{"id":22013,"date":"2019-02-20T08:44:52","date_gmt":"2019-02-20T07:44:52","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2019\/02\/20\/fuehrerschein-fuer-eltern-teil-2-2\/"},"modified":"2022-08-09T13:16:59","modified_gmt":"2022-08-09T11:16:59","slug":"fuehrerschein-fuer-eltern-teil-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2019\/02\/20\/fuehrerschein-fuer-eltern-teil-2-2\/","title":{"rendered":"F\u00fchrerschein f\u00fcr Eltern &#8211; Teil 2"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_53727\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53727\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_1195_a-2-1024x778.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"778\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Diplom-Psychologin Barbara Knoblauch &#8211; \u00a9 Dirk Sengotta<\/span><\/div>\n<p>Nachdem in der letzten Ausgabe die Schwierigkeiten und die hohe Verunsicherung vieler Eltern beschrieben wurden, sollen auch M\u00f6glichkeiten zur Verbesserung und Erleichterung des Erziehungsalltags aufgezeigt werden. Es wird Zeit, auf ein paar fundamentale Erziehungsregeln zur\u00fcckzugreifen und zu erl\u00e4utern, dass diese auch in neueren Programmen zur Erarbeitung von Erziehungskompetenzen zu finden sind. Es gibt nichts wirklich Neues.<\/p>\n<p>Die Regeln sind eigentlich verbl\u00fcffend einfach, aber sehr schwierig umzusetzen, wahrscheinlich, weil sie ein Umdenken erfordern und alte, gewohnte Wege verlassen werden m\u00fcssen. Das zur Vorwarnung! Aber, wenn Sie sich ernsthaft einlassen, werden Sie schon schnell zur Zufriedenheit aller Erfolge bemerken. Prinzipiell sollte der Umgang mit ihren Kindern von Ehrlichkeit und Wertsch\u00e4tzung gepr\u00e4gt bleiben.<\/p>\n<p><strong>Grenzen &amp; Regeln<\/strong><\/p>\n<p>Denken Sie daran, dass Kinder Grenzen und Regeln ben\u00f6tigen. Kinder wollen wissen, wie weit sie gehen d\u00fcrfen. Das erfordert immer eine Grenze, die verl\u00e4sslich angibt, bis hierhin ist ein Verhalten in Ordnung, ab hier nicht mehr. Damit k\u00f6nnen Kinder gut umgehen, weil diese Regeln Sicherheit bieten. Nat\u00fcrlich wird ihr Kind diese Regeln erst einmal erlernen m\u00fcssen. Es wird je nach Alter die Grenzen mit Ihnen aushandeln wollen, was auch erlaubt ist. Aber nach dem Aushandeln muss die Regel stehen. Das Kind wird die Grenze auch bewusst \u00fcberschreiten. Das Kind wei\u00df aber, so ist es richtig und so ist es falsch.<\/p>\n<p>Manche Regeln m\u00fcssen gesetzt werden. Sie werden nur kurz erkl\u00e4rt und sie lassen wenig Spielraum. Zum Beispiel sagen sie Ihrem 2-j\u00e4hrigen Sohn, dass er sie an der Hand fassen muss, sobald sie sich auf einem B\u00fcrgersteig oder im Stra\u00dfenverkehr befinden. Dem Kind wird erkl\u00e4rt, dass es noch zu klein ist, um sich selbst\u00e4ndig im Stra\u00dfenverkehr zu bewegen und es deshalb den Schutz eines Erwachsenen ben\u00f6tigt. Danach wird die Regel umgesetzt, egal, ob das Kind mag oder nicht. Mit ihrer 13-j\u00e4hrigen Tochter wird eine \u201eZubettgehzeit\u201c ausgehandelt, die ohne Ihr Einverst\u00e4ndnis nicht \u00fcberschritten werden darf.<\/p>\n<p>Diese Regeln sind vielf\u00e4ltig, je nach Familie auch unterschiedlich, geben aber dem Kind Sicherheit, auf deren Boden ein verl\u00e4ssliches und auch selbstbewusstes Verhalten wachsen kann. Halten Sie die Regeln ein und halten Sie den Protest ihrer Kinder aus. Ein schlaues Kind wird versuchen, sich noch ein wenig Vorteile zu verschaffen. Aber bleiben Sie verl\u00e4sslich, erweitern Sie vern\u00fcnftig den Spielraum. Zum Beispiel: \u201en\u00e4chstes Jahr bist du \u00e4lter, da k\u00f6nnen wir \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung reden, wenn du mir gezeigt hast, dass du mit der jetzigen Regelung gut umgehen kannst.\u201c<\/p>\n<p><strong>Loben Sie<\/strong><\/p>\n<p>Ja, werden Sie sagen, das wei\u00df doch jeder, das ist doch nichts Neues. Habe ich Ihnen auch nicht versprochen. Aber warum tun Sie es dann nicht, zumindest nicht \u00f6fter? Wir reden nicht von falschem, oberfl\u00e4chlichem Lob zum Beispiel f\u00fcr das 11. schnell gemalte Bild in Folge. Wir reden davon, dass Ihre Tochter jeden Tag ohne Murren und Theater die Hausaufgaben erledigt, Thema aber immer nur das nicht aufger\u00e4umte Zimmer ist. Wir reden davon, dass die schlechte Note in der Arbeit zehn mal mehr Aufmerksamkeit erh\u00e4lt als eine gute Note. Denken Sie nach!<\/p>\n<p>Eigentlich lohnt sich das Wohlverhalten f\u00fcr ihr Kind nicht. Gerade wenn Sie hoch besch\u00e4ftigt sind, Ihr Kind wohlm\u00f6glich in Konkurrenz zu Geschwisterkindern steht, sich die Aufmerksamkeit erk\u00e4mpfen, den Geschwistern abtrotzen muss, dann lohnt sich das negative Verhalten doch viel mehr.<\/p>\n<p>Aus dieser Perspektive w\u00fcrde es sich mehr lohnen, bei den Hausaufgaben Theater zu machen, damit Mami sich daneben setzen muss. Und Vati muss am Wochenende Extra -Nachhilfestunden in Mathe geben. Lassen Sie sich nicht t\u00e4uschen. Die Aufmerksamkeit von Mama und Papa nur f\u00fcr sich selbst zu haben, kann so wichtig sein, dass man Geschimpfe und Gemecker in Kauf nimmt. Das k\u00f6nnen Sie \u00e4ndern. Geben Sie dem Wohlverhalten Beachtung und Lob. Entziehen Sie dem nicht erw\u00fcnschten Verhalten Ihre Aufmerksamkeit. Das ist sehr schwierig. Aber, es darf sich beispielsweise nicht lohnen, die Hausaufgaben zu verweigern.<\/p>\n<p><strong>Fortsetzung folgt.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ihre Barbara Knoblauch<\/strong><br \/>\nDipl.-Psych. \/ Psychotherapeutin<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fchrerschein f\u00fcr Eltern!\u00a0Wie erziehe ich eigentlich richtig? Zu diesem Thema, das viele M\u00fctter und V\u00e4ter intensiv besch\u00e4ftigt, gibt Ihnen unsere Ratgeberin &#8211; Psychotherapeutin Barbara Knoblauch &#8211; professionelle Tipps. Teil 2.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":22011,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[5967],"class_list":["post-22013","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen","tag-dipl-psych-barbara-knoblauch"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-24 04:56:59","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22013"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54327,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22013\/revisions\/54327"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}