{"id":38261,"date":"2021-06-11T07:07:09","date_gmt":"2021-06-11T05:07:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=38261"},"modified":"2021-06-11T15:09:20","modified_gmt":"2021-06-11T13:09:20","slug":"zara-gayk-eine-kuenstlerin-die-farbe-bekennt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/06\/11\/zara-gayk-eine-kuenstlerin-die-farbe-bekennt\/","title":{"rendered":"Zara Gayk &#8211; eine K\u00fcnstlerin, die Farbe bekennt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_38266\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-38266\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Zara-Gayk-Foto-Chiara-Gayk-2-1024x799.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"799\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Zara Zoe Gayk &#8211; \u00a9 Chiara Gayk<\/span><\/div>\n<p>Zara Gayk l\u00e4sst nicht nur ihre Bilder sprechen, sie hat auch selbst etwas zu sagen. Die sozial sehr engagierte, bildende \u00a0K\u00fcnstlerin bekennt Farbe, betreibt keine Sch\u00f6nf\u00e4rberei, malt die Wuppertaler Kultur-Szene auch nicht nur in hellen, leuchtenden Farben, sondern greift auf Graut\u00f6ne zur\u00fcck, wenn sie es f\u00fcr n\u00f6tig h\u00e4lt. Das k\u00f6nnen Sie aus dem offenen Interview mit der STADTZEITUNG herauslesen.<\/p>\n<p><b>DS: Zara Gayk, inwieweit hat Sie die Corona-Pandemie vereinnahmt?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Als es im M\u00e4rz 2020 mit dem Lockdown los ging, war ich noch etwas entsetzt. So viele Aufgaben standen an, die realisiert werden sollten. Und nun, dachte ich, hast Du erst einmal zwei oder drei Monate Pause? Wie soll ich das hinnehmen? Der Plan B wurde mir aber mit dem gemeinsamen Handeln vieler Menschen der Kunst- und Kulturszene angetragen und so wurde nichts aus den unfreiwilligen Ferien. Neue Aktivit\u00e4ten entwickelten sich wie ein Feuersturm. Dass es nach dem Sommer dann eine endlos lange Zeit werden sollte, war mir und niemandem zu Beginn klar gewesen. Alles sollte verboten sein, was ich sonst betreibe. Also war die Netzwerkarbeit \u00fcber Videokonferenzen die Alternative f\u00fcr ein neues T\u00e4tigkeitsfeld, die \u00fcberall zum Leben erweckt wurden. Nur privaten Umsatz konnte man mit dieser Form der Arbeit nicht mehr machen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Keine Vernissagen, keine Ausstellungen, wie haben Sie die unfreiwillige Freizeit genutzt?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Tats\u00e4chlich konnte ich alle \u00f6ffentlichen Aktivit\u00e4ten nicht mehr aus\u00fcben. Das war besonders bitter, da ich mich jeweils als Vorstandsvertreterin f\u00fcr das )) freie netz werk )) KULTUR e.V., f\u00fcr TANZRAUSCHEN e.V. und den INSEL e.V. engagiere. Alles sind Initiativen, die auf die \u00d6ffentlichkeit angewiesen sind und f\u00fcr die Menschen in der Stadt ihre Arbeit machen. In meiner Eigenschaft als Vertreterin des Freien Netzwerks bin ich dann in die Entwicklung den \u201eEinTopf &#8211; Solidarfonds f\u00fcr Wuppertal\u201c eingestiegen. Ich habe dort die Website in Windeseile aufgebaut und Werbemittel f\u00fcr das Einsammeln von Spendengeldern f\u00fcr besonders hart von den Corona Schutzbestimmungen betroffenen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern hergestellt.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Aber das war doch noch nicht alles, was Sie in Coronazeiten bewegt haben &#8211; oder?<\/b><\/p>\n<p><b><\/b>Zara Gayk: &#8222;Auf der INSEL im Caf\u00e9 ADA haben wir die Zeit f\u00fcr Renovierungsarbeiten genutzt. Dort konnten wir bislang auch eine ganze Reihe von Modernisierungsma\u00dfnahmen einleiten, die uns sonst ohne die Unterst\u00fctzung eines finanziellen Kontingents \u00fcber das Hilfsprogramm Neustart Kultur nicht erm\u00f6glicht worden w\u00e4re. Im November war ich wesentlich an der Entstehung eines Films f\u00fcr \u201eUnder Construction\u201c f\u00fcr den Neubeginn am alten Schauspielhaus als Pina Bausch Zentrum beteiligt. Wir haben dort die Wirkungsweise als Zentrum f\u00fcr b\u00fcrgerschaftliches Engagement untersucht und Stimmen f\u00fcr die Nutzbarkeit des Zentrums durch die Wuppertalerinnen und Wuppertaler gesucht. Der Film wurde w\u00e4hrend des Under Construction Festivals ausgestrahlt und steht noch im Netz zur Verf\u00fcgung &#8211; <a href=\"https:\/\/fnwk.de\/pbz\">https:\/\/fnwk.de\/pbz<\/a>. Von Freizeit durch die Pandemie konnte bis heute f\u00fcr mich keine Rede sein. Die Aufgaben sind eher mehr, denn weniger geworden.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_38267\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 571px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-38267\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Sunsplash-Digitale-Malerei-Zara-Gayk-832x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"561\" height=\"691\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Sunsplash&#8220; (Digitale Malerei &#8211; \u00a9 Zara Gayk<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Hat sich Covid-19 mit allen Nebenerscheinungen auf Ihr k\u00fcnstlerisches Schaffen ausgewirkt?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;W\u00e4hrend der Corona-Sperrungen habe ich mich auch sehr intensiv an dem Ausstellungsprojekt \u201eOut And About \u2013 Kunst geht raus\u201c beteiligt, das von Frank N und Birgit Pardun initiiert wurde. So lie\u00dfen sich einige meiner neueren Bilder auf Plakatw\u00e4nden in der Stadt \u00f6ffentlich pr\u00e4sentieren. Das war eine tolle Aktion und ich sch\u00e4tze diese Aktivit\u00e4ten immer noch sehr, weil sie vielen K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern immer noch etwas \u00f6ffentliche Wahrnehmung m\u00f6glich machte.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS. Hat sich diese \u00d6ffentlichkeit auch finanzielle in irgendeiner Weise f\u00fcr Sie ausgezahlt?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;K\u00fcrzlich hatte ich eine Ausstellung in Peter Ryzek\u2019s Galerie \u201ewort und bild\u201c, gepaart mit der H\u00e4ngung von ein paar Digitalen Malereien im Wahlkreisb\u00fcro von Helge Lindh. Mir hatte es zwar sehr viel Freude gemacht, dort neue Arbeiten zu zeigen. Aber wirtschaftlich betrachtet, war das ein Zuschussgesch\u00e4ft. Das h\u00e4lt mich in n\u00e4chster Zukunft sicher erst einmal davon ab, wieder so etwas zu wagen. Solange eben nicht wieder ein normaler Publikumsverkehr m\u00f6glich sein wird. Was meine pers\u00f6nliche Arbeit angeht, habe ich mich zun\u00e4chst zur\u00fcckgezogen und arbeite immer noch im Stillen an neuen Projekten. Das bezieht sich aber in erster Linie auf die Vorarbeiten f\u00fcr das was ich Video-Malerei nenne. Das ist ein sehr aufwendiger Prozess, der viel Vorbereitungszeit ben\u00f6tigt.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Online-Galerien spielen eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle, waren gerade in Corona-Zeiten f\u00fcr viel K\u00fcnstler eine willkommene Alternative. Auch f\u00fcr Sie?<\/b><\/p>\n<p>Meine Website existiert schon sehr lange und Bilder lassen sich nat\u00fcrlich auch auf diese Art verkaufen. Das ist aber selten der Fall. Ich bin auch in einer sehr bekannten Online-Galerie, die Singulart.com aufgenommen worden. Der Verkauf dort ist f\u00fcr mich aber bislang kein Erfolg. Ich finde es auch nicht so interessant, weil es nicht leicht ist, in der Masse der Arbeiten dort aufzufallen. Auch die Preisstruktur in dieser Galerie w\u00fcrde ich einmal als sehr zur\u00fcckhaltend bezeichnen. Ich habe dort ausschlie\u00dflich Digitale Malerei im Angebot. Verschenken kann ich die Arbeiten dennoch nicht. Der Markt f\u00fcr diese Art von Arbeiten ist noch sehr beschr\u00e4nkt.&#8220;<\/p>\n<p><b>Es gibt K\u00fcnstler-Solidarit\u00e4ts-Initiativen wie &#8222;EinTopf&#8220;. Ist die Kunst- und Kultur-Szene in schweren Zeiten wirklich enger zusammenger\u00fcckt oder wie f\u00e4llt Ihr Fazit aus?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Als Mitinitiatorin des EinTopf war ich zu Beginn sehr froh, dass wir es aus eigener Kraft geschafft haben, den von finanziellen Krisen durch die Corona Pandemie betroffenen Personen aus der Kunst- und Kulturszene helfen zu k\u00f6nnen. Wir haben bis heute eine gro\u00dfe Spendensumme aus ganz unterschiedlichen Quellen einnehmen k\u00f6nnen. Die Zahlen gingen immer \u00fcber meinen Schreibtisch und so kann ich schon ernsthaft von einem Erfolg sprechen, wenn ich res\u00fcmiere, was auch schon alles ausgezahlt wurde. Ich wundere mich aber immer noch, dass nicht mehr von den Geldern abgerufen werden. Die H\u00fcrden f\u00fcr die Auszahlung von Hilfsbeitr\u00e4gen sind ganz niedrig gelegt. Doch offenbar haben doch einige Leute Bedenken sich an den EinTopf hilfsweise zu wenden. Ich bin in Zukunft nicht mehr mit den Verwaltungsaufgaben betraut, da sich aus der Initiative ein Verein gegr\u00fcndet hatte, der die Gesch\u00e4fte nun von Freies Netz Werk KULTUR \u00fcbernimmt. Diese Initiative war ein Zeichen, das wir in die Gesellschaft gegeben haben. Doch von einem Zusammenr\u00fccken der verschiedenen Kunst-Akteure kann man meiner Meinung nach nicht sprechen. Das w\u00fcrde der Sache mehr Wirkkraft zusprechen, als man auf diesem Weg geben kann. Doch manchen Menschen konnte ganz konkret mit Geld geholfen werden.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Eine Wuppertaler K\u00fcnstlerin hat j\u00fcngst gesagt, K\u00fcnstler sind in erster Linie Einzelk\u00e4mpfer und sehen sich oft gegenseitig als Konkurrenten. Welche Erfahrungen haben Sie in dieser Hinsicht gemacht?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Ich meine, es gibt ganz unterschiedliche Charaktere in der Kunstszene. Die einen arbeiten immer gerne nur alleine f\u00fcr sich und andere suchen die Gemeinschaften und den Austausch mit anderen. Wer Kunst als pers\u00f6nlichen Wettbewerb gegen alle anderen sieht, hat in meinen Augen einen seltsamen Ansatz, Kunst zu machen. Gut, wer ganz dringend ber\u00fchmt werden will, muss eventuell auch seine Ellenbogen ausfahren und andere vom Markt verdr\u00e4ngen. Das ist aber eigentlich nichts besonderes und kommt in allen m\u00f6glichen Berufssparten vor, um sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Ich hoffe aber immer noch auf den qualitativen Aspekt bei dem Verdr\u00e4ngungswettbewerb. Diesen Wettbewerb finde ich auch ganz normal. Wer will sich schon immer mit ganz uninteressanten Dingen befassen?&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sie selbst haben sich auf Video-Malerei, digitale Malerei und sogenannte radikale Malerei, also Bilder auf Leinwand mit \u00d6lfarbe spezialisiert. Ist das Malen auf Leinwand im digitalen Zeitalter nicht ein aussterbendes Genre?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;F\u00fcr mich geh\u00f6ren die verschiedenen Sparten mit \u00d6l Malerei, Digitale Malerei und Video Malerei eng zusammen. Ohne dieses gemeinsame Arbeiten in allen Bereichen ist mittlerweile f\u00fcr mich eine Fortentwicklung meines Weges nicht mehr denkbar. W\u00e4hrend die \u00d6lmalerei ein zeitlich langwieriges Unterfangen ist, bei dem ich jede Mal-Ebene genau planen muss, um dann zu einem neuen Bildversuch zu kommen, habe ich in der Digitalen Malerei im Fotobearbeitungsprogramm mit der Arbeit in bis zu 70-80 Ebenen alle Freiheit in der Arbeit und experimentelle Wege zu wagen, die mir in der klassischen Malerei nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Eine aufgetragene Farbschicht l\u00e4sst sich nicht mehr vollst\u00e4ndig entfernen, wenn etwas nicht so gelungen ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Das ist also ein destruktiver Prozess und das andere ein freier experimenteller Raum, den ich ganz schnell nutzen kann. Das Bildsujet entwickelt sich aber auf die eine oder andere Weise in beiden Welten immer weiter und diese Wege befruchten sich gegenseitig.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sie m\u00fcssen jetzt keine genauen Preise nennen, aber bitte einen Trend: Ich w\u00fcrde meinen, ihre Bilder mit \u00d6lfarbe auf Leinwand &#8211; also echte Handarbeit &#8211; sind teurer als digitale Malerei, die ja auch beliebig vervielf\u00e4ltigt werden kann. Liege ich da richtig?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Nein, nicht zwangsl\u00e4ufig muss das so sein. Bei digitalen Arbeiten besteht auch die M\u00f6glichkeit der Limitierung. Hier kann ich sagen, dass nur ein oder drei Werke aus der digitalen Vorlage hergestellt werden k\u00f6nnen. Der traditionellere, handwerkliche Herstellungsprozess kann m\u00f6glicherweise immer noch eher den Anspruch vertreten, ein Original zu sein. Eine digitale Produktion ist aber auch ein Original. Deshalb h\u00e4ngt der Verkaufspreis f\u00fcr mich nicht direkt davon ab.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wo ist denn Ihre Video-Malerei zu sehen. Das ist ja wohl eher nichts f\u00fcr den normalen Hausgebrauch &#8211; oder?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Die Video-Malerei ist eine konsequente Fortentwicklung aus der Digitalen Malerei, um die Malerei in Bewegung zu bringen. Das f\u00fchrt in meiner Arbeit verschiedene k\u00fcnstlerische Erscheinungsform zusammen. Bild-Klang und Ton-Klang-Ebene werden zusammengef\u00fchrt. Die Video-Malerei funktioniert in der Live-Performance aber auch gemeinsam mit Musikern. So habe ich Live-Videomischungen aus kleinen Video-Bausteinen mit den Improvisationsk\u00fcnsten von Musikern zusammengef\u00fchrt. Die erste Arbeit dieser Art hie\u00df \u201ePassion D\u2018Image\u201c und wurde in der Erl\u00f6serkirche in Langenfeld bei Leverkusen aufgef\u00fchrt. Dort hatte ich in der Kuppel der Kirche einen gro\u00dfen Projektionsraum mit Hilfe von gro\u00dfen, wei\u00dfen Stoffbahnen f\u00fcr mehrere Video-Beamer geschaffen. Dieses Himmelszelt wurde dann mit meiner Video-Malerei Live bespielt. Dabei spielte ein Musiker-Duo mit Gitarre und Orgel eine wichtige Rolle. Denn die beiden befreundeten Musiker erforschten mit mir die Stimmenvielfalt aus Musikklang und Bildklang. Das Publikum konnte die Aufzeichnung dieser Performance am Original-Ort noch f\u00fcr gut sechs Wochen erleben. Das Erlebnis wurde Menschen im Rentenalter gezeigt, genauso wie Grundschulklassen im Religionsunterricht, die anschlie\u00dfend \u00fcber die Entstehung der Welt diskutierten. Eine \u00e4ltere Dame erkl\u00e4rte mir einmal. Dass sie nun keine Angst mehr vor dem Sterben habe, wo sie gesehen habe mit welcher Farbenpracht sie in den Himmel gezogen wurde. Das hat mich auch nachhaltig beeindruckt, da ich feststellen konnte, welche Eindr\u00fccke ich durch meine Arbeit vermitteln konnte.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_38268\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 570px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-38268\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Deep-Space-Digitale-Malerei-Zara-Gayk-832x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" height=\"689\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Deep Space&#8220; (Digitale Malerei &#8211; \u00a9 Zara Gayk<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Woran arbeiten Sie gerade aktuell?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Neben meiner Arbeit in den drei erw\u00e4hnten Vereinen, arbeite ich momentan an dem Ausbau meiner Videobild-Bibliothek. Ich hoffe, die neuen Bausteine f\u00fcr eine Video-Pr\u00e4sentation im Herbst zum ersten Mal wieder Live performen zu k\u00f6nnen. Wenn alles so hinhaut, wie ich bislang hoffe, wird es mit einem DJ-Set in Verbindung stehen und zum ersten Mal zu sehen sein.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welche Schl\u00fcsse und Vors\u00e4tze ziehen Sie ganz pers\u00f6nlich aus der Corona-Krise?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Vors\u00e4tze mache ich mir nie. Ich handle lieber. Bei den Schl\u00fcssen bin ich mir noch nicht sicher. Ich habe mich sehr \u00fcber ein gro\u00dfes Ma\u00df an Unvernunft gewundert, die doch einige Menschen an den Tag gelegt haben. Ich war zwischendurch auch wirklich schlecht gelaunt, weil ich bef\u00fcrchtete, dass durch solch ein Verhalten die Dauer der Sperrungen f\u00fcr die Arbeitswelt in der Kulturbranche noch weiter herausz\u00f6gert wird. Viele Fragen, die eher in den gesellschaftlichen und politischen Kontext geh\u00f6ren, besch\u00e4ftigen mich noch etwas st\u00e4rker als fr\u00fcher. An dieser Stelle werde ich mich auch weiterhin f\u00fcr eine St\u00e4rkung der Kulturszene einsetzen. Doch hat sich der Schwerpunkt verschoben. Durch die Pandemie wurde die mangelnde Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr die K\u00fcnste noch einmal deutlicher. Weshalb viele K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler in prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse leben m\u00fcssen. Hier gilt es neue Impulse zu setzen. Und das fangen wir am besten direkt vor Ort an.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Last but not least: Was machen Sie als Erstes, wenn alle Corona-Beschr\u00e4nkungen endg\u00fcltig aufgehoben worden sind?<\/b><\/p>\n<p>Zara Gayk: &#8222;Ich glaube nicht, dass es ein \u201enach Corona\u201c geben wird. Wir erleben gerade, dass wir langsam mit vorsichtigen \u00d6ffnungsschritten wieder in das Licht der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Es wird kein helles und spektakul\u00e4res Feuerwerk geben. Damit es wieder hell wird, z\u00fcnden wir ein Teelicht nach dem anderen an. Wollen wir nur hoffen, dass der n\u00e4chste Sturm unsere Lichter nicht wieder auspustet. Wir sind weiterhin zu Vorsicht und R\u00fccksichtnahme aufgerufen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, interessante Gespr\u00e4ch<\/b><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_38269\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 222px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-38269\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Zara-Gayk-Foto-Chiara-Gayk-950x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"228\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Zara Gayk &#8211; \u00a9 Chiara Gayk<\/span><\/div>\n<h4>VITA Zara Zoe Gayk<\/h4>\n<p>Zara Zoe Gayk ist geb\u00fcrtige Wuppertalerin<\/p>\n<p>Nach dem Abitur 1982 machte sie eine Ausbildung als Designerin.<\/p>\n<p>1983 &#8211; 1987 Freie k\u00fcnstlerische Arbeit und Ausstellungsmacherin in der Wuppertaler Galerie Appendix.<\/p>\n<p>1987-1994 Studium Kommuunikationsdesign an der Bergischen Universit\u00e4t<\/p>\n<p>Professoren, die sie gepr\u00e4gt haben waren Prof. Bazon Brock (\u00c4sthetik &amp; Kommunikationstheorie), Prof. Marc Itzikowitz (Fotojournalismus), Prof. Ursula Wevers (Film &amp; Medien), Prof. Michael Badura (Malerei &amp; Coputer-Arts).<\/p>\n<p>1995 &#8211; 2006 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin der arte media productions GmbH &#8211; Arbeitsbereiche: Entwurf und Entwicklung von interaktiven, dynamischen Internetanwendungen, Konzeption und WebdesignGesch\u00e4ftsf\u00fchrende Gesellschafterin der arte media productions GmbH &#8211; Arbeitsbereiche: Entwurf und Entwicklung von interaktiven, dynamischen Internetanwendungen, Konzeption und Webdesign<\/p>\n<p>Zara Gayk hatte sich schon fr\u00fch mit dem Programmieren von Computern auseinander gesetzt &#8211; erstellte Grafiken &amp; Animationen.<\/p>\n<p>Sie versteht sich als Malerin in klassischen und digitalen Formaten, kreiert<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Video-Malerei, Digitale Malerei und Radikale Malerei<\/p>\n<p>Soziales Engagement &amp; Mitarbeit in Kunst- &amp; Kulturvereinen:<\/p>\n<p>Im Vorstand des Kulturvereins Tanzrauschen<\/p>\n<p>Im Vorstand vom ))freies net werk )) KULTUR &#8211; 2.Vorsitzende<\/p>\n<p>Mitbegr\u00fcnderin Kulturverein &#8222;Insel&#8220; im Caf\u00e9 ADA<\/p>\n<p>Mitinitiatorin des Corona-K\u00fcnstler-Solidarit\u00e4tsfonds &#8222;EinTopf&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Links<\/h4>\n<p>)) freies netz werk )) KULTUR<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/fnwk.de\/\">https:\/\/fnwk.de\/<\/a><\/p>\n<p>TANZRAUSCHEN<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tanzrauschen.de\/\">https:\/\/tanzrauschen.de\/<\/a><\/p>\n<p>INSEL \/ Kultur im ADA<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/insel.news\/\">https:\/\/insel.news\/<\/a><\/p>\n<p>Zara Gayk \u2013 Pers\u00f6nliche Website<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/zaragayk.de\/\">https:\/\/zaragayk.de\/<\/a><\/p>\n<p>Zara Gayk bei Singulart.com \u2013 Online Galerie<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.singulart.com\/de\/k%25C3%25BCnstler\/zara-gayk-21765\">https:\/\/www.singulart.com\/de\/k\u00fcnstler\/zara-gayk-21765<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist eine au\u00dfergew\u00f6hnliche K\u00fcnstlerin. Zara Zoe Gayk deckt eine kreative Bandbreite ab, wie kaum eine andere Kollegin oder kaum ein anderer Kollege. Sie kreiert Video-Malerei, Digitale Malerei und sogenannte Radikale Malerei, bei der sie mit \u00d6lfarbe arbeitet. Sie verbindet in ihrer Kunst sozusagen Klassik und Moderne.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-38261","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-14 16:26:35","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38261"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":38274,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38261\/revisions\/38274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}