{"id":21854,"date":"2019-01-18T09:47:10","date_gmt":"2019-01-18T08:47:10","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2019\/01\/18\/moderne-medien-fluch-oder-segen-fuer-kids\/"},"modified":"2022-08-09T13:13:51","modified_gmt":"2022-08-09T11:13:51","slug":"moderne-medien-fluch-oder-segen-fuer-kids","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2019\/01\/18\/moderne-medien-fluch-oder-segen-fuer-kids\/","title":{"rendered":"Moderne Medien: Fluch oder Segen f\u00fcr Kids?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_53727\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-53727\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/IMG_1195_a-2-1024x778.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"778\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Diplom-Psychologin Barbara Knoblauch &#8211; \u00a9 Dirk Sengotta<\/span><\/div>\n<p>Kinder und die Gefahren im Umgang mit modernen Medien. Ein wichtiges Thema, das mir in meiner langen Zeit als Psychologin in der Arbeit mit Kindern t\u00e4glich begegnete. Aber auch ein riesiges Thema, das TV, Spielkonsolen, Computer und Internet betrifft. Es geht um Verweil- bzw. Spielzeiten, zudem um Inhalte von Lernspielen bis Ballerspielen, von der Sendung mit der Maus bis zum Krimi, der ab 12 Jahren frei gegeben ist, aber sogar so manchen Erwachsenen schlecht schlafen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>F\u00fcr jede Studie, die die negativen Folgen von \u00fcberm\u00e4\u00dfigem TV-Konsum oder PC-Spielen belegt, gibt es eine Gegenstudie, die die Ergebnisse relativiert. Wie soll der Laie sich da zurecht finden?<\/p>\n<p>Hier spielen auch sicherlich die Interessen einer gewaltigen Medienwelt eine Rolle. Wie sollen sich Eltern bei diesen verwirrenden Aussagen orientieren? Extremes Fernsehen, Spielen am PC und Konsolen k\u00f6nnen zur sozialen Isolation und Verwahrlosung f\u00fchren. Jugendliche k\u00f6nnen sich in Scheinwelten verstecken und s\u00fcchtig werden. Bei \u00dcberforderung drohen R\u00fcckzug, \u00c4ngste oder Aggressionen.<\/p>\n<p>\u00dcberh\u00f6hter Konsum f\u00fchrt zu Kopfschmerzen, Augenbeschwerden, Schlafproblemen etc. Neurobiologisch werden bei langen PC\/TV-Zeiten andere Verbindungen im Gehirn gebildet als zum Beispiel bei motorischen Spielen. Unser Gehirn wird so, wie wir es benutzen. Extremer Medienkonsum f\u00fchrt zu einem Mangel an K\u00f6rpererfahrungen. Aber gesunder Umgang mit PC-Spielen, TV und Spielkonsolen kann auch die Konzentration und das Durchhalteverm\u00f6gen st\u00e4rken, die Motivation zum Lernen erh\u00f6hen, Flexibilit\u00e4t und Denken f\u00f6rdern.<\/p>\n<p><strong>Regeln sollten erstellt werden:<\/strong><\/p>\n<p>* Kinder unter drei Jahren haben vor einem Bildschirm nichts zu suchen. Sie ben\u00f6tigen sinnliche Erfahrungen um Vorstellungen zu entwickeln. Der Bildschirm hat nichts mit sinnlicher Realit\u00e4t zu tun.<\/p>\n<p>* Medienkonsum darf nicht ausufern, muss beschr\u00e4nkt werden. Je nach Alter sollte es verschiedene Zeiten geben, wobei Jugendliche ein Budget erhalten k\u00f6nnen, z. B. eine Wochenzeit, die sie selbst variabel verwalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>* Altersangaben sollten strikt eingehalten werden. Ist ein Film oder ein Spiel ab 12 Jahren frei gegeben, haben auch Kinder mit elf Jahren nichts vor dem Monitor zu suchen. Selbst diese Angaben machen erschrocken, wenn man sieht, dass Krimis mit brutalen Handlungen und sexueller Gewalt oft ab 12 Jahren frei gegeben sind. Pr\u00fcfen sie die Altersangaben.<\/p>\n<p>* Seien Sie selbst Vorbild. Es wird schwierig einem Kind die Gefahren der Medienwelt zu erkl\u00e4ren, wenn man selbst den gr\u00f6\u00dften Teil seiner Freizeit damit verbringt. Einem 14-J\u00e4hrigem nach exzessivem Spielen den Computer zu verbieten ohne Alternativen zu entwickeln wird schwierig.<\/p>\n<p>* Lassen Sie nicht wahllos schauen oder spielen sondern gezielt.<\/p>\n<p>* Achten Sie auf die Sicherheit. Spiele die offline gespielt werden, k\u00f6nnen besser auf ihren Konsum und Inhalte \u00fcberpr\u00fcft werden. Online Spiele bergen oft besondere Gefahren, da sie zum Beispiel in Gruppen gespielt werden und h\u00e4ufig ein gro\u00dfer Gruppendruck entsteht.<\/p>\n<p>* Das Surfen im Internet und die Teilnahme an Chatrooms und Foren beinhalten noch andere Gefahren wie das Ausspionieren von pers\u00f6nlichen Daten zu kommerziellen wie auch kriminellen Zwecken. Installieren Sie Filtersoftwares um den Jugendschutz zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Achten sie auf ihr Bauchgef\u00fchl, beobachten und begleiten sie ihr Kind im gesunden Umgang mit den neuen Medien, die gerade bei Verbot besonders attraktiv werden. Mit 15 bis 18 Jahren l\u00e4sst das Interesse meist nach. Halten Sie durch!<\/p>\n<p>Medienp\u00e4dagoge (Prof. Dr. Norbert Neuss) empfiehlt (Orientierungshilfe):<br \/>\n04 bis 06 Jahre 20-bis 30 Minuten t\u00e4glich<br \/>\n07 bis 10 Jahre 30 bis 45 Minuten t\u00e4glich<br \/>\n11 bis 13 Jahre 60 Minuten t\u00e4glich<\/p>\n<p>Die kostenlose Filtersoftware JuSProg, die \u00fcber www.jugendschutzprogramm.de kostenlos als Download bereitsteht<br \/>\nDie Software des Anbieters t-online, www.t-online.de\/kinderschutz, die das Festlegen eines Kinderprofils und das Einrichten eines Surfzeit-Budgets erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>I<strong>hre Barbara Knoblauch \u2013 Diplom-Kinderpsychologin<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moderne Medien wie Computerspiele, das Internet oder andere Plattformen bergen viele Vorteile, aber auch Gefahren. Diplom-Psychologin Barbara Knoblauch ber\u00e4t, wie Zeit am Computer f\u00fcr Kinder sinnvoll einzuteilen ist.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":21853,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[27],"tags":[5967,5966],"class_list":["post-21854","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wissen","tag-dipl-psych-barbara-knoblauch","tag-spielsucht"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 12:48:12","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21854"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21854\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":54305,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21854\/revisions\/54305"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}