{"id":21243,"date":"2020-01-02T07:33:24","date_gmt":"2020-01-02T06:33:24","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2018\/10\/10\/autodesigner-bitter-gibt-auch-mit-85-noch-vollgas\/"},"modified":"2022-01-28T08:57:33","modified_gmt":"2022-01-28T07:57:33","slug":"autodesigner-bitter-gibt-auch-mit-85-noch-vollgas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/01\/02\/autodesigner-bitter-gibt-auch-mit-85-noch-vollgas\/","title":{"rendered":"Autodesigner Bitter gibt auch mit 86 noch Vollgas"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45782\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45782\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_4866-1024x698.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"698\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Autodesigner Erich Bitter mit der bekannten Wuppertaler Unternehmerin Barbara Neusel-Munkenbeck &#8211; \u00a9 Foto: privat<\/span><\/div>\n<p>Er f\u00fchrt buchst\u00e4blich ein bewegtes Leben auf der \u00dcberholspur und gibt auch mit 86 Jahren immer noch Vollgas. Erich Bitter, ein Gentleman und bergischer Tausendsassa. Der geb\u00fcrtige Schwelmer war Rad-Profi und Automobilrennfahrer. Aber auch als Skifahrer und Dressurreiter bewies er Talent und schlie\u00dflich erreichter er bei \u00fcber 30 Marathonl\u00e4ufen das Ziel.<\/p>\n<p>Heute ist er immer noch ein erfolgreicher Unternehmer und sehr gefragter Autodesigner. Und auch privat legte Erich Bitter einige Boxenstopps ein. Mit Gisela, Ehefrau Nummer vier, ist er jetzt am Ziel angekommen. Beide genie\u00dfen ihr gemeinsames Gl\u00fcck in vollen Z\u00fcgen.<\/p>\n<p>Sein Vater besa\u00df mehrere Fahrrad-Gesch\u00e4fte. Irgendwann sa\u00df Erich selbst auf dem Sattel und trat noch als Amateur so erfolgreich in die Pedale, dass er die Schule nach der Mittleren Reife verlie\u00df, um Rad-Profi zu werden. Mit 21 Jahren war er der j\u00fcngste deutsche Berufsradrennfahrer. Als \u201eWassertr\u00e4ger\u201c verhalf er deutschen Radstars wie Hennes Junkermann und Klaus Bugdahl zu Siegen.<\/p>\n<p>Das reichte dem ehrgeizigen Erich auf Dauer aber nicht: \u201eIch musste immer daf\u00fcr sorgen, dass der Hennes genug zu trinken hatte. Notfalls musste ich ihm sogar meine eigene Wasserflasche geben. 1958 habe ich dann wegen eines Herzschadens meine Rad-Karriere beendet. Ich muss ehrlicherweise auch zugeben, dass es f\u00fcr ganz vorne nicht gereicht hat.\u201c<\/p>\n<p>Erich Bitter vertauschte den Fahrrad-Lenker mit dem Auto-Lenkrad und setzte in Zukunft auf PS. Er fuhr von 1959 bis 1968 sehr erfolgreich Automobil-Rundstrecken- und Langstreckenrennen. Er sa\u00df u.a. hinter dem Gaspedal von Saab, Volvo, Porsche, Ferrari, Jaguar, Lamborghini, Mercedes, Opel und Abarth.<\/p>\n<p>1965 raste er mit seinem Abarth bei der deutschen Rundstreckenmeisterschaft sogar auf Platz drei. Das war die Sonnenseite seiner Karriere als Autorennfahrer. Aber Erich Bitter ben\u00f6tigte bei drei schweren Unf\u00e4llen auch die volle Unterst\u00fctzung seines Schutzengels.<\/p>\n<p>Sein dritter Crash war besonders dramatisch. Beim 1.000-km-Rennen 1969 auf dem N\u00fcrburgring prallte auf der ber\u00fcchtigten Nordschleife im Streckenabschnitt am Br\u00fcnnchen in die Leitplanken und wurde von dort mit seinem Renner mehrere Meter hoch gegen einen Baum geschleudert.<\/p>\n<div id=\"attachment_45783\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45783\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_4869-1024x645.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"645\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vier Bitter-Opel &#8211; gestylt von Designer Erich Bitter &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>Sein Flitzer fing sofort Feuer. Erich Bitter \u00fcberlebte den Unfall. Aber verstand das als Wink des Schicksals und wollte sein Gl\u00fcck nicht weiter herausfordern. Schluss mit dem Rennsport!<\/p>\n<p>Schnelle Autos mit vielen Pferdest\u00e4rke blieben aber weiterhin seine gro\u00dfe Leidenschaft. Sein neuer Auto-Job war aber wesentlich ungef\u00e4hrlicher, aber mindestens genauso spektakul\u00e4r.<\/p>\n<p>Erich Bitter gab fortan Vollgas als Autodesigner. Promis wie die Ski-Stars Rosi Mittermaier, Christian Neureuther oder Bernhard Russi und S\u00e4nger Howard Carpendale (\u201eHello Again\u201c) fahren auf seine gestylten und frisierten Karrossen ab.<\/p>\n<p>Auch die Wuppertaler Beerdigungs-Unternehmerin Barbara Neusel-Munkenbeck und Ehemann Friedrich g\u00f6nnten sich ein Auto aus der Bitter-Schmiede &#8211; einen umgestylten Bitter-Mokka. Rund 1.500 liebevoll designte \u201aBitters\u2018 hat er inzwischen ausgeliefert. Teilweise lie\u00df er seine \u201eRohlinge\u201c sogar aus Australien anliefern.<\/p>\n<p>Der geniale Autobauer und Freund der Familie Porsche gestaltet fast ausschlie\u00dflich Autos aus dem Hause Opel um &#8211; eigentlich ja nicht die ganz gro\u00dfe Traummarke der Auto-Liebhaber.<\/p>\n<p>Erich Bitter erkl\u00e4rt das so: \u201eIch habe mit Opel einen ganz tollen Deal abgeschlossen. Ich darf jedes Modell so umgestalten, wie ich es m\u00f6chte. Das w\u00e4re bei keiner anderen Automarke m\u00f6glich. So konnte ich auch mein Erfolgs-Modell Bitter-Insignia gestalten.\u201c<\/p>\n<p>In der Autobranche genie\u00dft der Erich Bitter einen exzellenten Ruf. 2013 wurde er von \u201eAutobild\u201c bei der Wahl \u201eDas goldene Klassik-Lenkrad\u201c in der Kategorie \u201ePerson des Jahres\u201c nominiert.<\/p>\n<p>2018 feierte er mit vielen Freunden, seiner Gisela und seinen drei T\u00f6chtern den 85. Geburtstag im Schwelmer Hotel Fritz am Brunnen. Besonders freute sich Erich Bitter \u00fcber die Gl\u00fcckw\u00fcnsche und das Kompliment von Howard Carpendale. Der quicklebendige Schwelmer stolz: \u201eHowie hat zu mir gesagt: \u201aIch habe immer gedacht, ich w\u00e4re \u00e4lter als Du, aber das ist ja gar nicht der Fall. Da hast Du Dich aber gut gehalten.\u201c<\/p>\n<p>Erich Bitter denkt nicht im Traum daran, jetzt wegen seines Alters einen oder zwei G\u00e4nge zur\u00fcck zu schalten oder sogar auf die Bremse zu treten. Er steht noch regelm\u00e4\u00dfig als T\u00fcftler in seiner Werkstatt oder reist als gefragter Experte durch die Weltgeschichte. So ist er auch Berater des Elektro-Auto-Entwicklers \u201ee.GO\u201c in Aachen.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung erh\u00e4lt er jetzt nicht nur von Ehefrau Gisela, die ihm als Managerin den R\u00fccken frei h\u00e4lt, sondern auch von seinem Neffen Marcus Bitter, der das neue Bitter-Autohaus in Metzingen f\u00fchrt, das im Mai 2019 er\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>Erich Bitter hat noch jede Menge Pl\u00e4ne, denn sein Motto lautet: \u201eWenn man keine Pl\u00e4ne mehr hat, ist man alt.\u201c Sein Hobby, die Malerei, kommt inzwischen viel zu kurz. Aber auch so ist das Leben des liebensw\u00fcrdigen Teufelskerls Erich Bitter beileibe bunt genug\u2026<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autodesigner Erich Bitter gibt auch\u00a0mit 86 Jahren immer noch Vollgas!\u00a0Viele Promis fahren auf seine umgestylten und getunte<br \/>\nOpel-Karossen ab.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":21241,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[5897,5898,5896],"class_list":["post-21243","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick","tag-barbara-neuselmunkenbeck","tag-bitteropel","tag-erich-bitter"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-11 11:46:21","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21243"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45784,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21243\/revisions\/45784"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}