{"id":15793,"date":"2020-02-25T08:08:53","date_gmt":"2020-02-25T07:08:53","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/07\/07\/angelika-bartsch-sorgt-sich-um-den-nachwuchs\/"},"modified":"2022-01-27T10:19:31","modified_gmt":"2022-01-27T09:19:31","slug":"angelika-bartsch-sorgt-sich-um-den-nachwuchs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/02\/25\/angelika-bartsch-sorgt-sich-um-den-nachwuchs\/","title":{"rendered":"Angelika Bartsch: Der Nachwuchs bereitet ihr Sorgen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45696\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45696\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/IMG_3840-Kopie-2-1024x989.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"989\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die vielseitige und vielbesch\u00e4ftigte Schauspielerin Angelika Bartsch &#8211; \u00a9\u00a0Foto: Monika Sandel<\/span><\/div>\n<p>Sie liebt Rollen, in denen sie geheimnisvolle, undurchschaubare, zwielichtige Frauen spielen kann. Charaktere mit Graut\u00f6nen, bei denen die Grenzen zwischen Gut und B\u00f6se zerflie\u00dfen, sind Angelika Bartsch auf den Leib geschrieben. Diese verk\u00f6rpert sie wie keine andere. Diven mit eiskaltem Blick und zynischer Mimik, dass dem Gegen\u00fcber das Blut in den Adern gefriert. Ob auf der B\u00fchne oder vor der Kamera &#8211; Angelika Bartsch hat ihre Nische gefunden.<\/p>\n<p>Sicher ein Grund, warum die 60 Jahre alte Schauspielerin, die im Privatleben warmherzig und humorvoll gilt, seit langem bei Regisseuren und Produzenten sehr gefragt ist.\u00a0Die Schauspielerin hat auch eine Wuppertaler Vergangenheit. Angelika Bartsch: \u201eIch war von 1991 bis 1996 bei den Wuppertaler B\u00fchnen engagiert und habe die Zeit dort sehr genossen. Mich verbindet nach wie vor viel mit dieser Stadt. Das war auch der Grund, warum ich bei \u201aKing Ping\u2018 mitgemacht habe.\u201c<\/p>\n<p>In dem von Dirk Michael H\u00e4ger und Christoph Schmidt (Rex-Film) komplett in Wuppertal produzierten Low-Budget-Kino-Krimi &#8222;King Ping&#8220; spielte Angelika Bartsch eine Kinderg\u00e4rtnerin. Der schrille Streifen, der bei den Kritikern sehr gut ankam, wurde 2013 zum gro\u00dfen Teil im Mirker Bahnhof unter der Regie von Claude Giffel gedreht.<\/p>\n<p>Fast alle Darsteller stammen aus Wuppertal oder haben einen Bezug zur Bergischen Metropole: Christoph-Maria Herbst, Sierk Radzei, Godehard Giese, Bela B., Hans-Martin Stier, Jana Moosen, Hans Richter, Barbara Seifert, Uwe Dag Berlin, Sinan Akkus, Marco Wohlwend, J\u00f6rg Reimers, Lilay Huser, Marcia Golgowsky, Lore Duwe und eben Angelika Bartsch.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Schauspielerin ist l\u00e4ngst nicht nur vor der Kamera oder auf der B\u00fchne eine gro\u00dfe Pers\u00f6nlichkeit. Auch hinter den Kulissen hat ihr Wort Gewicht. Sie f\u00fchrt auch selbst Regie und hat nicht umsonst viele Jahre als Dozentin an der Arturo Schauspielschule in K\u00f6ln und der Theaterschule im Theater der Keller (K\u00f6ln) gearbeitet.<\/p>\n<p>Doch heute gibt Angelika Bartsch keinen Schauspielunterricht mehr. Und das hat einen triftigen\u00a0Grund: \u201eIch mache mir gro\u00dfe Sorgen um den Schauspiel-Nachwuchs. Und ich kann es nicht mehr verantworten, junge Leute mit gro\u00dfen Idealen in unsere harten und schnelllebige Berufswelt zu schicken. Deshalb bilde ich nicht mehr aus.\u201c Klare Worte einer starken Frau.<\/p>\n<p>Immer mehr Schauspieler leben &#8211; so die Mimin &#8211; heute von der Hand in den Mund, m\u00fcssen um jede kleine Rolle k\u00e4mpfen, agieren hart am Existenzminimum. An vielen Theatern und auch bei vielen TV-Sendern spielt inzwischen der Rotstift eine Hauptrolle. Das war zu ihrer Zeit noch anders.<\/p>\n<p>So \u00fcberzeugend echt sie zwielichtige Frauen in ihren Film darstellt, so sympathtisch ist Angelika Bartsch privat. Sie selbst kam auf Umwegen zur Schauspielerei. Nach der Mittleren Reife arbeitete die geb\u00fcrtige Heilbronnerin zwei Jahre lang als Erzieherin, ehe sie von 1977 bis 1981 eine fundierte Schauspielausbildung an der renommierten Westf\u00e4lischen Schauspielschule in Bochum absolvierte.<\/p>\n<h3>Zw\u00f6lf Mal im &#8222;Tatort&#8220; dabei<\/h3>\n<p>An ihre erste Rolle im Schauspielhaus Bochum kann sich Angelika Bartsch noch sehr gut erinnern. Sie spielte die Ida in der Operette \u201eDie Fledermaus\u201c.\u00a0Die erfolgreiche Kino- &amp; TV-Schauspielerin hat die Theater-B\u00fchne nie vernachl\u00e4ssigt. Sie war u.a. am \u00a0D\u00fcsseldorfer Schauspielhaus, am Deutschen Natonaltheater Weimar, am Schauspielhaus Hamburg und am Staatstheater Karlsruhe und eben auch bei den Wuppertaler B\u00fchnen engagiert. 2008 erhielt sie bei den &#8222;Bad Gandersheimer Domfestspielen&#8220; den &#8222;Roswitha Ring&#8220; als beste Darstellerin.<\/p>\n<p>Einem breiten Publikum ist das Gesicht von Angelika Bartsch aber ein Begriff, weil sie bereits in fast allen bekannten und erfolgreichen TV-Krimi-Serien gebucht war. Sie spielte in Kino- oder TV-Filmen wie \u201eSchlafes Bruder\u201c (1995), \u201eDer M\u00f6rder und die Hure\u201c (1996), \u201eEnde einer Leidenschaft\u201c (1997), \u201eDas Trio\u201c (1998), \u201eRohtenburg\u201c (2006), \u201eDas Gl\u00fcck ist ein Kaktus\u201c (2011), &#8222;Die besondere Schwere der Schuld&#8220; (2014) mit G\u00f6tz George oder &#8222;Auf der Strasse&#8220; mit Christiane H\u00f6rbiger mit.<\/p>\n<p>Und die Wahl-Hamburgerin wurde bereits\u00a012 Mal f\u00fcr Rollen im ARD-Krimi-Flaggschiff &#8222;Tatort&#8220; gebucht.<\/p>\n<p>Mit den Duisburger Tatort-Kommissaren G\u00f6tz George und Eberhard Feik stand sie bereits 1985 in \u201eDoppelspiel\u201c vor der Kamera. In &#8222;Spuk aus der Eiszeit&#8220; (1988), &#8222;Schmutzarbeit&#8220; (1989) und &#8222;Der K\u00f6nig kehrt zur\u00fcck&#8220; (1995) f\u00fcr den legend\u00e4ren Hamburger Tatort mit Manfred Krug und Charles Brauer, f\u00fcr &#8222;Animals&#8220; (1991) und &#8222;Aida&#8220; (1996) mit dem M\u00fcnchener Kommissaren-Duo Miroslav Nemec und Udo Wachtweitl, f\u00fcr &#8222;Bestien&#8220; (2001) und &#8222;Klassentreffen&#8220; (2010) mit dem K\u00f6lner Gespann\u00a0Klaus J. Behrendt und Dietmar B\u00e4r und nicht zuletzt\u00a0f\u00fcr den M\u00fcnsteraner \u201eTatort &#8211; Erkl\u00e4re Chim\u00e4re\u201c (2015) mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers.<\/p>\n<p>Seit 2013 ist Angelika Bartsch als Rechtsmedizinerin Dr. Hannah Holle an der Seite von Kai Schumann (Kommissar) und Janine Kunze (Staatsanw\u00e4ltin) in der beliebten ZDF-Serie \u201eHeldt\u201c zu sehen, die in Bochum spielt. Im Oktober dieses Jahres wird bereits die 8. Staffel ausgestrahlt.<\/p>\n<p>Ihre Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zukunft: \u201eIch w\u00fcnsche mir weiterhin viele abwechslungsreiche Rollen\u201c. Auch wenn die\u00a0Schauspielerei ist inzwischen f\u00fcr viele ihrer Kolleginnen und Kollegen ein hartes Gesch\u00e4ft geworden ist, wird Angelika Bartsch weiterhin ihre Angebote bekommen &#8211; daf\u00fcr sprechen Ihr gro\u00dfes Talent, \u00fcber 40 Jahre Berufserfahrung, ihre Wandlungsf\u00e4higkeit und ihre F\u00e4higkeit, geheimnisvolle und zwielichtige Frauen zu verk\u00f6rpern.<\/p>\n<p><strong>Text: Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im &#8222;Tatort&#8220;, beim &#8222;Polizeiruf 110&#8220; und in vielen deutschen TV-Krimi-Serien. Gesehen hat sie schon jeder und ihre rauchige Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert. Die erfolgreiche Schauspielerin Angelika Bartsch (60) ist seit vielen Jahren gut im Gesch\u00e4ft. Aber sich macht sich Sorgen um den Nachwuchs. Die Ex-Dozentin sagt ganz klar: &#8222;Ich kann es\u00a0nicht mehr verantworten,\u00a0junge Schauspieler auszubilden!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":15792,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[19],"tags":[4490,4492,2156,4491],"class_list":["post-15793","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-weitblick","tag-angelika-bartsch","tag-serienstar","tag-tatort","tag-tvstar"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-14 11:02:57","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15793"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15793\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":45698,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15793\/revisions\/45698"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15792"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}