{"id":15420,"date":"2016-02-12T08:37:11","date_gmt":"2016-02-12T07:37:11","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/06\/12\/nur-erich-miss-konnte-torjaeger-mueller-stoppen\/"},"modified":"2022-01-31T17:23:33","modified_gmt":"2022-01-31T16:23:33","slug":"nur-erich-miss-konnte-torjaeger-mueller-stoppen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2016\/02\/12\/nur-erich-miss-konnte-torjaeger-mueller-stoppen\/","title":{"rendered":"Nur Erich Mi\u00df konnte Torj\u00e4ger M\u00fcller stoppen"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Erfolgsteam des ehemaligen Bundesligisten WSV gab es nur zwei waschechte Wuppertaler. Es waren Detlef Webers und Erich Mi\u00df. Nur sie stammten aus der eigenen Jugend. Es war die erfolgreiche A-Jugend, die damals um die westdeutsche Meisterschaft spielte. Spieler wie Peter Drenks, Ralf Klem und Peter \u201eTheo\u201c Redder standen in der Startl\u00f6chern, trainiert von Addy Prei\u00dfler und Torwart Helmut Domagalla. Prei\u00dfler, zweifacher Nationalspieler, Kapit\u00e4n und erfolgreicher Torj\u00e4ger beim deutschen Meister Borussia Dortmund, war von 1965 bis 1968 Trainer des WSV, k\u00fcmmerte sich aber wegen Erfolglosigkeit zuletzt nur noch um die Jugend.<\/p>\n<p>Von ihm gef\u00f6rdert, kam Webers (Jahrgang 1949) bereits als 17j\u00e4hriger in die erste Mannschaft des WSV und trug sp\u00e4ter im Aufstiegsjahr nicht weniger als 21 Tore bei. Webers stand im Schatten von G\u00fcnter Pr\u00f6pper und kam verletzungsbedingt sp\u00e4ter immer weniger zum Einsatz. Schlie\u00dflich wechselte er im Sommer 1973 zum damaligen Regionalisten Arminia Bielefeld, wo er f\u00fcr 50.000 DM ausgeliehen wurde. F\u00fcr den WSV lief er 32 Mal auf.<br \/>\nIn seiner heutigen R\u00fcckschau war der damalige WSV trotz seiner gro\u00dfartigen Erfolge so etwas wie ein \u201eDorfverein\u201c, was sich in Ausr\u00fcstung und Trainingsbedingungen ausdr\u00fcckte. \u201eWir sch\u00e4mten uns in Berlin wegen unserer einfachen Trainingskluft!\u201c Die WSV-Mannschaft verstand sich damals als Clique, in der es jeder Neue mehr als schwer hatte. Der aus Siegen gekommene, sp\u00e4ter ermordete, blutjunge Heinz Bonn (DS berichtete) wurde mehr geschnitten als angenommen, ehe er zum Hamburger SV wechselte, erinnert sich Webers heute.<\/p>\n<p>Webers selbst feierte seine gr\u00f6\u00dften sportlichen Erfolge dann in Belgien beim Erstligisten KV Kortrijk, bevor er 1979 in die amerikanische Profiliga zu den San Jose\u2019 Earthquakes wechselte. Nach der fu\u00dfballerischen Laufbahn arbeitete er als Coca-Cola-Fahrer und startete eine Karriere im Rennsport, wo er Langstreckenpokale einheimste &#8211; immer assistiert von Sohn Dennis, der inzwischen in Wuppertal einen Autohandel betreibt. Sein heutiger Kontakt zum Fu\u00dfball beschr\u00e4nkt sich auf den Fernsehsender \u201eSKY\u201c, wie der heute im Remscheider Morsbachtal wohnende Rentner schmunzelnd berichtet.<\/p>\n<p>Horst Buhtz hatte den gerade aus der Jugend gekommenen jungen Abwehrspieler Erich Mi\u00df (Jahrgang 1948) bei den WSV-Amateuren entdeckt und spontan zu einem Freundschaftsspiel gegen Eintracht Frankfurt eingeladen. Als der dann mit seiner Sporttasche ins Stadion kam, berichtet er heute, kannte ihn niemand, und die Ordner verwehrten ihm zun\u00e4chst sogar den Einlass.<br \/>\nDas aber sollte sich bald \u00e4ndern, insgesamt kam Erich Mi\u00df auf 110 Bundesliga-Eins\u00e4tze, 23 davon \u00fcbrigens f\u00fcr den VfL Bochum, zu dem er nach dem Abstieg f\u00fcr eine Spielzeit gewechselt war. Besonders die Spiele gegen Bayern M\u00fcnchen sind ihm in bester Erinnerung geblieben. Trainer Horst Buhtz hatte ihm immer eingebl\u00e4ut, dass er der einzige Abwehrspieler in Deutschland sei, der den damaligen Torsch\u00fctzenk\u00f6nig Gerd M\u00fcller stoppen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Mi\u00df, als enger \u201eManndecker\u201c bekannt, war gr\u00f6\u00dfer als \u201ekleines, dickes M\u00fcller\u201c und konnte diesen Vorteil geschickt nutzen. Nationales Interesse fand das Spiel gegen die M\u00fcnchener, das der Wuppertaler im Dress des VfL Bochums am 18. September 1976 bestritt. In dem sogenannten \u201eJahrhundertspiel\u201c gewannen die Bayern nach 0:4-R\u00fcckstand noch mit 6:5. Eine Minute vor dem Abpfiff markierte Hoene\u00df den Siegtreffer, M\u00fcller hatte zuvor zweimal getroffen.<\/p>\n<p>Schlagzeilen im negativen Sinne machte Erich Mi\u00df in einem Pokalspiel gegen Borussia M\u00f6nchengladbach am 5. August 1978, jetzt wieder beim WSV, als er bei einem Zweikampf Nationalverteidiger Berti Vogts, den sp\u00e4teren Bundestrainer, schwer verletzte. Vogts mu\u00dfte daraufhin seine Karriere beenden.<\/p>\n<p>Erich Mi\u00df betreibt mit seinem Sohn Martin einen Heizungs- und Sanit\u00e4rtechnik-Betrieb in Vohwinkel. \u201eEs war eine gro\u00dfartige Zeit\u201c, sagte uns der heute 69j\u00e4hrige.<\/p>\n<p><strong>Text: Siegfried J\u00e4hne\u00a0<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Serie WSV.Legenden (10): Erich Mi\u00df und Detlef Webers kamen aus eigener Jugend<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":15418,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[4397,4396,4395,149,3135],"class_list":["post-15420","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport","tag-erich-miss","tag-gerd-mueller","tag-juni-ausgabe","tag-wsv","tag-wsvlegenden"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-24 12:05:35","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/21"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15420"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49733,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15420\/revisions\/49733"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15418"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}