{"id":33422,"date":"2021-02-04T17:55:22","date_gmt":"2021-02-04T16:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=33422"},"modified":"2021-02-04T17:55:22","modified_gmt":"2021-02-04T16:55:22","slug":"wuppertal-institut-staedte-lebenswert-gestalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/02\/04\/wuppertal-institut-staedte-lebenswert-gestalten\/","title":{"rendered":"Wuppertal Institut: St\u00e4dte lebenswert gestalten\u00a0"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_33424\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-33424\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Wf40_Mindmap-1024x720.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"720\" \/><span class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Grafik Wuppertal Institut<\/span><\/div>\n<p>Repair-Caf\u00e9s, regionale Produkte, eine mobile Ehrenamtsberatung sind Beispiele f\u00fcr Initiativen und Unternehmen, die St\u00e4dte aufwerten und ein wertsch\u00e4tzendes Verst\u00e4ndnis und Bewusstsein f\u00fcr die eigene Stadt schaffen sollen.<\/p>\n<p>Jana Rasch, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut, spricht in einem aktuellen Videocast dar\u00fcber, was hinter der Idee der Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0 steckt, welche Ziele das Projekt verfolgt und gibt Einblicke in dessen Arbeit und die Umsetzung in den St\u00e4dten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bereits heute tragen regionale Produkte, Sharing-Initiativen und solidarische Landwirtschaft dazu bei, im Sinne einer gemeinwohlorientierten, nachhaltigeren Lebensweise zu wirtschaften. Dabei stehen die Menschen im Mittelpunkt, denn: \u201eDie Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihr Engagement machen eine Stadt aus\u201c, sagt Mona Treude, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut und Smart-City-Expertin.<\/p>\n<p>Gerade w\u00e4hrend der Corona-Pandemie wurde deutlich, wie wichtig ein solidarisches Miteinander und die regionale Versorgungssicherheit sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit dem Konzept der \u201eWirtschaftsf\u00f6rderung 4.0\u201c m\u00f6chte das Projektteam des Wuppertal Instituts und seine Partner systematisch kooperative Wirtschaftsformen, lokale Produktion und Gemeinwohl st\u00e4rken. \u201eWir bringen Menschen und Ideen zusammen, um neue Synergien zu schaffen.<\/p>\n<p>Dadurch k\u00f6nnen alle Menschen gleicherma\u00dfen profitieren\u201c, sagt Dr. Michael Kopatz, Senior Researcher im Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut. Ziel ist dabei nicht die m\u00f6glichst vollst\u00e4ndige Selbstversorgung, sondern mehr Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Hilfe zur Selbsthilfe, um unabh\u00e4ngiger von globalen Wertsch\u00f6pfungsketten zu werden und daf\u00fcr k\u00fcrzere zu schaffen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Pilotprojekt in Osnabr\u00fcck<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Im Rahmen des Pilotprojekts \u201eWirtschaftsf\u00f6rderung 4.0\u201c sammelte das Wuppertal Institut mit Projektpartnern bereits seit 2018 in Osnabr\u00fcck wertvolle Erfahrungen und setzte konkrete Projekte um: Ein Pop-up-Regionalladen diente als Initialz\u00fcndung f\u00fcr das Osnabr\u00fccker Netzwerk \u201eRegionale Produkte\u201c. In diesem wurden Ma\u00dfnahmen wie Regionalregale und -boxen, ein Regionalmarkt, ein gemeinsames Label sowie weitere Pop- up-Stores entwickelt, angesto\u00dfen oder umgesetzt, um leerstehende Gesch\u00e4ftsr\u00e4ume zwischenzunutzen. Auch gemeinwohlorientierte Initiativen, etwa im Reparatur-Bereich, \u201eDo- it-yourself\u201c, Urban Gardening und Nachbarschaftshilfen wurden gef\u00f6rdert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Umsetzung in weiteren St\u00e4dten: Witten, Witzenhausen, Wuppertal durch kommunale Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0-Managerinnen und -Manager<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Was in Osnabr\u00fcck 2018 erfolgreich begonnen hat, f\u00fchrt das Wuppertal Institut seit Anfang 2020 in den St\u00e4dten Wuppertal, Witten und Witzenhausen im Rahmen des Projekts \u201eRollout Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0\u201c fort. In allen drei St\u00e4dten wird jeweils eine Stelle als \u201eWirtschaftsf\u00f6rderung 4.0-Manager\/in\u201c innerhalb des vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) gef\u00f6rderten Projekts finanziert.<\/p>\n<p>Sie sind unter anderem Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner im Bereich lokale Wirtschaftsf\u00f6rderung f\u00fcr Initiativen und Unternehmen vor Ort und setzen sich f\u00fcr nachhaltiges regionales Wirtschaften in ihrer Stadt ein. Sie tragen die Idee einer vernetzten, auf gesellschaftliche Teilhabe und auf das Gemeinwohl ausgerichteten Wirtschaftweise in ihre Einheiten und bilden eine Vernetzungsstelle zwischen den Verwaltungen, den Wirtschaftsf\u00f6rderungen, den lokalen Unternehmen und Initiativen sowie den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern vor Ort.<\/p>\n<p>Sie arbeiten daran mit, die St\u00e4dte zu revitalisieren, Leerst\u00e4nde zu reduzieren, zukunftsf\u00e4hige Initiativen aufzugreifen, zu unterst\u00fctzen und zu f\u00f6rdern. Sie schaffen Begegnungsr\u00e4ume und organisieren Netzwerke, die eine Stadt lebenswerter und gleichzeitig \u00f6konomisch stabiler machen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Zur Strukturierung der Idee und der Arbeit vor Ort entwickelte das Wuppertal Institut daf\u00fcr f\u00fcnf Gesch\u00e4ftsfelder (s. Abbildung 1):<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>alternative Finanzkonzepte \u00fcbertragen und etablieren (Finanzwirtschaft)<\/p>\n<p>Sozialunternehmen ausbauen<\/p>\n<p>Waren, Service- und Dienstleistungen teilen und tauschen (Sharing Economy)<\/p>\n<p>lokale Unternehmen f\u00f6rdern (Local Business)<\/p>\n<p>lokale Produktion unterst\u00fctzen<\/p>\n<p>Das Wuppertal Institut m\u00f6chte au\u00dferdem ein bundesweites F\u00f6rderprogramm initiieren, \u00e4quivalent zu dem f\u00fcr die kommunalen Klimaschutzmanagerinnen und -managern in den St\u00e4dten. Die Vision des Projektteams: Mithilfe des F\u00f6rderprogramms soll die<\/p>\n<p>Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0 in weiteren deutschen St\u00e4dten zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit werden, damit Leerst\u00e4nde in Innenst\u00e4dten der Vergangenheit angeh\u00f6ren.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>Videocast \u00fcber das Projekt mit Jana Rasch<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>\u201eWichtige Fragen f\u00fcr das Leben in einer Stadt sind etwa, wo und wie wir leben wollen, wo und was wir einkaufen wollen und wer die treibenden Kr\u00e4fte einer lokalen Wirtschaft sind\u201c, sagt Jana Rasch, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Stadtwandel am Wuppertal Institut. In einem aktuellen Videocast erkl\u00e4rt die Wissenschaftlerin, die zusammen mit Dr. Michael Kopatz das Projekt leitet, was hinter der Idee der Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0 steckt, welche Ziele sie verfolgt und gibt Einblicke in die Projektarbeit sowie die Umsetzung in den St\u00e4dten.<\/p>\n<p>Am Beispiel der Stadt Osnabr\u00fcck macht sie au\u00dferdem deutlich, wie sich das Projekt erfolgreich umsetzen l\u00e4sst.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Weitere Informationen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Website Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/www.wirtschaftsfoerderungviernull.de\/<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Projekt: Rollout Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0 &#8211; Renaissance der Regionen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/wupperinst.org\/p\/wi\/p\/s\/pd\/898<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Videocast mit Jana Rasch<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/youtu.be\/YkNMInnu3wo<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Partnerstadt Wuppertal<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/www.wf-wuppertal.de\/wirtschaftsfoerderung-40\/<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Partnerstadt Witten<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/www.witten.de\/wirtschaft\/projekte\/nachhaltig-und-regional\/<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Partnerstadt Witzenhausen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>https:\/\/www.witzenhausen2030.de\/wirtschaftsfoerderungvierpunktnull<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Innenst\u00e4dte sind mehr und mehr gepr\u00e4gt von gro\u00dfen Kaufhaus- und Mode-Ketten, zahlreichen Leerst\u00e4nden und unpers\u00f6nlichen Einkaufsmeilen \u2013 h\u00e4ufig ohne regionalen Bezug. Dies will das Projekt \u201eRollout Wirtschaftsf\u00f6rderung 4.0\u201c des Wuppertal Instituts zusammen mit Akteurinnen und Akteuren der lokalen Wirtschaft nun in Witten, Witzenhausen und Wuppertal \u00e4ndern.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-33422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-24 14:42:33","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33422"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33425,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33422\/revisions\/33425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}