{"id":33357,"date":"2021-01-29T08:22:56","date_gmt":"2021-01-29T07:22:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=33357"},"modified":"2021-02-02T13:48:25","modified_gmt":"2021-02-02T12:48:25","slug":"bergische-universitaet-trauert-um-prof-dr-dieter-wolff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/01\/29\/bergische-universitaet-trauert-um-prof-dr-dieter-wolff\/","title":{"rendered":"Bergische Universit\u00e4t trauert um Prof. Dr. Dieter Wolff"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_33359\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 478px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-33359\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/csm_0201_wolff_5fbebac3bd.jpeg\" alt=\"\" width=\"468\" height=\"358\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Dieter Wolff starb nach kurzer, schwerer Krankheit \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>1939 in G\u00f6ttingen geboren, zog es Dieter Wolff zum Studium der Anglistik und Germanistik nach M\u00fcnchen, W\u00fcrzburg und an die Universit\u00e4t des Saarlandes. Nach Stationen als Professor f\u00fcr die englische Sprache und ihre Didaktik in Neuss und D\u00fcsseldorf wurde er 1990 an die Bergische Universit\u00e4t Wuppertal auf die Professur f\u00fcr Anwendungsbezogene Sprachverarbeitung berufen, die er bis zu seiner Emeritierung 2004 innehatte.<\/p>\n<p>1994 wurde er Dekan des Fachbereichs Sprach- und Literarturwissenschaften. Zwei Jahre sp\u00e4ter \u00fcbernahm er das Prorektorat f\u00fcr Studium und Lehre. W\u00e4hrend seiner T\u00e4tigkeit an der Bergischen Uni warb er wiederholt Forschungsmittel der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr Projekte in Zusammenarbeit mit englischen und franz\u00f6sischen Hochschulen ein.<\/p>\n<p>1962 heiratete Dieter Wolff die Franz\u00f6sin Mich\u00e8le Bertin. Mit ihren drei Kindern war die Familie in Frankreich und in Deutschland zu Hause, was Dieter Wolffs Offenheit f\u00fcr sprachliche und kulturelle Vielfalt beeinflusste. \u201eWie kaum ein anderer Wissenschaftler pr\u00e4gte er die Forschung und Lehre zu Bilingualit\u00e4t und Mehrsprachigkeit und gab plurilingualen Programmen auf der ganzen Welt entscheidende Impulse\u201c, sagt seine Nachfolgerin, Fremdsprachendidaktikerin Prof. Dr. B\u00e4rbel Diehr.<\/p>\n<p>Prof. Wolff engagierte sich zudem als Pr\u00e4sident der Gesellschaft f\u00fcr Angewandte Linguistik, als Vizepr\u00e4sident der AILA (Association Internationale de Linguistique Appliqu\u00e9e) sowie des Weltverbandes f\u00fcr Angewandte Linguistik und als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender des Beirats des deutsch-franz\u00f6sischen Kulturzentrums in Essen.<\/p>\n<p>\u201eMit seinem inspirierenden und Mut machenden Wesen f\u00f6rderte er zahlreiche Nachwuchswissenschaftler*innen und begeisterte Kolleg*innen f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Vorhaben wie die Einf\u00fchrung des bilingualen Zusatzstudiengangs 1998 und die F\u00f6rderung des Fremdsprachenlernens in der Grundschule.<\/p>\n<p>Er kn\u00fcpfte internationale Partnerschaften und wirkte bis zum Ende seines Lebens engagiert in wissenschaftlichen Projekten auch au\u00dferhalb Deutschlands mit, die er mit seiner Leidenschaft f\u00fcr Sprachen und Kulturen belebte\u201c, erinnert sich Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine Verdienste um das franz\u00f6sische Bildungswesen erhielt Dieter Wolff 2019 eine der h\u00f6chsten Auszeichnungen Frankreichs und wurde durch den franz\u00f6sischen Premierminister zum \u201eOfficier dans l\u2019Ordre des Palmes acad\u00e9miques\u201c ernannt.<\/p>\n<p>\u201eBei allen, die ihn kennenlernen durften, bleibt neben der Trauer um den Verlust eines herausragenden Wissenschaftlers die Dankbarkeit f\u00fcr die Begegnung mit einem einf\u00fchlsamen, charismatischen Menschen, der anderen half, ihren Weg zu finden\u201c, so B\u00e4rbel Diehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Dieter Wolff, von 1990 bis 2004 Professor f\u00fcr Anwendungsbezogene Sprachverarbeitung sowie ehemaliger Prorektor f\u00fcr Studium und Lehre der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal, ist am 27. Januar nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 81 Jahren verstorben.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-33357","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-22 21:18:25","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33357","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33357"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33357\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33360,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33357\/revisions\/33360"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33357"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33357"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33357"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}