{"id":18313,"date":"2017-12-09T09:38:01","date_gmt":"2017-12-09T08:38:01","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/12\/09\/schwarz-sport-sollte-die-schoenste-nebensache-sein\/"},"modified":"2022-01-31T16:32:57","modified_gmt":"2022-01-31T15:32:57","slug":"schwarz-sport-sollte-die-schoenste-nebensache-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/12\/09\/schwarz-sport-sollte-die-schoenste-nebensache-sein\/","title":{"rendered":"Schwarz: Sport sollte die sch\u00f6nste Nebensache sein&#8230;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_49699\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-49699\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/2015.06.26-Turnverband5-2-1024x971.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"971\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Volkmar Schwarz &#8211; \u00a9 Monika Asmus<\/span><\/div>\n<p>Volkmar Schwarz hat die gesamte Wuppertaler Sport-Szene im Blick. Mal trifft man ihn beim WSV oder beim BHC, mal l\u00e4uft er einem beim Hockey-Match, beim Stabhochsprung-Meeting oder beim Breitensport-Event \u00fcber den Weg. Ein echter, aber kritischer Fan. F\u00fcr die STADTZEITUNG l\u00e4sst er das Sportjahr 2017 Revue passieren.<\/p>\n<p><strong>DS: Wie f\u00e4llt Ihre pers\u00f6nliche Sport-Bilanz des Jahres 2017 aus?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eEin Markenkern des Sports ist u.a. auch der Antrieb nach st\u00e4ndiger Verbesserung der sportlichen Leistung und im Idealfall dann eben auch mehr Meisterschaften, Medaillen oder Titel. Das vorausgesetzt, ist meine Bilanz f\u00fcr das Sportjahr 2017 nicht nur positiv. Im Bereich des Leistungssports h\u00e4tte es durchaus der ein oder andere Erfolg mehr sein d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was waren f\u00fcr Sie die sportlichen Highlights in diesem Jahr?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eMeine Highlights: Die unz\u00e4hligen sportlichen Veranstaltungen in Wuppertal, bei denen Kinder sportlich aktiv sind, zu sehen mit welcher Freude und Enthusiasmus sie sich im Wettkampf messen und die strahlenden Augen der Kinder bei der anschlie\u00dfenden W\u00fcrdigung und Auszeichnung ihrer erbrachten Leistung zu sehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welches waren die gr\u00f6\u00dften Entt\u00e4uschungen?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eGewalt auf Sportpl\u00e4tzen. Wenn es auch gemessen an der Gesamtzahl der durchgef\u00fchrten Fu\u00dfballspiele in der \u00fcberwiegenden Anzahl von Spielen nach den Spielregeln sportlich fair zugeht \u2013 ist doch jeder Einzelfall einer dramatisch zu viel.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie gut ist Wuppertals Sportszene f\u00fcr die Zukunft aufgestellt?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eDer organisierte Sport ist gut aufgestellt, ist ger\u00fcstet f\u00fcr die Zukunft. Wir haben eine lebendige und erfolgreiche Sportszene \u2013 die rund 340 Sportvereine und Betriebssportgemeinschaften haben ca. 67.000 Mitglieder \u2013 davon ca. 22.000 Kinder und Jugendliche und knapp 13.000 \u00fcber 60j\u00e4hrige. Die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte B\u00fcrgerbewegung \u2013 hier im \u00dcbrigen im wahrsten Sinne des Wortes \u2013 in unserer Stadt. \u00dcber 7.000 Menschen &#8211; in der \u00fcberw\u00e4ltigenden Zahl ehrenamtlich &#8211; setzen sich ein, k\u00fcmmern sich, damit der Vereinssport mit all seinen Facetten auch weiterhin zur Steigerung der Lebensqualit\u00e4t in Wuppertal beitragen kann.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was muss sich unbedingt verbessern?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eAuf die besondere Rolle des Leistungssports \u2013 und damit meine ich nat\u00fcrlich ausschlie\u00dflich den \u201esauberen\u201c dopingfreien Sport \u2013 sollte wieder vermehrt der Fokus gerichtet werden. Erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler sind Vorbilder &#8211; sie sind nicht nur f\u00fcr die Sportvereine wichtig, um neue Mitglieder, insbesondere Jugendliche zu werben, sondern auch, um sich durch herausragende sportlichen Erfolge mit der Stadt zu identifizieren. Neben der besonderen F\u00f6rderung der Sportlerinnen und Sportler, neben den finanziellen Voraussetzungen, bedarf es aber auch der notwendigen Infrastruktur. Ich will hier nur zwei Beispiele nennen: Warum nicht an ein Internat\/Teilzeitinternat f\u00fcr junge Sportlerinnen und Sportler in der N\u00e4he des, gerade im Umbau befindlichen, Schwimmsportzentrums auf K\u00fcllenhahn denken. Bei besonders trainings- und betreuungsintensiven Sportarten wie Schwimmen, kann ein solches Angebot nicht nur als Standort attraktivit\u00e4tssteigernd sein, sondern mit Angeboten f\u00fcr Hausaufgabenbetreuung und Verpflegung sich auch leistungssteigernd auswirken. Verbesserungsw\u00fcrdig sind sicher die Trainingsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den Sport insgesamt. Eine Sporthalle in Cronenberg wird dringend ben\u00f6tigt &#8211; aber dann bitte mal wieder mit Trib\u00fcne f\u00fcr Zuschauer.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Der BHC ist auf einem guten Weg. Doch in der Bundesliga weht noch ein ganz anderer Wind. Was muss passieren, damit der BHC nachhaltig Erfolg hat?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eMit dem begeisternden Saisonstart und der Tabellenf\u00fchrung in Liga 2 ist der BHC auf einem guten Weg zur\u00fcck in die 1. Bundesliga. Auch die Verantwortlichen des BHC machen einen wirklich guten Job \u2013 und wissen am besten, was f\u00fcr einen nachhaltigen Erfolg erforderlich ist.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie sehen Sie die Entwicklung des WSV?<\/strong><\/p>\n<p>Volklmar Schwarz: \u201eWenn man sich in Erinnerung ruft, aus welch unruhigen Zeiten der j\u00fcngsten Vergangenheit der Verein kommt, ist es dem Vorstand und Verwaltungsrat gelungen, den WSV zu sportlichen Erfolgen zu f\u00fchren und wieder zum positiven Bestandteil der Wuppertaler Sportszene zu machen. Eine gute Entwicklung &#8211; f\u00fcr den Sport und f\u00fcr Wuppertal im Allgemeinen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Mit FSV Vohwinkel und dem SC Cronenberg spielen zwei Mannschaften in der Oberliga-Niederrhein, k\u00e4mpfen aber beiden gegen den Abstieg. Sind ein Regionalligist und zwei Oberligsten zu viel f\u00fcr eine Stadt wie Wuppertal?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eNein!! Bei diesem Ligenaufbau des Fu\u00dfballverbandes ist in einer Gro\u00dfstadt wie Wuppertal mit den ihr eigenen Stadtteilen auch daf\u00fcr Platz. Aber auch hier h\u00e4ngt der Erfolg nicht nur von den Spielern und von den kompetent und seri\u00f6s handelnden Funktion\u00e4ren der Vereine ab, sondern auch von dauerhafter wirtschaftlicher Machbarkeit. Das ist weder neu noch grunds\u00e4tzlich unterschiedlich zu anderen St\u00e4dten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: In welcher Sportart sehen Sie den gr\u00f6\u00dften Nachholbedarf?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eDie Sportart Nummer 1 in Deutschland ist Fu\u00dfball. Er bewegt die Massen. Aktive wie Zuschauer. Das ist in Wuppertal nicht anders. Die eine oder andere h\u00f6here Ligazugeh\u00f6rigkeit in den n\u00e4chsten Jahren w\u00fcrde den fu\u00dfballerischen Bedarf decken und den Fokus insgesamt noch mehr auf den Sport mit all seinen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Wuppertal lenken.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Thema Breitensport: Ist Wuppertal da breit genug aufgestellt?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eAuch hier ein deutliches Ja. Unsere Sportvereine und Fachschaften bieten alles, was Breitensport bedeuten kann. Bewegung mit Sportarten von A bis Z f\u00fcr Jung und Alt sowieso. Organisierte breitensportliche Wettk\u00e4mpfe genauso, aber auch Gesundheitsport im Pr\u00e4ventiv \u2013 wie im Rehabereich, Sport f\u00fcr Gehandicapte und Inklusionsangebot, Sport als Integrationshilfe, Sport als sportliche Hilfestellung gegen Einsamkeit und Isolation, Sport als Lernort, auch f\u00fcr soziales Miteinander.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Gibt es in Wuppertal aus Ihrer Sicht gen\u00fcgend Sport-M\u00e4zene und Sponsoren?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: Na, die Antwort kann ja nur lauten: nat\u00fcrlich nicht. Nat\u00fcrlich unterst\u00fctzen eine Reihe von Firmen und Privatpersonen dankenswerter Weise auch in Wuppertal den Sport. Aber es kann doch gar nicht gen\u00fcgend Unterst\u00fctzung geben. H\u00e4ngt doch ein sportlicher Erfolg in der heutigen Zeit &#8211; insbesondere im Leistungssport &#8211; selbstverst\u00e4ndlich auch von finanziellen M\u00f6glichkeiten ab. Da macht Wuppertal keine Ausnahme.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was erhoffen Sie sich ganz pers\u00f6nlich aus sportlicher Sicht im Jahr 2018?<\/strong><\/p>\n<p>Volkmar Schwarz: \u201eDass nicht so h\u00e4ufig vergessen wird, dass Sport eben doch die sch\u00f6nste Nebensache der Welt ist\u2026\u201c<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Volkmar Schwarz: \u201eDer Sport sollte wieder die sch\u00f6nste Nebensache der Welt sein&#8230;\u201c &#8211;\u00a0Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Stadtsportbundes Wuppertal zieht seine ganz pers\u00f6nliche Sport-Bilanz.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":18311,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[714,713],"class_list":["post-18313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport","tag-stadtsportbund-wuppertal","tag-volkmar-schwarz"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-19 18:23:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18313"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18313\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49700,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18313\/revisions\/49700"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}