{"id":28809,"date":"2020-09-10T09:00:42","date_gmt":"2020-09-10T07:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=28809"},"modified":"2022-01-30T12:18:49","modified_gmt":"2022-01-30T11:18:49","slug":"panagiotis-paschalis-ob-kandidatur-ist-keine-rache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/09\/10\/panagiotis-paschalis-ob-kandidatur-ist-keine-rache\/","title":{"rendered":"OB-Wahl &#8211; Panagiotis Paschalis: Kandidatur ist kein Racheakt"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_48327\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 588px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48327\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/images.jpeg\" alt=\"\" width=\"578\" height=\"409\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Panagiotis Paschalis &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>Das Dezernat des Juristen Panagiotis Paschalis umfasste neben der B\u00fcrgerbeteiligung das Rechtsamt, die Zentrale Vergabestelle, die Steuerung des Stadtkonzerns und das Management der st\u00e4dtischen Beteiligungen, das ServiceCenter, das Einwohnermeldeamt, das Standesamt, das Stra\u00dfenverkehrsamt, sowie das Amt f\u00fcr Statistik und Wahlen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Doch seine Karriere als Beigeordneter war nach knapp zwei Jahren schon wieder vorbei. Im Zuge der von vielen Rechtsstreits begleiteten Aff\u00e4re rund um einen Kooperationsvertrag der Stadt Wuppertal mit dem Leasingunternehmen ASS Athletic Sport Sponsoring GmbH (Bochum) wurde der 58j\u00e4hrige 2017 vom Stadtrat mit 52 Stimmen von SPD, CDU, FDP und den Gr\u00fcnen vorzeitig abgew\u00e4hlt und in den einstweiligen Ruhestand versetzt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis trat in der Folge aus der SPD aus und arbeitet wieder als Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Wuppertal. Bei der OB-Wahl am 13. September, von der niemand wei\u00df, ob und wie sie \u00fcberhaupt stattfindet, geht er als parteiloser Kandidat an den Start. Allenfalls mit Au\u00dfenseiterchancen &#8211; wie es Experten sehen. Die vom Gesetz geforderten 330 amtlich gepr\u00fcfte Unterst\u00fctzerunterschriften, die n\u00f6tig sind, um f\u00fcr die Wahl zugelassen zu werden, hatte er jedenfalls in k\u00fcrzester Zeit gesammelt.<\/p>\n<p>Der STADTZEITUNG hat<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Panagiotis Paschalis jetzt im Rahmen der Reihe &#8222;Hand aufs Herz&#8220; ein umfassendes Interview gegeben.<\/p>\n<p><b>DS: Gab es da ein bestimmtes Schl\u00fcsselerlebnis, das zur Entscheidung gef\u00fchrt hat, bei der OB-Wahl zu kandidieren?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eEs gab ein Schl\u00fcsselerlebnis. Nach meiner Abberufung durch den Rat 2017 haben zahlreiche B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Utopiastadt eine Feier f\u00fcr mich ausgerichtet. Ich war \u00fcberw\u00e4ltigt und ger\u00fchrt. An diesem Abend wurde mir erneut deutlich, dass es in Wuppertal viele Menschen gibt, die ihre Stadt lieben und gestalten wollen. Mir wurde klar, dass diese Menschen mehr von der Politik erwarten und es sich lohnt, weiter zu k\u00e4mpfen, sich f\u00fcr diese tolle Stadt und ihre Menschen zu engagieren.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Und da haben Sie die Berufung gesp\u00fchrt, bei der Wahl auch ohne Partei im R\u00fccken anzutreten?<\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Meine Motivation als Oberb\u00fcrgermeister zu kandidieren geht tiefer. Gepr\u00e4gt worden bin ich von Willy Brandts Ideen zu \u201emehr Demokratie wagen\u201c und \u201eAufstieg durch Bildung\u201c. Mein pers\u00f6nlicher Aufstieg ist gelungen und ich bin der Gesellschaft, die das erm\u00f6glicht hat, dankbar. Das Thema Demokratie ist allerdings &#8211; mehr noch als zu meinen Studienzeiten Anfang der 1980er Jahre &#8211; eine Baustelle. Deswegen habe ich 2015 meinen Beruf als Wirtschaftsanwalt in K\u00f6ln an den Nagel geh\u00e4ngt und wurde Beigeordneter in Wuppertal, der bundesweit erster Beigeordnete f\u00fcr B\u00fcrgerbeteiligung. Hier konnte ich Hand anlegen bei der Neugestaltung unserer kommunalen Demokratie. Ungeachtet meiner Abberufung, ist mein Wunsch in Wuppertal \u201emehr Demokratie zu wagen\u201c und politisch zu gestalten, ungebrochen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Ist Ihre Kandidatur nicht eher ein Nadelstich oder so eine Art kleiner Racheakt, weil Ihnen &#8211; was nicht wenige meinen &#8211; ziemlich \u00fcbel mitgespielt wurde &#8211; oder rechnen Sie sich wirklich reelle Chancen aus?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Dass mir \u00fcbel mitgespielt wurde &#8211; da gibt es auch andere Stellungnahmen. Als versierter Wirtschaftsanwalt und Unternehmensleiter habe ich gelernt mit Emotionen und pers\u00f6nlichen Befindlichkeiten in F\u00fch- rungsgremien umzugehen. Der Verwaltungsvorstand einer Gro\u00dfstadt unterscheidet sich insoweit nur unwesentlich von Vorstandsteams in der freien Wirtschaft. Ob ich reale Chancen habe gew\u00e4hlt zu werden, liegt bei den W\u00e4hlern, den Wuppertaler B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern. Sie haben mich zum ersten parteiunabh\u00e4ngigen Kandi- daten ihrer Stadt nominiert. In k\u00fcrzester Zeit gab es die nach dem Gesetz erforder- lichen 330 Unterst\u00fctzerunterschriften und im Nachlauf noch weitere hunderte mehr. Das macht Mut. Das sind mehr Stimmen, als alle anderen Kandidaten &#8211; wohlge- merkt von Parteifreunden &#8211; zusammengenommen erhalten haben.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Treten Sie trotz Andreas Mucke oder wegen Andreas Mucke bei der OB-Wahl an?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eNochmal, es geht nicht um pers\u00f6nliche Befindlichkeiten, die haben auf dieser Ebene nichts zu suchen. Ich trete f\u00fcr meine politischen \u00dcberzeugungen an und hoffe, als jemand wahrgenommen zu werden, der mehr Gestaltungskraft und mehr Gestaltungswillen mitbringt. Herr Mucke ist inhaltlich kaum wahrnehmbar, er gibt keine Impulse und \u00fcberl\u00e4sst die F\u00fchrung der Verwaltung anderen. Ein Oberb\u00fcrgermeister allein zum Repr\u00e4sentieren und als \u201eK\u00fcmmerer\u201c alter Pr\u00e4gung nutzt einer Gro\u00dfstadt wie Wuppertal nicht viel.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Glauben Sie wirklich an eine Chance, obwohl Sie ja als Einzelk\u00e4mpfer ohne eine Partei als Lokomotive im R\u00fccken antreten?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eIch sehe mich nicht als Einzelk\u00e4mpfer, sondern als b\u00fcrgerschaftlicher Kandidat \u00fcber dessen Chancen die B\u00fcrger und nicht die Presse entscheidet. Und was Parteien anbetrifft, stehen denen viele Menschen zu Recht kritisch gegen\u00fcber. Deswegen gibt es bei Kommunalwahlen in Wuppertal weit \u00fcber 50 Prozent Nichtw\u00e4hler. Diese Menschen sind entt\u00e4uscht und denken sich: Warum soll ich w\u00e4hlen gehen, die Parteien kl\u00fcngeln sowieso alles aus und es \u00e4ndert sich nichts, egal wo ich mein Kreuz auf dem Wahlzettel mache. Auch f\u00fcr diese B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger m\u00f6chte ich eine Alternative sein, als unabh\u00e4ngiger Kandidat stehe ich ihnen n\u00e4her als den Partei-Interessen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Durch die Coronakrise handelt es sich ja (zumindest bislang) fast um einen reinen Online-Wahlkampf, der m\u00f6glicherweise am Ende durch eine Briefwahl entschieden wird &#8211; sehen Sie das als Vorteil oder als Nachteil?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Ich bin nicht der Typ Volkstribun und auch nicht Everybody \u0301s Darling. Meine St\u00e4rken liegen in der direkten Kommunikation mit den Menschen, von Angesicht zu Angesicht. Deswegen bringen die Einschr\u00e4nkungen der Coronakriese erhebliche Nachteile f\u00fcr mich. Hinzu kommt, dass man als Herausforderer und erst Recht als jemand ohne Partei im R\u00fccken sowieso weniger Pr\u00e4senz in den Medien hat. Bevor sich die Wuppertalerinnen und Wuppertaler entscheiden, wollen sie sich zu Recht auch ein pers\u00f6nliches Bild machen, das sind bodenst\u00e4ndige Leute, sie wollen sehen, ob man nur Worth\u00fclsen absondert oder es wirklich ernst meint. Ich werde alles in Anbetracht der Umst\u00e4nde M\u00f6gliche tun, um bis zu den Wahlen ausreichend pers\u00f6nliche Begegnungen mit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu erm\u00f6glichen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wie w\u00fcrden Sie Ihr Verh\u00e4ltnis zu Amtsinhaber Andreas Mucke beschreiben?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eDem Amt bringe ich den geb\u00fchrenden Respekt entgegen. Der Person gegen\u00fcber bin ich professionell und distanziert.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wie sch\u00e4tzen Sie &#8211; einmal abgesehen von Amtsinhaber Andreas Mucke (SPD) &#8211; Ihre Mitkonkurrenten Prof. Dr. Uwe Schneidewind (CDU\/Die Gr\u00fcnen), Marcel Hafke (FDP), Bernhard Sander (Die Linke) ein?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Vorab, ich bedauere sehr, dass Wuppertal keine Oberb\u00fcrgermeisterkandidatinnen hat, das w\u00fcrde der politischen Kultur in unserer Stadt gut tun. Alle Kandidaten sind von Parteien nominiert und m\u00fcssen es diesen Parteien Recht machen, Herr Schneidewind gleich zwei sehr unterschiedlichen Parteien. Er startete schon mit viel medialer Unterst\u00fctzung in den Wahlkampf. Er ist ein anerkannter Wissenschaftler mit guten Ideen. Die Frage ist, ob er seine theoretischen Konzepte, zumal in einer armen Stadt wie Wuppertal, in die Realit\u00e4t umsetzen kann und ob er die Kraft besitzt, sich gegen\u00fcber den Parteien und der hiesigen \u201epolitischen Kultur\u201c zu behaupten. Herr Hafke ist recht sp\u00e4t nominiert worden, er hat alle H\u00e4nde voll damit zu tun, seinen Job als Landtagsabgeordneter zu machen. Mir ist nicht klar, wo seine St\u00e4rken liegen. Herr Sander ist ein Vollblutkommunalpolitiker, er benennt ehrlich und direkt Probleme und ist nicht abgehoben. Die Kernkompetenz der Partei, die ihn nominiert hat, ist Soziales und F\u00fcrsorge. So wichtig das ist, Wuppertal ist auch eine Stadt des Handels, der mutigen Unternehmer, der Startups, der agilen mittelst\u00e4ndischen Unternehmen und etlicher Weltmarktf\u00fchrer. Diese stehen mit Blick auf die gro\u00dfe Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Wuppertals f\u00fcr Erfolg und Wohlstand der Stadt. Den Wirtschaftsstandort Wuppertal gilt es insgesamt zu st\u00e4rken. Nur so gedeiht Prosperit\u00e4t und werden dauerhaft Werte geschaffen, die Wohlstand f\u00fcr alle schaffen. Nach einem langen Berufsleben in der Wirtschaft ist das eines meiner zentralen Themen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wen halten Sie f\u00fcr den st\u00e4rksten Gegner?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eDas ist sicher Herr Schneidewind.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Aber ist Oberb\u00fcrgermeister Andreas Mucke, der ja Kraft seines Amtes in Coronazeiten allgegenw\u00e4rtig ist und als Krisen-Manager gl\u00e4nzen kann, \u00fcberhaupt noch zu schlagen?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eWie gesagt, mediale Pr\u00e4senz allein reicht nicht. Gerade in Krisenzeiten ist substanzielle F\u00fchrung verlangt. Der Corona-Krisenstab, die Verwaltung und vieles andere liegen in Wuppertal nicht in den H\u00e4nden des Oberb\u00fcrgermeisters. Das war vor der Krise so und wird nach der Krise nicht anders sein. Herr Mucke versucht seit Jahren als \u201eK\u00fcmmerer\u201c zu punkten. Doch nochmal, Aufgabe eines Oberb\u00fcrgermeisters in einer Gro\u00dfstadt wie Wuppertal kann es nicht sein, Probleme im Einzelfall par ordre de mufti zu l\u00f6sen, sondern eine Verwaltung so zu organisieren und anzuleiten, dass solche Probleme gar nicht erst entstehen.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Was w\u00fcrden Sie im Falle einer Wahl anders machen als Ihr Vorg\u00e4nger?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201eMeine Grundgedanken habe ich bereits bei meiner Antrittsveranstaltung im Februar im Kontakthof dargelegt. Mit einem B\u00fcndnis zwischen B\u00fcrgerschaft, Rat, Bezirksvertretung und Oberb\u00fcrgermeister will ich eine neue politische Kultur ansto\u00dfen. Weg von Hinterzimmern, Parteikl\u00fcngel und Intransparenz, hin zu einer breiten b\u00fcrgerschaftlichen Demokratie, zu Gemeinwohlorientierung, Professionalit\u00e4t und Transparenz. Erst auf Grundlage einer neuen politischen Kultur kann Wuppertal Vers\u00e4umtes nachholen und die gro\u00dfen Potentiale heben, \u00fcber die es verf\u00fcgt.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Jetzt m\u00fcssen Sie aber schon konkreter werden&#8230;<\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Ich m\u00f6chte eine sach- und vernunftorientierte Politik. Gemacht werden muss, was den B\u00fcrgern nutzt &#8211; was Gemeinwohl schafft. Der bestm\u00f6gliche Vorschlag verdient Umsetzung, egal ob er aus der B\u00fcrgerschaft, der Opposition oder der Bezirksvertretung kommt. Bislang finden sachliche Diskurse selten statt oder werden von Partei- und zum Teil von pers\u00f6nlichen Interessen \u00fcberlagert. Entscheidungen fallen in Hinterzimmern und werden im Rat h\u00e4ufig nach Parteir\u00e4son abgenickt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Und wo wollen Sie da den Hebel ansetzen?<\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Wuppertal hat eine selbstbewusste und engagierte B\u00fcrgerschaft. Ich m\u00f6chte den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern gr\u00f6\u00dfere M\u00f6glichkeiten der Beteiligung er\u00f6ffnen, auch die Rolle der Bezirksvertretungen muss deutlich gest\u00e4rkt werden. Entscheidungen \u00fcber den Kopf der betroffenen B\u00fcrger darf es nicht geben. Gerade bei wichtigen Projekten m\u00fcssen B\u00fcrgerbefragungen, B\u00fcrgerr\u00e4te und andere Formen der Beteiligung Grundlagen f\u00fcr transparente Entscheidungen schaffen. Stadtverwaltung und Stadtkonzern m\u00fcssen b\u00fcrgerfreundlicher und effizienter werden. Umbau, Modernisierung und Professionalisierung sind unumg\u00e4nglich. Der Stadtkonzern muss nach wirtschaftlichen Kriterien gef\u00fchrt werden &#8211; nur dann ist Geld da f\u00fcr dringend notwendige Investitionen und Zukunftsgestaltung. Die Entschuldung der Stadt hat h\u00f6chste Priorit\u00e4t &#8211; das Joch der seit Jahrzehnten dr\u00fcckenden Schulden und die Armut m\u00fcssen abgesch\u00fcttelt werden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wirtschaft und Handel m\u00fcssen durch effiziente Verwaltungsabl\u00e4ufe unterst\u00fctzt werden. Die Kommune ist nicht immer der bessere Unternehmer, vielmehr sollen Ideen und Initiativen aus der B\u00fcrgerschaft, den Quartieren, aus Handel und Wirtschaft unterst\u00fctzt werden. B\u00fcrgerschaftliches Engagement hat Tradition in Wuppertal. Ohne die Wuppertalbewegung g\u00e4be es z.B. die Nordbahntrasse nicht. Das neue Konzept f\u00fcr \u201ecircular economy\u201c, also der Ansiedlung eines Clusters f\u00fcr Kreis- laufwirtschaft, h\u00f6rt sich sehr gut an und verdient Unterst\u00fctzung durch die Stadt.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Aus Ihrer Sicht: Wie bodenst\u00e4ndig und volksnah, aber auch kompetent in Wirt-schafts-, Verwaltungs- und Sozialfragen muss der Oberb\u00fcrgermeister einer Gro\u00dfstadt heutzutage sein?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: \u201e1999 ist in NRW die Doppelspitze aus ehrenamtlichem B\u00fcrgermeister und hauptamtlichem Stadtdirektor abgeschafft worden \u2013 beide Funktionen vereinigen sich seitdem im Amt des B\u00fcrgermeisters. B\u00fcrgermeister werden unmittelbar von den B\u00fcrgern gew\u00e4hlt, sie sind Chef der Verwaltung und Vorsitzende des Rates. Oberb\u00fcrgermeister einer Gro\u00dfstadt ist eines der anspruchsvollsten \u00c4mter in Deutschland. Der \u201ePolitiker-OB\u201c muss bodenst\u00e4ndig und volksnah sein, er muss bei den B\u00fcrgern ankommen, um gew\u00e4hlt zu werden und er muss es den Parteien Recht machen, um nominiert und im Rat unterst\u00fctzt zu werden. Als Chef der Verwaltung muss er f\u00fchrungsstark und kompetent in Wirtschaft-, Rechts-, Verwaltungs- und Sozialfragen sein, sonst kann er Kernverwaltung und Stadtkonzern sowie den Verwaltungsvorstand nicht erfolgreich f\u00fchren. Der Spagat zwischen \u201eRepr\u00e4sentant und Volkstribun\u201c auf der einen und \u201eManager und Macher\u201c auf der anderen Seite kann gr\u00f6\u00dfer nicht sein.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Und wie w\u00fcrden Sie das Anforderungsprofil eines Stadtoberhauptes f\u00fcr eine Stadt wie Wuppertal beschreiben?<\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Meines Erachtens braucht Wuppertal jemanden an der Spitze, der nat\u00fcrlich im Sinne der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger denkt und handelt. Um die vielf\u00e4ltigen Interessen und Prozesse erfolgreich moderieren zu k\u00f6nnen, muss derjenige aber unabh\u00e4ngig, f\u00fchrungsstark und fachlich sehr kompetent sein. Es wird Zeit, dass auch Wuppertal die Gemeindeordnung aus 1999 in die Realit\u00e4t umsetzt. Die Stadt braucht einen starken Oberb\u00fcrgermeister, einen modernen Manager, einen strategisch denkenden Vision\u00e4r und Macher.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wuppertal ist eine Hochburg der Automobilzulieferer, deren Mauern in Zeiten von Umweltdiskussionen, Diesel-Verteufelung und E-Mobilit\u00e4t br\u00f6ckeln. Wie wollen Sie die hier ans\u00e4ssigen Unternehmen mit vielen Arbeitspl\u00e4tzen unterst\u00fctzen?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Ich kenne die Struktur und die Probleme der hiesigen Industrie gut, u.a. aus meiner \u00fcber 20-j\u00e4hrigen T\u00e4tigkeit in der gewerblichen Kreditwirtschaft. Die Automobilzulieferer befinden sich als verl\u00e4ngerte Werkbank der Automobilindustrie im permanenten Transformationsprozess, das geh\u00f6rt quasi zum Gesch\u00e4ftsmodell und das kann den Unternehmen auch niemand abnehmen. Das Ruhrgebiet sollte da eine Mahnung sein. Den Ausstieg aus der Kohle und den Strukturwandel hat man politisch gewollt hinausgez\u00f6gert, mit immensen Kosten f\u00fcr die Allgemeinheit, wobei das Ruhrgebiet immer noch strukturschwach ist. In Wuppertal hingegen gibt es eine unternehmerische Kultur, die sehr flexibel auf den Markt reagiert. Deswegen hat die Branche die vielen Herausforderungen im Gro\u00dfen und Ganzen gut gemeistert. Den Kostendruck (Lopezschraube) in den 1990er Jahren, Globalisierung und Auslagerung von Produktion in den 2000er.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Das ist die Vergangenheit, aber was mu\u00df in der Zukunft passieren?<\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Nun stehen Technologiekompetenzen im Mittelpunkt und der Wechsel von Energietr\u00e4gern und Mobilit\u00e4tskonzepten. Als Oberb\u00fcrgermeister kann man diesen Wandel im sachkundigen Dialog mit der Branche und durch eine zukunftsorientierte und strategische Standortentwicklung unterst\u00fctzen. Dazu geh\u00f6ren auch eine effiziente und wirtschaftsfreundliche Verwaltung sowie eine agile und professionelle Wirtschaftsf\u00f6rderung. Entscheidend sind gute Rahmenbedingungen wie gut ausgebildete Mitarbeiter, eine gute Wissenschaftliche Infrastruktur, hohe Lebensqualit\u00e4t, ausreichend guter Wohnraum, gute Schulen, Kultur usw.\u201c<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wie k\u00f6nnte man Wuppertal denn Ihrer Meinung nach als Wirtschaftsstandort besser aufstellen und nach innen und au\u00dfen st\u00e4rken?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Bei den harten Standortfaktoren \u2013 also z.B. der Erschlie\u00dfung und Zug\u00e4nglichkeit von Gewerbegrundst\u00fccken, bei der Dauer beh\u00f6rdlicher Genehmigungen, bei der Beratung durch die Fachabteilungen, bei den Gewerbesteuern, da hat die Stadt es in der Hand, den Standort attraktiver zu machen. Topographisch gesehen ist Wuppertal geeignet f\u00fcr mittlere bis kleinere Unternehmen, die sich in den vorhandenen Brachfl\u00e4chen ansiedeln k\u00f6nnen. Hier muss z.B. die Genehmigung f\u00fcr Umnutzungen und bauliche Ver\u00e4nderungen z\u00fcgig und rechtssicher durch die Verwaltung umgesetzt werden. Bei den weichen Standortfaktoren hat Wuppertal bereits viel mehr zu bieten als das Umland. Aktuell muss daf\u00fcr gesorgt werden, dass auch die freie Kulturszene wegen der Corona-Auflagen nicht untergeht. Die Aufenthaltsqualit\u00e4t in der Innenstadt ist auch ein gro\u00dfes Thema, die Stadt muss unbedingt auch mehr tun f\u00fcr die Sicherheit und Sauberkeit in allen Stadtteilen.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Seit Jahrzehnten bem\u00fcht sich Wuppertal scheinbar vergeblich, sein Image und seine Au\u00dfenwirkung zu verbessern. Welche M\u00f6glichkeiten sehen Sie, diesen Zustand zu \u00e4ndern?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;In dem Moment, wo Menschen und Unternehmen gerne nach Wuppertal kommen, weil der Standort gut ist, weil die Arbeitnehmer und Besucher die lebendige und gr\u00fcne Stadt sehen, durch die sie gerne promenieren, werden sie dar\u00fcber sprechen und die Stadt bewerben. Also muss man erst die Umst\u00e4nde verbessern, das Image kommt dann von allein. Intelligentes Marketing mag flankierend dabei helfen, nicht aber, wenn es r\u00fcckw\u00e4rtsgewand ist und sich seit 15 Jahren darauf beschr\u00e4nkt, Fahrten mit dem Kaiserwagen und Stadtfeste zu organisieren.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Stichwort Stadtentwicklung, welche konkreten Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten bei Ihnen absolute Priorit\u00e4t?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiodis Paschalis: &#8222;Die Aufenthaltsqualit\u00e4t verbessern: Reparatur der Treppen, Ausweitung der Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen, Bewirtschaftung des Parkraums, Ausweisung neuer Fahrradwege, intensive Zusammenarbeit mit B\u00fcrgervereinen und B\u00fcrgern der verschiedenen Wohnviertel und Quartiere. Unternehmen anlocken: Unterst\u00fctzung bei der Ansiedlung oder der Erweiterung durch beschleunigte Verwaltungsverfahren, geringere Gewerbesteuern und eine fachlich hochwertige Beratung schon im Vorfeld der Genehmigung von Bauantr\u00e4gen.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Was muss beim Thema Integration Ihrer Meinung nach verbessert werden?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Integration ist eine zentrale gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die \u00f6rtliche Gemeinschaft. Aufgrund meines eigenen Migrationshintergrundes wei\u00df ich um die Bedeutung, sowohl f\u00fcr die Zugezogenen als auch f\u00fcr die aufnehmende Gesellschaft. Integration gelingt nur von unten, zwischen den Menschen, mit Ehrlichkeit, Offenheit und guten Willen auf beiden Seiten.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Der Wuppertaler SV ist als derzeitiger Viertligist Lichtjahre von den glorreichen Zeiten entfernt. Dennoch ist der Traditionsverein von Kiel bis Passau bekannt und k\u00f6nnte ein echter Werbetr\u00e4ger sein. Wie w\u00fcrden Sie als OB mit diesem Thema umgehen?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Zuerst ist der Verein gefragt, seine finanziellen und sportlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Ich sehe nach all den st\u00e4dtischen Investitionen ins Stadion momentan keinen Spielraum f\u00fcr noch mehr Unterst\u00fctzung.&#8220;<\/p>\n<p><b>DS: Handball-Bundesligist BHC ist quasi heimatlos, tr\u00e4gt seine Spiele in Wuppertal, Solingen und D\u00fcsseldorf aus. Der Verein k\u00e4mpft seit Jahren um eine gr\u00f6\u00dfere Halle als feste Heimat. Inwieweit k\u00f6nnte der BHC auf Ihre Unterst\u00fctzung setzen?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Ich freue mich \u00fcber die Erfolge des Bergischen HC. Eine Halle in Wuppertal w\u00e4re gut, muss meines Erachtens aber privat finanziert werden. Nat\u00fcrlich sollte die Stadt bei der Standortsuche und den Genehmigungen helfen.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Wenn es Ihre Freizeit zul\u00e4sst, mit welchen Hobbies schalten Sie mal so richtig ab?<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b><\/p>\n<p>Panagiotis Paschalis: &#8222;Ich bin ein Vielleser, Zeitungen, Geschichte, Philosophie Literatur und Lyrik. Fast jeden Tag laufen meine Frau und ich gut acht km den Boltenberg hoch und wieder zur\u00fcck. Besonders entspannend ist Kochen f\u00fcr mich, ich liebe das anschlie\u00dfende gesellige Essen mit Familie oder G\u00e4sten.&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>DS: Vielen Dank f\u00fcr das offene, interessante Gespr\u00e4ch<\/b><\/p>\n<p><b>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/b><\/p>\n<div id=\"attachment_48327\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 195px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48327\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/images.jpeg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"131\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Panagiotis Paschalis &#8211; \u00a9 Stadt Wuppertal<\/span><\/div>\n<h3>VITA Panagiotis Paschalis<\/h3>\n<p>Panagiotis Paschalis wurde am 23. Juni 1961 im kleinen Bergdorf Kolestati in Epirus im Nordwesten Griechenlands geboren. Ioannina, die Hauptstadt der Region, hat rund 112.000 Einwohner. Seine Eltern kamen 1964 als Gastarbeiter nach Deutschland. Der kleine Panagiotis blieb zun\u00e4chst bei den Gro\u00dfelltern in der Heimat. 1968 kam auch er nach Deutschland und wohnte zun\u00e4chst in Herten. Er machte sein Abitur in Gelsenkirchen.<\/p>\n<p>1987 schlo\u00df Panagiotis Paschalis sein Studium der Rechtswissenschaften erfolgreich ab. 1988 wurde er Rechtsreferendar am OLG D\u00fcsseldorf. Seit 1991 ist er zugelassener Rechtsanwalt. Von 1991 bis 2009 war er als Jurist hauptberuflich bei der Deutschen Industriebank (IKB) in D\u00fcsseldorf besch\u00e4ftigt. Anschlie\u00dfend arbeitete als Anwalt in Kanzleien in K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p>Als sein spannendste Mandat bezeichnet er selbst die Abwicklung der &#8222;Deutschen National-Theater AG&#8220; (DNT) in Berlin. Das Theater war 1917 vom ber\u00fchmten Theater-Macher Max Reinhard gegr\u00fcndet worden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Bereits 1982 war Panagiotis Paschalis in die SPD eingetreten. Auf Vorschlag der Wuppertaler Sozialdemokraten wurde er 2015 f\u00fcr acht Jahre zum Dezernenten f\u00fcr B\u00fcrgerbeteiligung, das Rechtsamt, die Zentrale Vergabestelle, die Steuerung des Stadtkonzerns und das Management der st\u00e4dtischen Beteiligungen, das ServiceCenter, das Einwohnermeldeamt, das Standesamt, das Stra\u00dfenverkehrsamt sowie f\u00fcr das Amt f\u00fcr Statistik und Wahlen gew\u00e4hlt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Zuge der Aff\u00e4re um das Leasingunternehmen ASS Athletic Sport Sponsoring GmbH (Bochum) wurde er 2017 vorzeitig von seinem Amt abberufen und in den einstweiligen Ruhestand versetzt.<\/p>\n<p>Seither arbeitet Panagiotis Paschalis wieder als Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei in Wuppertal. Seine Spezialgebiete: Unternehmens-, Bank- und Kapitalmarkt-Recht.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Jurist ist seit fast 40 Jahren mit Ehefrau Petra liiert, die als Grundschullehrerin in Velbert t\u00e4tig ist. Gemeinsam haben sie vier S\u00f6hne (34 &#8211; 28 &#8211; 19 und 16 Jahre alt).<\/p>\n<p>Das Ehepaar wohnt in einem denkmalgesch\u00fctzten Haus in Vohwinkel und z\u00fcchtet sein Gem\u00fcse selbst.<\/p>\n<p>Seine Hobbies: Kochen, Tanzen, Spazierengehen, Lesen und Reisen. Lieblingsinsel: Korfu.<\/p>\n<p>www.panagiotis-paschalis.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2015 wurde er auf Vorschlag seiner Partei, der SPD, vom Rat der Stadt Wuppertal zum ersten &#8222;Beigeordneten f\u00fcr B\u00fcrgerbeteiligung&#8220; in Deutschland gew\u00e4hlt &#8211; f\u00fcr acht Jahre. Doch dann kam alles ganz anders! Aber jetzt ist Panagiotis Paschalis auf der kommunalpolitische B\u00fchne zur\u00fcck und hat seinen Hut als Kandidat f\u00fcr das Oberb\u00fcrgermeister-Amt in den Ring geworfen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[],"class_list":["post-28809","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-10 00:11:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28809"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28825,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28809\/revisions\/28825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}