{"id":28300,"date":"2020-04-27T08:40:05","date_gmt":"2020-04-27T06:40:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=28300"},"modified":"2023-02-04T13:40:54","modified_gmt":"2023-02-04T12:40:54","slug":"bayer-startete-erfolgreich-ins-jahr-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/04\/27\/bayer-startete-erfolgreich-ins-jahr-2020\/","title":{"rendered":"Bayer startete erfolgreich ins Jahr 2020"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<div id=\"attachment_48587\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-48587\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Werner_Baumann_2_DE_DEF2854863B33361C125877200360AD7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Baumann &#8211; \u00a9 Foto Bayer<\/span><\/div>\n<p>Um die Ausbreitung von COVID-19 zu erschweren bzw. zu verhindern hat Bayer an seinen Standorten umfangreiche Ma\u00dfnahmen ergriffen. \u201eOberstes Ziel ist es, die Gesundheit und Sicherheit unserer Besch\u00e4ftigten zu gew\u00e4hrleisten. Zus\u00e4tzlich konzentrieren wir uns darauf, dass Patienten, Landwirte und Verbraucher unsere Produkte erhalten, dazu geh\u00f6ren insbesondere auch lebensrettende Medikamente\u201c, so Baumann.<\/p>\n<p>Die COVID-19-Pandemie f\u00fchrte einerseits in einigen Gesch\u00e4ftsfeldern zu einer stark gestiegenen Nachfrage \u2013 teilweise zur Bevorratung \u2013 und entsprechendem<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Umsatzwachstum. Andererseits wird das Gesch\u00e4ft durch die mit der Pandemie verbundenen Einschr\u00e4nkungen partiell negativ beeinflusst. In den von COVID-19 betroffenen Gebieten hat das Unternehmen erhebliche Unterst\u00fctzung geleistet, etwa durch finanzielle Hilfen, Spenden von Arzneimitteln und Versorgungsg\u00fctern, die Bereitstellung von Testger\u00e4ten aus seinen Laboren sowie au\u00dfergew\u00f6hnliches Engagement seiner Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Der Konzernumsatz erh\u00f6hte sich im 1. Quartal w\u00e4hrungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 6,0 Prozent auf 12,845 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen stieg um 10,2 Prozent auf 4,391 Milliarden Euro. Hierin enthalten waren positive W\u00e4hrungseffekte in H\u00f6he von 41 Millionen Euro. Das EBIT legte um 40,4 Prozent zu auf 2,499 Milliarden Euro. Zum Anstieg trug bei, dass sich die Sonderaufwendungen auf per saldo<\/p>\n<p>639 Millionen (Vorjahr: 1,043 Milliarden) Euro verringerten. Diese standen insbesondere im Zusammenhang mit Rechtsberatungskosten, mit den laufenden Restrukturierungs- programmen sowie mit der Integration von Monsanto. Das Konzernergebnis erh\u00f6hte sich um 20,0 Prozent auf 1,489 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuf\u00fchrendem Gesch\u00e4ft stieg um 9,9 Prozent auf 2,67 Euro.<\/p>\n<p>Der Free Cashflow belief sich auf minus 793 (Vorjahr: plus 508) Millionen Euro. Dabei wirkte sich vor allem der niedrigere Cashflow aus operativer T\u00e4tigkeit in Folge der Ver\u00e4nderungen im Working Capital aus, insbesondere der Division Crop Science.<\/p>\n<p>Eine Rolle spielte hier beispielsweise eine Verschiebung zwischen den Berichtsperioden zu Lasten des 1. Quartals 2020: Ende 2019 reduzierten sich vergleichsweise fr\u00fch Forderungsbest\u00e4nde aus Lieferungen und Leistungen. Zudem wurden im 1. Quartal vergleichsweise mehr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beglichen.<\/p>\n<p>Die Nettofinanzverschuldung erh\u00f6hte sich zum 31. M\u00e4rz im Vergleich zum Jahresende 2019 um 3,9 Prozent auf 35,399 Milliarden Euro \u2013 im Wesentlichen durch Mittelabfl\u00fcsse aus der operativen Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit sowie negative W\u00e4hrungseffekte.<\/p>\n<p><strong>Crop Science w\u00e4chst bei Insektiziden und Fungiziden<\/strong><\/p>\n<p>Im Agrargesch\u00e4ft (Crop Science) erzielte Bayer einen wpb. Umsatzanstieg von<br \/>\n5,7 Prozent auf 6,834 Milliarden Euro, wozu alle Regionen beitrugen. Im Bereich Maissaatgut und Pflanzeneigenschaften setzte die Division wpb. 9,8 Prozent mehr um. Dabei profitierte sie in Europa\/Nahost\/Afrika von vorgezogener Nachfrage, in Nordamerika wirkte sich eine deutliche Ausweitung der erwarteten Anbaufl\u00e4chen positiv<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>aus, und in Lateinamerika stieg der Absatz insbesondere in Brasilien und Mexiko. Besonders kr\u00e4ftig wuchs der Umsatz von Insektiziden (wpb. um 15,4 Prozent) und Fungiziden (wpb. um 14,0 Prozent). Bei den Insektiziden machte sich vor allem in Nordamerika und Europa\/Nahost\/Afrika ein guter Start in die jeweilige Saison bemerkbar sowie zeitlich vorgezogene K\u00e4ufe.<\/p>\n<p>Bei den Fungiziden entwickelte sich das Gesch\u00e4ft in Europa\/Nahost\/Afrika positiv gegen\u00fcber einem schwachen Vorjahr, in Nordamerika profitierte es von Volumensteigerungen in den USA, in Lateinamerika von der Markteinf\u00fchrung von Fox XproTM in Brasilien im Vorjahr.<\/p>\n<p>Der prozentual deutlichste R\u00fcckgang war bei Gem\u00fcsesaatgut (wpb. um 13,5 Prozent) zu verzeichnen \u2013 insbesondere in Nordamerika durch Nachfrageverschiebungen in das Vorquartal und den Einfluss von COVID-19. Bei Sojabohnensaatgut und Pflanzeneigenschaften (wpb. minus 7,6 Prozent) wurden R\u00fcckg\u00e4nge in Nordamerika unter anderem durch reduzierte Absatzpreise nicht vollst\u00e4ndig durch starke Anstiege in Lateinamerika ausgeglichen.<\/p>\n<p>Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von Crop Science erh\u00f6hte sich um 13,5 Prozent auf 2,611 Milliarden Euro. Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist der Anstieg im Wesentlichen auf die wegen COVID-19 vorgezogene Nachfrage, Mengenausweitungen in allen Regionen und Kostensynergien aus der voranschreitenden Integration des erworbenen Gesch\u00e4fts.<\/p>\n<p>Im Zusammenhang mit glyphosatbasierten RoundupTM-Produkten wurden bis zum\u00a014. April 2020 in den USA Klagen von etwa 52.500 Kl\u00e4gern zugestellt. Diese Zahl sagt nichts \u00fcber die Begr\u00fcndetheit der geltend gemachten Anspr\u00fcche aus. Bayer beteiligt sich weiterhin konstruktiv an der Mediation und hat dabei Fortschritte erzielt, bis der Ausbruch von COVID-19 und die globale Pandemie das Mediationsverfahren erheblich verlangsamt haben.<\/p>\n<p>Das Unternehmen wird weiterhin eine L\u00f6sung nur dann in Betracht ziehen, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll und so strukturiert ist, dass zuk\u00fcnftige F\u00e4lle effizient zu einem Abschluss gebracht werden. Dies, so Baumann, gelte mehr denn je vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Rezession und teils erheblichen Liquidit\u00e4tsherausforderungen.<\/p>\n<p><strong>Pharmaceuticals steigert Umsatz und Ergebnis<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln (Pharmaceuticals) erh\u00f6hte sich wpb. um 3,9 Prozent auf 4,546 Milliarden Euro. Die Umsetzung neuer Tenderverfahren in China sowie das Voranschreiten der COVID-19-Pandemie mit entsprechenden Auswirkungen im Bereich der medizinischen Versorgung sowie im Bestellverhalten beeinflussten das Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Mit dem oralen Gerinnungshemmer XareltoTM erzielte Bayer einen Umsatzzuwachs von wpb. 18,8 Prozent, besonders durch h\u00f6here Absatzmengen in Europa\/Nahost\/Afrika, auch aufgrund von \u00c4nderungen im Bestellverhalten im Zusammenhang mit der COVID- 19-Pandemie. In China und Russland legte das operative Gesch\u00e4ft weiter zu.<\/p>\n<p>Das Gesch\u00e4ft mit AdempasTM zur Behandlung von Lungenhochdruck steigerte Bayer wpb. sogar um 26,5 Prozent, vor allem aufgrund eines anhaltenden Mengenwachstums in den USA. Deutliche Zuw\u00e4chse gab es auch beim Gesch\u00e4ft mit dem Krebsmedikament StivargaTM (wpb. 23,8 Prozent) \u2013 haupts\u00e4chlich durch Mengenausweitungen in China, den USA und Russland. Der Umsatz mit dem Augenmedikament EyleaTM lag wpb.<\/p>\n<p>1,1 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Dabei wurden R\u00fcckg\u00e4nge durch ein ge\u00e4ndertes Bestellverhalten aufgrund bevorstehender Preisreduzierungen in Japan und Frankreich von Zuw\u00e4chsen in Gro\u00dfbritannien, Deutschland und Kanada aufgefangen.<\/p>\n<p>Beim Antidiabetikum GlucobayTM gab der Umsatz wpb. um 38,2 Prozent nach \u2013 bedingt durch eine stark r\u00fcckl\u00e4ufige Entwicklung in China aufgrund der Einschr\u00e4nkungen im Zusammenhang mit COVID-19 und bevorstehenden erheblichen Preisreduzierungen angesichts der Einf\u00fchrung einer volumenbasierten Einkaufspolitik.<\/p>\n<p>Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von Pharmaceuticals stieg um 7,3 Prozent auf 1,594 Milliarden Euro \u2013 vor allem dank der guten Gesch\u00e4ftsentwicklung.<\/p>\n<p><strong>Consumer Health w\u00e4chst in allen Regionen<\/strong><\/p>\n<p>Der Umsatz mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (Consumer Health) stieg wpb. um 13,5 Prozent auf 1,398 Milliarden Euro. Das starke Wachstum ist im Wesentlichen auf einen erheblichen Anstieg der Nachfrage aufgrund der COVID-19-Pandemie zur\u00fcckzuf\u00fchren \u2013 unter anderem auch zur Bevorratung. Dabei konnte die Product-Supply- Organisation signifikant h\u00f6here Volumina und auch Verschiebungen im Produktmix sehr flexibel bedienen. Die Division legte wpb. in allen Regionen und Kategorien zu. Am deutlichsten war das Wachstum in den Kategorien Nahrungserg\u00e4nzung (wpb.\u00a033,7 Prozent) sowie Schmerz und Kardio (wpb. 19,6 Prozent).<\/p>\n<p>Das EBITDA vor Sondereinfl\u00fcssen von Consumer Health erh\u00f6hte sich um 3,8 Prozent auf 301 Millionen Euro. Das Wachstum war zur\u00fcckzuf\u00fchren auf den starken Umsatzanstieg und das Ende 2018 initiierte Effizienzprogramm, welche die fehlenden Ergebnisbeitr\u00e4ge der 2019 verkauften Gesch\u00e4fte und gestiegene Marketingaufwendungen \u00fcberkompensierten.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 5\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><strong>COVID-19-Auswirkungen lassen sich noch nicht bewerten<\/strong><\/p>\n<p>Die im Februar 2020 ver\u00f6ffentlichte Prognose wurde ohne Ber\u00fccksichtigung der Auswirkungen aus der COVID-19-Pandemie erstellt und entspricht nach wie vor den Zielvorgaben des Unternehmens. Nach dem positiven Start geht Bayer davon aus, dass das Gesch\u00e4ftsjahr 2020 auch im weiteren Verlauf durch die COVID-19-Pandemie beeinflusst werden wird. Eine verl\u00e4ssliche Bewertung positiver wie auch negativer Effekte wird erst im weiteren Jahresverlauf m\u00f6glich sein.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bayer-Konzern ist gut ins Jahr 2020 gestartet, wobei die Gesch\u00e4ftsaktivit\u00e4ten im 1. Quartal stark von der COVID-19-Pandemie gepr\u00e4gt waren. \u201eEs hat sich gezeigt, dass wir unter schwierigen Rahmenbedingungen mit unserem Life- Science-Produktportfolio in den Bereichen Gesundheit und Ern\u00e4hrung erfolgreich weiter wirtschaften konnten und so auch in Zeiten der Krise einen positiven Beitrag f\u00fcr unsere Stakeholder leisten\u201c, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner bei der Vorlage der Quartalsmitteilung.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[],"class_list":["post-28300","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wirtschaft"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-13 22:33:07","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28300"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28300\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60685,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28300\/revisions\/60685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28300"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28300"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}