{"id":22450,"date":"2022-02-05T14:02:48","date_gmt":"2022-02-05T13:02:48","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2019\/04\/26\/hummeln-im-hintern-halten-lore-duwe-jung-2\/"},"modified":"2022-07-22T12:51:16","modified_gmt":"2022-07-22T10:51:16","slug":"hummeln-im-hintern-halten-lore-duwe-jung-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2022\/02\/05\/hummeln-im-hintern-halten-lore-duwe-jung-2\/","title":{"rendered":"Hummeln im Hintern halten Lore Duwe jung"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45877\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45877\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Lore-Duwe-Foto-von-Manfred-Goergens-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Damen-Boutique-Chefin Lore Duwe &#8211; \u00a9 Manfred G\u00f6rgens<\/span><\/div>\n<p>Die Hummeln im Hintern sind ihr unumg\u00e4ngliches Beiwerk und scheinen sie auf geheimnisvolle Weise jung zu halten. Wobei die Wuppertaler Schauspielerin Hannelore Duwe \u2013 kurz Lore oder \u201eet L\u00f6rken&#8220; \u2013 \u00a0ihr wahres Alter verschweigt. Offenbar ist sie jung genug, um ihr Geburtsjahr peinlich zu finden, und alt genug, um \u00fcber ihre eigene Geheimniskr\u00e4merei herzhaft lachen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Letztlich kann sich auch jeder seinen eigenen Reim auf das Alter machen, wenn Lore ihre Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Hummeln liefert: \u201eIch kann nicht in einer Schlange anstehen. Als Kind musste ich morgens um f\u00fcnf Uhr raus und in Eisesk\u00e4lte f\u00fcr ein Pfund Brot vor der B\u00e4ckerei warten. Und da waren schon 150 Leute vor mir.&#8220;<\/p>\n<p>Sie sei in einer Zeit aufgewachsen, die starkgemacht habe. Zuerst die N\u00e4chte in Kellern und Bunkern, dann die Jahre von Tr\u00fcmmerschutt und Wiederaufbau. \u201eAm Erbl\u00fchen der Stadt teilhaben, daran mitwirken&#8220;, das wurde ihr Programm. Wie sehr sie mit Wuppertal verwurzelt war, sp\u00fcrte sie, als sie sich bei einem langen Aufenthalt in London unvermutet v\u00f6llig entwurzelt f\u00fchlte. Damit begann die wahre Liebe zu dieser Stadt, die ein Leben lang halten sollte.<\/p>\n<p>Was nun die Wuppertaler angeht, so ist Lore Duwe zwar vielen bekannt, doch nur wenige sind mit all ihren Facetten vertraut. Lore selbst muss sich sehr konzentrieren, um eine vollst\u00e4ndige Liste ihrer diversen Aktivit\u00e4ten zu erstellen. Das Schauspiel habe sie mit auf die Welt gebracht, ist ihre \u00dcberzeugung. Dann habe sie schon als Kind Gedichte geschrieben, gereimte Kleinigkeiten mit einer Rhythmik, wie sie sich auch in ihrem Tanz niederschlug. \u201eEnde der 40er habe ich bei einer Tanzgruppe im Atrium mitgemacht und stand auch oft ganz alleine auf der B\u00fchne, um den anderen Zeit f\u00fcrs Umziehen zu geben.&#8220;<\/p>\n<p>Singen, Steppen und orientalischen Tanz lernte sie. Die Eltern lie\u00dfen ihr viele Freiheiten, so dass sie zwar eine Ausbildung zur Industriekauffrau machte, sich jedoch immer Gelegenheiten nahm, ihre k\u00fcnstlerischen F\u00e4higkeiten zu entwickeln.<\/p>\n<p>Ihren Kleiderladen &#8222;Lore Moden&#8220; im Herzen von Elberfeld (jetzt Kipdorf 62) betreibt Lore Duwe seit den 70er Jahren, anfangs mit weit mehr Kundschaft als heute, da das Internet Konkurrenz bereitet. Beachtliche Erfolge stellen sich derweil auf B\u00fchne und Leinwand ein. Seit 18 Jahren spielt Lore in Essen am Theater. Sie stand in Tom Tykwers \u201eDer Krieger und die Kaiserin&#8220;, in Claude Giffels \u201eKing Ping&#8220; und k\u00fcrzlich in der WDR-Produktion \u201eHeimatabend Wuppertal&#8220; vor der Kamera.<\/p>\n<p>Duwe schreibt Theaterst\u00fccke und Shows. Intendantin Susanne Abbrederis zog sie zu Rate, um sich mundartliche Finessen von Else Lasker-Sch\u00fclers \u201eDie Wupper&#8220; erl\u00e4utern zu lassen. Der Born Verlag erteilte ihr den Auftrag, eine \u00dcbersetzung des Dauerbrenners \u201eMina Knallenfalls&#8220; ins Hochdeutsche anzufertigen.<\/p>\n<h4>L\u00e4sst Bergisches Platt weiter leben<\/h4>\n<p>Denn eben das, die Besch\u00e4ftigung mit dem bergischen Platt, nimmt viel Raum in Lores Leben ein. Seit \u00fcber 20 Jahren organisiert sie die \u201ePlattkallerabende&#8220;, bei denen ihre G\u00e4ste als \u201eWupperautoren&#8220; unter einem Leitthema Geschichten und Lieder vortragen. Zu Hause sei kein Platt gesprochen worden \u2013 au\u00dfer manchmal vom Vater. Das sei Wohlklang in ihren Ohren gewesen und habe riesige Freude bereitet.<\/p>\n<p>Ein St\u00fcck dieser Freude wolle sie ihren G\u00e4sten geben, den Menschen etwas schenken, das im bergischen Naturell nicht so fest verankert sei, n\u00e4mlich Humor. Was die Wuppertaler f\u00fcr sie ausmacht, beantwortet Lore Duwe diplomatisch mit einer ihrer Liederzeilen: \u201eIn uns allen steckt eine Mina und ein bisschen Zuckerfritz.&#8220;<\/p>\n<p>Die Grande Dame der Wuppertaler Showszene denkt nicht im Traum daran, k\u00fcrzer zu treten und sich sonntagnachmittags mit Gleichaltrigen beschaulich zum Kaffeeklatsch oder Tanztee zu treffen. Sie hat weiterhin Hummeln im Hintern &#8211; auch wenn sie im Luisenviertel oder anderswo Gesch\u00e4ftsleute in Sachen Print- und Online-Werbung im Auftrag der STADTZEITUNG ber\u00e4t, um abends nat\u00fcrlich wieder im Rampenlicht auf der B\u00fchne zu stehen&#8230;<strong> (MG\/RG)<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie ist Schauspielerin, S\u00e4ngerin, T\u00e4nzerin, Dichterin und nicht zuletzt Medienberaterin im Auftrag der STADTZEITUNG. Zudem vertreibt sie seit den 70er Jahren ihre Kleider im Herzen von Elberfeld. Lore Duwe ist tief mit ihrer Heimatstadt verwurzelt &#8211; und das hat Gr\u00fcnde.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":22448,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25],"tags":[128],"class_list":["post-22450","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lifestyle","tag-lore-duwe"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-06 11:29:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22450"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22450\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49852,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22450\/revisions\/49852"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}