{"id":27771,"date":"2020-04-18T07:46:10","date_gmt":"2020-04-18T05:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/?p=27771"},"modified":"2022-12-07T21:38:39","modified_gmt":"2022-12-07T20:38:39","slug":"georg-rose-corona-stellte-redaktions-alltag-auf-den-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/04\/18\/georg-rose-corona-stellte-redaktions-alltag-auf-den-kopf\/","title":{"rendered":"Georg Rose: Corona stellte Redaktions-Alltag auf den Kopf"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_58961\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-58961\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Georg-Rose-Portrait-2-1024x870.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"870\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Georg Rose, Chefredakteur von Radio Wuppertal&#8220; und Foto-K\u00fcnstler &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Georg Rose sieht die Welt, die \u00a0im Moment total auf dem Kopf steht, aber nicht nur mit den Augen eines Radiomachers und Rundfunkredakteurs, sondern als kreativer Foto-K\u00fcnstler auch durch die Linse seiner Analog-Kamera. Welche Eindr\u00fccke bleiben nach der Coronakrise haften? Welche Schl\u00fcsse zieht er als Chefredakteur von Radio Wuppertal und als Foto-K\u00fcnstler aus einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Zeit. Die STADTZEITUNG hat sich mit Georg Rose dar\u00fcber unterhalten.<\/p>\n<p><b>Fragen an den Radio-Wuppertal-Chef Georg Rose:<\/b><\/p>\n<p><strong>DS: Wie hat sich der Alltag in der Redaktion von \u201eRadio Wuppertal\u201c ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Sehr stark. Nur die Moderator(inn)en und die Nachrichten arbeiten noch in der Redaktion. Alle anderen von zuhause aus. Technisch funktioniert das reibungslos. An die andere Art der Kommunikation mussten wir uns ein paar Tage lang gew\u00f6hnen. Wir skypen, wir telefonieren sehr viel miteinander und wir verst\u00e4ndigen uns \u00fcber mehrere WhatsApp-Gruppen. Das l\u00e4uft inzwischen sehr gut. Auf jeden Fall arbeiten wir alle deutlich mehr als sonst. Aber wir haben als aktuelles Medium derzeit eben auch eine wichtige Rolle und eine gro\u00dfe Verantwortung.&#8220; <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>DS: Welchen Einflu\u00df nimmt die Coronakrise auf die Programmgestaltung?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Corona ist nat\u00fcrlich auch bei uns das beherrschende Thema. Vor allem am Anfang war der Informationsbedarf der Menschen extrem hoch und wir haben fast monothematisch gesendet. Inzwischen streuen wir aber auch wieder andere Themen ins Programm ein.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Informationen rund um Corona sind nat\u00fcrlich wichtig &#8211; aber welche Rolle spielt das Thema \u201eUnterhaltung\u201c in einer Zeit, in der viele Wuppertaler zuhause sind und mehr Zeit haben, zuzuh\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Na klar, wir alle sehnen uns nach Entspannung, nach coronafreien Stunden. Das ber\u00fccksichtigen wir bei der Programmplanung. Und wir sorgen auch f\u00fcr Abwechslung. Zum Beispiel mit unserer Aktion &#8222;Das Bahnhofsklavier kommt zu Dir&#8220; in Kooperation mit &#8222;(M)eine Stunde f\u00fcr Wuppertal&#8220;, der Bergischen Musikschule, der Wuppertaler B\u00fchnen und einigen weiteren Partnern. Da fahren wir mit einem Konzertmobil durch die Stadt und bringen Musik und Kultur zu den Menschen, die gerade nicht raus d\u00fcrfen &#8211; zum Beispiel in Seniorenheimen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Inwieweit hat sich die Coronakrise auf die Einschaltquoten ausgewirkt?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Die n\u00e4chsten Einschaltquoten bekommen wir erst Anfang Mai. Aber die Zugriffszahlen auf unsere Homepage haben sich im M\u00e4rz gegen\u00fcber dem Vormonat verdreifacht.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Wird nach Corona bei \u201eRadio Wuppertal\u201c wieder alles beim alten sein oder ziehen Sie f\u00fcr Ihren Sender Konsequenzen aus dieser Krise?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Wir hatten vorher nur wenig Erfahrung mit dem Thema Homeoffice. Ich kann mir vorstellen, dass das zumindest f\u00fcr unsere Reporter*innen auch nach der Krise eine Option sein kann. Wir wissen ja jetzt, wie das geht.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_27777\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-27777\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Oleron-Schlauch-2048x1367-1-1024x684.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"684\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Olleren-Schlauch &#8211; ein Foto von Georg Rose &#8211; \u00a9 Georg Rose<\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Fragen an den Foto-K\u00fcnstler Georg Rose:<\/b><\/p>\n<p><strong>DS: Wie gehen Sie als Foto-K\u00fcnstler mit der Krise um?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Mein Hauptberuf bei Radio Wuppertal fordert mich derzeit so sehr, dass ich zum Fotografieren gar nicht komme. Aber es reizt mich schon&#8230;&#8220;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><strong>DS: Halten Sie in dieser denkw\u00fcrdigen und bislang (zum Gl\u00fcck) einmaligen Zeit Ihre Eindr\u00fccke auf Zelluloid oder Speicherkarte fest?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Wie immer werde ich einen Film in meine analoge Kamera legen. Aber nat\u00fcrlich werde ich dabei auf die derzeitigen Regeln achten.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Nach welchen Kriterien w\u00e4hlen Sie Ihre Motive aus?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Mich interessiert, wie sonst sehr bev\u00f6lkerte Orte jetzt (fast) ohne Menschen wirken.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Haben Sie vielleicht schon eine \u201eAfter-Coronakrise-Ausstellung\u201c vor Augen?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Eine Ausstellung mit speziellen Corona-Motiven kann ich mir im<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Moment nicht vorstellen. Ich glaube, wir sind dann alle froh, wenn wir das hinter uns haben und m\u00f6chten dann nicht st\u00e4ndig wieder daran erinnert werden. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00f6chte ich mit meiner Galerie &#8222;<a href=\"http:\/\/pop-up-artists.com\/\">POP-UP-ARTISTS.COM<\/a>&#8220; nach dem Winter-Gastspiel in Barmen gerne bald wieder an anderer Stelle weitermachen. Es ist ja ein Konzept zur vor\u00fcbergehenden Zwischennutzung leerstehender Ladenlokale. Aber vorerst liegen alle Pl\u00e4ne auf Eis.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Sind Sie &#8211; wie viele andere &#8211; momentan auch als Online-Galerist unterwegs?<\/strong><\/p>\n<p>Georg Rose: &#8222;Dar\u00fcber denke ich nach! Aber im Moment fehlt mit die Zeit &#8211; siehe Frage 1.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das interessante, informative Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_27778\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-27778\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/IMG_3398-2048x1502-1-1024x751.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"751\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Musste sich auch erst an die neuen Arbeitsbedingungen gew\u00f6hnen: Radio-Wuppertal-Moderator Michael Borckordt &#8211; \u00a9 Radio Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georg Rose, Chefredakteur von &#8222;Radio Wuppertal&#8220;, erlebt derzeit die Welt wie alle anderen auch aus einem v\u00f6llig neuen Blickwinkel. Die Coronakrise spiegelt sich zwangsl\u00e4ufig auch sehr stark im Programm des beliebten Rundfunksenders wider. Durch Kontaktsperre und andere Beschr\u00e4nkungen haben sich die Arbeitsbedingungen der Redakteurinnen und Redakteure total ver\u00e4ndert. Eine logistische und technische Herausforderung. Wie Georg Rose und sein Team die Probleme gel\u00f6st haben, lesen Sie hier.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-27771","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-07-01 23:26:28","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27771","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27771"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27771\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":58962,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27771\/revisions\/58962"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27771"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27771"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27771"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}