{"id":34753,"date":"2021-04-07T10:35:29","date_gmt":"2021-04-07T08:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=34753"},"modified":"2021-04-12T15:16:39","modified_gmt":"2021-04-12T13:16:39","slug":"bvhs-bietet-drei-spannende-online-vortraege-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/04\/07\/bvhs-bietet-drei-spannende-online-vortraege-an\/","title":{"rendered":"BVHS bietet drei spannende Online-Vortr\u00e4ge an"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_34757\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 850px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-34757\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Ursula-Prutsch-mittel.jpeg\" alt=\"\" width=\"840\" height=\"694\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Ursula Prutsch &#8211; \u00a9 BVHS<\/span><\/div>\n<p>Beginn der Online-Vortr\u00e4ge ist jeweils um 19:30 Uhr, die Teilnahme ist kostenlos. \u00a0Die Vortr\u00e4ge im Einzelnen:<\/p>\n<p><strong>Online-Vortrag von Prof. Dr. Ursula Prutsch: Eva Per\u00f3n \u2013 Eine argentinische Ikone<\/strong><\/p>\n<p>Der Peronismus pr\u00e4gt Argentinien bis heute. Seine bekannteste Repr\u00e4sentantin, Eva Per\u00f3n, von ihren Anh\u00e4ngerinnen und Anh\u00e4ngern Evita genannt, ist im kollektiven Ged\u00e4chtnis des Landes und dar\u00fcber hinaus noch immer pr\u00e4sent. Dazu hat das Musical \u201cEvita\u201c von Andrew Lloyd Webber beigetragen, das eine machtgierige, autorit\u00e4re Pr\u00e4sidentengattin zeigt, die f\u00fcr ihre Karriere \u00fcber Leichen geht.<\/p>\n<p>Peronistinnen hingegen \u2013 und zu ihnen z\u00e4hlt die aktuelle Vizepr\u00e4sidentin Cristina Fern\u00e1ndez de Kirchner \u2013 verteidigen Eva Per\u00f3n als \u201eMutter der Armen\u201c, als \u201eM\u00e4rtyrerin der Unterdr\u00fcckten\u201c und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte.<\/p>\n<p>Der Vortrag setzt sich mit dem Aufstieg der Argentinierin vom \u201eAschenputtel\u201c zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander und stellt dar, was die Faszination von Eva Per\u00f3n ausmacht, warum sie von Gegnerinnen und Gegnern so gehasst wurde und welcher Mythos bis heute weiterlebt.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Ursula Prutsch ist Professorin f\u00fcr Amerikanische Kulturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen und Biographin Eva Per\u00f3ns.<\/p>\n<p><strong>Termin: Mittwoch &#8211; 14.04. &#8211; 19:30 Uhr.\u00a0<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_34758\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-34758\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Stollberg_\u00a9Wissenschaftskolleg-2-1024x905.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"905\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Historikerin Barbara Stollberg-Rilinger &#8211; \u00a9Wissenschaftskolleg<\/span><\/div>\n<p><strong>Online-Vortrag von Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger: Grausamkeit, Gottesfurcht und Verzweiflung. K\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. und der preu\u00dfische Mythos<\/strong><\/p>\n<p>Friedrich Wilhelm I. von Preu\u00dfen, der \u201eSoldatenk\u00f6nig\u201c (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verpr\u00fcgelte seine T\u00f6chter, dem\u00fctigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legend\u00e4r geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Fr\u00f6mmigkeit.<\/p>\n<p>Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er s\u00e4mtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preu\u00dfisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, f\u00fcr manche noch heute, als \u201eErzieher des deutschen Volkes zum Preu\u00dfentum&#8220;.<\/p>\n<p>Der Vortrag geht zwei Fragen nach: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erkl\u00e4ren ist.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin.<\/p>\n<p>Termin: Mittwoch &#8211; 21.04. &#8211; 19:30 Uhr<\/p>\n<div id=\"attachment_34759\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-34759\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/CroitoruJosephDenzlingen2_honorarfrei_cAlexandraVigelius-2-1024x709.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"709\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Joseph Croitoru &#8211; \u00a9 Alexander Vigelius<\/span><\/div>\n<p><strong>Online-Vortrag von Dr. Joseph Croitoru: Anspruch auf heiligen Boden: Der israelisch-pal\u00e4stinensische Konflikt um den Tempelberg<\/strong><\/p>\n<p>Auf dem Tempelberg stand einst der j\u00fcdische Tempel, der zuerst von den Babyloniern und nach der Wiedererrichtung von den R\u00f6mern erneut zerst\u00f6rt wurde. Sp\u00e4ter errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam.<\/p>\n<p>Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden \u2013 anders als in byzantinischer Zeit \u2013 erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entz\u00fcndete sich in sp\u00e4tosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt auf arabischer Seite, als Mufti al-Husseini das Ger\u00fccht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerst\u00f6ren, um ihren Tempel wieder zu errichten.<\/p>\n<p>F\u00fcr religi\u00f6se Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer gr\u00f6\u00dferer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Areal der Moscheen beten und sogar eine Synagoge bauen zu d\u00fcrfen. Die Pal\u00e4stinenser f\u00fchlen sich zunehmend provoziert, zumal die j\u00fcdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterst\u00fctzt werden. Auf den pal\u00e4stinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.<\/p>\n<p>Dr. Joseph Croitoru ist Historiker, freier Journalist und Autor<\/p>\n<p><strong>Termin: Mittwoch &#8211; 28.04. &#8211; 19:30 Uhr<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anmeldung jeweils unter der Kursnummer: 10-9008s@121 auf der Homepage der Berg. VHS <a href=\"http:\/\/www.bvhs.de\/\">www.bvhs.de<\/a> oder per Mail unter <a href=\"mailto:heinz-werner.wuerzler@bergische-vhs.de\">heinz-werner.wuerzler@bergische-vhs.de<\/a> oder telefonisch unter 0212 290 3265.<\/p>\n<p><strong>Den Link zum Vortrag erhalten Sie am Veranstaltungstag per Mail<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Online-Vortr\u00e4ge in der Reihe \u201eVHS-Wissen-Live\u201c bietet die Bergische VHS im April an. Am 14.04. referiert Prof. Dr. Ursula Prutsch \u201eEva Per\u00f3n \u2013 Eine argentinische Ikone\u201c, am 21.04. befasst sich Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger mit dem Thema \u201eK\u00f6nig Friedrich Wilhelm I. und der preu\u00dfische Mythos\u201c und am 28.04. beleuchtet der Historiker Joseph Croitoru den Nahost-Konflikt: &#8222;Der israelisch-pal\u00e4stinensische Konflikt um den Tempelberg\u201c.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-34753","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 21:50:27","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34753","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=34753"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34753\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34761,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/34753\/revisions\/34761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=34753"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=34753"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=34753"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}