{"id":35074,"date":"2021-04-25T16:14:24","date_gmt":"2021-04-25T14:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=35074"},"modified":"2022-01-23T13:19:27","modified_gmt":"2022-01-23T12:19:27","slug":"georg-rose-hat-den-schwarz-weiss-film-wiederentdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/04\/25\/georg-rose-hat-den-schwarz-weiss-film-wiederentdeckt\/","title":{"rendered":"Georg Rose hat den Schwarz-Wei\u00df-Film wiederentdeckt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45516\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45516\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Georg-Rose-Portrait-2-1024x781.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"781\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Georg Rose, Chefredakteur von Radio Wuppertal&#8220; und Foto-K\u00fcnstler &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Der Foto-K\u00fcnstler Georg Rose ist aktiv, der Galerist Georg Rose muss notgedrungen eine Zwangspause einlegen. Mit Pop-up, einer Interims-Galerie, sorgte er vor der Corona-Pandemie bei K\u00fcnstlern und Kunst-Fans f\u00fcr Aufsehen.<\/p>\n<p>Dahinter steckt folgendes Konzept: Georg Rose mietet leerstehende Ladenlokale in Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen wie dem Werth in Barmen als Kunst-Showroom f\u00fcr einen gewissen Zeitraum an. Er bringt also die Kunst zu den Menschen in den Einkaufsstra\u00dfen, dort wo es Laufkundschaft gibt. So manch eine oder einer landet auf diese Weise zum ersten Mal im Leben in einer Kunst-Galerie &#8211; und wenn es nur aus reiner Neugier ist.<\/p>\n<p>Georg Rose hat mit seinen Pop-up-Interims-Galerien bislang sehr gute Erfahrungen gemacht. Er kommt damit kosteng\u00fcnstig an Ausstellungsraum in attraktiven Lagen, die Besitzer der leerstehenden L\u00e4den haben so zumindest f\u00fcr gewisse Zeit feste Einnahmen. Eine typische Win:Win-Situation, wie es so sch\u00f6n heisst.<\/p>\n<p>Wie wohl jeder hofft auch Georg Rose, dass die Pandemie irgendwann endg\u00fcltig \u00fcberwunden ist und er wieder ein ganz normales Leben f\u00fchren kann: Als B\u00fcrger, als Chefredakteur von Radio Wuppertal und als Foto-K\u00fcnstler.<\/p>\n<div id=\"attachment_35082\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-35082\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Brueckenlockdown2021-1024x692.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"692\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Georg Rose Foto mit dem Titel &#8222;Br\u00fcckenlockdown&#8220; &#8211; \u00a9 Georg Rose<\/span><\/div>\n<p>Im Gespr\u00e4ch mit der STADTZEITUNG zieht Georg Rose eine ganz pers\u00f6nliche Corona-Bilanz:<\/p>\n<p><strong>DS: Wie hat Corona Ihr Leben als Foto-K\u00fcnstler beeinflusst oder gar ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Ich habe Wuppertal und die Region fotografisch neu entdeckt \u2013 auf vielen Spazierg\u00e4ngen und Fahrradtouren, bei denen ich meine Kameras immer dabeihabe. Normalerweise entstehen die meisten meiner Fotos auf Reisen. Das ist ja im Moment leider nicht m\u00f6glich. Es f\u00fchrt aber \u2013 und das ist ein durchaus sch\u00f6ner Nebeneffekt \u2013 zu einem ganz neuen Blick auf spannende Details in meiner direkten Umgebung.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>DS: Welche Schwerpunkte setzen Sie, wenn Sie mit Ihrer Kamera auf Motiv-Suche gehen?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Zu einem meiner Schwerpunkte hat sich die minimalistische Fotografie entwickelt. Also eine sehr reduzierte, eher graphische Bildsprache. Und nach mehreren Jahrzehnten Pause lege ich auch wieder Schwarz-Wei\u00df-Filme ein.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Erfahrungen haben Sie mit Online-Galerien gemacht?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Pers\u00f6nlich bisher keine. Ich plane schon seit langem, meine Galerie \u201ePOP-UP-ARTISTS.COM\u201c auf das Internet auszudehnen. Es hat aber bisher die Zeit gefehlt, dieses Projekt wirklich anzugehen. Ich glaube aber auch: Kunst ist sehr individuell. Sie braucht das pers\u00f6nliche Gespr\u00e4ch. Jedenfalls l\u00e4sst sich Massenware online bestimmt leichter vermarkten.&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_35083\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-35083\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Kunstpause2020-1024x692.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"692\" \/><span class=\"wp-caption-text\">&#8222;Kunstpause&#8220; hat Georg Rose dieses Foto betitelt &#8211; \u00a9 Georg Rose<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Glauben Sie, dass Sie in diesem Jahr noch eine \u201enormale\u201c Ausstellung mit Publikum realisieren k\u00f6nnen?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Ich hoffe sehr, dass das vielleicht im Herbst wieder m\u00f6glich sein kann. Gerne m\u00f6chte ich dann mit meiner Interims-Galerie f\u00fcr einige Zeit wieder ein leerstehendes Ladenlokal bespielen, so wie im Winter 2019\/2020 auf dem Werth in Barmen. Meine Bef\u00fcrchtung ist ja, dass es leerstehende Ladenlokale angesichts der schwierigen Situation f\u00fcr den Einzelhandel bald mehr als genug geben wird, leider.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielt bei Ihnen und Ihrem Team von Radio\u00a0Wuppertal\u00a0das Thema Homeoffice?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose : &#8222;Dann setze ich jetzt mal meinen anderen Hut auf \u2013 den des Chefredakteurs von Radio Wuppertal. Seit \u00fcber einem Jahr schon arbeitet ein Gro\u00dfteil unseres Teams im Homeoffice \u2013 von kleinen Ausnahmen im vorigen Sommer einmal abgesehen. Auch ich arbeite fast ausschlie\u00dflich von zuhause aus. Das funktioniert sehr gut. Zum Gl\u00fcck arbeiten wir alle schon sehr lange zusammen, kennen uns gut und k\u00f6nnen uns blind aufeinander verlassen. F\u00fcr eine neue Person w\u00e4re es wahrscheinlich im Moment recht schwer, sich in ein Team einzufinden.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>DS: Erwarten Sie nach Corona auch eine wahre Ausstellung-, Konzert- und Event-Flut, weil alle Kulturschaffenden riesigen Nachholbedarf haben und endlich auch wieder Geld verdienen wollen und m\u00fcssen?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Klar, alle scharren mit den Hufen. Ich rechne damit, dass es in den ersten Monaten sogar Engp\u00e4sse geben wird bei der Nutzung von Hallen, B\u00fchnen und so weiter.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Was wird bei Radio Wuppertal am Ende von Covid-19 Ihrer Meinung nach zur\u00fcck bleiben?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Wir alle freuen uns auf den Tag, an dem wir endlich wieder ganz normal zusammen in unserer Redaktion in der Moritzstra\u00dfe arbeiten k\u00f6nnen. Aber ich bin auch sicher, dass das Thema Home-Office nicht wieder komplett verschwinden wird. Mobiles Arbeiten wird bei Radio Wuppertal ganz bestimmt auch in Zukunft eine Rolle spielen, eben weil wir gerade so gute Erfahrungen damit machen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das informative Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er kommt gleich dreifach mit der Corona-Pandemie in Ber\u00fchrung: Als B\u00fcrger, als Chefredakteur von Radio Wuppertal und als Foto-K\u00fcnstler. Georg Rose ist ein Meister der Analog-Fotografie, die viele j\u00fcngere Fotografen gar nicht mehr kennen. Auch in Zeiten von Covid-19 geht er mit seiner Kamera auf Motivsuche &#8211; wegen der Reisebeschr\u00e4nkungen nicht im Ausland, sondern eher vor der Haust\u00fcr. Zwei neue Werke von Georg Rose finden Sie weiter unten.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-35074","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-19 18:36:38","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35074","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35074"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35074\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45517,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35074\/revisions\/45517"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35074"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35074"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35074"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}