{"id":35322,"date":"2021-04-29T17:00:45","date_gmt":"2021-04-29T15:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=35322"},"modified":"2022-01-23T12:55:51","modified_gmt":"2022-01-23T11:55:51","slug":"kristof-stoessel-fuehrt-einen-ueberlebenskampf-mit-humor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/04\/29\/kristof-stoessel-fuehrt-einen-ueberlebenskampf-mit-humor\/","title":{"rendered":"Kristof St\u00f6\u00dfel f\u00fchrt einen \u00dcberlebenskampf mit Humor"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_38340\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-38340\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ArvanehStoessel-2-2-1024x878.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"878\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Kristof St\u00f6\u00dfel (r.) hier mit \u00a0TV-Star Giovanni Arvaneh &#8211; \u00a9 St\u00f6\u00dfels Kom\u00f6die<\/span><\/div>\n<p>Doch Kristof St\u00f6\u00dfel, seine Mitarbeiter und sein Ensemble k\u00e4mpfen weiter ums nackte \u00dcberleben, um die Zukunft ihrer beiden Theater. Die Pandemie macht den freien B\u00fchnen besonders schwer zu schaffen. Sie haben schon in ganz normalen Zeiten einen schweren Stand, weil sie nicht wie Staats- und st\u00e4dttische Theater von der \u00f6ffentlichen Hand subventioniert werden.<\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel ist im positiven Sinne ein Theater-Verr\u00fcckter, der alles daf\u00fcr gibt, sein Publikum zu unterhalten und zum Lachen zu bringen. Schlechte Laune kennt er eigentlich nicht. Und doch traf ich diesmal einen sehr nachdenklichen Theatermacher \u00a0zum Interview.<\/p>\n<p><b>DS: Wegen Corona mussten Sie Ihre Theater leider schlie\u00dfen und haben einen \u00dcbergangsjob als Portier angenommen. Kommen Sie sich nicht vor wie in einem<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>falschen Film?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Nein, so w\u00fcrde ich das nicht sagen. Die Schlie\u00dfung beider H\u00e4user ist nat\u00fcrlich hart f\u00fcr mich pers\u00f6nlich, aber ganz besonders auch f\u00fcr alle Schauspieler und Mitarbeiter. In unserer Branche kennen wir Unsicherheit und dass man sich immer wieder neu erfinden oder auf neue Umst\u00e4nde einstellen muss. Dies war und ist, unabh\u00e4ngig von Corona, unser Alltag. Der Ersatzjob tut einfach gut, da ich gebraucht werde und nicht in ein tiefes Loch falle. Diese Gefahr besteht nat\u00fcrlich, wenn man \u00fcber Monate seinen Beruf nicht aus\u00fcben darf und wie in meinem Fall eben auch nicht kreativ sein kann, wie bisher. Im falschen Film f\u00fchle mich ich eher, wenn ich sehe, dass man in London schon wieder Tickets f\u00fcr Theaterauff\u00fchrungen ab Juni 2021 kaufen kann.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sind die viel gepriesenen Corona-Nothilfen gar nicht bei Ihnen angekommen?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Doch. Wir haben Coronahilfen bekommen und ohne diese w\u00fcrde es mein Unternehmen auch gar nicht mehr geben. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte es schneller gehen und nicht alles geht ab, wie man es m\u00f6chte. Aber es l\u00e4uft und ist bei uns angekommen. Das \u00dcberleben sichern diese Nothilfen aber nicht und mit jedem Tag der Schlie\u00dfung wird das Loch gr\u00f6\u00dfer. Es hei\u00dft f\u00fcr uns: \u00dcberleben bis nach Corona. Wobei mir noch nicht klar ist, wann und unter welchen Voraussetzungen das sein wird. Private Spenden haben wir auch erhalten und das freut mich nat\u00fcrlich sehr. Aktuell laufen weitere Antr\u00e4ge \u00fcber das F\u00f6rderprogramm &#8218;Neustart Kultur&#8216;. Aber viel lieber w\u00fcrde ich wieder selbst Geld verdienen und keine weiteren Antr\u00e4ge stellen m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Die festangestellten Schauspieler von Staats- und st\u00e4dtischen Theatern m\u00fcssen sich keine gro\u00dfen Zukunftssorgen machen. Was muss sich \u00e4ndern, damit es in Zukunft \u00fcberhaupt noch freie und private Theater gibt oder geben kann?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Bis Corona haben wir Privattheater ohne Hilfe \u00fcberlebt. Manche besser und manche, wie wir, da wir noch ein junges Unternehmen sind, etwas schwerer. In dieser Krise haben wir allerdings merken m\u00fcssen, dass die Privattheater zwar bei den Menschen gern gesehen sind, aber von der Politik kaum Beachtung erfahren. Noch schlimmer steht es um die freiberuflichen Schauspieler und Mitarbeiter. Es gibt viele, die inzwichen ihren Beruf und oftmals auch ihre Berufung an den Nagel geh\u00e4ngt haben. Ohne Schauspieler \u2013 keine Theater. Die sogenannte \u201eHochkultur\u201c hat ihre Berechtigung, aber auch das Privattheater ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Und gerade der Wert von gut gemachter Unterhaltung sollte nicht untersch\u00e4tzt werden. In anderen L\u00e4ndern gibt es Ideen, dass die B\u00fcrger zum Teil mitentscheiden, was sie mit ihrem Steuergeld subventionieren m\u00f6chten. In dieser Krise sieht man die gro\u00dfen Unterschiede nat\u00fcrlich mehr als jemals zuvor. Unsere festen Mitarbeiter nutzen auch das Kurzarbeitergeld (KUG), aber die Freien und auch die Minijobber bekommen sehr wenig bis gar nichts. Ich m\u00f6chte weiterhin Privattheater machen, aber in dieser Krise brauchen wir Unterst\u00fctzung, um zu \u00fcberleben. Und da w\u00fcnsche ich mir nicht nur Geld, sondern auch die Wahrnehmung, dass wir ebenso systemrelevant sind.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Profitieren nicht am Ende die Staats- und st\u00e4dtischen Theater, deren Auslastung zum Teil auch weit unter 100 Prozent liegt, davon, dass es keine freien B\u00fchnen mehr gibt? <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Ich glaube nicht, dass unser Publikum wechseln w\u00fcrde. Das Programm der subventionierten B\u00fchnen spricht unsere Besucher kaum an. Ich denke, dass unsere Besucher dann gar nicht mehr ins Theater gehen w\u00fcrden und sich online das holen, was sie m\u00f6chten. Bisher hat noch kein Theater entscheiden m\u00fcssen, endg\u00fcltig zu schlie\u00dfen, aber es steht im Raum und leider auch bei uns. Wichtig w\u00e4re, dass die Kommunen bis hin zum Bund auch die Wichtigkeit der Privattheater erkennen und man einen gangbaren Weg findet, wie auch diese in der Krise und auch danach angemessen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen. Wir Privattheater m\u00fcssen wirtschaftlich denken und kommen daher auch gar nicht umhin, den Publikumsgeschmack zu erf\u00fcllen. Darauf sind die staatlichen B\u00fchnen nicht angewiesen. Ich m\u00f6chte gar nicht das eine gegen das andere ausspielen, aber vielleicht kann man sich ja, was die Wahrnehmung angeht, irgendwo in der Mitte treffen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wie gro\u00df sehen Sie die Chance, dass Sie &#8211; im Interesse Ihrer Mitarbeiter und auch im Interesse Ihres treuen Publikums &#8211; Ihre Kom\u00f6die am Karlsplatz retten k\u00f6nnen?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Das ist eine sehr gute Frage. Die Situation \u00e4ndert sich praktisch t\u00e4glich. Wir k\u00e4mpfen bei beiden H\u00e4usern (Anmerkung der Redaktion: Neben der Kom\u00f6die in Wuppertal betreibt Kristof St\u00f6\u00dfel auch das &#8218;KaBARett FLiN in D\u00fcsselforf) mit den Vermietern und ich kann nicht einsch\u00e4tzen wie es ausgeht. Mein Ensemble und ich werden immer Theater machen und wir hoffen nat\u00fcrlich, die Theater in Wuppertal und D\u00fcsseldorf retten zu k\u00f6nnen. Aber ob uns das wirklich gelingt, k\u00f6nnen wir heute noch nicht vorhersagen. Einen neuen, geeigneten Spielort zu finden, w\u00e4re aber auch sehr schwer. Durch die aktuellen Auflagen in Sachen Brand- und L\u00e4rmschutz kommen da nicht viele Locations in Frage. Und einen Umbau k\u00f6nnen wir uns beim besten Willen nicht leisten. Auch sind wir nicht in der Lage, horrernde Mieten zu zahlen. Was ich versprechen kann ist, dass wir &#8211; und besonders ich pers\u00f6nlich &#8211; jeden Tag um den Erhalt k\u00e4mpfen! Schon allein daf\u00fcr, dass die letzten 13 Jahre nicht umsonst waren und wir weiterhin f\u00fcr unsere wunderbaren Besucher Theater spielen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_39667\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-39667\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/210801-Wupper-Witz_Fabienne-van-Straten-\u00a9-Sina-Frantze-n-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Fabienne van Straten alias Kristof St\u00f6\u00dfel &#8211; \u00a9 Sina Frantzen<\/span><\/div>\n<p><b>DS: Falls es weiter geht, was wohl fast alle Wuppertalerinnen und Wuppertaler hoffen, wie sehen da Ihre Pl\u00e4ne aus?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Wir planen, im September 2021 wieder zu starten. Allerdings k\u00f6nnen wir nur spielen, wenn es keine Abstandsregeln mehr gibt oder aber der Ausfall, der durch das Corona bedingte Reduzieren von Zuschauerpl\u00e4tzen entsteht, erstattet wird. Keine Alternative w\u00e4re es, die Preise massiv zu erh\u00f6hen, da w\u00fcrde das Publikum nicht mitspielen. Aber wir sind dennoch optimistisch und deshalb habe ich einen Spielplan ab September bis Februar 2022 erstellt, der in diesen Tagen auch an unsere Schauspieler geht. Einige St\u00fccke werden nachgeholt und andere m\u00fcssen ersetzt werden, weil wir gro\u00dfe Besetzungen in den kommenden<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Jahren nicht stemmen k\u00f6nnen. Wir m\u00fcssen mit jedem der k\u00fcnftigen St\u00fccke wirtschaftlich erfolgreich sein, um das Minus aus 1,5 Jahren Schlie\u00dfung ausgleichen zu k\u00f6nnen. Wir starten im September &#8211; wenn m\u00f6glich &#8211; mit der Kom\u00f6die \u201eNackte Tatsachen\u201c und ab November spielen wir die Weihnachtskom\u00f6die \u201eB\u00e4umchen wechsel dich\u201c. Im Jahr 2022 folgen dann \u201eJojo Effekt\u201c, \u201eZauberhafte Zeiten\u201c und endlich auch \u201eLandeier 2\u201c. In diesem Sommer wollen wir zudem als open Air das grandiose St\u00fcck \u201eExtrawurst\u201c im Biergarten des Wuppertaler Brauhaus spielen und hoffen nat\u00fcrlich, dass dies auch klappt. Im FLiN in D\u00fcsseldorf soll es auch im September wieder losgehen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Inwieweit ist Ihnen und Ihrem Ensemble \u00fcberhaupt von Seiten der Stadt geholfen worden?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Da sind die Unterschiede von Stadt zu Stadt sehr gro\u00df. In D\u00fcsseldorf f\u00fchlen wir uns sehr gut aufgenommen und sehr gern gesehen. Dort gibt es einen regen Austausch mit dem Kulturamt und dem Kultur-Dezernenten. Uns werden Fragen schnellstm\u00f6glich beantwortet und auch der Austausch zwischen den H\u00e4usern, von der Oper bis hin zu uns, ist sehr gut und immer auf Augenh\u00f6he. Dazu kommt, dass die Stadt D\u00fcsseldorf uns sehr gro\u00dfz\u00fcgig mit einem Mietkostenzuschuss unterst\u00fctzt, so dass das FLiN gro\u00dfe Chancen hat, zu \u00fcberleben. In Wuppertal sieht es da leider ganz anders aus.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: K\u00f6nnen Sie Ihre Erfahrungen hier im Tal einmal n\u00e4her beschreiben?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Seit Beginn der Krise hatte ich zwei Treffen mit dem Kulturdezernenten, aber mehr auch nicht. Es gab bis heute keine Nachfrage aus dem Kulturb\u00fcro oder durch den OB. OB Mucke hatte letzten Sommer noch das Gespr\u00e4ch gesucht, aber seitdem ist Stille eingekehrt. Das war leider auch vor der Krise oft so und ich habe mich daran gew\u00f6hnt, dass St\u00f6\u00dfels Kom\u00f6die von der Stadtverwaltung nicht wahrgenommen wird. Jetzt im Vergleich zu D\u00fcsseldorf ist das sehr \u00e4rgerlich. Finanziell erwarte ich nicht viel, da die Stadt kein Geld hat, aber Wahrnehmung und Interesse w\u00e4ren das Mindeste. Das letzte Gespr\u00e4ch mit Herrn Nocke wurde vom WDR begleitet und dies kann man am 03. Mai um 22.15 Uhr im WDR Fernsehen (Anmerkung der Redaktion: Sendung &#8222;Vorhang zu &#8211; was machen K\u00fcnstler im Lockdown? &#8211; Unterwegs im Westen&#8220;) verfolgen. Ich kann nat\u00fcrlich nur f\u00fcr mich und mein Haus sprechen .Aber ich denke schon, dass es anderen Einrichtungen in Wuppertal besser ergeht als uns.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Welche pers\u00f6nlichen Lehren haben Sie aus der Coronakrise gezogen?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Pers\u00f6nlich wei\u00df ich, dass es in der Zukunft etwas anders laufen muss. Ich bin das Gesicht unseres Theaters und das m\u00f6chte ich auch bleiben. Aber ich kann nicht mehr bei jeder Produktion auf der B\u00fchne stehen, gleichzeitig Regie f\u00fchren und auch noch beide H\u00e4user, mit allem, was dazu geh\u00f6rt, leiten. In dieser Krise habe ich gemerkt, dass ich mir auch Ruhephasen g\u00f6nnen muss, wenn ich diesen Job noch Jahre machen will. Und das m\u00f6chte ich ja. Auch habe ich vor, mal wieder au\u00dferhalb des eigenen Theater zu arbeiten und die vielen M\u00f6glichkeiten und Anfragen f\u00fcr Fabienne van Straten anzunehmen. Ich wei\u00df, dass ich nie arbeitslos werde, da ich vieles kann und gemeinsam mit meiner Frau schaffen wir alles. Das ist ein gutes Gef\u00fchl! Und sollte die Krise noch l\u00e4nger andauern und es im schlimmsten Fall keine Zukunft f\u00fcr meine Theater mehr geben, dann habe ich keine Angst, vor dem was kommt. Ich werde mich dann wieder neu erfinden. Womit und wo dann auch immer.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wie schaffen Sie es, Ihren Humor zu bewahren?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Weil es trotz der Krise einfach so viel Sch\u00f6nes gibt und man aus allem auch etwas Lustiges ziehen kann. Man muss nur mit offenen Augen durch die Stadt und die Welt gehen und schon erlebt man so viel Skurriles. Ich denke dann immer sofort: Daraus muss ich ein St\u00fcck machen oder ein Programm. Die Krise ist hart genug. Aber, wenn ich dann auch noch meinen Optimismus und mein Lachen verlieren w\u00fcrde, w\u00e4re ich nicht mehr ich.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Sie sind nicht nur Schauspieler und Regisseur, Sie schreiben auch Theaterst\u00fccke. Wird es ein St\u00fcck aus Ihrer Feder mit Corona-Bezug geben?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Nein aktuell nicht. Ich habe es versucht, aber muss sagen, dass es im Moment schwer ist, sich zu motivieren. Ich bin froh, dass ich noch Spa\u00df habe, andere St\u00fccke zu lesen und zu planen. Ich hoffe sehr, dass das Text lernen auch noch funktioniert. Aber das werde ich ab Mai sehen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Was stellt denn Ihre Kunstfigur &#8218;Fabienne van Straten&#8216; zur Zeit eigentlich mit ihrer ganzen Freizeit an?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Weder Frau van Straten noch ich haben viel freie Zeit gehabt. Die Kreativit\u00e4t muss ja heraus und so haben wir schnell Onlineshows produziert \u00a0oder auch Lesungen. Fabienne macht seit drei Monaten sehr erfolgreich einen Podcast (Siehe Link unten) und\u00a0trifft dort auf spannende Pers\u00f6nlichkeiten zum Talk. Das dieser auch noch von vielen Menschen w\u00f6chentlich geh\u00f6rt wird, freut uns sehr. Stadtf\u00fchrungen oder gar Fahrten nach Holland sind leider nicht gestattet und auch noch nicht absehbar. Frau van Straten k\u00f6nnte ab Mai auf Kreuzfahrtschiffen arbeiten und hat auch einige TV Anfragen. Es wird also nicht leise, sondern eher lauter um diese Dame.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Gibt es irgendetwas Positives, was Sie in der ganzen Corona-Krise erlebt haben?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Vieles. Ich habe die beste Ehefrau der Welt und endlich mehr Zeit f\u00fcr unseren Hund. Ich habe Zeit f\u00fcr meine Terrasse und ich nehme die Natur wahr. Nach \u00fcber einem Jahr ist klar, dass alle Mitarbeiter zu uns stehen und weiter an mich und meinen Traum glauben. Wir haben das beste Publikum, das sogar f\u00fcr uns gespendet hat. Alle meine Lieben und auch ich sind gesund. Ich habe meinen Onlineauftritt verbessert und Fabienne van Straten bekannter gemacht. Ich koche mehr und besser. Ich backe. Ich bin entspannter geworden, da mir klar geworden ist, dass viele kleine Probleme eigentlich gar keine echten Probleme sind. Und ich habe gelernt, mehr auf mich zu achten und auf mein Herz zu h\u00f6ren.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Wenn Ihnen jetzt die ber\u00fchmte Fee \u00fcber den Weg liefe, welchen Wunsch h\u00e4tten Sie?<\/b><\/p>\n<p>Kristof St\u00f6\u00dfel: &#8222;Man k\u00f6nnte jetzt sagen: Das Corona vorbei ist. Das w\u00fcrde aber nicht alles besser machen. Wahrscheinlich w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, dass die Menschheit wieder entspannter wird, wir mehr aufeinander achten, andere Meinungen akzeptieren und nicht alles nur in schwarz\/wei\u00df sehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Auf der anderen Seite w\u00e4ren 30 Millionen auch nicht schlecht. Denn mit Geld l\u00f6sen sich leider doch viele Probleme. Dann w\u00fcrde ich beide Mietvertr\u00e4ge k\u00fcndigen und beide Theater neu bauen, so wie ich sie haben will. Ich w\u00fcrde alle Mitarbeiter mit gutem Gehalt fest einstellen und m\u00fcsste beim Theatermachen nicht immer<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0nur\u00a0<\/span>wirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund stellen. Wenn dann noch ein kleines Reihenhaus f\u00fcr die St\u00f6\u00dfels drin w\u00e4re und ich zweimal im Jahr verreisen k\u00f6nnte, w\u00e4re es perfekt. Wenn also jemand diese Fee trifft \u2013 bitte gebt ihr meine Adresse.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene und ehrliche Gespr\u00e4ch<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier der LINK zum Podcast von &#8222;Fabienne van Straten&#8220; &#8211; weitere finden Sie bei YouTube<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P3e49_naFJs\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=P3e49_naFJs<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kstheater.de\">http:\/\/www.kstheater.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kristof St\u00f6\u00dfel, das K\u00fcnstler-Cham\u00e4leon! Schauspieler, Regisseur, Moderator, Autor, Theaterchef in Personal-Union. Ein Mann, der Humor verbreitet und der auch selbst Humor besitzt. Denn sonst w\u00e4re ihm l\u00e4ngst das Lachen vergangen. Seine beiden Theater &#8211; die Kom\u00f6die am Karlsplatz in Wuppertal und das KaBARett FLiN in D\u00fcsseldorf &#8211; sind seit Monaten Corona bedingt dicht. Im schlimmsten Fall ist der letzte Vorhang an beiden B\u00fchnen l\u00e4ngst gefallen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-35322","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-19 21:31:38","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35322","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35322"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35322\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45511,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35322\/revisions\/45511"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35322"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35322"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35322"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}