{"id":21068,"date":"2021-07-13T06:52:55","date_gmt":"2021-07-13T04:52:55","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2018\/09\/20\/altes-pfoertnerhaeuschen-mit-elefantenausblick\/"},"modified":"2021-07-13T12:31:12","modified_gmt":"2021-07-13T10:31:12","slug":"im-zoo-altes-bayer-pfoertnerhaeuschen-mit-elefantenausblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/07\/13\/im-zoo-altes-bayer-pfoertnerhaeuschen-mit-elefantenausblick\/","title":{"rendered":"Im Zoo: Altes Bayer-Pf\u00f6rtnerh\u00e4uschen mit Elefantenausblick"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_39357\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 906px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-39357\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/f30b79bb3bc0d1e700cc71e9d0342425-2.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"619\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Chef-Elefantenpfleger Gustav R\u00f6chener vor seinem Zuhause, dem alten Pf\u00f6rtnerh\u00e4uschen &#8211; \u00a9 Frank Sonnenberg<\/span><\/div>\n<p>An vielen Orten Wuppertals ist Stadt- und Industriegeschichte noch in Form alter Geb\u00e4ude lebendig: Prachtbauten aus dem 19. Jahrhundert oder ehemalige Industriegeb\u00e4ude sind dabei am auff\u00e4lligsten.<\/p>\n<p>Stark gepr\u00e4gt hat das Gesicht Wuppertals das Unternehmen Bayer. Und das nicht nur durch die beiden Werke in Elberfeld und Aprath. \u00dcberall finden sich Spuren der Gr\u00fcnder der Bayer AG Friedrich Bayer und Friedrich Weskott. Einigen H\u00e4usern mit prunkvollen Fassaden &#8211; und allein wegen ihrer Gr\u00f6\u00dfe &#8211; sieht man die Bedeutung an, die sie vor Jahrzehnten hatten.<br \/>\nAnderen eher weniger.<\/p>\n<p>Vis-\u00e0-vis zum Elefantengehege im Wuppertaler Zoo steht ein solches Geb\u00e4ude, wo die Firma Bayer ihre Spuren hinterlassen hat, was aber kaum jemand wei\u00df.<\/p>\n<h4>&#8222;Zutritt nur f\u00fcr Tierpfleger&#8220;<\/h4>\n<p>Alt, unscheinbar, stark von Efeu berankt und ein wenig verwunschen, steht das kleine H\u00e4uschen da. Ein beliebtes Fotomotiv, wenn es denn kein Zootier sein soll. Kommt man von den Elefanten, hindert Zoobesucher ein Strick am Weitergehen, an dem folgendes Schild h\u00e4ngt: \u201eZutritt nur f\u00fcr Tierpfleger\u201c.<\/p>\n<p>Der Chef-Elefanten-Pfleger Gustav R\u00f6chener wohnt seit 17 Jahren in diesem Haus am Rande des Zoos auf circa 60 Qua- dratmetern \u2013 im ehemaligen Pf\u00f6rtnerhaus der Villa B\u00f6ttinger, denn dort war der Zugang zur Villa.<\/p>\n<p>Adele Bayer, j\u00fcngste Tochter des Gr\u00fcndervaters und Namens- geber der Chemie-Fabrik Bayer AG und Ehemann Henry Theo- dor B\u00f6ttinger (1848-1920; Vorstandsmitglied und anschlie\u00dfend\u00a0Aufsichtsratsvorsitzender der Bayer AG) haben in der Villa B\u00f6ttinger gewohnt. Ungef\u00e4hr an der Stelle, wo jetzt das Ele- fanten-Gehege ist. Die Villa, auch das neue Haus Sonneck genannt, stand in einem Park, der sich den Hang hinunter bis zum gro\u00dfen Teich im Zoo erstreckte.<\/p>\n<div id=\"attachment_39362\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-39362\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/History-6-1024x704.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"704\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Das Stammhaus von &#8222;Fried. Bayer et comp.&#8220; an der Heckinghauser Stra\u00dfe in Barmen-Rittershausen (1863) &#8211;\u00a0\u00a9 Foto: Bayer AG<\/p>\n<p><\/span><\/div>\n<p>Vom Pf\u00f6rtnerhaus konnte man den Bau im englischen Landhausstil sehen. Eine Fotodokumentation aus den fr\u00fchen Jahren zeigt und beschreibt den Hof, angrenzende Terrassen, die gro\u00dfz\u00fcgigen Eingangsbereiche und das Palmenhaus.<\/p>\n<h4>Nur das Pf\u00f6rtnerhaus blieb von der Riesen-Villa<\/h4>\n<p>All das ist heute Geschichte. Die Villa B\u00f6ttinger selbst, in der von 1936 bis 1962 zwei Stationen der Hautklinik des Ferdinand Sauerbruch Klinikums untergebracht waren, wurde 1971 abgerissen.<\/p>\n<p>\u00dcbrig blieb das Pf\u00f6rtnerh\u00e4uschen, das unter Denkmalschutz steht. Gehegt und gepflegt von der Stadt Wuppertal. Trotzdem ist Bayer dem letzten Geb\u00e4ude im Zoo noch immer verbunden. Eine Gedenktafel soll in naher Zukunft an die geschichtliche Bedeutung erinnern.<\/p>\n<p>Blickt man heutzutage aus einem der Fenster im Zoo-Gel\u00e4nde, schaut man auf keine Villa, sondern auf die Wirkungsst\u00e4tte des Chef-Elefanten-Pflegers. Der 65j\u00e4hrige Bewohner ist seit fast 50 Jahren als Tierpfleger t\u00e4tig, davon 45 Jahre als Elefantenpfleger. Seine Wuppertaler Elefantenherde betreut er seit 20 Jahren. Eine lange Zeit, in der ihm die Tiere ans Herz gewachsen sind.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter am Abend gibt es dann noch ein kleines Ritual: Bulle Tusker wartet auf seinen Tierpfleger. Er geht dann noch mal r\u00fcber und sagt ihm \u201eGute Nacht\u201c. Es ist schon toll, vis-\u00e0-vis mit seinen Elefanten leben zu d\u00fcrfen. Eines ist jedenfalls sicher: Auch als Rentner wird Gustav R\u00f6chener seine Elefanten regelm\u00e4ssig besuchen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Text: Frank Sonnenberg<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum ein Unternehmen hat Wuppertal so gepr\u00e4gt wie Bayer! \u00dcberall in der Stadt erinnern alte Geb\u00e4ude an den Ursprung des Globalplayers &#8211; so auch im Gr\u00fcnen Zoo. Sogar im Gr\u00fcnen Zoo gibt es noch Relikte aus der Gr\u00fcnderzeit des heute weltweit agierenden Chemie- und Pharma-Riesen.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":21066,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[2412,5879,5878,81],"class_list":["post-21068","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-wuppertal","tag-bayer-ag","tag-haus-sonneck","tag-villa-boettinger","tag-zoo-wuppertal"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-01 04:37:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21068"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21068\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":39367,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21068\/revisions\/39367"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21066"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}