{"id":21452,"date":"2018-11-12T07:43:58","date_gmt":"2018-11-12T06:43:58","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2018\/11\/12\/wuppertal-keiner-wie-wir\/"},"modified":"2022-01-29T20:47:56","modified_gmt":"2022-01-29T19:47:56","slug":"wuppertal-keiner-wie-wir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2018\/11\/12\/wuppertal-keiner-wie-wir\/","title":{"rendered":"Wuppertal \u2013 &#8218;Keiner wie wir?&#8216;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_48355\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 960px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-48355\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_6542_a.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"633\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vok Dams, Marketing-Experte und Galerist &#8211; \u00a9 Dirk Sengotta<\/span><\/div>\n<p>Graffiti ist nicht nur eine anerkannte Kunstrichtung, wenn es um au\u00dfergew\u00f6hnliche Abbildungen in den Hinterh\u00f6fen unserer St\u00e4dte geht, es sind teilweise auch philosophische Abhandlungen und Erkenntnisse, die kommunikativ auf den Punkt gebracht werden.<\/p>\n<p>Kommunikation eben. Im Business sind es die Claims, die die Geschichte einer Marke schreiben und \u00fcber Generationen im Ged\u00e4chtnis bleiben: \u201eNur Miele, Miele sagt die Tante\u2026\u201c; \u201e Neckermann macht\u2018s m\u00f6glich\u201c usw.<\/p>\n<p>So ist es kein Wunder, dass das Graffiti \u201eWir stehen nicht im Stau, wir sind der Stau!\u201c einer Berliner U-Bahn-Station auch einen Wuppertaler nachdenklich macht. Stehen wir doch des \u00d6fteren auch gedanklich im Stau \u2013 nicht nur in Berlin. Diesmal geht es also weniger um den Verkehrsstau, als um einen Kommunikations- und Aktions-Stau. Wer kennt ihn nicht, den Spruch \u201earm aber sexy!\u201c, der in Berlin f\u00fcr Furore sorgte und heute noch gern zitiert wird.<\/p>\n<p>Insider vergleichen Wuppertal gern mit Berlin. Etwas kleiner \u2013 zugegeben \u2013 aber im (versteckten) Detail durchaus ebenso reizvoll, energiegeladen, kreativ, dynamisch, unkonventionell und \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>Da nutzt es dann auch wenig, wenn der stellvertretende Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung, Lothar Leuschen, in seiner Kolumne vom 8. September mit Recht darauf hinweist: \u201eWuppertal leidet unter seinem schlechten Ruf\u201c.<\/p>\n<p>Die Erkenntnis ist nicht neu. Auch die Beweisf\u00fchrung, \u201eNur 50 km weiter westlich glaubt ein jeder, die Stadt liege im Ruhrgebiet, sei grau und \u00e4rmlich &#8211; wie Gelsenkirchen, Bochum oder Hagen\u201c ist nicht neu.<\/p>\n<p>Es er\u00fcbrigt sich, zum wiederholten Male den Gegenbeweis anzutreten. Die Fakten sind Insidern bekannt. Aber eben auch nur Insidern. Und die Schlussfolgerung, \u201edass in den vergangenen Jahrzehnten etwas falsch gelaufen sein muss (\u2026)\u201c ist nur folgerichtig.<\/p>\n<p>So ist das Pl\u00e4doyer, Wuppertaler Stadt-Marketing neu zu denken und die Wuppertal Marketing GmbH finanziell handlungsf\u00e4hig zu machen, nur logisch. Wir stehen nicht (nur) im Stau. Wir sind auch der Stau, wenn wir als Steuerzahler und Wirtschaftsunternehmen die Kommunikation zu gering sch\u00e4tzen und Stadt-Marketing in seiner Dimension und Bedeutung nicht erkennen.<\/p>\n<p>Auch hier sei der Blick \u00fcber den Tellerrand gestattet: \u201eIch liebe dieses Land\u201c, schreibt die Erzieherin und Schriftstellerin Ouarda Saillo im \u201eStern\u201c vom 18.10.2018. Sie ist in Marokko geboren, und sie meint Deutschland damit. \u201eIch habe mir lange schweigend angeschaut, wie die \u201edeutschen\u201c Deutschen ihr Land schlechtreden\u201c, schreibt sie. Und weiter: \u201eGut, dass es uns Deutsche mit Migrationshintergrund gibt. Wir lieben dieses Land, das uns aufgenommen, ausgebildet und uns Arbeit gegeben hat (\u2026)\u201c.<\/p>\n<p>Und weiter: \u201cF\u00fcr mich ist Deutschland das sch\u00f6nste Land der Welt. Es hat eine gro\u00dfartige, jahrhundertealte Kultur, ein angenehmes Klima und kluge, gebildete Menschen, die in gro\u00dfer Freiheit und Selbstbestimmung leben.\u201c<\/p>\n<p>Endlich, k\u00f6nnte man sagen, kommen auch die zu Wort, die Positives zu berichten haben. Es sind die Themen, die in Europa, in Deutschland, in unseren Bundesl\u00e4ndern und auch in unseren St\u00e4dten und Gemeinden zu kurz kommen.<\/p>\n<p>Wie w\u00e4re es also \u2013 eine Nummer kleiner \u2013 wenn wir so, oder so \u00e4hnlich \u00fcber unsere Stadt, \u00fcber Wuppertal und die Wuppertaler reden w\u00fcrden? Wenn wir den Stau (unseren Stau!) aktiv aufl\u00f6sen und die Faszination und Dynamik Wuppertals in einer \u00fcbergreifenden Kampagne national und international bekanntmachen w\u00fcrden?<\/p>\n<p>Vielleicht auch als Anregung f\u00fcr eine Politik, die es verlernt hat, Ziele zu definieren und Begeisterung zu wecken.<\/p>\n<p>Die Kr\u00e4fte b\u00fcndeln und auf ein gemeinsames Ziel ausrichten hei\u00dft das Rezept. In einer gemeinsamen Aktion von Wuppertal Marketing, den Wuppertaler Stadtbetrieben, den Wirtschaftsunternehmen und den Wuppertaler B\u00fcrgern beispielsweise.<\/p>\n<p>Wer erinnert sich nicht an \u201eWir wuppen das!\u201c der Wuppertaler Stadtwerke oder daran, dass die Wuppertaler Stadtsparkasse \u201eGut f\u00fcr Wuppertal\u201c ist?<\/p>\n<p>An die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausstellungen im Von der Heydt-Museum, die plakatiert und beworben, bundesweit f\u00fcr Aufmerksamkeit sorgten. An die \u201ePinguinale\u201c des \u201eGr\u00fcnen Zoos\u201c, deren \u00dcberreste heute noch in der Stadt zu sehen sind. Es m\u00fcssen also nicht immer die Schwebebahn und Tuffi, Pina Bausch und das Theater, der Skulpturenpark oder Utopia-Stadt sein.<br \/>\nWenn, ja wenn, alle (Marketing-)Aktivit\u00e4ten auf die Marke WUPPERTAL einzahlen w\u00fcrden. Auf eine gemeinsamen (Dach-)Marke, mit einer eindeutigen Positionierung und einer klaren Aussage.<\/p>\n<p><strong>Ein Anfang ist gemacht.<\/strong><\/p>\n<p>Die Brosch\u00fcre WOW! WUPPERTAL! zeigt die Stadt von ihrer besten Seite. Mit einer 360\u00b0-Kampagne wurde Wuppertal mit seiner Historischen Stadthalle bundesweit als Kongressdestination bekanntgemacht. In einer erweiterten Neuauflage engagiert sich die Westdeutsche Zeitung als Medienpartner, eine \u201eInitiative WOW! WUPPERTAL!\u201c f\u00fchrt das Projekt fort, die Historische Stadthalle Wuppertal erhielt den Stadt-Marketing-Preis im Rahmen des Wuppertaler Wirtschaftspreises und verteilte die Brosch\u00fcre an die rund 350 Besucher. Wirtschafts- und marketingaffine Wuppertaler als Multiplikatoren.<\/p>\n<p>Und nicht zuletzt: Berthold Schneider, der Intendant der Wuppertaler Oper, firmiert die Stadt WUPPERTAL kurzerhand in \u201eWOPERTAL\u201c um. Zumindest in einer Plakatserie, die mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Fotos von Jens Grossmann die N\u00e4he der Oper zur Wuppertaler Bev\u00f6lkerung zeigt. Auch daraus kann etwas werden: Vielleicht ein Graffiti: \u201eWuppertal \u2013 das Operntal!\u201c<\/p>\n<p>Dennoch &#8211; wir bleiben dabei:<br \/>\nWOW! WUPPERTAL!<br \/>\nDie Erlebnisstadt mit der Schwebebahn.<\/p>\n<p><strong>Ihr Vok Dams.<\/strong><\/p>\n<p>www.vokdamsatelierhaus.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Event-Marketing-Experte und \u00fcberzeugte Wuppertaler Vok Dams befasst sich in seiner pointierten Kolumne &#8222;Denkanst\u00f6\u00dfe aus dem ATELIERHAUS&#8220; mit dem Thema &#8222;Wuppertal \u2013 \u201eKeiner wie wir?\u201c \u201eWir stehen nicht im Stau, wir sind der Stau!\u201c<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":21450,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[43,3258],"class_list":["post-21452","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","tag-vok-dams","tag-vok-dams-atelierhaus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-08 14:01:01","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21452","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21452"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21452\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48501,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21452\/revisions\/48501"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}