{"id":27828,"date":"2020-05-17T09:27:59","date_gmt":"2020-05-17T07:27:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=27828"},"modified":"2022-01-21T07:43:08","modified_gmt":"2022-01-21T06:43:08","slug":"sando-kaempft-gegen-tierleid-und-corona","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/05\/17\/sando-kaempft-gegen-tierleid-und-corona\/","title":{"rendered":"&#8222;Sando&#8220; k\u00e4mpft gegen Tierleid und Corona"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45235\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45235\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/DSC03784-2-1024x705.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"705\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Petra Konradi mit ihrem Liebling Sando &#8211; \u00a9 Sando e.V.<\/span><\/div>\n<p>Seit 2018 hilft &#8222;Sando e.v. &#8211; Rescue A Soul&#8220;, der Tierschutzverein, den die deutsche TV- Journalistin Petra Konradi gegr\u00fcndet hat. Das Sando e.V. Team k\u00fcmmert sich besonders liebevoll um die Hunde und Katzen, die niemand mehr haben will oder die gehandicapt oder krank sind.<\/p>\n<p>Seit 23 Tagen herrscht aufgrund von Corona strikte Ausgangssperre in ganz Spanien. Diese Beschr\u00e4nkungen, die von den Beh\u00f6rden strengstens \u00fcberwacht werden, machen den Job des Sando e.V. Teams noch viel schwieriger als sonst.<\/p>\n<p>Die Tiersch\u00fctzerin mit Leib und Seele erkl\u00e4rt die Philosophie von &#8222;Sando e.V.&#8220;: &#8222;Wir geben denen eine Stimme, die sonst kein Gesicht haben! Katzen, die auf der Stra\u00dfe leben und oft einen verzweifelten Kampf ums \u00dcberleben f\u00fchren. Hunde, die in den Perreras von Fuerteventura auf 4 qm, 24 Stunden am Tag, bei schlechtem Futter und irrsinnigem L\u00e4rm leben m\u00fcssen. Hinter jedem dieser Tiere steckt ein trauriges Schicksal \u2013 jedes dieser Tiere ist wunderbar, einzigartig und hat nur einen Wunsch: Leben zu d\u00fcrfen.&#8220;<\/p>\n<p>Namensgeber und &#8222;Pr\u00e4sident&#8220; des Vereins ist \u00fcbrigens Hund Sando, den Petra Konradi aufgenommen hat, weil seine Besitzer ihn nicht mehr haben wollten und ihn in einer der Perreras abgegeben haben. Sandos r\u00fchrende Geschichte lesen Sie weiter unten.<\/p>\n<p>Tiere, die auf Fuerteventura keine Chance mehr haben, vermittelt &#8222;Sando e.V.&#8220; in liebevolle\u00a0H\u00e4nde nach Deutschland. Eine nicht selten schwierige Aufgabe.<\/p>\n<p>Denn neben den s\u00fc\u00dfen kleinen Gesichtern, f\u00fcr die Sando e.V. ein neues Zuhause sucht und die sofort in der Lange sind dort ein fr\u00f6hliches und unbelastetes Leben zu f\u00fchren, gibt es auch Vierbeiner, die beispielsweise an Hospitalismus leiden oder extrem ver\u00e4ngstigt sind und das Hundsein erst wieder lernen m\u00fcssen. Oftmals sind es genau diese armen Seelen, in die sich das Team von Sando e.V. verliebt und es sich zur Aufgabe macht sie zu resozialisieren und ihnen somit die Chance auf ein gl\u00fcckliches Leben gibt. Das kostet viel Zeit und viel Liebe.<\/p>\n<p>Doch dieser Einsatz lohnt sich. Und noch etwas ist besonders an Sando e.V.: Das Team steht den Adoptanten immer mit Rat und Tat zur Seite, auch noch Jahre sp\u00e4ter.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_27834\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/PHOTOhhz-2020-04-11-00-31-01.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Eine der wei\u00dfen Katze, die von Sando e.V. gerettet wurden &#8211; \u00a9 Sando e.V.<\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Absolute &#8222;Notfelle&#8220;\u00a0sind auch die wei\u00dfen Katzen, die es auf der Insel gibt. Petra Konradi: &#8222;Sie haben eine sehr sonnenempfindliche Haut. Und da hier jeden Tag die Sonne sehr intensiv vom wolkenfreien Himmel strahlt, bekommen diese Tiere gef\u00e4hrliche Sonnenbr\u00e4nde an Ohren und Nase, die oft zu Hautkrebs f\u00fchren. Dann bleibt meist nur noch die Amputation von Ohren und Nase. Diese armen Katzen haben hier auf Fuerteventura\u00a0keine Chance. Sie m\u00fcssen von uns nach Deutschland vermittelt werden, wo sie ein besseres Leben f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Durch die Corona-Beschr\u00e4nkungen ist die Vermittlung von Tieren zur Zeit ein aussichtsloser Kampf gegen Windm\u00fchlen. Don Quijote l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen! Es gibt derzeit kaum Fl\u00fcge. Und die Maschinen, die vom Flughafen in Puerto del Rosario starten, d\u00fcrfen keine Tiere \u00fcber acht Kilo mitnehmen. Somit sind auch Sando&#8217;s Sch\u00fctzlinge gerade auf der Insel gefangen. Mit den Hunden, die sie betreuen, ist es den Tiersch\u00fctzern gerade einmal erlaubt, 100 Meter weit Gassi zu gehen.<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Sorgen macht sich Petra Konradi um die vielen herrenlosen Katzen, die in den w\u00fcsten\u00e4hnlichen Regionen der Insel leben, die aktuell nur eine handvoll Tiersch\u00fctzer alle paar Tage aufsuchen darf. Immer schwingt die Angst mit, ob die Tiere noch genug Wasser haben.<\/p>\n<p>Seit dem 26. M\u00e4rz sind zudem alle Hotels auf der Insel geschlossen. Die beiden gr\u00f6ssten, die normalerweise regelrechte Katzen-F\u00fctterungspl\u00e4tze unterhalten und in denen sich sonst auch viele tierliebe G\u00e4ste um die streunenden Katzen k\u00fcmmern, sind derzeit nat\u00fcrlich auch verwaist.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Doch wir lassen die Tiere nat\u00fcrlich nicht im Stich, sondern organisieren\u00a0in einer kleinen Gruppe von Tierschutzkollegen die notwendigste Versorgung&#8220;, schildert Petra Konradi die aktuelle Situation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_27840\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27840\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/PHOTO-2020-04-11-00-25-08nn.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"793\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die Hunde fristen in den Ferreras ein trostloses Dasein \u2013 \u00a9 Sando e.V.<\/span><\/div>\n<p>Wie alle privaten, gemeinn\u00fctzigen Tierschutzvereine, deren Mitglieder alle ehrenamtlich arbeiten, ist auch &#8222;Sando e.V.&#8220; auf Spenden angewiesen. So wird u.a. Geld f\u00fcr Futter und f\u00fcr Tierarztbehandlungen ben\u00f6tigt. Im Moment fallen nat\u00fcrlich noch weitaus mehr Kosten an, weil beispielsweise bereits vermittelte Tiere nicht in ihre neuen Familie reisen k\u00f6nnen, sondern viel l\u00e4nger als geplant auf der Insel bleiben m\u00fcssen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&#8222;Egal, wie schwierig die Situation auch wird und wie lange sie auch dauern mag, wir geben unsere Sch\u00fctzlinge nicht auf und versuchen alles zu tun, damit es ihnen gut geht \u2013 auch wenn das gerade nicht leicht ist`, sagt Petra Konradi.<\/p>\n<p>Schauen Sie doch einfach einmal auf die Homepage\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sandohelp.de\/\">www.sandohelp.de<\/a>. Unter &#8222;Zuhause gesucht&#8220; finden Sie Hunde und Katzen, die vermittelt werden m\u00fcssen. Vielleicht ist ja ein Tier dabei dem SIE ein neues Zuhause schenken m\u00f6chten!<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sando e.V. Spendenkonto:<\/p>\n<p>Volksbank Bielefeld-G\u00fctersloh eG<\/p>\n<p>IBAN:\u00a0DE65 4786 0125 1018 5758 00<\/p>\n<p>BIC:\u00a0GENODEM1GTL<\/p>\n<p>Spenden via PayPal: info@sandohelp.de<\/p>\n<p>www.sandohelp.de<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Corona-Alltag bei &#8222;Sando e.V.&#8220;<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der Kanaren-Insel Fuerteventura gibt es bislang kaum Lockerungen der Corona-Beschr\u00e4nkungen. Die TV-Journalistin und Sprechlehrerin Petra Konradi, Gr\u00fcnderin und Vorsitzende des gemeinn\u00fctzigen Tierschutz-Vereins &#8222;Sando e.V.&#8220;, schildert den Alltag zu Corona-Zeiten, macht deutlich, mit welchen Problemen sie, ihr hochmotiviertes Team und andere ehrenamtliche Tierschutzorganisationen auf der Urlaubs-Insel zu k\u00e4mpfen haben und sie gibt einen \u00dcberblick, wie es ihren Sch\u00fctzlingen und Sorgenkindern geht.<\/p>\n<p>Petra Konradi: &#8222;F\u00fcr uns hier bedeutet die Coronakrise konkret: kein Treffen mit Freunden oder Verwandten, kein Sport drau\u00dfen, das Haus darf man nur f\u00fcr das N\u00f6tigste verlassen, einkaufen im n\u00e4chstgelegen Supermarkt oder f\u00fcr den Gang zum Arzt, bzw. f\u00fcr die, die noch arbeiten, bis dort hin. Selbst die Hundehalter d\u00fcrfen sich nur 100 m vom Haus weg bewegen, um ihr Tier Gassi zu f\u00fchren Zuwiderhandlungen werden mit sehr hohen Geldstrafen belegt!\u00a0Auf den Stra\u00dfen patroullieren Milit\u00e4r und Polizei.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wird die Umgebung von Menschen desinfiziert. Dass geschieht jedoch passiert mit einem chlorhaltigen Mittel, das hier auch gerne zum Putzen genutzt wird. Lejia ist so etwas \u00e4hnliches, wie das in Deutschlang bekannte Domestos!<\/p>\n<p>Wenn dies \u00fcber die Futterstellen gespr\u00fcht wird, kann sich jeder denken, was das mit dem Futter und Wasser macht. Eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Katzen. Daher haben wir versucht, die Futterstellen durch gro\u00dfe Kartons zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir trotzdem die Streunerkatzen versorgt, aber an Kastrationsaktionen war nicht zu denken. Zuerst haben wir 30 &#8211; 40 kg Katzenfutter an jeder Stelle ausgelegt, da wir nicht genau wussten, wann wir die n\u00e4chsten Touren machen k\u00f6nnten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nach gut 10 Tagen hatten wir uns endlich ein Papier erk\u00e4mpft, das es uns erm\u00f6glichte, zu f\u00fcttern und Notfellen zu helfen. Vorher waren alle F\u00fctter-Aktionen &#8222;top secret&#8220; und mit viel Angst belegt, aber wir k\u00f6nnen und wollen unsere Sch\u00fctzlinge ja nicht im Stich lassen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Das F\u00fctter-Verbot ist seitdem aufgehoben worden. Im Gegenteil, wir wurden sogar sogar von den Beh\u00f6rden eindringlich gebeten, die Tiere weiterhin zu f\u00fcttern. Denn die Angst der Gemeinde war gro\u00df, dass die Tieren sonst in Massen sterben und die Kadaver \u00fcberall zu finden w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Jedoch gibt es f\u00fcr F\u00fctterung und Betreunung der Tiere keinerlei finanzielle Unterst\u00fctzung. Die Kosten f\u00fcr das Futter m\u00fcssen wir weiterhin selber tragen. Das ist uns aber egal, solange wir nicht wieder behindert werden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem haben wir einige Futterstellen von anderen Organisationen \u00fcbernommen, wenn sie n\u00e4her an unserer Station liegen.<\/p>\n<p>Dies sind einige Tiere, die wir nun zus\u00e4tzlich f\u00fcttern:<\/p>\n<p>So manche Katze ist unheimlich schmusebed\u00fcrftig, da sie zur Zeit zu kurz kommen mit Streicheleinheiten. Weil seit Wochen alle Hotels geschlossen haben, fehlt auch den Stra\u00dfenkatzen die Aufmerksamkeit und Zuwendung der Hotelg\u00e4ste und auch des Personals. Die Samtpfoten<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>sind teilweise richtig einsam und traurig.<\/p>\n<p>Besonders diese Katze ist, obwohl eine reine Stra\u00dfenkatze, so zutraulich, dass man ihr w\u00e4hrend der F\u00fctterung ein Spot-on gegen Fl\u00f6he auftragen kann. Auch das versuchen wir zwischendurch zu bew\u00e4ltigen, denn ein Leben mit Parasiten macht die Katzen noch anf\u00e4lliger f\u00fcr Krankheiten.<\/p>\n<p>Wie schon gesagt, k\u00f6nnen wir zur Zeit nicht kastrieren, aber wir f\u00fcttern und wir k\u00fcmmern uns weiter um verletzte Tiere. So auch um den h\u00fcbschen roten Kater Rubio. Er humpelte stark und wir konnte ihn einfangen, um ihn<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>vom Tierarzt behandeln zu lassen.<\/p>\n<p>Er wurde dort antiparasit\u00e4r behandelt und bekam ein Antiobiotikum. Zwei Wochen blieb er bei der tollen &#8222;Catwoman&#8220;, eine Katzensch\u00fctzerin aus Coralejo, die ihn f\u00fctterte und mit viel Herzblut gesund gepflegt hat.<\/p>\n<p>Wir sind ihr sehr dankbar daf\u00fcr, dass sie so schnell einspringen konnte und wir den roten Rubio nun wieder gesund und fit in die Freiheit entlassen konnten, die er von klein auf an gewohnt ist und in der er sich wohl f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Er geh\u00f6rt auch zu unseren Aufgaben, Tiere, die unheilbar krank sind, dabei beizustehen, wenn sie erl\u00f6st werden. So erging es leider einer armen Katze. Wir konnten f\u00fcr sie nichts mehr tun, ausser sie bis zum letzten Atemzug zu begleiten und ihr ein letztes Mal das Gef\u00fchl zu geben, nicht allein zu sein: Komme gut \u00fcber die Regenbogenbr\u00fccke, kleiner Engel.<\/p>\n<p>Aufgrund der nicht durchf\u00fchrbaren Kastrationen, haben wir uns vermehrt um die Hunde in den Perreras k\u00fcmmern k\u00f6nnen. Es ist uns gelungen, einige dort heraus zu holen und sie in Pflegestellen unter zu bringen.<\/p>\n<p>Ganz gl\u00fccklich sind wir auch, dass einige von ihnen, trotz der aktuellen widrigen Umst\u00e4nde sogar schon vermittelt sind. So wartet auf Mokka, der mit seiner kleinen Schwester Cookie als ganz kleine Welpen von uns aus der Perrera geholt wurde, schon ein neues Zuhause in Deutschland.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Dort wird er sehnlichst erwartet, nur leider ist es momentan nicht m\u00f6glich, ihn auszufliegen. Aber seine neue Familie kann sich super auf ihn freuen, denn er hat sich ganz toll entwickelt und wird viel Spa\u00df und Gl\u00fcck in sein neues Zuhause bringen.<\/p>\n<p>Ebenso wartet auf Kiko schon ein sehr tierfreundliches Paar in Deutschland. Auch sie k\u00f6nnen sich auf einen tollen Kerl freuen, aber wir freuen uns wohl am meisten, dass er so schnell Adoptanten gefunden hat und einen Hundekumpel gleich dazu.<\/p>\n<p>Wer uns aber am meisten \u00fcberrascht, ist unser Jack!\u00a0In der Perrera lief er die ganze Zeit nur im Kreis herum und wir konnten es kaum abwarten, wenigstens eine Pflegestelle f\u00fcr ihn zu bekommen, um ihn da heraus zu holen. Er wurde uns vorgestellt als unvertr\u00e4glich, bzw. schwierig mit anderen Hunden.<\/p>\n<div id=\"attachment_28614\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28614\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/PHOTO-2020tz-04-11-00-39-57-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Petra Konradi mit einem ihrer Sch\u00fctzlinge bei der Tier\u00e4rztin &#8211; \u00a9 Sando e.V.<\/span><\/div>\n<p>Aber Jack hat uns total \u00fcberrascht. Nach kurzer Zeit bei seinem Foster-Daddy zeigte auch Jack sich als ein super freundlicher Hund, der nicht nur die Menschen liebt, sondern auch mit anderen Hunden gut klar kommt und mit ihnen spielen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Ihm fehlte einfach in seiner Kindheit die Sozialisierungszeit mit anderen Hunden und wahrscheinlich war er einfach verst\u00f6rt, dass er sich pl\u00f6tzlich in der Perrera wiederfand, wo er als einer unter vielen kaum Zuwendung bekommen konnte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Nun suchen wir auch f\u00fcr ihn das Traum-Zuhause, denn er ist noch jung und wartet auf das, was es noch zu entdecken und zu lernen gibt.<\/p>\n<p>Unser letzter Fall aus der Perrera ist der 6-Monate junge Pointer Naka.Er fiel uns auf, weil er spielend hin und her lief, dabei aber humpelte. Wir haben es geschafft, ihn durch den Tierarzt untersuchen zu lassen. Er wurde gr\u00fcndlich ger\u00f6ntgt und man stellte einen alten Bruch fest, der unversorgt verheilte. Nat\u00fcrlich nicht so, wie es sein sollte. Dadurch sitzt die Kniescheibe nicht so, wie sie sollte, aber ein OP h\u00e4lt der Tierarzt f\u00fcr unn\u00f6tig, da Naka keine Schmerzen hat, so versichert er es uns.<\/p>\n<p>Nun w\u00fcnschen wir uns auch f\u00fcr ihn einen Adoptanten, der sich aber dar\u00fcber im Klaren sein muss, dass es evtl. im Alter mal bei Naka zu Arthrose kommen k\u00f6nnte. Aber das kann eigentlich auch jedem anderen Hund ereilen.<\/p>\n<p>Nun wenden wir noch Spendengelder daf\u00fcr auf, um ihn physiotherapeutisch noch etwas zu unterst\u00fctzen, damit er gest\u00e4rkt und kr\u00e4ftig hoffentlich bald in ein neues Zuhause ziehen kann, wo er soviel Liebe erh\u00e4lt, wie er im Gegenzug auch bereit ist, sie zu geben. Und davon hat er reichlich zu geben.<\/p>\n<p>Also, Ihr Lieben, ihr seht nun, dass wir, trotz Funkstille, weiter sehr aktiv hier waren und Eure Spenden weiterhin total wichtig sind,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>um auch in dieser Ausnahmesituation, der wir momentan schon seit zwei Monaten ausgesetzt sind, so viel helfen zu k\u00f6nnen, wie m\u00f6glich.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wir brauchen Euch weiterhin oder genauer gesagt, die vielen Hunde und Katzen, egal ob jung oder alt hier auf der Insel, brauchen uns, die wir nur mit Euren Spenden weiter machen k\u00f6nnen. Und jedes einzelne Tier hat es verdient, dass ihm, wie auch immer, geholfen wird.<\/p>\n<p>Vergesst uns nicht, auch wenn es manchmal etwas still um uns wird. Wir sind weiter aktiv, aber manchmal sind die Umst\u00e4nde nicht so einfach oder manchmal sind auch wir durch die Situation der Ausgangssperre zugegebenerma\u00dfen etwas deprimiert. Aber dann am Ende zu sehen, was wir mit unserer Arbeit erreichen, eine besseres gund sch\u00f6nere Motivation f\u00fcr uns gibt es nicht, weiter zu machen.<\/p>\n<p>Bitte unterst\u00fctzt uns in dieser harten Zeit. Kein Tier kann gerade ausreisen. Wir haben h\u00f6here Futterkosten (weil sie einfach \u00fcber Monate festsitzen). Es wird einen f\u00fcrchterlichen Kitten-Boom geben und bestimmt viele kleine Seelen, die wir nat\u00fcrlich nicht allein lassen.<\/p>\n<p><strong>Euer Team von Sando e.V. &#8211; Rescue A Soul<\/strong><\/p>\n<p>Weil jedes Tier das Leben verdient, dass seiner wunderbaren Seele entspricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Die Geschichte von Sando &#8211; erz\u00e4hlt von Petra Konradi<\/h2>\n<p class=\"\">Fr\u00fcher w\u00e4re ich nie freiwillig in eine Perrera, also eine sogenannte Auffangstation gegangen, weil mir klar war: Wenn man einmal diesen Schritt getan hat, kann man in Zukunft nicht mehr wegsehen! Trotzdem wollte ich helfen, denn ich wusste von den Zust\u00e4nden in den Perreras von Fuerteventura und dem Leid der Hunde, die dort oftmals auch auf ihr Ende warten.<\/p>\n<p class=\"\">Ich versuchte also erst einmal, aus der Ferne zu helfen. Machte Flyer f\u00fcr bestehende Tierschutzvereine, erstellte Informationsmaterial mit Fotos und half dieses zu verbreiten. Doch dies bewirkte nicht wirklich viel. An dieser Stelle h\u00e4tte ich resignieren k\u00f6nnen. Doch dann geschah etwas, dass mich zwang, mich der Rettung der Hunde zu verschreiben \u2026<\/p>\n<p class=\"\"><strong class=\"\">Sandos Einzug in die Perrera ver\u00e4nderte mein Leben.<\/strong><\/p>\n<p class=\"\">Ich kannte Sando bereits von Bekannten auf der Insel. Der gro\u00dfe gestromte 50 Kilo Hund fiel mir in der Wohnung gleich auf. Er war ein freundlicher und neugieriger Typ, der noch recht jung wirkte. Aber irgendwie hatte ich schon zu Beginn das Gef\u00fchl, Sando sei im Weg. Zudem sa\u00df er immer nur im Wohnzimmer, oft starrte er sehns\u00fcchtig aus dem Fenster.<\/p>\n<p class=\"\">Nat\u00fcrlich war ich davon ausgegangen, dass er jeden Tag genug Auslauf und ein gl\u00fcckliches Leben hatte. Dass dem nicht so war, wurde mir erst bewusst, als ich etwas mehr Einblick in die Lebenssituation der Besitzer bekam: Sando hatte die ersten zwei Jahre seines Lebens fast ausschlie\u00dflich in der Wohnung verbracht\u2026 Als die Besitzer die Wohnung aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden verlassen mussten, \u00e4nderte sich alles f\u00fcr den Hund.<\/p>\n<p class=\"\">Man berichtete mir, dass Sando nun in einer Garage leben musste und weg sollte. Ich bot dem Besitzer an, auch f\u00fcr Sando einen Flyer zu erstellen und zu helfen, ein neues Zuhause f\u00fcr ihn zu finden. Doch so weit kam ich gar nicht. Nur wenige Tage sp\u00e4ter hatten die \u00fcberforderten Besitzer Sando bereits in die Perrera gebracht.<\/p>\n<p class=\"\">Ich konnte es nicht glauben. Ich war unendlich traurig und zugleich sehr w\u00fctend. Was sollte ich tun? Mir fehlte jegliche Hundeerfahrung, ein Bardino-Mix ist nicht unbedingt ein Anf\u00e4ngerhund, mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilo erst recht nicht. Zudem hatte ich einen 14-j\u00e4hrigen Kater, der bisher keinem Hund auch nur ansatzweise n\u00e4her gekommen war. Ich gehe nicht mal gerne spazieren \u2013 und dann diese ganze Verantwortung.<\/p>\n<p class=\"\">Alles sprach dagegen, aber ich musste mich entscheiden:<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p class=\"\"><strong class=\"\">Zusehen oder handeln! Ich habe mich f\u00fcrs Handeln entschieden und ich wusste, ich hatte nicht viel Zeit, um Sando zu helfen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"\">So fuhr ich zum ersten Mal in meinem Leben in eine Perrera. Dort durchschreitet man einen langen Gang mit Boxen rechts und links voller aufgeregter, bellender Hunde, die geradezu schreien: Hol mich hier raus! Meist drei, vier oder f\u00fcnf zusammen in einem kleinen Zwinger eingesperrt.<\/p>\n<p class=\"\">Schlie\u00dflich fand ich Sando. Der gro\u00dfe Hund sa\u00df ganz hinten rechts am Ende des Ganges in einem Zwinger. Allein. Er war der einzige Hund, der nicht bellte. Traurig sah er aus. Ohne lange zu \u00fcberlegen holte ich Sando sofort raus \u2013 oder, wenn wir ehrlich sind: Er schleifte mich hinaus \u2013 raus aus der Perrera.<\/p>\n<div id=\"attachment_27838\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 609px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27838\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/PHOTO-gg2020-04-11-00-25-28.jpeg\" alt=\"\" width=\"599\" height=\"889\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Ein tolles Team: Petra Konradi mit Sando &#8211; \u00a9 Sando e.V.<\/span><\/div>\n<p class=\"\">Als mich die 50 Kilogramm ins Freie gezogen hatten, dachte ich nur: \u201aOh mein Gott! \u2013 was habe ich getan?\u2018.<\/p>\n<div class=\"\">Heute wei\u00df ich, das dies v\u00f6llig normal ist, alle Hunde ziehen, wenn sie durch diesen Gang raus in die Freiheit d\u00fcrfen \u2013 endlich die irrsinnig laute Perrera verlassen! Der Krach, der Geruch und vor allem die Angst in der Luft treibt sie an, m\u00f6glichst schnell nach drau\u00dfen zu dr\u00e4ngen.<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"\">In Freiheit holte Sando in nur wenigen Wochen mit viel Geduld ganz viel Liebe einiges nach. Der traumatisierte Hund lernte an der Leine zu laufen, auf mich zu h\u00f6ren und zu begreifen, dass er geliebt wird und seinen Platz bei mir hat.\u00a0<strong class=\"\">Nach Wochen wedelte er das erste Mal mit dem Schwanz \u2013 erste Schritte in ein ganz normales Leben.<\/strong><\/p>\n<div class=\"\"><strong class=\"\">Heute kann ich mir meine Welt ohne diese Seele von Hund nicht mehr vorstellen und auch mein Kater Jack liebt seinen neuen gro\u00dfen Bruder. Nur, dass er so auf Katzenfutter steht\u2026 daran soll ich doch bitte noch mit ihm arbeiten, meint Jack.\u00a0<\/strong><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tiefblaues Meer, goldgelbe Sandstr\u00e4nde, strahlender Sonnenschein an jedem Tag. Das ganze Jahr \u00fcber Temperaturen zwischen 20 und 29 Grad. Ein Traum. Fuerteventura, die Insel des ewigen Fr\u00fchlings, ist ein Paradies auf Erden. Aber leider nicht f\u00fcr viele Tiere. Tausende streunende Katzen, die jeden Tag ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen, verwahrloste Hunde, die in den drei staatlichen Tierauffangstationen, die hier Perreras hei\u00dfen, ihr Dasein fristen. Die Tierschutz-Organisation &#8222;Sando e.V.&#8220; k\u00e4mpft aufopferungsvoll f\u00fcr die armen Hunde und Katzen &#8211; zu Zeiten der Coronakrise ein B\u00e4ren-Job. Gr\u00fcnderin Petra Konradi schildert weiter unten den &#8222;Corona-Alltag von Sando e.V.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-27828","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 12:41:27","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27828","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27828"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27828\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45279,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27828\/revisions\/45279"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27828"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27828"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27828"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}