{"id":33273,"date":"2021-01-24T11:33:13","date_gmt":"2021-01-24T10:33:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=33273"},"modified":"2021-01-29T10:32:04","modified_gmt":"2021-01-29T09:32:04","slug":"20-prozent-weniger-minijobs-im-gastgewerbe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/01\/24\/20-prozent-weniger-minijobs-im-gastgewerbe\/","title":{"rendered":"20 Prozent\u00a0weniger Minijobs im Gastgewerbe"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<div id=\"attachment_33275\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-33275\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Geschlossene-Gastst\u00e4tte-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"682\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Gastst\u00e4tte geschlossen: Die Corona- Pandemie hat zu einer historischen Krise im Gastgewerbe gef\u00fchrt \u2013 und kostet vielen Aushilfskr\u00e4ften den Job \u00a9 NGG<\/span><\/div>\n<p>In der Branche gingen innerhalb eines Jahres 816 Minijobs verloren \u2013 ein Minus von 20 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst\u00e4tten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit.<\/p>\n<p>\u201e450-Euro-Kr\u00e4fte z\u00e4hlen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden h\u00e4ufiger gek\u00fcndigt und sind sozial kaum abgesichert\u201c, erkl\u00e4rt Zayde Torun, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der NGG-Region D\u00fcsseldorf-Wuppertal.<\/p>\n<p>Die Statistik spiegele eine \u201eenorme Unwucht\u201c auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. W\u00e4hrend dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte besonders hart.<\/p>\n<p>Nach dem Prinzip \u201eHire and Fire\u201c (Heuern und Feuern) lebten sie in st\u00e4ndiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. \u201eBetroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro-Stelle als Kellnerin oder K\u00fcchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch f\u00fcr viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch\u201c, betont Zayde Torun.<\/p>\n<p>Die Gewerkschafterin kritisiert die Entlassungen, hat aber angesichts der historischen Krise Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Lage der Hotels und Restaurants. \u201eDas Problem ist vielmehr, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist h\u00f6chste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Nur wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeitr\u00e4ge gezahlt w\u00fcrden, k\u00f6nnten Besch\u00e4ftigte wirksam gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Eine Heraufsetzung der Verdienstgrenze bei den Minijobs auf monatlich 600 Euro, wie sie derzeit Teile der Union fordern, gehe dagegen \u201ein die v\u00f6llig falsche Richtung\u201c, so Zayde Torun. Damit werde eine prek\u00e4re Besch\u00e4ftigungsform weiter ausgebaut, statt sie einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) w\u00fcrden durch eine Heraufsetzung bundesweit rund 470.000 Menschen mit regul\u00e4ren Stellen ungewollt zu Minijobbern. \u201eDieCoronakrise hat den Blick auf viele gesellschaftliche Probleme gelenkt. Dazu geh\u00f6ren die Minijobs. Die Politik muss hier arbeitsmarktpolitisch umsteuern\u201c, fordert Saide Torun.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Laut Arbeitsagentur nahm die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen in Wuppertal zwischen Juni 2019 und Juni 2020 um lediglich 0,2 Prozent ab.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pandemie kostet Jobs: Im Zuge der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs in Wuppertal um 7 Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 31.100 geringf\u00fcgig entlohnte Arbeitsverh\u00e4ltnisse \u2013 ein Jahr zuvor waren es noch 33.400. Besonders stark war der R\u00fcckgang im Gastgewerbe.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-33273","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-29 07:50:27","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33273","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33273"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33273\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33276,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33273\/revisions\/33276"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33273"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33273"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33273"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}