{"id":17378,"date":"2017-10-12T12:01:04","date_gmt":"2017-10-12T10:01:04","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/10\/12\/lebensveraendernde-bundestagswahl\/"},"modified":"2022-01-29T17:57:23","modified_gmt":"2022-01-29T16:57:23","slug":"lebensveraendernde-bundestagswahl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/10\/12\/lebensveraendernde-bundestagswahl\/","title":{"rendered":"Lebensver\u00e4ndernde Bundestagswahl"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_40236\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-40236\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/Helge_Lindh_0123-2-1024x876.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"876\" \/><span class=\"wp-caption-text\">SPD-Bundestagsabgeordneten Helge Lindh &#8211; \u00a9 SPD Wuppertal<\/span><\/div>\n<p>\u201eEs war wahnsinnig harter Kampf. Wahlkampf, der wirklich Kampf war. Jedenfalls bei mir.\u201c Wer Helge Lindh, den SPD-Bundestags-Kandidaten f\u00fcr den Wahlkreis Wuppertal I, in diesen Tagen treffen will, der m\u00fcsste daf\u00fcr wohl eher nach Berlin fahren. Er w\u00fcrde dort einen Mann erleben, der stolz, gl\u00fccklich und ersch\u00f6pft zugleich ist. Diese Bundestagswahl hat vieles durcheinander gewirbelt, nicht nur zun\u00e4chst noch eher abstrakt auf Bundesebene, sondern ganz konkret im Kleinen im Lokalen, in Wuppertal.<\/p>\n<p>Bundestagswahl ist f\u00fcr diejenigen, die sich als Kandidaten aufstellen lassen, auch immer eine Art Gl\u00fccksspiel, zwar eines, dessen Variablen sie durch ihr Handeln beeinflussen k\u00f6nnen, aber dennoch auch eines, dessen Ausgang sie \u2013 obgleich er enorme Folgen f\u00fcr ihr Leben haben kann \u2013 nicht kennen.<\/p>\n<p>Helge Lindh ist so ein Beispiel. Lange war es ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen ihm und dem CDU-Kandidaten Rainer Spiecker. Die Wahl, sie h\u00e4tte auch anders ausgehen k\u00f6nnen, dann w\u00e4re Helge Lindh jetzt nicht in Berlin, w\u00fcrde nicht beginnen, seinen politischen Alltag zu planen, h\u00e4tte wohl anders weitergemacht \u2013 irgendwie.<\/p>\n<p>\u201eNach dem Sieg kam Erleichterung, aber auch gewisses Loch, ein Moment der Leere. Kein Jubel, keine Gef\u00fchlsexplosion meinerseits. Was passiert ist, habe ich erst langsam realisiert. Jetzt bin ich Bundestagsabgeordneter und habe erfolgreich ein parteiinternes Verfahren und einen Wettbewerb zwischen Kandidaten gewonnen, das h\u00e4tte man vor f\u00fcnf Jahren niemals f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Es ist eine Chance, ein Geschenk.\u201c<\/p>\n<p>Andere hingegen sind in Berlin schon etabliert, wie beispielsweise J\u00fcrgen Hardt, der CDU-Kandidat f\u00fcr den Wahlkreis II, der vor der Wahl schon Abgeordneter war und danach noch immer. Trotzdem stehen auch f\u00fcr ihn nun andere Zeiten bevor: \u201eIn Berlin stehen wir vor schwierigen Koalitionsverhandlungen. Ich halte eine Koalition aus CDU, CSU, FDP und Gr\u00fcnen f\u00fcr machbar. Dies ist eine gro\u00dfe Herausforderung, aber auch eine gro\u00dfe Chance. Jetzt m\u00fcssen Demokraten zusammenstehen. Als CDU-Kandidat bin ich sicher, f\u00fcr die gute Sache unterwegs zu sein. Das st\u00e4rkt mir den R\u00fccken, selbst wenn es Gegenwind gibt.\u201c<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Direktkandidaten sich ihre Chancen vor der Wahl zumindest ann\u00e4hernd ausrechnen k\u00f6nnen, ist es f\u00fcr die Kandidaten, die \u00fcber die Landesliste in den Bundestag gelangen, noch schwieriger. Sie sind abh\u00e4ngig vom Gesamt-Wahlergebnis ihrer Partei. Das kann desastr\u00f6s ausfallen, so wie nun bei der SPD geschehen.<\/p>\n<p>Oder es kann \u00fcberraschend gut ausfallen, so wie bei der FDP. Und pl\u00f6tzlich zieht ein Kandidat wie Manfred Todtenhausen auch nach Berlin: \u201eMit der ersten Hochrechnung um 18.00 Uhr war mir die M\u00f6glichkeit bewusst, dass ich es geschafft haben k\u00f6nnte. Die Mitteilung, dass es geklappt hat, kam dann um 00.40 Uhr. Sicher freue ich mich \u00fcber das sehr gute Abschneiden der FDP. Und das Ergebnis der AFD ist mir Motivation, bessere Politik zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Todtenhausen, \u201eim Herzen Wuppertaler\u201c, wird nun zum Berufspendler, seinen Wohnort wechseln m\u00f6chte er nicht. F\u00fcr ihn und auch f\u00fcr seine Familie wird es eine anstrengende Zeit \u2013 und dann ist da auch noch das eigene Unternehmen, das der gelernte Elektroinstallateur aufgebaut hat und das jetzt andere \u00fcbernehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Doch Todtenhausen hat vorgesorgt: \u201eDas habe ich bereits vor l\u00e4ngerer Zeit mit einer Nachfolgel\u00f6sung vorbereitet. Ansonsten w\u00e4re eine politische T\u00e4tigkeit schwer machbar.\u201c Die Bundestagswahl: Ein Kreuz auf einem St\u00fcck Papier entscheidet \u00fcber Lebenswege, \u00fcber Schicksale, Wohnorte und Berufsperspektiven.<\/p>\n<p>Und letztlich ist es mit Politikern wohl ein bisschen so wie mit Fu\u00dfballern. Viele geben viel auf, um die Chance zu haben, oben mitspielen zu k\u00f6nnen \u2013davon leben k\u00f6nnen am Ende aber nur die wenigsten.<\/p>\n<p><strong>Text: Jan Filipzik<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebensver\u00e4ndernde Bundestagswahl! Die Wahl hat auch im Lokalen \u00fcber Lebenswege und Schicksale entschieden. Die Wuppertaler Helge Lindh (SPD) und Manfred Todtenhausen (FDP) ziehen neu in den Deutschen Bundestag ein.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":17376,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[4404,4896,3961,5084],"class_list":["post-17378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","tag-bundestagswahl","tag-helge-lindh","tag-juergen-hardt","tag-manfred-todtenhausen"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-12 12:48:11","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17378"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17378\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48429,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17378\/revisions\/48429"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17376"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}