{"id":19137,"date":"2018-02-16T11:28:04","date_gmt":"2018-02-16T10:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2018\/02\/16\/niedecken-vom-cd-verkauf-kann-man-nicht-mehr-leben\/"},"modified":"2025-05-12T19:09:49","modified_gmt":"2025-05-12T17:09:49","slug":"niedecken-vom-cd-verkauf-kann-man-nicht-mehr-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2018\/02\/16\/niedecken-vom-cd-verkauf-kann-man-nicht-mehr-leben\/","title":{"rendered":"Niedecken: Vom CD-Verkauf kann man nicht mehr leben"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45361\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 911px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45361\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/a843e5bbab793e287c606e6259993b2f-2.jpg\" alt=\"\" width=\"901\" height=\"619\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Niedecken, Stimme und Kopf der Band BAP &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p>\u201eVerdamp lang her\u201c! Es steht seit \u00fcber 40 Jahren im Rampenlicht. Andere h\u00e4tten da l\u00e4ngst abgehoben, den Blick f\u00fcr die Realit\u00e4t verloren. Doch Wolfgang Niedecken (66), Kopf und Stimme der erfolgreichen K\u00f6lsch-Rock-Band BAP, blieb mit beiden F\u00fc\u00dfen auf dem Boden. R\u00fcckhalt gabe ihm seine Familie. Der half dem Musiker und Maler auch dabei, einen schweren gesundheitlichen Niederschlag zu verarbeiten, einen Schlaganfall. Niedecken rappelte sich mit Hilfe seiner Ehefrau Tina wieder hoch und steht wieder auf der B\u00fchne. Noch bewu\u00dfter als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Er selbst sieht seine R\u00fcckkehr ans Mikrofon als \u201eZugabe\u201c. So hei\u00dft auch sein Buch, in dem er sich mit seiner Krankheit auseiander setzt. Der Bandleader, S\u00e4nger und Songwriter hat musikalisch noch viel zu sagen. Im Herbst 2018 kommt er mit seiner Band wieder einmal nach Wuppertal.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p>Peter Pionke unterhielt sich mit dem sozial und politisch engagierten Rock-Poeten aus der Domstadt.<\/p>\n<p><strong>DS: Von den BAP-Gr\u00fcndungsmitgliedern sind Sie nur noch Du dabei. Gehen solche Trennungen emotionsloser ab, als die von einem Lebenspartner?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eDas ist immer schwer. Aber die Gr\u00fcnde waren v\u00f6llig unterschiedlich. Da gab es ganz einfache Trennungen, Bandmitglieder, die gesagt haben, ich muss mich mehr um meinen Beruf und meine Familie k\u00fcmmern. Dann gab es Leute, die einen anderen Weg einschlagen wollten. Oder auch Gruppen-Entscheidungen, weil ein Bandmitglied einfach nicht mehr gut genug war. Leicht ist das nie. Beispiel Effendi B\u00fcchel, der bei uns ewig Keyboard gespielt hat. Als Major Heuser ausgestiegen war, kam er zu mir und sagte: \u2019Ich habe in den Spiegel geguckt und festgestellt, der Rock\u2019n\u2019Roll ist einfach nicht mehr da.\u2019 W\u00f6rtliches Zitat: \u201aWenn der Zug jetzt noch einmal anh\u00e4lt, dann steige ich auch aus\u2018. So war es dann auch. Das war auf der einen Seite toll, dass er so offen damit umgegangen ist. Auf der anderen Seite denke ich immer wieder: W\u00e4re doch sch\u00f6n, wenn er noch dabei w\u00e4re.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_45274\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 780px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-45274\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/b45ee44cb3181d1af1cd7c9bd2a7bf23.jpg\" alt=\"\" width=\"770\" height=\"376\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Niedecken schaut in die Zukunft &#8211; \u00a9 privat<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Welcher Ausstieg ist Ihnen denn noch besonders nahe gegangen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eDer von meinem Freund Schmal Boecker. Er war ja eigentlich weniger ein Musiker, als viel mehr mein Kumpel, mit dem ich zusammen Malerei studiert habe und der den gleichen Humor-Level hatte. Er wollte irgendwann diese Kasperrolle nicht mehr spielen und ist ausgestiegen. Viele verwechseln \u00fcbrigens die Urbesetzung, mit der Besetzung, die wir zu Zeiten des Albums \u201eVun drinne noh drusse\u201c hatten. Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass ich das jemals vern\u00fcnftig erkl\u00e4ren kann. Der Letzte aus der Besetzung danach war Schlagzeuger J\u00fcrgen Z\u00f6ller, er ist mittlerweile 70 und Rock-Rentner. Er hat sogar seinen eigenen Nachfolger noch bestimmt. Das gibt es auch.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: In Wuppertal gibt es den K\u00fcnstler Christian von Grumbkow, der ist auch Maler und Musiker. Er hat die Band Hoelderlin mitbegr\u00fcndet, malt aber heute nur noch. W\u00e4re das bei Ihnen denkbar?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eHoelderlin kenne ich nat\u00fcrlich. Aber wie Christian nur noch zu malen, kann ich mir f\u00fcr mich noch nicht vorstellen. Wei\u00df der Teufel, was passiert. Kann nat\u00fcrlich sein, dass ich irgendwann keine Lust mehr auf die B\u00fchne habe. Noch ist das nicht der Fall. Ich werde aber niemals eine Abschiedstour ank\u00fcndigen. Das finde ich zweifelhaft. Das ist ein ganz primitives Marketing-Tool. Leute, die Abschiedstouren ank\u00fcndigen, verlieren in meiner Achtung, vor allem,n wenn es dann sp\u00e4ter hei\u00dft: Die Fans haben mich \u00fcberredet weiterzumachen. Sowas geh\u00f6rt sich nicht. \u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihre Musik ist nicht mehr so mainstreamm\u00e4ssig wie zu Zeiten \u201eFortsetzung folgt\u201c oder \u201eAlles em Lot\u201c. Warum ist das so?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eDas war ja die Musik-Richtung, in die Major Heuser wollte. Da hat er sich ja auch an mir die Z\u00e4hne ausgebissen. Er h\u00e4tte am Liebsten gehabt, wenn ich auch noch Englisch gesungen h\u00e4tte, um damit international mehr Chancen zu haben. Dann w\u00e4ren wir in so eine kommerzielle Bon Jovi- oder Phil Collins-Ecke abgedriftet, aber das w\u00e4re \u00fcberhaupt nicht mein Ding gewesen. Dann h\u00e4tte ich lieber wieder mit dem Malen angefangen. Da hat der Major schlie\u00dflich gesagt: \u201aOkay, das ist mit Dir nicht zu machen, dann spiele ich die Tour noch zu ende und steige dann aus\u2018. Es war noch eine sehr sch\u00f6ne Tour und der Major ist danach gegangen. Das ist mittlerweile 19 Jahre her.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Rolle spielt der k\u00f6lsche Dialekt bei Ihrem Erfolg?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eEs hat schon eine Zeit gedauert, bis die Leute gemerkt haben, dass BAP nichts mit Karneval zu tun hat, sondern K\u00f6lsch zuf\u00e4llig die Muttersprache des S\u00e4ngers war. Das haben die Leute irgendwann akzeptiert. Wir haben von Anfang an gro\u00dfen Wert auf ordentliche Booklets gelegt, damit die Leute die Texte &#8211; wenn sie wollen -nachlesen konnten. Aber das ist auch immer ein Balance-Akt, man darf den Leuten n\u00e4mlich nicht zu sehr mit seiner Message auf den Wecker gehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Das ist Ihnen ja wohl gelungen\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eEs ist jedenfalls ein Riesenkompliment f\u00fcr uns. Wir verkaufen unsere Alben im kompletten deutschsprachigen Raum und \u00fcberall setzen sich die Fans mit unseren k\u00f6lschen Texten auseinander. In dem St\u00fcck \u201aAbsurdistan\u2019 habe ich ausnahmsweise die komplette erste Strophe auf Hochdeutsch gesungen, weil der k\u00f6lsche Text, den ich geschrieben hatte, dem Ernst des Themas einfach nicht gerecht wurde. Wenn es um ernste Dinge geht, rede ich meistens hochdeutsch.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: H\u00e4tten Sie auch mit hochdeutschen oder englischen Texten Erfolg gehabt?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eEnglisch w\u00e4re f\u00fcr uns keine Alternative gewesen. Das machen ja die meisten deutschen Bands. Den Durchbruch schaffen aber nur ganz wenige. Da fallen mir eigentlich nur Songs wie \u201aLemon Tree\u2018 oder \u201a99 Luftballons\u2018 auf Englisch ein &#8211; oder die Scorpions mit ihrem putzigen Hannoveraner Schul-Englisch. F\u00fcr mich ist Authentizit\u00e4t ganz wichtig. Ich spreche ganz gut und akzentfrei Englisch. Aber warum soll ich anfangen, auf Englisch meine Gef\u00fchle auszudr\u00fccken. Das w\u00e4re doch unauthentisch.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Viele Bands haben ja das Problem, dass Sie die jungen Leute nicht mehr erreichen. Auch Ihr Problem?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eIch sehe das nicht so dramatisch. Es gibt auch genug deutsche K\u00fcnstler, die auf Deutsch singen und auch ihr junges Publikum mitnehmen wie Thees Uhlmann, Clueso oder Max Prosa. Mich interessieren junge K\u00fcnstler, die beweisen, dass es in der Musikentwicklung weitergeht. Die Medienlandschaft hat sich mittlerweile komplett ver\u00e4ndert. Bei allen Sendern gibt es Format-Bestimmungen, ab wann der Refrain zu kommen hat und dass die Gitarren nicht zu laut sein d\u00fcrfen. Wenn Du mit Deinen Songs in die Playlist reinkommen willst, dann musst Du Dich an die Format-Gesetze halten. Mir sind die ziemlich egal. Aber wenn einer unserer Songs im Radio gespielt wird, dann freue ich mich nat\u00fcrlich. Doch ich gehe jetzt nicht mit einem Rechenschieber an unsere Songs.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Fr\u00fcher waren Album-Ver\u00f6ffentlichung ein echtes Event. Heute kann man sich die Songs schon wochenlang vorher in den Online-Shops anh\u00f6ren, geht dadurch nicht Reiz und Kultur verloren?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eWir haben jetzt andere Zeiten. Es gibt Vorteile und Nachteile. Die Boxer sagen ja immer \u201aRoll With The Punches\u201c (Nimm die Dinge wie sie kommen). Es macht keinen Sinn, gegen Windm\u00fchlen zu k\u00e4mpfen. Wir setzen auch da auf Flexibilit\u00e4t. Was wir so treiben, ist sehr individuell. Daf\u00fcr gibt es keine Formel, aus der Nachwuchsk\u00fcnstler ein Erfolgsrezept ableiten k\u00f6nnten. Wir haben eine ganz individuelle Art, wie wir mit BAP und den Musikern der Band umgehen. Das ist viel Arbeit. Aber wie hat Karl Valentin schon gesagt: \u201eKunst ist sch\u00f6n, macht aber sehr viel Arbeit\u2018.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_45269\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45269\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/01-COVER-FOTO-1-2-1024x714.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"714\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Dieses Foto schm\u00fcckt das Cover der Niedecken-CD\u00a0&#8222;Reinrassije Stroo\u00dfek\u00f6\u00f6ter &#8211; Das Familien-Album&#8220;<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: In welche Richtung entwickelt sich das Musikbusiness in den n\u00e4chsten 10 Jahren?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eIrgendwann gehen die Plattenfirmen alle in die Knie. Wir kommen auch heute noch gut klar, weil wir eine gute Live-Band sind und die Leute wissen, dass es sich lohnt in ein BAP-Konzert zu gehen. Sie bekommen Qualit\u00e4t vorgesetzt und werden nicht abgezockt. Allein vom CD-Verkauf k\u00f6nnten wir die Band nicht mehr betreiben. Das war einmal. Wenn wir in den 90er Jahren ein Album herausgebracht haben und das ging auf Platz 1, wurde es zwischen 500.000 und 1 Millionen Mal verkauft. Damals mussten wir eigentlich gar nicht auf Tour gehen, sondern h\u00e4tten allein vom Plattenverkauf leben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Und wie hoch sind heutzutage die Verkaufszahlen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eDu kannst heute froh sein, wenn Du auf &#8222;1&#8220; einsteigst, dass du zwischen 50.000 und 100.000 Alben verkaufst. Deshalb bin unheimlich happy, dass unsere Tourneen so gut funktionieren. Das bedeutet nat\u00fcrlich auch Verantwortung. Du darfst einfach keinen M\u00fcll abliefern. Auf jede Tour mu\u00df man sich akribisch vorbereiten, mu\u00df den Leuten immer wieder etwas Besonderes bieten. Diesmal haben wir deshalb zum ersten Mal Bl\u00e4ser dabei. Darauf freue ich mich sehr.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Kurt Cobain, Chris Cornell, Chester Bennington etc. &#8211; Warum scheiden gerade so viele Frontmen, die erfolgreich sind, freiwillig aus dem Leben?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eDie Umst\u00e4nde waren ja in all diesen F\u00e4llen unterschiedlich. Aber alle haben eines gemeinsam. Sie waren noch sehr jung, als sie vom Erfolg \u00fcberflutet wurden. Mit mehr Lebenserfahrung w\u00e4ren sie wahrscheinlich gelassener mit dem Ruhm und dessen Auswirkungen umgegangen. Allen war wohl eines gemeinsam, n\u00e4mlich dass sie mit dem Bild, dass das Publikum, das ihnen zu F\u00fc\u00dfen lag, von ihnen hatte, nichts anfangen konnten und sich gesagt haben: \u201aDas bin ich doch gar nicht\u2018. Ich habe 1982 den Song \u201eNemm mich mit\u201c geschrieben, der sich genau mit dieser Thematik besch\u00e4ftigt. Das Gef\u00fchl kenne ich auch.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie waren immer der etwas andere Rock-Star: Mit beiden Beinen auf dem Boden, sozial engagiert, politisch klar Stellung beziehend. Wie schwer ist es heutzutage authentisch zu sein?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken: \u201eDas ist gar nicht so schwer. Ich kann nicht anders, als authentisch zu sein. Bei den Sachen, mit denen ich mich befasse, bin ich quasi an einen L\u00fcgendetektor angeschlossen. Da kommen auch wieder meine Nackenhaare ins Spiel. Solange die sich nicht aufrichten, ist alles in Ordnung. Ich muss auch nicht Everybodys Darling sein. Da gilt der alte Satz meiner Mutter: \u201aWer es allen recht machen will, wird beliebig\u2018. Und ich will nicht beliebig sein!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das spannende, offene Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: 12pt;\">Vita<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Niedecken wurde am 30. M\u00e4rz 1951 als Sohn des Ehepaares Josef und Hubertine Niedecken in K\u00f6ln geboren. Seine Eltern betrieben im Severinsviertel ein Lebensmittelgesch\u00e4ft. 1962 bis 1970 verbrachte Niedecken im Pallotiner-Internat Konvikt St. Albert in Rheinbach und besuchte dort das St\u00e4dttische Gymnasium. Im Internat ging er auch seine ersten musikalischen Schritte als Mitglied der Sch\u00fclerband \u201eThe Convicts\u201c.<\/p>\n<p>Noch vor dem Abitur flog Wolfgang Niedecken von der Schule. Er bestand aber die Aufnahmepr\u00fcfung an der Kunsthochschule \u201eK\u00f6lner Werkschule\u201c und studierte dort Kunstgeschichte und freie Malerei. 1974 machte er sein Examen. Anschlie\u00dfend leistete Wolfgang Niedecken seinen Ersatzdienst ab. Er fuhr morgens Essen auf R\u00e4dern aus, nachmittags arbeitete er in einer Altentagesst\u00e4tte.<\/p>\n<p>In der Phase lernte er eine Reihe von Musikern kennen. 1976 verabredeten sich Niedecken und andere Musiker zu einer Session im Wiegeh\u00e4uschen des Herseler Kalksandsteinwerks. Van dan an traf man sich regelm\u00e4ssig zum Jammen. Mehr oder weniger die Wiege von BAP.<\/p>\n<p>1977 schrieb Wolfgang Niedecken seinen ersten k\u00f6lschen Song: \u201eHelfe kann Dir keiner\u201c. Es folgte im Nippeser Mariensaal der erste Auftritt als Trio unter dem Bandnamen \u201eBAP\u201c &#8211; eine Abwandlung von Niedeckens Spitznamen \u201ed\u00e4 Bapp\u201c. 1979 kam das erste BAP-Album heraus, das in 6 Tagen eingespielt worden war: \u201eWolfgang Niedecken\u2019s BAP rockt andere K\u00f6lsche Leeder\u201c. Ein Achtungs-Erfolg, der eine Z\u00e4sur nach sich zieht. Die H\u00e4lfte der Band scheidet aus: Aus Zeit- oder Qualit\u00e4ts-Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Beim 2. Album \u201eAffjetaut\u201c (mit dem Hit \u201eWahnsinn\u201c) ist schon Gitarisst Klaus Major Heuser dabei. BAP auf der \u00dcberholspur. Erfolgreiche Alben, erfolgreiche Live-Toneen. 1998 erh\u00e4lt Wolfgang Niedecken f\u00fcr sein soziales Engagment von Bundespr\u00e4sident Roman Herzog das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die CD \u201eComics &amp; Pin Ups\u201c kam 1998 heraus.<\/p>\n<p>Am Ende der Tour zum Album stieg Major Heuser aus der Band aus. Der Erfolg blieb. Der ber\u00fchmte Regisseur Wim Wenders widmete BAP den Film \u201eViel passiert\u201c (Kino-Premiere 2002). Am 02. November 2011 erlitt Wolfgang Nedecken einen Schlaganfall. Diesen verarbeitete er in seinem Buch \u201eZugabe &#8211; Die Geschichte einer R\u00fcckkehr\u201c.<\/p>\n<p>2017 erschien Niedeckens 5. Solo-Album \u201eReinrassije Stroo\u00dfek\u00f6\u00f6ter &#8211; das Familien-Album, das er in New Orleans mit Julian Dawson und anderen amerikanischen Spitzenmusikern einspielte. Wolfgang Niedecken hat mit seiner ersten Ehefrau Carmen, mit er der von 1983 &#8211; 1992 verheiratet war, zwei S\u00f6hne (Severin &#8211; Robin) und mit Tina (verheiratet seit 1994) die T\u00f6chter Joana-Josephine und Isis Maria.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bap.de\">www.bap.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BAP-Chef Wolfgang Niedecken ist daf\u00fcr bekannt, dass er die Dinge beim Namen nennt, immer authentisch ist. Wie auch im 2. Teil des gro\u00dfen Interviews mit der STADTZEITUNG<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":19135,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[2569,5473,5474,5218],"class_list":["post-19137","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","tag-bap","tag-major-heuser","tag-verdamp-lang-her","tag-wolfgang-niedecken"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 12:48:07","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19137"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19137\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83889,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19137\/revisions\/83889"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}