{"id":21514,"date":"2018-11-16T08:03:49","date_gmt":"2018-11-16T07:03:49","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2018\/11\/16\/kaya-yanars-programm-2019-familie-gruenden\/"},"modified":"2025-05-31T12:55:48","modified_gmt":"2025-05-31T10:55:48","slug":"kaya-yanars-programm-2019-familie-gruenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2018\/11\/16\/kaya-yanars-programm-2019-familie-gruenden\/","title":{"rendered":"Kaya Yanars n\u00e4chstes Programm: Eine Familie gr\u00fcnden"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_45352\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 906px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45352\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/792a7d6e002d229c1fca1f3956a270a6-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"813\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Comedy-Star Kaya Yanar &#8211; \u00a9 Kaya Yanar<\/span><\/div>\n<p>Alles was er anpackt wird zum Erfolg. Seit 2001, als er mit \u201eWas guckst Du\u201c eine wahre Ethno-Comedy-Welle los trat, ist Kaya Yanar (45) ohne Pause mit einer eigenen Comedy-Show im TV auf Sendung. Der geb\u00fcrtige Frankfurter mit t\u00fcrkischen Wurzeln trifft mit seinen multikulturellen Programmen den Nerv der Leute.<\/p>\n<p>So war es auch bei seiner neuen Live-B\u00fchnen-Show \u201eAusrasten f\u00fcr Anf\u00e4nger\u201c in der ausverkauften Stadthalle. Es ging um Alltagsprobleme, die jeder kennt.<\/p>\n<p>Der Comedian lieferte beste Unterhaltung ab &#8211; witzig, schlagfertig, tiefgr\u00fcndig. Der Liebe wegen ist der ehemalige Philosophie-Student in die Schweiz gezogen. \u201eDort kostet ein einzelnes Haus mehr als in Deutschland ein ganzes Dorf\u201c, witzelt er.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr 2019 hat er im Privatleben ein ganz spezielles Programm in Planung. \u201eDa m\u00f6chte ich eine Familie gr\u00fcnden,\u201c verriet Kaya Yanar lachend im STADTZEITUNGS-Interview.<\/p>\n<p><strong>DS: Wann sind Sie das letzte Mal so richtig ausgerastet?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eEigentlich fast t\u00e4glich, wenn ich im Auto sitze. Das ist bei mir schon fast pathologisch. Meine Freundin meint, eigentlich br\u00e4uchten wir einen Scheibenwischer innen. Der Stra\u00dfenverkehr bringt mich zur Wei\u00dfglut. Das liegt auch daran, dass ich sehr viel unterwegs bin. Fr\u00fcher war ich happy, wenn ich mal mit dem Auto meiner Mutter fahren durfte. Heute sitze ich nur ungern hinter dem Steuer, fast schon wie die Taxifahrer, die meistens auch nur herummeckern. Ich habe den sch\u00f6nsten Beruf der Welt, aber das Herumreisen ist gar nicht mein Ding.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Inwieweit hat die Fl\u00fcchtlings-Problematik Auswirkungen auf die Comedy?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eEs ist nicht mehr so einfach wie vor 10 Jahren, Ausl\u00e4nder- und T\u00fcrkenwitze zu machen. Zu Zeiten von \u201aWas guckst Du?\u2018 War das alles noch sehr entspannt. Heute sind viele Menschen beim Thema Fl\u00fcchtlinge und Ausl\u00e4nder sehr empfindlich. In Deutschland sind wir es gewohnt, dass man Witze \u00fcber alle m\u00f6glichen Politiker und Institutionen machen kann, ohne daf\u00fcr eingesperrt zu werden. Das sieht in der T\u00fcrkei anders aus und selbst in Deutschland ist man vor Erdogan nicht mehr sicher. Ich bin da angreifbarer als andere deutsche Komiker, die gar keine Verbindung in die T\u00fcrkei haben. Ich habe dort noch Freunde und Verwandte.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Gibt es f\u00fcr Sie so etwas wie eine moralische Grenze in der Comedy?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eAbsolut. Ich verstehe mich als moralischen Menschen. Ich m\u00f6chte die Leute unterhalten. Das Leben ist f\u00fcr jeden einzelnen aus unterschiedlichsten Gr\u00fcnden nicht immer einfach. Und Lachen kann das Leben ein St\u00fcck weit ertr\u00e4glicher machen. Das ist f\u00fcr mich die Idealform der Comedy. Warum sollte ich da bewusst Menschen verletzen, mich \u00fcber sie lustig machen oder ausgrenzen? Das liegt mir alles fern.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: \u201eMeine Toleranz f\u00fcr Bullshit wird immer d\u00fcnner\u201c, werden Sie zitiert. Was ist f\u00fcr Sie Bullshit?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eIdioten im Stra\u00dfenverkehr, die zum Einparken zwei Parkpl\u00e4tze brauchen. Leute, die unreflektiert ihre Meinung aus den sozialen Netzwerken herausblubbern, die beleidigen, die sogar drohen. Mit Mitte 40 habe ich das Gef\u00fchl, dass die Deppen st\u00e4ndig nachwachsen. Ich bin inzwischen viel w\u00e4hlerischer geworden, mit wem ich meine Freizeit verbringe.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie gelten als Wegbereiter, da Sie als erster K\u00fcnstler mit Migrationshintergrund breiten Erfolg hatten. Sind Ihnen jetzt alle nachfolgenden Comedians mit t\u00fcrkischen Wurzeln dankbar?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eDankbarkeit erwarte ich nicht. Aber ich sp\u00fcre schon, dass mir viele Comedians mit Migrationshintergrund mit Respekt begegnen. Ethno-Comedy war damals eine Zeiterscheinung und ich hatte das Gl\u00fcck, dass ich an der Spitze der Bewegung stand.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Haben Comedians mit Migrations-Hintergrund die gleichen Karriere-Chancen wie ihre hier geborenen Kollegen?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eIch hatte es nat\u00fcrlich einfacher, weil ich damals mit so einem Bonus in Form von \u201aWas guckst Du?\u2018 auf der Bildfl\u00e4che erschien. Ethno-Comedy war eine Zeit lang modern und cool. Das hat sich aufgrund politischer Ereignisse gewandelt. Die Leute sind nicht mehr so aufgeschlossen. Deshalb sind wir gerade in einer Phase, in der es Kollegen mit Migrationshintergrund nicht so einfach haben. Das wird sich hoffentlich wieder \u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind Veganer &#8211; den Tieren oder der eigenen Gesundheit zuliebe?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eEs ist so eine Mischform. Ich habe als Vegetarier angefangen &#8211; in erster Linie wegen der Tiere. Der Tierschutz war somit das Fundament. Bei meinen veganen Ausfl\u00fcgen hat dann aber auch der Gesundheitsaspekt eine Rolle gespielt, weil ich gesp\u00fcrt habe, dass es mir gut tut. Mein Bruder ist schon seit 30 Jahren Vegetarier. Er hat die Massentierhaltung angeprangert und mir geschildert, wie die Tiere zu Grunde gerichtet werden. Irgendwann habe ich dann im Internet Filme dar\u00fcber gesehen und bekam die Bilder nicht mehr aus dem Kopf. Seit 12 Jahren esse ich jetzt kein Fleisch mehr.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Pl\u00e4ne haben Sie f\u00fcr 2019?<\/strong><\/p>\n<p>Kaya Yanar: \u201eEine Familie gr\u00fcnden. Ich bin jetzt 45 und wei\u00df nat\u00fcrlich, dass eine Zeugung auch in den n\u00e4chsten Jahren biologisch noch m\u00f6glich w\u00e4re. Aber ich m\u00f6chte kein zu alter Vater f\u00fcr meine Kinder sein, sondern noch mit ihnen Fu\u00dfball spielen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der beliebte Comedy-Star Kaya Yanar\u00a0\u201erastete\u201c in der Historischen Stadthalle zur Freude seine Fans aus. Sein Live-Programm &#8222;Ausrasten f\u00fcr Anf\u00e4nger begeisterte die Zuschauer. F\u00fcr\u00a02019 hat er ein ganz besonderes Programm geplant&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":21512,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[3309,5901],"class_list":["post-21514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","tag-comedystar","tag-kaya-yanar"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-23 01:45:05","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21514"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21514\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84378,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21514\/revisions\/84378"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21512"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}