und speziell dem Ruhrgebiet f\u00fcr die Zukunft lernen l\u00e4sst. Gerade in St\u00e4dten sei die Entwicklung der letzten Jahrzehnte gepr\u00e4gt durch einen stetigen Wandel. Dabei komme es auf eine intelligente Gestaltung des Raums an, dieser m\u00fcsse aber nicht nur <i>f\u00fcr<\/i> sondern gemeinsam <i>mit<\/i> Menschen gestaltet werden.<\/p>\n<p>Das Wuppertal Institut trage mit seinem Diskurs in Wissenschaft, Praxis, Gesellschaft entscheidend dazu bei.<br \/>\nProf. Dr. Dirk Messner, Pr\u00e4sident des Umweltbundesamts, sprach in seiner Keynote \u00fcber die Herausforderungen der n\u00e4chsten Jahre, \u00fcber die gro\u00dfen Aufgaben f\u00fcr die erste H\u00e4lfte des Jahrhunderts und \u00fcber die mangelnde Integration der Klima- und Ressourcenpolitik. Er richtete dabei vor allem den Blick auf die sich entwickelnden Regionen der Welt, die bei den anstehenden Transformationsprozessen mitgenommen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend griff Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick in seiner Keynote zentrale Highlights aus der Institutsgeschichte auf und ging auf die zentralen Bausteine der zuk\u00fcnftigen Arbeit ein. \u201eDie Arbeiten des Wuppertal Instituts haben sich in den letzten drei Jahrzehnten sehr stark ver\u00e4ndert. In den 1990er Jahren stand das wissenschaftsbasierte Agenda Setting im Vordergrund, da Themen wie Klima- oder Ressourcenschutz in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch nicht verankert gewesen sind. In den 2000er Jahren kam die Erstellung von Konzepten und Bewertungsmethoden hinzu und im letzten Jahrzehnt die Transformationsforschung. Heute arbeitet das Institut mit seinen Auftraggebern zusammen an der konkreten Umsetzung von Transformationsprozessen und stellt daf\u00fcr Ziel-, System- und Transformationswissen als wichtigen Orientierungsrahmen bereit.\u201c<\/p>\n<h4>Podiumsdiskussion zu anstehenden Transformationsherausforderungen<\/h4>\n<p>Auf dem Podium diskutierten zum Abschluss des Vormittagsprogramms<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Prof. Dr. Christa Reicher, Prof. Dr. Dr. h. c. Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, Prof. Dr. Dirk Messner, Dr. Tanja Busse, Journalistin und Moderatorin der digitalen Veranstaltung, Christoph Dammermann, Staatssekret\u00e4r des Ministeriums f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick \u00fcber die anstehenden Transformationsherausforderungen, etwa den Strukturwandel im Rheinischen Revier und die Rolle neuer Technologien und Strategien sowie besonders \u00fcber den Einsatz von Wasserstoff im Rahmen der Energiewende.<\/p>\n<p>Dirk Messner machte etwa deutlich: \u201eJetzt m\u00fcssen in der Stahlindustrie die Investitionsentscheidungen in Richtung Wasserstoff gef\u00e4llt werden. W\u00e4hrend diese Milliarden-Entscheidungen vorbereitet werden, brauchen wir Anreizstrukturen, Rahmenbedingungen sowie internationale Kooperationen.\u201c<\/p>\n<p>Es gehe nun darum zu zeigen, sagte Christoph Dammermann, dass Klimaschutz in einer industriereichen Region umgesetzt werden kann und dies nicht zu Lasten \u00f6konomischer Faktoren geht, sondern sich positiv auf die Wettbewerbsf\u00e4higkeit auswirke. Zudem m\u00fcsse es darum gehen, die Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die zentralen Technologien im Land zu halten. Denn wenn in Deutschland Windr\u00e4der mit chinesischem Stahl hergestellt w\u00fcrden, h\u00e4tten wir nichts gewonnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Chancen f\u00fcr Durchbruch f\u00fcr den Klimaschutz stehen gut<\/h4>\n<p>Manfred Fischedick erg\u00e4nzte: \u201eDie Chancen f\u00fcr einen Durchbruch f\u00fcr den Klimaschutz sind heute sehr gut, wir sollten sie nutzen. Noch vor f\u00fcnf Jahren waren wir in einer ganz anderen Situation: Der Druck f\u00fcr die Industrie war nicht so hoch und der Wille radikale Ver\u00e4nderungen zu durchdenken vielleicht noch nicht stark genug. Inzwischen haben Unternehmen Investitionsfahrpl\u00e4ne in der Schublade und m\u00f6chten lieber sofort statt erst morgen in klimaneutrale Prozesse investieren \u2013 mit entsprechender Planungssicherheit lie\u00dfe sich das umsetzen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Auch Prof. Lambert Koch betonte die Bedeutung, \u00d6konomie und \u00d6kologie unter einen Hut zu bringen: Man m\u00fcsse die Herausforderungen annehmen und nach L\u00f6sungen suchen, d\u00fcrfe das System aber nicht \u00fcberdrehen. Die Wissenschaft k\u00f6nne dabei helfen, den richtigen gemeinsamen Kurs zu bestimmen, in dem sie auf die drei ihre eigenen Ziele \u201everstehen, vermitteln und gestalten\u201c abhebe.<\/p>\n<p>\u201eNur normative Ziele setzen, reicht nicht, wir m\u00fcssen Menschen mitnehmen. Aber die Transformation ist nicht beliebig, denn die Grenzen des Erdsystems, der Atmosph\u00e4re, der \u00d6kosysteme sind nicht beliebig dehnbar. Also m\u00fcssen wir die Grenzen akzeptieren, die die Physik uns vorgibt \u2013 die Transformation muss innerhalb dieser Grenzen und mit der entsprechenden Geschwindigkeit stattfinden\u201c, erg\u00e4nzte Dirk Messner.<\/p>\n<h4>Film zum Nachhaltigkeitsmanagement am Wuppertal Institut<\/h4>\n<p>Wie nachhaltig ist das Wuppertal Institut selbst? In einem filmischen Beitrag stellte das Institut w\u00e4hrend der virtuellen Geburtstagsfeier seinen Nachhaltigkeitsbericht vor und gab einen kleinen Einblick in die Themen, mit denen es sich innerhalb seines eigenen Nachhaltigkeitsmanagements besch\u00e4ftigt. W\u00e4hrend der Mittagspause hatten alle G\u00e4ste Gelegenheit sich an einer <a href=\"https:\/\/tour.wupperinst.org\/wp\/\">Umfrage zum Nachhaltigkeitsmanagement<\/a> zu beteiligen. Die Umfrage ist noch online und kann von allen Interessierten ausgef\u00fcllt werden.<\/p>\n<h4>Ergebnisse aus den Transformations-Workshops<\/h4>\n<p>Um die transformativen Innovationen in den Bereichen Energie und Industrie, Stadt und Mobilit\u00e4t, nachhaltige Konsummuster und Kreislaufwirtschaft zu veranschaulichen, fanden nachmittags parallel verschiedene Workshops in interaktiven Formaten statt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Workshop \u201eKlimaneutral 2035 \u2013 Umbau der St\u00e4dte\u201c war Dr. Birgit<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Schneider-B\u00f6nninger, Dezernentin f\u00fcr Sport und Kultur der Stadt Bonn, zu Gast. Thorsten Koska, Co-Leiter des Forschungsbereichs Mobilit\u00e4t und Verkehrspolitik, und Anja Bierwirth, Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel am Wuppertal Institut, sprachen \u00fcber die vielf\u00e4ltigen Herausforderungen, die mit dem Ziel der Klimaneutralit\u00e4t bis 2035 f\u00fcr die St\u00e4dte verbunden sind. Dazu geh\u00f6ren etwa in der Mobilit\u00e4t und im Geb\u00e4udebereich, welche Rahmenbedingungen auf \u00fcbergeordneter politischer Ebene den Wandel vor Ort unterst\u00fctzen k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_38972\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-38972 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/210629_30JahreWI_Workshopfazit-2-1024x436.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"436\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Workshop-Zusammenfassung auf dem Podium mit Abteilungs- und Forschungsbereichsleitenden des Wuppertal Instituts (von links): Prof. Dr. Stefan Lechtenb\u00f6hmer, Prof. Dr. Christa Liedtke, Moderatorin Dr. Tanja Busse, Dr. Henning Wilts und Anja Bierwirth &#8211; \u00a9 Wuppertal Institut\/L. Schenk<\/span><\/div>\n<p>Der zweite Workshop \u201eZukunftswissen f\u00fcr die Kreislaufwirtschaft\u201c besch\u00e4ftigte sich mit der Frage: Wie kommen wir von der Theorie zur Praxis? Dr. B\u00e4rbel Birnstengel von Prognos und Pia Schn\u00fcck, die bei der REWE das Thema Kreislaufwirtschaft verantwortet, berichteten aus ihrer Praxis, wie das Thema immer mehr an Relevanz gewinnt. Die Diskussion mit den Teilnehmenden zeigte deutlich, wie wichtig integrierte Sichtweisen sind: Es gelte daher auch in Zukunft die gro\u00dfen Themen und ihr Zusammenspiel im Blick zu behalten. Die Kreislaufwirtschaft werde nur funktionieren, wenn die \u00f6konomischen Anreize stimmen, die Preise mithin die \u00f6kologische Wahrheit sagen.<\/p>\n<p>Die Corona-Pandemie markiert eine Zeitenwende \u2013 gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich, wissenschaftlich und vor allem individuell. Der Workshop \u201eNachhaltig und gesund Leben in Zeiten der Pandemie (und danach)\u201c zeigte anhand der Bereiche Handel und Gesundheit, dass die Pandemie individuelle und institutionelle Ver\u00e4nderungs- und Innovationskompetenzen gezeigt und fortentwickelt hat, die die notwendigen gesellschaftlichen Transformationsprozesse f\u00fcr Nachhaltigkeit und Resilienz erm\u00f6glichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Politik und Wissenschaft sollten die vorhandenen Kompetenzen wahrnehmen und mit den Menschen f\u00fcr Nachhaltigkeit in Wert setzen.<\/p>\n<p>Der Workshop \u201eKlimaneutrale Industrie als gesellschaftliche Herausforderung\u201c, den Katja Witte, stellvertretende Leiterin der Abteilung Zuk\u00fcnftige Energie- und Industriesysteme, und Dr. Anna Leipprand, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Strukturwandel und Innovationen am Wuppertal Institut, moderierten, zeigte, dass der Weg hin zu einer klimaneutralen Industrie technisch m\u00f6glich ist und es eine gro\u00dfe Bereitschaft in Industrie, Politik und Verb\u00e4nden gibt, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Die Referierenden waren sich einig, dass es nun darauf ankomme, die politischen Rahmenbedingungen daf\u00fcr zu gestalten aber auch das gesellschaftliche Vertrauen f\u00fcr den industriellen Wandel zu gewinnen und diesen Prozess gemeinsam mit den Menschen zu gestalten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h4>Konferenzabschluss richtet Blick in die Zukunft<\/h4>\n<p>\u201eDas Wuppertal Institut wird sich auch in den n\u00e4chsten Jahren mit voller Kraft daf\u00fcr einsetzen, L\u00f6sungsbeitr\u00e4ge f\u00fcr die gro\u00dfen Herausforderungen zu entwickeln und mithelfen diese umzusetzen und voranzutreiben. Gerade jetzt kommt es auf den Gestaltungswillen an und den Mut zum Handeln. Denn dieses Jahrzehnt ist der entscheidende Zeitraum, der dar\u00fcber bestimmen wird, ob die gesetzten Ziele \u00fcberhaupt erreicht werden k\u00f6nnen. Daf\u00fcr m\u00fcssen zweifelsohne noch viele dicke Bretter gebohrt werden und alle m\u00fcssen mit anpacken. Aus der Umsetzung inkrementeller Innovation muss die Phase der Umsetzung transformativer, wirkm\u00e4chtiger Innovationen werden. Aber solange Politik, Wirtschaft und Gesellschaft das gemeinsam angehen, ist das zu schaffen\u201c, ist Manfred Fischedick zum Abschluss der Jubil\u00e4umskonferenz zuversichtlich.<\/p>\n<p>Er bedankte sich f\u00fcr die positive Resonanz, die zahlreichen virtuellen G\u00e4ste und eingegangenen Gl\u00fcckw\u00fcnsche aller Partnerinnen und Partner und Weggef\u00e4hrten sowie f\u00fcr die Beitr\u00e4ge der Wuppertaler B\u00fchnen, die das Jubil\u00e4umsevent kurzweilig gestalteten. Daneben bedankte er sich herzlich bei der Stadtsparkasse Wuppertal, der Stiftung Mercator und der Vereinigung der Freunde des Wuppertal Instituts e. V. f\u00fcr die starke Unterst\u00fctzung, durch die diese Konferenz als hybrides Format erst m\u00f6glich wurde.<\/p>\n<h4>Jubil\u00e4umskonferenz online anschauen<\/h4>\n<p>Im YouTube-Kanal des Wuppertal Instituts ist die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HHZKBF8bF48\">Jubil\u00e4umsfeier als kompletter Mitschnitt<\/a> verf\u00fcgbar und enth\u00e4lt neben der spannenden Podiumsdiskussion auch alle Gru\u00dfworte sowie die Keynotes der Vortragenden. Zudem wurden w\u00e4hrend der Jubil\u00e4umsfeier Statements der Diskutantinnen und Diskutanten aufgezeichnet, die in einem filmischen <a href=\"https:\/\/youtu.be\/kDeyzDVarsI\">Best-of mit Blick hinter die Kulissen hier zu finden<\/a> sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wuppertal Institut hat sein 30-j\u00e4hriges Bestehen als hybrides Event mit der wissenschaftlichen Konferenz \u201eZukunftswissen: innovativ, transformativ und krisensicher die Zukunft gestalten\u201c gefeiert. H\u00f6hepunkte der Feierlichkeiten waren unter anderem die Gru\u00dfworte von Prof. Jim Skea und Prof. Dr. Andreas Pinkwart sowie die Keynotes von Prof. Dr. Christa Reicher und Prof. Dr. Dirk Messner.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-38967","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-08 02:35:15","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38967"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38967\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38980,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38967\/revisions\/38980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38967"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38967"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}