{"id":29249,"date":"2020-06-12T16:34:24","date_gmt":"2020-06-12T14:34:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=29249"},"modified":"2024-07-29T14:57:52","modified_gmt":"2024-07-29T12:57:52","slug":"neues-von-sando-e-v-und-tierschuetzerin-petra-konradi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/06\/12\/neues-von-sando-e-v-und-tierschuetzerin-petra-konradi\/","title":{"rendered":"Neues von Sando e.V. und Tiersch\u00fctzerin Petra Konradi"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45235\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45235\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/DSC03784-2-1024x705.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"705\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Petra Konradi mit ihrem Liebling Sando &#8211; \u00a9 Sando e.V.<\/span><\/div>\n<p>&#8222;Auch wenn wir momentan aufgrund der Coronasituation keine Tiere vermitteln, bzw. nach Deutschland ausfliegen k\u00f6nnen, gibt es hier weiterhin viel Arbeit f\u00fcr uns. Die Tiere m\u00fcssen gef\u00fcttert werden, eigentlich mehr als vorher, denn alle Hotels sind noch geschlossen, also bleiben die Touristen aus, die auch hin und wieder f\u00fcttern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Au\u00dferdem sind die Restaurants geschlossen und es fallen kaum Essensreste im Abfall an, wo sich so manche Streuner sonst auch bedienen konnten. Die Bewohner d\u00fcrfen nicht so aktiv im Freien sein, wie im Normalzustand, also bleibt auch deren Hilfe aus.<\/p>\n<p>Aber trotzdem oder gerade deswegen gibt es leider kranke Tiere.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Kranke Katzenmama ohne Kitten<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor ein paar Tagen bekamen wir Informationen \u00fcber ein Katzenmama, die in einem erb\u00e4rmlichen Zustand sei. Wir fanden durch den Hinweis eine Katze, die vor ca. 2-3 Wochen Kitten bekommen hatte und der es jetzt sehr schlecht ging.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die Informantin erz\u00e4hlte uns, dass die Katzenbabies schon von Menschen mitgenommen worden waren. Allerdings viel zu fr\u00fch &#8211; f\u00fcr die Katzenmama und auch f\u00fcr die Kitten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Von jetzt auf gleich konnte sie die Kleinen nicht mehr s\u00e4ugen und so haben sich ihre Zitzen sehr stark entz\u00fcndet. Eine unbehandelte Entz\u00fcndung kann gef\u00e4hrlich werden, also machte sich unsere Andrea auf die Suche.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Sie fand das Muttertier auch schnell, tats\u00e4chlich auch keine Spur von den Kitten. Die Katze war tats\u00e4chlich in einem erb\u00e4rmlichen Zustand: Ersch\u00f6pft, abgemagert und von Parasiten befallen. Dazu das schwer entz\u00fcndete Ges\u00e4uge&#8230;<\/p>\n<p>Dicht bei der Katze sa\u00df ein Kater, der geh\u00f6rte nach eigener Aussage der Informantin. Das Muttertier sei aber herrenlos. Aber leider war der Kater auch nicht kastriert&#8230;<\/p>\n<p>Nach einen\u00a0Gespr\u00e4ch mit der Frau, erkl\u00e4rte sie sich diese zum Gl\u00fcck einverstanden, dass nicht nur die Katze, sondern auch ihr Kater durch uns kastriert werden d\u00fcrfte. Allerdings nur, wenn ihr dadurch keinerlei Kosten entstehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die Katzenmama wurde nun erst medizinisch behandelt, da sie aufgrund ihres Alllgemeinzustandes noch nicht kastriert werden konnte. Als erstes bekam sie eine Behandlung gegen alle Parasiten, also Fl\u00f6he, W\u00fcrmer und Zecken. Zus\u00e4tzlich musste sie antibiotisch behandelt werden und\u00a0au\u00dferdem ein sehr teures\u00a0 Medikament bekommen,\u00a0um die Milchbildung und den Milchstau bei ihr zu stoppen, damit nicht\u00a0noch weitere Entz\u00fcndungen am Ges\u00e4uge entstehen.\u00a0<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Inzwischen geht es ihr viel besser, durch die liebevolle Krankenpflege von Andrea.<\/p>\n<p>Wir k\u00fcmmern uns inzwischen auch um Tiere, die zwar irgendwie jemanden geh\u00f6ren, deren Besitzer sich aber nicht wirklich k\u00fcmmern wollen oder k\u00f6nnen<b>.<\/b><\/p>\n<p>Wie die beiden knapp einj\u00e4hrigen Bardino-Hunde Patuco und Rantanplan, die auf dem Fabrikgel\u00e4nde einer Entsalzungsanlage leben. Sie kamen dort auch vermutlich zur Welt und werden seither von den Mitarbeitern der Entsalzungsanlage versorgt<\/p>\n<p>Wir haben sie vor einiger Zeit mit sehr teuren Seresto-Halsb\u00e4ndern versorgen d\u00fcrfen. Die echt netten Mitarbeiter haben uns dazu die Erlaubnis erteilt . Patuco und Rantanplan waren total von Zecken und Fl\u00f6hen befallen. Diese Halsb\u00e4nder sind langzeitwirksam gegen Ungeziefer und eigentlich die optimale L\u00f6sung f\u00fcr die beiden Hunde, wie wir dachten&#8230;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Doch als ich nach ca. Zehn Tagen dort wieder vorbeischaute, waren die Halsb\u00e4nder verschwunden. Leider hatten wir es vers\u00e4umt, die Leute dort dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren, dass diese Flohhalsb\u00e4nder eine Langzeitwirkung haben.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Oder wurden sie entfernt, um ihnen die Kette anzulegen, die sie jetzt tragen? Daraus haben wir gelernt, dass wir das n\u00e4chste Mal lieber ein Spoton gegen Zecken und Fl\u00f6he geben, denn da kann nichts schief gehen&#8230;<\/p>\n<p>Ich habe die Mitarbeiter nat\u00fcrlich angesprochen, warum die Hunde jetzt nicht mehr frei herumlaufen d\u00fcrfen. Sie kl\u00e4rten mich auf, das sich auf dem Gel\u00e4nde zur Zeit eine Baustelle befindet und sich die beiden neugierigen Vierbeiner schon mehrmals durch den Maschendraht gebissen haben und ausgeb\u00fcxt sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Also wurden sie jetzt erst einmal zu ihrer eigenen Sicherheit angekettet. Sie sind halt noch sehr jung und haben leider noch nicht viel gelernt. Wie auch? Die einzigen, die sich um sie k\u00fcmmern, sind die Arbeiter, die sie zumindest f\u00fcttern und ab und an \u00fcber das Gel\u00e4nde laufen lassen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bei der Gelegenheit wies mich ein besorgter Arbeiter darauf hin, dass Patuco ein total entz\u00fcndetes Auge hat, das er nicht mehr \u00f6ffnen konnte. Zuf\u00e4llig hatte ich Ampullen mit Kochsalzl\u00f6sung dabei, die ich selber immer f\u00fcr meinen Hund zum Reinigen der Augen benutze. Damit habe ich dem Armen erst mal das Auge gesp\u00fclt. Danach habe ich mir von unserem Tierarzt telefonisch Rat geholt, was ich noch tun k\u00f6nne, um dem armen Hund zu helfen.<\/p>\n<p>Medikamenten-Liste ist mal wieder lang geworden, aber wenn wir dem Kleinen wenigstens so das Leben etwas ertr\u00e4glicher machen k\u00f6nnen, ist das nicht zu viel!<\/p>\n<p>1. Kochsalzl\u00f6sung f\u00fcr das Sp\u00fclen des betroffenen Auges,<\/p>\n<p>2. Mullkompressen, um damit den Dreck aus dem Auge zu wischen,<\/p>\n<p>3. Nach der gr\u00fcndlichen Reinigung bekommt er antibiotische Augentropfen und zus\u00e4tzlich<\/p>\n<p>4. Antibiotika-Tabletten, die, weil sie ziemlich gro\u00df sind, in Leberwurst versteckt verabreicht werden. Auf diese Weise schluckt er sie ohne Probleme.<\/p>\n<p>So wird Patuco jetzt acht Tage lang zweimal t\u00e4glich von mir behandelt. Und da ich nicht auf das Firmengel\u00e4nde darf, habe ich mit den hilfsbereiten Angestellten die<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Vereinbarung getroffen, dass mir der Kleine morgens und abends einmal vor das Werkstor gebracht wird, wo ich ihn dann behandeln kann.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach zwei Tagen Behandlung hatte ich bereits das Gef\u00fchl, dass er das Auge wieder besser \u00f6ffnen kann. Patuco ist schon sehr zutraulich geworden und genie\u00dft die Zuwendung sehr. Nun lassen wir dem Antibiotikum etwas Zeit zu wirken und bald wird es dem Schatz wieder besser gehen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Was mich wirklich richtig freut ist, dass die Arbeiter mir inzwischen so vertrauen, dass sie mich von sich aus um Hilfe bitten und wir somit gemeinsam eine L\u00f6sung gefunden haben, die den Hundebabies zugute kommt.<\/p>\n<p>Es geht nur in einem guten Miteinander. Auch von der Kette sollen die beiden Bardino, wenn die Arbeiter die Werksleitung \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, bald ganz befreit werden. Man sagte mir, dass ein neuer Zaun geplant sei.<\/p>\n<p>Gestern hat er mir Patuco doch tats\u00e4chlich seine Pfote auf die Schulter gelegt &#8211; was f\u00fcr eine zauberhafte Geste der Dankbarkeit von diesem kleinen, schlauen Hund.<\/p>\n<p>Sie sehen also, es geht immer weiter bei uns, denn \u00fcberall erwartet uns mal kleineres und dann leider auch mal wieder ein gr\u00f6\u00dferes Tierleid, bei dem wir nicht wegschauen k\u00f6nnen und wollen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Mit unserem Einsatz, der aber leider manchmal nicht billig ist und verdammt viel Energie kostet, k\u00f6nnen wir das Leid der Tiere ein wenig lindern und den Vierbeinern ein St\u00fcck weit w\u00fcrdigeres Leben erm\u00f6glichen, als wenn wir alle wegschauen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Sie und Ihre Spenden machen unsere Arbeit erst m\u00f6glich! Danke, dass Sie uns treu bleiben!&#8220;<\/p>\n<p><strong>Ihre Petra Konradi<\/strong> und das<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>engagierte <strong>Team von Sando e.V.<\/strong> &#8211; Rescue A Soul<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Und hier k\u00f6nnen SIE helfen:<\/strong><\/p>\n<p>Sando e.V. Spendenkonto:<\/p>\n<p>Volksbank Bielefeld-G\u00fctersloh eG<\/p>\n<p>IBAN:\u00a0DE65 4786 0125 1018 5758 00<\/p>\n<p>BIC:\u00a0GENODEM1GTL<\/p>\n<p>Spenden via PayPal: info@sandohelp.de<\/p>\n<p>www.sandohelp.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Petra Konradi, TV-Journalistin (RTL) und Sprechlehrerin, lebt auf der Kanareninsel Fuerteventura und hat dort den Tierschutzverein &#8222;Sando e.V.&#8220; gegr\u00fcndet. Mit ihren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern k\u00fcmmert sie sich um Hunde und Katzen, die auf der Urlaubsinsel &#8222;des ewigen Fr\u00fchlings&#8220; nicht gerade auf der Sonnenseite leben. In der STADTZEITUNG berichtet Petra Konradi regelm\u00e4ssig von ihren vierbeinigen Sch\u00fctzlingen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-29249","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 23:27:04","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29249","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=29249"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29249\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":76802,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/29249\/revisions\/76802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=29249"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=29249"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=29249"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}