{"id":33284,"date":"2021-01-26T15:25:10","date_gmt":"2021-01-26T14:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=33284"},"modified":"2021-01-30T11:01:21","modified_gmt":"2021-01-30T10:01:21","slug":"wer-verbirgt-sich-hinter-dem-jungen-forscher-nachwuchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/01\/26\/wer-verbirgt-sich-hinter-dem-jungen-forscher-nachwuchs\/","title":{"rendered":"Wer verbirgt sich hinter dem jungen Forscher-Nachwuchs?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_33286\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33286 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Foto_Schneider_Makles-1024x748.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"748\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dr. Anna Makles (l.) und Prof. Kerstin Schneider stellen die Evaluationsergebnisse der Junior Uni vor &#8211; \u00a9 Foto: Bergische Universit\u00e4t Wuppertal.<\/span><\/div>\n<p>Die weiteren Fragen: Aus welchem sozialen Umfeld stammen die Teilnehmer*innen? Besuchen M\u00e4dchen und Jungen die Kurse gleicherma\u00dfen? Aus welchen Regionen kommen die Kinder und Jugendlichen?<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Prof. Ernst-Andreas Ziegler und Dr. Ariane Staab von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Junior Uni stellten die Wissenschaftlerinnen die Ergebnisse nun im Rahmen einer Pressekonferenz vor.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Evaluation, die die Jahre 2008 bis 2019 umfasst, zeigen, dass die Junior Uni in den letzten Jahren stark gewachsen, thematisch vielf\u00e4ltiger und \u00fcber Wuppertal hinaus bekannter geworden ist.<\/p>\n<p>\u201eBis zum Ende des Jahres 2019 wurden 71.600 Kurspl\u00e4tze von fast 26.500 Kindern und Jugendlichen belegt. Damit man diese Zahl besser einordnen kann: An allen Wuppertaler Grundschulen werden aktuell \u201anur\u2018 etwa 14.000 Kinder beschult\u201c, berichtet Anna Makles.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber stehen auch noch mehr als 39.000 registrierte Anmeldungen, die nicht angenommen werden konnten: \u201eZahlreiche Kinder und Jugendliche stehen tats\u00e4chlich jedes Jahr auf den Wartelisten \u2013 die r\u00e4umliche, finanzielle und personelle Kapazit\u00e4t der Junior Uni ist schlicht ersch\u00f6pft\u201c, erg\u00e4nzt Junior Uni-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Ernst-Andreas Ziegler.<\/p>\n<p>Positive Entwicklungen zeigen sich auch hinsichtlich der Zusammensetzung der Junior Uni-Studierenden. So haben sich die Teilnehmerzahlen von Jungen und M\u00e4dchen in den letzten Jahren weiter angen\u00e4hert. \u201eIn 2019 waren 42 Prozent der Junior Uni-Studierenden M\u00e4dchen\u201c, berichtet Kerstin Schneider. 60 Prozent der Studierenden besuchen zudem zwei oder mehr Kurse. Im Durchschnitt meldet sich jeder Studierende sogar f\u00fcr 3,7 Kurse an.<\/p>\n<p>Hervorzuheben ist, dass die Junior Uni Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten erreicht. \u201eIm Vergleich zu den ersten Jahren ist die soziale Zusammensetzung der Student*innen heute deutlich gemischter\u201c, so Kerstin Schneider. So w\u00fcrden auch immer mehr Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien besser erreicht.<\/p>\n<p>\u201eDas ist ein wichtiger Schritt hin zu unserem Ziel, alle Kinder und Jugendlichen unabh\u00e4ngig von ihrem famili\u00e4ren Hintergrund zu f\u00f6rdern\u201c, freut sich Junior Uni-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Ariane Staab. Trotzdem wolle man diese Zielgruppe in Zukunft noch st\u00e4rker in den Fokus nehmen und ihr den Zugang zu den Angeboten erleichtern.<\/p>\n<p>Erfreulich ist auch, dass der M\u00e4dchenanteil bei den Kursen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) seit Beginn von 29 Prozent auf 38 Prozent gestiegen ist. Allerdings sehen die Verantwortlichen Verbesserungsbedarf insbesondere im Bereich der technischen Kurse: Der M\u00e4dchenanteil liegt hier bei 18 Prozent und sei noch nicht zufriedenstellend.<\/p>\n<p>Durch das vermehrte Angebot von interdisziplin\u00e4ren Kursen oder den intensiveren Einsatz von engagierten Dozentinnen als Vorbilder, wolle man zuk\u00fcnftig noch mehr M\u00e4dchen f\u00fcr Technik begeistern.<\/p>\n<p>\u201eDie Junior Uni hat die von uns aufgezeigten Entwicklungspotenziale als Chance wahrgenommen und viele Ma\u00dfnahmen ergriffen, um noch mehr M\u00e4dchen sowie Kinder und Jugendliche aus allen sozialen Schichten zu erreichen\u201c, fasst Kerstin Schneider zusammen.<\/p>\n<p>Die Junior Uni entwickelt sich stetig weiter und auch ihr Bekanntheitsgrad \u00fcber das Bergische St\u00e4dtedreieck hinaus nimmt zu. \u201eImmerhin kamen 2019 21 Prozent der Student*innen aus Gemeinden au\u00dferhalb von Wuppertal, Solingen und Remscheid\u201c, so Ariane Staab.<\/p>\n<div id=\"attachment_33287\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-33287 size-large\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung-der-Junior-Uni-Foto-Junior-Uni-Uwe-Sc-hinkel-1024x612.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"612\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Junior Uni freut sich \u00fcber die positiven Ergebnisse der Evaluation: (v.l.) Dr. Ariane Staab, Dr. Annika Spathmann und\u00a0Prof. Dr. Ernst-Andreas Ziegler &#8211; \u00a9 Foto: Uwe Schinkel \/ Junior Uni.<\/span><\/div>\n<p>Anerkennende Worte f\u00fcr die Entwicklung der Junior Uni findet auch Prof. Dr. Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen Universit\u00e4t: \u201eDer neue Statusbericht der von unserem \u201aWuppertaler Institut f\u00fcr bildungs\u00f6konomische Forschung\u2018 verantworteten Begleitforschung belegt eindrucksvoll, wie dynamisch und erfolgreich sich die Junior Uni best\u00e4ndig weiterentwickelt. Gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen der letzten Jahre lassen erkennen und die erhobenen Zahlen unterstreichen es: Wenn eine solche Einrichtung zur Unterst\u00fctzung der Pers\u00f6nlichkeitsentfaltung unserer Kinder und Jugendlichen sowie zur Anregung ihres Bildungsappetits und Forscherdrangs nicht schon existierte, m\u00fcsste man sie auf der Stelle erfinden.&#8220;<\/p>\n<p>Prof. Koch weiter: &#8222;Denn Tatsache ist: Die Nachfrage w\u00fcrde eine Verdoppelung der Kapazit\u00e4ten ohne Weiteres rechtfertigen. Dabei ist, neben vielem anderen, gerade die hier geleistete Bildungsansprache junger Menschen aus allen sozialen Schichten in Zeiten hohen Integrationsbedarfs ein gesellschaftspolitischer Beitrag allererster Priorit\u00e4t. Dass die Evaluation auch Material liefert, um bei allem Erfolg im Vorw\u00e4rtsdrang nicht nachzulassen, macht ebenfalls ihren Wert aus. Gut, dass die Junior Uni sich in solch professioneller Manier, unter Einbeziehung \u201akundiger Dritter\u2018, mit sich selbst und ihren Zukunftspotenzialen auseinandersetzt.\u201c<\/p>\n<p>Der vollst\u00e4ndige dritte Evaluationsbericht kann unter folgender Adresse abgerufen werden: <a href=\"http:\/\/www.wib.uni-wuppertal.de\/forschung\/projekte\/evaluation-der-junior-uni.html\">www.wib.uni-wuppertal.de\/forschung\/projekte\/evaluation-der-junior-uni.html<\/a><\/p>\n<p>Mehr \u00fcber die Junior Uni: <a href=\"https:\/\/www.junioruni-wuppertal.de\/de\/\">https:\/\/www.junioruni-wuppertal.de\/de\/<\/a><\/p>\n<p>Mehr \u00fcber das WIB: <a href=\"https:\/\/www.wib.uni-wuppertal.de\/\">https:\/\/www.wib.uni-wuppertal.de\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit ihrer Gr\u00fcndung Ende 2008 wird die Junior Uni Wuppertal von Prof. Dr. Kerstin Schneider und Dr. Anna M. Makles, Bildungs\u00f6konominnen am Wuppertaler Institut f\u00fcr bildungs\u00f6konomische Forschung (WIB) der Bergischen Universit\u00e4t, wissenschaftlich begleitet und evaluiert (fachgerecht beurteilt). Dabei untersuchen sie insbesondere, wie sich die Studierenden der Junior Uni zusammensetzen?<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[],"class_list":["post-33284","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-22 21:17:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33284"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33284\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33289,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33284\/revisions\/33289"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}