{"id":38357,"date":"2021-06-06T15:36:46","date_gmt":"2021-06-06T13:36:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=38357"},"modified":"2021-06-11T15:04:58","modified_gmt":"2021-06-11T13:04:58","slug":"gepa-erhoeht-freiwillig-mindestpreis-fuer-kakao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/06\/06\/gepa-erhoeht-freiwillig-mindestpreis-fuer-kakao\/","title":{"rendered":"GEPA erh\u00f6ht freiwillig Mindestpreis f\u00fcr Kakao"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_38359\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-38359\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/08_GEPA-Botschafterin_Celia_Sasic_mit_GeschNftsfAhrer_Peter_Schaumberger-2-1024x710.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"710\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ex-Fu\u00dfball-Nationalspielerin Celia Sasic und GEPA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Schaumberger &#8211; \u00a9 GEPA<\/span><\/div>\n<p>Die GEPA hat jetzt ihren Mindestpreis f\u00fcr Bio-Rohkakao auf 3.500 US-Dollar pro Tonne erh\u00f6ht. Darin sind 240 US-Dollar Fairtrade-Pr\u00e4mie und 300 US-Dollar Bio-Pr\u00e4mie enthalten. Durchschnittlich zahlt die GEPA ihren Partnergenossenschaften in Afrika und Lateinamerika sogar rund 3.700 US-Dollar inklusive Pr\u00e4mien \u2013 25,9 Prozent \u00fcber dem Fairtrade-Mindestpreis inklusive Pr\u00e4mien und 56,1 Prozent \u00fcber dem durchschnittlichen Kakao-Weltmarktpreis von 2020.<\/p>\n<h4>Besseres Einkommen, mehr Bildungschancen<\/h4>\n<p>Der neue GEPA Kakao-Plus-Preis von mindestens 3.500 US-Dollar orientiert sich an den Anforderungen der Handelspartner in Westafrika und Lateinamerika, mit denen sich die GEPA regelm\u00e4\u00dfig austauscht. Kleinbauernfamilien sind damit noch st\u00e4rker gegen niedrige Weltmarktpreise abgesichert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>GEPA-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Peter Schaumberger: \u201eAusbeuterische Kinderarbeit hat strukturelle Gr\u00fcnde: Die Konzerne schaffen durch Produktionserh\u00f6hung bei niedrigen Preisen \u00dcberproduktion und weiteren Preisverfall. Wenn die Eltern nicht genug verdienen, m\u00fcssen ihre Kinder mit auf den Feldern schuften.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der neue \u201eKakao-Plus-Preis\u201c als garantierte Absicherung nach unten leistet einen wichtigen Beitrag in der Debatte um existenzsichernde Einkommen, die im Kontext von ausbeuterischer Kinderarbeit im Kakao-Sektor dringend ist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die GEPA arbeitet bei diesem Thema eng mit der World Fair Trade Organization zusammen. Peter Schaumberger: \u201eAngespornt durch den CSR-Preis der Bundesregierung, wollen wir gerade den Konzernen zeigen, dass faire Preise, Sorgfalt und Verantwortung in transparenten Lieferketten keine unerf\u00fcllbaren Visionen sind. Wir brauchen daf\u00fcr kein Gesetz, die Konzerne schon.\u201c<\/p>\n<p>Der \u201eKakao-Plus-Preis\u201c st\u00e4rkt die Mitglieder der GEPA-Partnergenossenschaften direkt und indirekt. Durch den h\u00f6heren Preis kann eine Kooperative mehr investieren, zum Beispiel \u00a0in Schulbildung oder Freizeitangebote der Kinder ihrer Mitglieder, die eigene Weiterqualifizierung oder den Stra\u00dfenbau.<\/p>\n<h4>Beispiel: COOPROAGRO (Dominkanische Republik)<\/h4>\n<p>Von ihrem langj\u00e4hrigen Partner COOPROAGRO (Dominikanische Republik) bezieht die GEPA einen Gro\u00dfteil ihres Bio-Rohkakaos f\u00fcr ihre Schokoladen. Durch die h\u00f6heren Einnahmen \u00fcber die GEPA und den Fairen Handel konnte die Kooperative eine Schule um ein neues Geb\u00e4ude erweitern.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erhalten alle Kinder der Bauernfamilien nach den gro\u00dfen Ferien neue Schulsachen. F\u00fcr Adriana Olgin und ihren Cousin Raul ist aber der neue Sportplatz das wichtigste Projekt. \u201eWir sind dar\u00fcber wirklich sehr froh und dankbar\u201c, meinen beide.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Hier treffen sich die Dorfkinder nicht nur in den Pausen, sondern auch nachmittags, um Basketball oder Baseball zu spielen. Ein Kurzvideo zu Adriana und Raul findet sich hier: <a href=\"https:\/\/1326735665634febbac970b7ee245c1d.svc.dynamics.com\/t\/t\/uGxsqB0Q3VxR1J2wg3xYGzNzblk1nDasi4Cy2OH9qDMx\/KqckawIawskPJiMtH8RfdoEw7cVhNZMYC3HqxqLr7igx\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=O0yItX5VycU<\/a>.<\/p>\n<h4>Celia \u0160a\u0161i\u0107: Zeichen setzen f\u00fcr Kinder der Welt<\/h4>\n<p>Die ehemalige Fu\u00dfballnationalspielerin und Europas Fu\u00dfballerin des Jahres 2015, Celia \u0160a\u0161i\u0107, ist seit vielen Jahren GEPA-Botschafterin. Celia \u0160a\u0161i\u0107: \u201eIch finde es gut, dass man mit den fairen Bio-Schokoladen der GEPA dazu beitragen kann, dass Kinder im Globalen S\u00fcden in die Schule gehen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Auch aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden m\u00f6chte sie ein Zeichen f\u00fcr Kinder setzen: \u201eNicht erst, seit ich Mutter bin, kann ich nochmal ganz besonders nachempfinden, wie wichtig es ist, dass Kinder unbeschwert aufwachsen k\u00f6nnen, \u00fcberall auf der Welt.\u201c Ein Video mit Celia \u0160a\u0161i\u0107 findet sich unter <a href=\"https:\/\/1326735665634febbac970b7ee245c1d.svc.dynamics.com\/t\/t\/EtMZ2qxIu1xxjmX6XlCWaqsBxm90bExZ7VAxf7DSEnYx\/KqckawIawskPJiMtH8RfdoEw7cVhNZMYC3HqxqLr7igx\">https:\/\/youtu.be\/nxpIyy17N6g<\/a>.<\/p>\n<h4>Beispiel: gebana Togo<\/h4>\n<p>Auch bei der Organisation \u201egebana Togo\u201c, mit der die GEPA zusammenarbeitet, k\u00f6nnen die Kinder lernen, statt zu schuften. G\u00e9d\u00e9on, das \u00e4lteste von vier Kindern des Kakaobauern Sylva Akpaku geht ebenfalls zur Schule. Darauf ist Sylva Akpaku sehr stolz.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_38360\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-38360\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/05_Adriana_und_Raul_in_Kakaobaum-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Adriana und Raul pr\u00e4sentieren einen Kakaobaum &#8211; \u00a9 GEPA<\/span><\/div>\n<p>Mit der Fairtrade-Pr\u00e4mie der GEPA unterst\u00fctzt gebana Togo die Schulen beim Kauf von M\u00f6beln und Unterrichtsutensilien. Teilweise \u00fcbernimmt gebana Togo f\u00fcr die Kinder der Bauernfamilien die Schulgeb\u00fchren f\u00fcr die weiterf\u00fchrenden Schulen. Eine gute Schul- und Berufsausbildung ist gerade f\u00fcr M\u00e4dchen wichtig.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ang\u00e8le Wini Gnimle ist Leiterin des Aufbereitungslagers und sie hat eine Mission: \u201eFrauen k\u00f6nnen es genauso schaffen. Deshalb ermutige ich die M\u00e4dchen, sich f\u00fcr die Landwirtschaft zu entscheiden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Kinderspiel, sondern bitterer Arbeitsalltag: Aktuell werden laut NORC-Studie der Universit\u00e4t Chicago 1,5 Millionen Kinder in Westafrika im Kakao-Anbau ausgebeutet. Es geht auch anders. Wie Kinder statt Konzerne profitieren, zeigt Fair Trade-Pionier GEPA am Beispiel seines neuen Kakao-Plus-Preises anl\u00e4sslich des \u201eWelttags gegen Kinderarbeit\u201c der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) am 12. Juni.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-38357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-14 16:24:11","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38357"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38361,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38357\/revisions\/38361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}