{"id":18355,"date":"2021-12-20T12:37:05","date_gmt":"2021-12-20T11:37:05","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/12\/11\/ernst-andreas-ziegler-schoene-bescherung\/"},"modified":"2021-12-23T08:44:48","modified_gmt":"2021-12-23T07:44:48","slug":"schoene-bescherung-eine-weihnachtsstory-zum-schmunzeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2021\/12\/20\/schoene-bescherung-eine-weihnachtsstory-zum-schmunzeln\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6ne Bescherung: Eine Weihnachtsstory zum Schmunzeln"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_44434\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-44434\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Bild2_Ernst-Andreas-Ziegler-Foto-Junior-Uni-Anna-Schwartz-2-2-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Junior Uni-Gr\u00fcnder Prof. Dr. Ernst-Andreas Ziegler &#8211; \u00a9 Anna Schwartz\/Junior Uni<\/span><\/div>\n<p>Nichts erschien uns erfreulicher, als ausgerechnet zu Weihnachten Freunde und Verwandte einzuladen. Zum Fest der Harmonie.<\/p>\n<p>Die G\u00e4ste kommen begeistert mit Kind und Kegel, Sack und Pack. Und da bekanntlich Raum ist in der kleinsten H\u00fctte, vorausgesetzt, man ist willkommen, verwandelt sich unser H\u00e4uschen zu einem Heerlager. Wartezeiten gibt\u2018s zwar im Bad, doch gl\u00fccklicherweise haben wir im Keller eine zus\u00e4tzliche Dusche und ein G\u00e4steklo.<\/p>\n<p>Unsere Besucher lassen sich, aber das wussten wir vorher, in zwei Gruppen einteilen. In die erste geh\u00f6ren diejenigen, die von zu Hause selbst gebackene Pl\u00e4tzchen mitbringen, in die zweite, die, die das nicht tun. Die erste Gruppe deckt sich mit denen, die ungefragt mithelfen: Beim Mahlzeiten vorbereiten, Tisch decken, Abr\u00e4umen, Abwaschen, klar Schiff machen, Kinder besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Die zweite hat f\u00fcr Weihnachtsvorbereitungen nie Zeit, war und ist zu sehr im Stress, muss sich in festtaglicher Harmonie erholen. Auch bei uns. Wir wussten das vorher, kennen uns, sch\u00e4tzen uns trotzdem.<\/p>\n<div id=\"attachment_44333\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 628px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44333\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/01015461-01-1024x714.jpeg\" alt=\"\" width=\"618\" height=\"431\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Weihnachtsstimmung in Wuppertal &#8211; \u00a9 Achim Otto<\/span><\/div>\n<p>Damit genug Zeit ist, um m\u00f6glichst viel von Wuppertal zu sehen, kommen die G\u00e4ste zwei Tage vor Heiligabend. Wir gehen gemeinsam bummeln, sind hocherfreut, dass diejenigen, die von weither kommen, begeistert loben, sie kennen keine anderer Stadt, wo so unterschiedlich attraktive Weihnachtsm\u00e4rkte veranstaltet w\u00fcrden &#8211; der so heimelige in Barmen vor dem Rathaus und der so weitl\u00e4ufige in Elberfelds Fu\u00dfg\u00e4ngerzone.<\/p>\n<p>Die Kinder \u2013 von zwei bis acht \u2013 schauen sich an einem Riesenschaufenster am Neumarkt die Nasen platt, sind beim ersten Mal nur durch Bestechung zum Weitergehen bereit (d\u00fcrfen mit der Kindereisenbahn fahren), m\u00fcssen anschlie\u00dfend nat\u00fcrlich zum zweiten Mal hin. Ausgestellt sind niedliche Stofftiere vom Teddyb\u00e4r zur Schildkr\u00f6te (alle mit dem Knopf im Ohr).<\/p>\n<p>Weil meine Frau, so war das bei ihr zu Hause Tradition, unbedingt Karpfen auf den Festtisch stellen will, lassen wir Heiligabend das Mittagessen ausfallen, gehen stattdessen mit den Kindern in den Wald, suchen \u2013 allerdings vergeblich &#8211; Christkind und Weihnachtsmann, setzen uns dann zu Hause zu Tee, Kaffee, Kuchen und Pl\u00e4tzchen zusammen und machen dann einen riesigen Fehler.<\/p>\n<div id=\"attachment_44334\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 640px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44334\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/01015524-01-1024x740.jpeg\" alt=\"\" width=\"630\" height=\"455\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Weihnachtsromantik in Cronenberg &#8211; \u00a9 Achim Otto<\/span><\/div>\n<p>Statt die Kinder gleich zu bescheren (den Weihnachtsbaum hatten sie und ich morgens fr\u00fch bereits geschm\u00fcckt), geben wir sie in die Obhut einer lieben Tante, die sie ausgiebig badet und festlich einkleidet. Ergebnis: Die Kinder sehen aus wie Engel, riechen auch so, sind aber stinkig und total \u00fcberm\u00fcdet.<\/p>\n<p>Doch inzwischen sind die Karpfen gekocht (in zwei gro\u00dfen T\u00f6pfen von Nachbarn) und m\u00fcssen gegessen werden. Also wird die Bescherung noch weiter hinausgeschoben.<\/p>\n<p>Statt zu essen, maulen die Kinder. Meine Frau, mit den Nerven am Ende, wird immer schweigsamer. Die Kleinen, die nur wegen der Aussicht auf die Geschenke durchhalten und beim Weihnachtsliedsingen streiken, sind nerv\u00f6s und hampelig, kippen aus Versehen eine Riesenkaraffe mit Orangensaft um. Macht nichts, der Boden h\u00e4lt\u2018s aus, ich helfe beim Aufwischen.<\/p>\n<p>Dann die Bescherung. Die Kinder streiten sich, halten erst inne, als einer der Erwachsenen mit \u201eHurra! Champagner vom Feinsten\u201c eine Papiertasche hochrei\u00dft. Die zerrei\u00dft, die Flasche zerschellt, auf dem Boden sind eine Champagnersee und tausend Scherben.<\/p>\n<div id=\"attachment_44335\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 623px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44335\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/01015500-01-1024x715.jpeg\" alt=\"\" width=\"613\" height=\"428\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Weihnachts-Impressionen aus Cronenberg &#8211; \u00a9 Achim Otto<\/span><\/div>\n<p>W\u00e4hrend ich Schaufel, Handfeger und T\u00fccher besorge, entdeckt mein Sohn an seinen Schuhen, rote, gelbe, gr\u00fcne und blaue Knete, und er freut sich, dass den anderen das auch so geht. Die Erkl\u00e4rung ist einfach: Eines der Kinder hatte seinen neuen Knetkasten ausgepackt und hemmungslose Kreativit\u00e4t entwickelt.<\/p>\n<p>Irgendwie \u00fcberleben wir dieses Tollhaus, den Abend und die G\u00e4ste. Doch meine Frau, in den letzten zwei Tagen um zwei Kilo abgemagert, fl\u00fcstert vor dem Einschlafen: Im n\u00e4chsten Jahr laden wir uns ein. Auf ein harmonisches Weihnachtsfest!\u201c<\/p>\n<p><strong>Text: Prof. Dr. Ernst-Andreas Ziegler<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nachtrag:<\/strong> Prof. Ernst-Andreas Ziegler: &#8222;Unsere Kinder sind nat\u00fcrlich l\u00e4ngst erwachsen. Doch die kleine Weihnachts-Geschichte &#8218;Sch\u00f6ne Bescherung&#8216; ist bei Familientreffen immer wieder Gespr\u00e4chsthema&#8220;.<\/p>\n<p>Das Buch <strong>&#8222;Auf der Suche nach der Wuppertaler Seele&#8220;<\/strong> ist im <strong>BORN<\/strong>-Verlag Wuppertal erschienen.<\/p>\n<p>ISBN\u00a010:\u00a03870930780 &#8211; ISBN\u00a013:\u00a09783870930783 &#8211;\u00a0Verlag: Born, J H, 1996<\/p>\n<p>Wer also noch ein ausgefallenes, gehaltvolles, anspruchvolles Weihnachtgeschenk sucht&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Ernst-Andreas Ziegler, Gr\u00fcnder und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Junior-Uni, ist ein begnadeter Schreiber. Seine Weihnachtsgeschichte &#8222;Sch\u00f6ne Bescherung&#8220;, eine von vielen interessanten Stories, die Sie in seinem Buch &#8222;Auf der Suche nach der Wuppertaler Seele&#8220; finden, erschienen im BORN-Verlag.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":18353,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[49,5377],"class_list":["post-18355","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur","tag-junior-uni","tag-prof-dr-ernst-andreas-ziegler"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-27 10:58:39","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18355","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18355"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18355\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44435,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18355\/revisions\/44435"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18355"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18355"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18355"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}