{"id":20477,"date":"2018-07-13T09:09:24","date_gmt":"2018-07-13T07:09:24","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2018\/07\/13\/rtl-moderator-peter-kloeppel-ein-gern-gesehener-gast\/"},"modified":"2025-05-12T19:07:03","modified_gmt":"2025-05-12T17:07:03","slug":"rtl-moderator-peter-kloeppel-ein-gern-gesehener-gast","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2018\/07\/13\/rtl-moderator-peter-kloeppel-ein-gern-gesehener-gast\/","title":{"rendered":"RTL-Moderator Peter Kloeppel: Ein gern gesehener Gast"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45683\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45683\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/07\/Kloeppel_2007-2-2-1024x764.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"764\" \/><span class=\"wp-caption-text\">RTL-Moderator Peter Kloeppel bei den Dreharbeiten zum &#8222;News Image Spot&#8220; &#8211; \u00a9 RTL<\/span><\/div>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\">Er ist seit 1992 ein gern gesehener Gast in deutschen Wohnzimmern: Peter Kloeppel, Anchormander erfolgreichen Nachrichten-Sendung &#8222;RTL aktuell&#8220;. Abgeschlossenes Studium als Diplom-Agraringenieur, Besuch der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, Redakteur und sp\u00e4ter Leiter des RTL-Studios Bonn, RTL-Korrespondent in den USA, Chefmoderator beim News-Flaggschiff &#8222;RTL aktuell&#8220;, von 2004 bis 2014 sogar zus\u00e4tzlich Chefredakteur des erfolgreichen K\u00f6lner Privatsenders &#8211; das sind die Stufen der steilen Fernseh-Karriere von Peter Kloeppel.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 16px;\">Am 14. Oktober wird der kompetente und sympathische Grimme-Preistr\u00e4ger 60 Jahre alt. Wuppertal kennt der TV-Mann u.a. von seinem Auftritt in der Talk-Show &#8222;WupperTALK&#8220; in der Hako Event Arena. Der STADTZEITUNG gab Peter Kloeppel jetzt ein gro\u00dfes Interview.<\/span><\/p>\n<p><strong>DS: Wie konnte aus einem Diplom-Agrar-Ingenieur einer der erfolgreichsten TV-News-Moderatoren werden?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eGeplant war es nat\u00fcrlich nicht, dass ich Fernsehmoderator werde. Ich habe nach Abschluss meines Agrarwissenschafts-Studiums beschlossen, Journalist zu werden, um etwa f\u00fcr Landwirtschafts-Fachzeitschriften zu schreiben. Als ich dann an der Hamburger Journalistenschule angenommen wurde, musste ich verschiedene Praktika absolvieren. Eines davon war Anfang 1985 bei RTL plus in Luxemburg. Die Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich ein Angebot des Senders, als Korrespondent ins RTL-Studio Bonn zu gehen, sehr gerne angenommen habe. Und so bin ich beim Fernsehen h\u00e4ngen geblieben. Es war damals eine spannende Zeit, in der sich das private Fernsehen rapide entwickelte und es boten sich mir immer neue Chancen. Dann hatte ich das Gl\u00fcck, gefragt zu werden, ob ich Moderator werden m\u00f6chte. Und da ich mir immer schon vorstellen konnte, einmal vor der Kamera zu landen, habe ich zugesagt und versucht, das Beste daraus zu machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wissen Sie eigentlich noch, welche Farbe Ihre Krawatte hatte, als Sie am 30. M\u00e4rz 1992 erstmals die News-Sendung \u201eRTL aktuell\u201c moderiert haben?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eDas wei\u00df ich beim besten Willen nicht mehr. Ich hoffe mal, dass die Krawatte farblich mit Hemd und Anzug abgestimmt war. Aber wir haben ja eine sehr gute Styling-Abteilung, die werden schon genau hingeschaut haben.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben in Deutschland einen ganz neuen Moderationsstil kreiert &#8211; nicht so distanziert, menschlicher, verbindlicher. Haben Sie sich das als RTL-Korrespondent in USA von den amerikanischen Kollegen abgeschaut?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eIch habe nat\u00fcrlich, als ich in den USA gearbeitet habe, intensiv das US-Fernsehen verfolgt. Die Moderatoren der gro\u00dfen Sender ABC, NBC und CBS hatten damals schon einen sehr menschlichen Stil, waren gleichzeitig aber auch hochprofessionell, was die journalistischen Inhalte betrifft. Man erkannte immer noch den Menschen hinter der Nachricht. Bei Fernsehnachrichten in Deutschland wurde bis dahin dagegen eher ein trockener Moderationsstil bevorzugt. Das hat sich inzwischen grundlegend ge\u00e4ndert. Mir kam es sehr entgegen, dass die Zuschauer bei meinem Moderationsstil gesagt haben: \u201aDem Herrn Kloeppel schauen und h\u00f6ren wir gerne zu, weil er die Themen vor allem journalistisch angeht, aber trotzdem auch als Mensch hinter den Nachrichten erkennbar ist\u2018.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Von 2004 bis 2014 waren Sie auch RTL-Chefredakteur. Diese Position haben Sie freiwillig aufgegeben. Ungew\u00f6hnlich in einer Zeit, in der sich fast alles um die Karriere dreht. Was waren die Gr\u00fcnde?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eIch habe mich nicht gegen die Karriere entschieden, sondern daf\u00fcr, mich wieder mehr auf die Nachrichten-Sendung \u201eRTL aktuell\u201c zu fokussieren. Wenn man jeden Abend eine solche News-Sendung pr\u00e4sentiert, ist es wichtig, dass man sich m\u00f6glichst viel Zeit nimmt, um die Nachrichtenlage weltweit zu recherchieren und einzuordnen. Das war bei der Doppelbelastung schwierig geworden. Ich habe ja hier im Haus viele Karriere-Chancen erhalten und sie auch genutzt, aber irgendwann habe ich dann f\u00fcr mich entschieden, mich nur auf EINE Aufgabe zu konzentrieren. Und das war eben die Moderation.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind inzwischen dienst\u00e4ltester Anchorman im deutschen TV. Erf\u00fcllt Sie das mit Stolz?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eF\u00fcr mich ist das immer wieder Ansporn. Ich genie\u00dfe jeden Morgen das sch\u00f6ne Erlebnis, in die Redaktion zum kommen, vor einem wei\u00dfen Blatt Papier zu sitzen und dann mit den Kolleginnen und Kollegen eine Sendung aufgrund der Nachrichtenlage zu konzipieren. Und dar\u00fcber hinaus auch immer wieder Themen zu finden, die nur wir pr\u00e4sentieren und in anderen News-Sendungen nicht vorkommen. Wir wollen Alleinstellungsmerkmale in unserer Sendung haben. Die Zuschauer sollen von uns das Wichtigste des Tages pr\u00e4sentiert bekommen, aber zus\u00e4tzlich auch Informationen erhalten, die f\u00fcr sie neu sind und einen Nutzwert haben, mit dem sie in ihrem t\u00e4glichen Leben etwas anfangen k\u00f6nnen. Diese Herausforderung ist jeden Tag aufs Neue spannend. Die Resonanz der Zuschauer gibt uns Recht: wir geh\u00f6ren zu den Top 3 der meistgesehenen News-Sendungen im deutschen Fernsehen. Und das macht uns stolz.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Laut einer Umfrage der Zeitschrift \u201eTV Digital\u201c waren Sie der kompetenteste und bekannteste Nachrichtenmoderator des deutschen Fernsehens. Wie gehen Sie mit solchen Komplimenten um?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eIch wei\u00df nat\u00fcrlich, dass wir durch unsere jahrzehntelange Arbeit im Nachrichtenjournalismus einen guten Ruf genie\u00dfen, sowohl bei den Kollegen, als auch bei den Zuschauern. Nat\u00fcrlich spiegelt sich diese Erfahrung wider, wenn es um Umfragen geht. Wenn man uns die M\u00f6glichkeit gibt, jeden Tag zu zeigen, was wir in der Nachrichtenwelt f\u00fcr relevant halten, k\u00f6nnen wir auch Kompetenz aufbauen. Dem Sender waren Nachrichtensendungen schon immer wichtig. Neben \u201eRTL aktuell\u201c gibt es mit \u201eGuten Morgen Deutschland\u201c, \u201ePunkt 12\u201c, \u201eExclusiv\u201c, \u201eExplosiv\u201c und dem \u201eNachtjournal\u201c weitere spannende, interessante Informationssendungen. Man sieht, dass sich die gro\u00dfen Investitionen in dem Bereich auszahlen. Das macht mich happy.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Gibt es Situationen, die Ihnen die Sprache verschlagen?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eDie gibt es fast jeden Tag. Viele der Nachrichten, die wir aus verschiedensten Quellen erhalten, sind schockierend. Das sind dann Momente, in denen man inneh\u00e4lt und sich fragt: Wie ist denn das m\u00f6glich, oder warum konnte man das nicht verhindern? Das sind Dinge, die uns Nachrichtenjournalisten auch immer wieder vor Augen f\u00fchren, wie wichtig unsere Arbeit ist. Wir erhalten am Tag viele Nachrichten &#8211; gute wie schlechte, wir ordnen sie ein, stellen sie so in einen Zusammenhang, damit wir um 18.45 Uhr ein m\u00f6glichst umfassenden Bild abliefern k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihre Karriere war so steil, das Sie eigentlich ein Sauerstoff-Ger\u00e4t gebraucht h\u00e4tten. Wie haben Sie es geschafft, auf dem Teppich zu bleiben?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eViel h\u00e4ngt damit zusammen, dass wir uns in der Nachrichtenredaktion tagt\u00e4glich mit dem Alltag der Menschen besch\u00e4ftigen. Alle meine Kolleginnen und Kollegen haben einen interessanten Lebenslauf, aber wir sind nicht abgehoben. Alle versuchen, das Leben der Menschen zu ergr\u00fcnden, hier in Deutschland und auch in der Welt. Das bringt uns immer wieder auf den Boden der Tatsachen zur\u00fcck. Wir k\u00f6nnen gar nicht abgehoben sein. Insofern war weder bei meiner Karriere noch bei der t\u00e4glichen Arbeit ein Sauerstoffger\u00e4t n\u00f6tig.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie schwer ist es, heutzutage vor dem Hintergrund der Fl\u00fcchtlings-Hysterie den richtigen Ton zu treffen?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eWir m\u00fcssen uns immer vor Augen halten, dass wir im Jahre 2015 eindeutig eine Ausnahmesituation hatten. Viele Menschen sind zu uns gekommen und haben uns als Land vor eine gro\u00dfe Herausforderung gestellt. Wir d\u00fcrfen erst gar nicht in Hysterie verfallen und auf keinen Fall selbst dazu beitragen, dass Hysterie gesch\u00fcrt wird. Wir k\u00f6nnen uns aber auch nicht hinstellen und sagen: das geht uns alles nichts an, und die Probleme gehen von alleine wieder weg. Wir m\u00fcssen die Fl\u00fcchtlingssituation als Herausforderung ansehen, die wir zu bew\u00e4ltigen haben, mit all ihren positiven und auch negativen Seiten. Unsere Aufgabe als News-Redaktion ist es, die richtige Balance zu finden zwischen der Benennung von Problemen und dem Darstellen von Chancen. Ich bin mir sicher, dass wir deutlich mehr Chancen als Probleme haben.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Inwieweit hat sich Ihr Job in den letzten Jahrzehnten ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eIn Teilen ist es einfacher geworden. Uns stehen jetzt Informationsquellen zur Verf\u00fcgung, die es fr\u00fcher noch gar nicht gab oder f\u00fcr uns nur schwer zug\u00e4nglich waren. Diese Quellen k\u00f6nnen wir jetzt \u00fcber das Internet ganz leicht erschlie\u00dfen. Auf der anderen Seite ist der Job auch schwieriger geworden, weil die Menge an Informationen, mit denen wir uns befassen m\u00fcssen, sehr viel gr\u00f6\u00dfer geworden ist. Der Selektionsprozess wurde dadurch noch aufwendiger und komplexer. Wir m\u00fcssen als Journalisten und B\u00fcrger aufpassen, dass wir offen bleiben f\u00fcr eine andere Sichtweise der Dinge. Wir d\u00fcrfen uns nicht ausschlie\u00dflich in unseren Echokammern bewegen, sondern m\u00fcssen offene Ohren und Augen behalten f\u00fcr das, was um uns herum passiert und diskutiert wird. Auf keinen Fall d\u00fcrfen wir uns hinstellen und sagen: Ich wei\u00df, wie die Welt funktioniert.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind selbst Gr\u00fcnder der RTL Journalistenschule. Wie schwer ist es heutzutage, guten Nachwuchs zu finden, zumal sich viele junge Menschen gar nicht mehr f\u00fcrs Fernsehen interessieren?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eWir bekommen bei den Ausschreibungen alle zwei Jahre immer noch Hunderte von Bewerbungen und k\u00f6nnen gerade einmal knapp 30 Pl\u00e4tze vergeben. Die Auswahl ist immer noch gro\u00df und es gibt nach wie vor sehr gute Kandidatinnen und Kandidaten. Nat\u00fcrlich hat sich das Bild der jungen Menschen gewandelt, die zu uns kommen. Viele sind schon sehr gut ausgebildet, weil sie an der Universit\u00e4t Studieng\u00e4nge belegt haben, bei denen Journalismus und Medien eine Hauptrolle spielen. Und: viele Bewerber haben aufgrund von absolvierten Praktika ganz konkrete Vorstellungen, wie sie Journalismus betreiben wollen. Die Qualit\u00e4t der Bewerber ist weiterhin hoch. Wir haben die Qual der Wahl zwischen denen, die richtig gut qualifiziert sind und denen, die supergut qualifiziert sind. Es gibt bei uns kein Nachwuchsproblem.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was halten Sie von einem Pr\u00e4sidenten, der jede Nachricht, die ihm nicht passt, als Fake News abtut?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eDonald Trump ist schon ein in jeder Hinsicht au\u00dfergew\u00f6hnlicher Pr\u00e4sident. Er benutzt soziale Medien, aber auch ihm ergebene Fernsehsender, um seine ganz speziellen Botschaften zu verbreiten. Ich bin wie viele andere Menschen extrem kritisch gegen\u00fcber dem Verhalten, dass Trump alle unliebsamen Medien, die ihn als Pr\u00e4sidenten kritisieren, als L\u00fcgenpresse bezeichnet, denn nichts anders meint er ja mit dem Begriff\u201a \u201eFake News\u201c. Es ist nicht gut f\u00fcr den Diskurs und auch nicht f\u00fcr die \u00f6ffentliche Diskussion, wenn ein Pr\u00e4sident die Stimmung gegen die freien Medien aufheizt, indem er behauptet, es sei sowieso alles gelogen, erfunden oder falsch dargestellt. Damit spielt er den B\u00fcrgern in die Karten, die ohnehin der Meinung sind, dass Journalisten grunds\u00e4tzlich nicht zu trauen ist. Und das finde ich f\u00fcr eine Gesellschaft, egal f\u00fcr welche, sehr fatal.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben ja noch exzellente Kontakte in die USA, gibt es dort wirklich Journalisten, die sich von Trump einsch\u00fcchtern lassen?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eIch glaube, dass die Medien in Amerika einen sehr guten Job machen. Nat\u00fcrlich gibt es auch Kollegen, die entweder \u00fcbers Ziel hinausschie\u00dfen und jedes Wort von Trump \u00fcberm\u00e4\u00dfig scharf kritisieren, oder die auf der anderen Seite jedes Wort des Pr\u00e4sidenten lobpreisen. Aber die gro\u00dfen Zeitungen wie Washington Post, New York Times und die gro\u00dfen TV-Sender zeigen immer noch, dass Journalismus in Amerika funktioniert, kritisch und lebendig ist. Und die sind auch alles andere als eingesch\u00fcchtert.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihre Frau Carol ist Amerikanerin. Haben Sie die gleiche Meinung, was Donald Trump betrifft oder gibt es dar\u00fcber zuhause hei\u00dfe, kontroverse Diskussionen?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel (schmunzelnd): \u201eIch m\u00f6chte jetzt eigentlich nicht \u00fcber unsere privaten Diskussionen \u00f6ffentlich reden. Nur so viel: Wir streiten uns beim Thema Trump nicht allzu oft, das kann ich sagen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welches war aus Ihrer Sicht bisher das absolute Highlight in Ihrer Fernseh-Karriere?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eDAS absolute Highlight gibt es in der Form nicht. Ich hatte so viele spannende Gelegenheiten, journalistische Erfahrungen zu sammeln, das h\u00e4tte ich mir zu Beginn meines Berufslebens nie tr\u00e4umen lassen. Ich hatte die M\u00f6glichkeit, sehr nah an Politiker und bedeutende Menschen heran zu kommen und mit ihnen intensive Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, ich durfte im Ausland arbeiten, und ich kann mich tagt\u00e4glich mit Themen und Menschen besch\u00e4ftigen, die ich hoch interessant finde. Ich bin im Prinzip immer noch auf einer Reise durch fantastische Zeiten. Was sich mir seit 1985 bei RTL geboten hat, ist so au\u00dfergew\u00f6hnlich, dass ich es kaum mit Worten beschreiben kann.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie viel Zeit verbringen Sie vor der Sendung in der Maske?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201cSieben Minuten im Schnitt. Das geht bei mir Gottseidank sehr schnell. Ich muss nicht die Augen angemalt bekommen oder die Haare sch\u00f6n gemacht. Einfach ein wenig Schminke ins Gesicht, und das war\u2018s.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: K\u00f6nnen Sie sich zuhause in der N\u00e4he von Bonn noch frei bewegen oder werden Sie \u00fcberall erkannt und angesprochen?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eIch kann mich v\u00f6llig frei bewegen. Und selbst wenn ich angesprochen werde, ist das gar kein Problem f\u00fcr mich. Die Menschen sind immer sehr freundlich. Ich freue mich sogar, wenn ich erkannt werde, weil mir das ganz einfach zeigt, dass die Menschen unsere Nachrichtensendung auch verfolgen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Der Marathon-Man l\u00e4uft nicht mehr, warum haben Sie sich inzwischen von der Langstrecken-K\u00f6nigsdisziplin verabschiedet?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eWeil das Training extrem aufwendig ist. Wenn man wie ich dreimal den New York- und einmal den K\u00f6ln-Marathon gelaufen ist und weit \u00fcber 20 Halbmarathons absolviert hat, verliert man irgendwann den Kick. Ich spiele sehr gern Tennis und habe vor zwei Jahren auch mit dem Golfen angefangen. Ich laufe immer noch, aber nicht mehr die langen Strecken. Ich bin happy, dass ich es geschafft habe, vier Marathons zu laufen und gesund zu \u00fcberstehen. Das kann mir keiner mehr nehmen. Das hat mich auch als Mensch gepr\u00e4gt, weil es extrem dem\u00fctig macht und einen lehrt, mit Schmerzen und manchmal auch mit Verzweiflung umzugehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was tun Sie, wenn Sie sich einmal so richtig entspannen wollen?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eTennis spielen, golfen oder radeln mit meiner Frau. Wir haben zum Gl\u00fcck die gleichen Interessen. Das macht mir gro\u00dfen Spa\u00df. Da bekomme ich am besten den Kopf frei.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Am 14. Oktober werden Sie 60 Jahre alt. Ein besonderes Datum f\u00fcr Sie, vielleicht sogar ein einschneidendes?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eWeder noch. Klar sollte man sich freuen, dass man 60 wird. Das ist ja nicht jedem gegeben. Ich bin sehr gl\u00fccklich, dass ich gesund bin und in eine mich liebende Familie eingebettet bin. Ich hoffe, dass ich wie bisher weiter arbeiten und meinen Hobbys nachgehen kann. Ich z\u00e4hle mich noch nicht zum alten Eisen, sondern versuche einfach nur, aus jedem Tag das Beste zu machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihr Vertrag l\u00e4uft noch bis M\u00e4rz 2020. K\u00f6nnen Sie sich vorstellen, ihn noch einmal zu verl\u00e4ngern?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201e2020 bin ich erst 62 Jahre alt und sicher noch in der Lage, zu arbeiten. Ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, warum mir in den n\u00e4chsten zwei oder drei Jahren der Spa\u00df an der Arbeit verloren gehen sollte. Also so gesehen: Ende offen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sieht man Sie dann vielleicht als Moderator einer Polit-Talkshow wieder?<\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel: \u201eNein, bestimmt nicht. Ich hatte ja immer wieder die M\u00f6glichkeit, Polit-Talkshows zu moderieren, beispielsweise vor Bundestagswahlen. Das hat mir Spa\u00df gemacht. Aber ich habe nicht vor, mit 65 Jahren umzusteigen, um denen, die das ja jetzt schon sehr gut erledigen, den Platz streitig zu machen. Ich bin ganz happy mit der T\u00e4tigkeit als Nachrichtenmoderator. Und von daher da bin ich Schuster und bleibe bei meinen Leisten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das sehr spannende, interessante Gespr\u00e4ch. <\/strong>(<a href=\"http:\/\/www.rtl.de\">www.rtl.de<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 14pt;\">Vita<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Peter Kloeppel wurde am 14.10.1958 in Frankfurt am Main geboren. Sein Abitur machte er 1977 an der Humboldtschule in Bad Homburg. Anschlie\u00dfend leistete er seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe in Pinneberg und Kerpen ab. Danach Studium der Agrarwissenschaften an der Georg-August Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. Abschluss als Diplom-Agraringenieur.<\/p>\n<p>Von 1983 bis 1985 besuchte Peter Kloeppel die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg. Im Rahmen der Ausbildung absolvierte er ein Praktikum beim TV-Sender RTL plus in Luxemburg. 1985 nahm er das Angebot an, Korrespondent im RTL-Studio in Bonn zu werden. 1987 wurde er zum Studioleiter bef\u00f6rdert. 1990 ging er f\u00fcr RTL als USA-Korrespondent nach New York.<\/p>\n<p>1992 trat Peter Kloeppel die Nachfolge von Hans Meiser als Chefmoderator der Hauptnachrichtensendung \u201eRTL aktuell\u201c an. Von 2004 bis 2014 war er zus\u00e4tzlich Chefredakteur.<\/p>\n<p>In einer 2011 von der Fernseh-Zeitschrift &#8222;TV Digital&#8220; durchgef\u00fchrten Umfrage wurde Peter Kloeppel zum kompetentesten und bekanntesten m\u00e4nnlichen Nachrichtenmoderator gek\u00fcrt. Er ist mittlerweile mit vielen Auszeichnungen dekoriert &#8211; z.B. mit dem Fernsehpreis des New York Festivals, dem Goldenen L\u00f6wen, dem Bayerischen Fernsehpreis, dem Telestar, dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis.<\/p>\n<p>Peter Kloeppel ist seit 1993 mit der amerikanischen Journalistin Carol Sagissor verheiratet. Gemeinsam haben sie eine Tochter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Peter Kloeppel ist seit \u00fcber 30 Jahren f\u00fcr RTL auf Sendung. Der Anchorman der News-Sendung &#8222;RTL aktuell&#8220; spricht im gro\u00dfen &#8222;Hand aufs Herz&#8220;-Interview \u00fcber seine Gef\u00fchle, Pl\u00e4ne und Tr\u00e4ume.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":20476,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[5825,5812,5801],"class_list":["post-20477","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","tag-anchorman","tag-peter-kloeppel","tag-rtl-aktuell"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-08 05:19:51","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20477","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20477"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20477\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83885,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20477\/revisions\/83885"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20477"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20477"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20477"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}