{"id":15391,"date":"2017-06-09T08:52:27","date_gmt":"2017-06-09T06:52:27","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/06\/09\/dr-ludger-stratmann-lachen-auf-rezept\/"},"modified":"2025-05-31T13:05:40","modified_gmt":"2025-05-31T11:05:40","slug":"dr-ludger-stratmann-lachen-auf-rezept","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/06\/09\/dr-ludger-stratmann-lachen-auf-rezept\/","title":{"rendered":"Dr. Ludger Stratmann verschreibt Lachen auf Rezept"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45207\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45207\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2021\/08\/DSC03614-2-1024x839.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"839\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Von Millionen geliebt: Dr. Ludger Stratmann &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Dr. Ludger Stratmann \u2013 der Arzt, dem nicht nur die Frauen vertrauen! Viele Jahre praktizierte er als Allgemeinmediziner in Bottrop, der \u201eHauptstadt f\u00fcr Hochdeutsch und Sprachkultur\u201c. Seine Erfahrungen, Erlebnisse und die Stilbl\u00fcten, die er als \u201eHalbgott in wei\u00df\u201c in seiner Praxis gesammelt hat, verarbeitet er sehr erfolgreich als Comedian auf der B\u00fchne. Sein Rezept: Lachen ist die beste Medizin. Das Stethoskop hat Dr. Ludger Stratmann l\u00e4ngst an den Nagel geh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p>STADTZEITUNGS-Redaktionsleiter Peter Pionke empfing er jetzt doch noch einmal zu einer \u201eSprechstunde\u201c \u2013 sozusagen als Privat-Patient&#8230;<\/p>\n<p><strong>DS: Als Arzt sind Sie ein Sp\u00e4tberufener. Sie haben ja erst eine Banklehre gemacht. Warum sind Sie so sp\u00e4t umgeschwenkt?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eDas kam durch einen Zufall. Vorher hatte ich eigentlich an nichts Interesse. Ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, irgendetwas mit Begeisterung zu machen. Ich war faul und interessierte mich nur f\u00fcr Jerry-Cotton-Hefte. Aber ich musste ja auch irgendwie Geld verdienen. Und da kam ein Bekannter, der sagte: &#8218;Du kannst bei uns im Krankenhaus Sitzwache machen. Da musst Du nur neben einem Schwerkranken sitzen und wach bleiben. Und sollte sich irgendetwas an seinem Zustand ver\u00e4ndern, dann musst Du einen Arzt rufen\u2018. Das habe ich dann ein paar Mal gemacht und da war ich so fasziniert von der Medizin und dem Heilgedanken, dass ich f\u00fcr mich beschlossen habe: Das m\u00f6chte ich machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind das zweitj\u00fcngste von neun Kindern. Da mussten Sie doch sicher immer die Klamotten der \u00e4lteren Geschwister auftragen?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eJa, leider. Ich besa\u00df zwar ein paar gute,eigene Sachen, aber die hatte ich im Keller versteckt. Bevor ich dann in die Schule ging, habe ich mich dort immer heimlich umgezogen. Die sch\u00f6nen Klamotten hatte ich von Verwandten geschenkt bekommen. Denn wir waren ja als Gro\u00dffamilie nicht gerade auf Rosen gebettet.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben schon w\u00e4hrend Ihres Studiums nebenbei an Kabarett-Programmen gearbeitet. Was oder wer hat Sie da inspiriert?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eEhrlich gesagt, wollte ich mich pr\u00e4sentieren. Ich habe schon immer gern und viel geredet. Und ich wollte mich an der Reaktion der Zuh\u00f6rer erfreuen. Mir ist es aber heute noch peinlich, auf eine B\u00fchne zu gehen und von den Zuschauern mit einem Riesenapplaus empfangen zu werden, obwohl ich noch gar nichts gemacht habe. Ich m\u00f6chte meinen Job erledigen, dann kann ich mich auch \u00fcber den Applaus freuen. Ich bin kein Missionar und habe auch keinen Lehrauftrag. Ich m\u00f6chte die Leute einfach nur gut unterhalten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie reden ja auf der B\u00fchne in typischer Ruhrpott-Sprache, wie der Komiker J\u00fcrgen von Manger. Ist er so etwas wie ein Vorbild f\u00fcr Sie?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch sch\u00e4tze J\u00fcrgen von Manger sehr und habe ihn auch einmal pers\u00f6nlich kennen gelernt. Aber als Vorbild w\u00fcrde ich ihn nicht bezeichnen. Mein Vorbild ist der Kabarettist Hanns Dieter H\u00fcsch. Ich habe seine Sprache, seine Wortspiele und seine Art, sich auszudr\u00fccken, sehr gemocht. Ich hatte auch das Gl\u00fcck, ihn mehrmals zu treffen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ab wann haben Sie angefangen, die witzig-skurrilen Spr\u00fcche Ihrer Patienten aufzuschreiben?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch habe sie gar nicht aufgeschrieben, ich konnte sie mir so merken. Die besten Stilbl\u00fcten habe ich dann in meinem ersten B\u00fchnen-Programm \u201eHauptsache ich werde geholfen\u201c verarbeitet.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Rolle hat es gespielt, dass sich Ihre Praxis in Bottrop befand, dem Synonym f\u00fcr Ruhrpott- und Ruhrgebiets-Mundart schlechthin?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eDas hat eine gro\u00dfe Rolle gespielt. Meine Praxis in Bottrop war eine wahre Fundgrube f\u00fcr skurrile Spr\u00fcche und Stilbl\u00fcten. Ich bin aber nie despektierlich mit den Ruhrgebiets-Menschen und ihrer Sprache umgegangen, sondern immer liebevoll und respektvoll.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wann war der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie gemerkt haben, dass Sie Praxis und B\u00fchne nicht mehr unter einen Hut bekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eDas war 1998. Die zwei Jahre davor hatte ich ja ohnehin nur noch halbtags praktiziert. Mir wurde irgendwann klar, dass es mir nicht mehr m\u00f6glich war, morgens um acht Uhr ernsthaft und gewissenhaft als Arzt Patienten zu behandeln und abends als Kunstfigur \u201eJupp\u201c auf der B\u00fchne zu stehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sind denn auch Leute in Ihre Praxis gekommen, die Sie eigentlich nur einmal als prominenten \u201aOnkel Doktor\u2018 kennenlernen wollten?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eJa, das ist vorgekommen, und das hat mich auch fertig gemacht. An einen Fall kann ich mich genau erinnern: Da kam eine sch\u00f6ne Blondine mittleren Alters aus D\u00fcsseldorf, die mich als Hausarzt in Bottrop erkoren hatte. Der habe ich sofort gesagt: \u201aWenn Ihnen etwas passiert in D\u00fcsseldorf, ich fahre da nicht hin!\u2018 Mein Anteil an Privatpatienten stieg stetig an. Das war sicher meiner Popularit\u00e4t geschuldet.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Werden Sie heute eigentlich immer noch von Freunden und Bekannten medizinisch um Rat gefragt &#8211; nach dem Motto: einmal Arzt &#8211; immer Arzt?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eDas hat sich zum Gl\u00fcck gelegt. Aber fr\u00fcher haben mich sogar Leute nach der Show um Ratschl\u00e4ge gebeten, wie sie ihre Wehwehchen loswerden k\u00f6nnten. Obwohl ich nicht mehr praktiziere, interessiere ich mich nach wie vor f\u00fcr die Medizin und lese auch regelm\u00e4\u00dfig das \u00c4rzteblatt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie schwer ist es Ihnen eigentlich gefallen, den Arztkittel an den ber\u00fchmten Nagel zu h\u00e4ngen &#8211; denn Arzt ist ja kein normaler Job, sondern eine Berufung?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eDas ist mir einerseits sehr schwer gefallen, andererseits war ich auch sehr erleichtert. Der Krankenhaus- und der Praxis-Alltag waren sehr stressig und manchmal auch sehr deprimierend. Ich musste Verantwortung f\u00fcr meine Patienten tragen. Da war ich am Ende froh, diese psychische Belastung erst einmal los zu sein.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wenn Sie die Entwicklung im Gesundheitswesen sehen, gerade bei den niedergelassenen \u00c4rzten, wie gro\u00df ist dann Ihre Genugtuung, den Absprung geschafft zu haben?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eDen Typ von Hausarzt, der ich war, den gibt es heute gar nicht mehr. Wer macht heute noch Hausbesuche? Und es ist f\u00fcr mich schon eine Art der Genugtuung, wenn Kollegen nach der Vorstellung zu mir kommen und sagen: \u201aDu hast alles richtig gemacht, wir k\u00f6nnen den Druck und die immer gr\u00f6\u00dfer werdende B\u00fcrokratie nicht mehr ertragen\u2018.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihre Praxis war ja die nie versiegende Quelle f\u00fcr lustige Patienten-Spr\u00fcche \u00e0 la \u201eIch habe R\u00fccken&#8230;\u201c &#8211; Wo bekommen Sie diese lustigen Stilbl\u00fcten heute her?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch freue mich \u00fcber jeden guten, neuen Spruch und sauge ihn auf. Ich kann ja alles, was ich in meinem Umfeld h\u00f6re, in meinem Job verwerten. Das kann ein Br\u00fcckenbauer nicht.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Nach 150 Sendungen haben Sie Ihre erfolgreiche Sendung \u201eStratmanns &#8211; Jupps Kneipentheater im Pott\u201c aufgegeben &#8211; wie man h\u00f6rt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eJa, das stimmt. Ich hatte Prostata-Probleme, die mich sehr belastet haben. Ich musste alle zehn Minuten zur Toilette und das auch w\u00e4hrend der Sendung. Aber nach einer Operation ist jetzt wieder alles in Ordnung.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wollen Sie jetzt nur k\u00fcrzer treten oder denken Sie sogar daran, in absehbarer Zeit ganz auf zu h\u00f6ren?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch mache nat\u00fcrlich weiter, aber ich m\u00f6chte nicht mehr fremdbestimmt sein. Ich wei\u00df jetzt, dass ich freitags, samstags und sonntags in meinem Essener Theater auftreten muss und darauf freue ich mich. Ich m\u00f6chte nicht mehr in Terminn\u00f6te geraten oder aus dem Koffer leben.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wird es noch einmal ein ganz neues Stratmann-Programm geben oder lassen Sie Ihre Karriere jetzt mit Best-Off-Ausschnitten aus Ihren vorhandenen Erfolgs-Programmen ausklingen?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIm Kopf arbeite ich eigentlich permanent an einem neuen Programm. Organisch haben ich mich noch nicht daran gesetzt, das w\u00fcrde mich momentan zu sehr unter Druck setzen. Vielleicht mache ich ja mal ein politisches Programm, das w\u00fcrde mich schon reizen. Solange spiele ich mein \u201eBest Off\u201c &#8211; das macht mir Riesen-Spa\u00df und daf\u00fcr k\u00f6nnte man mich nachts um drei Uhr wecken&#8230;\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wen von den jungen Kollegen sch\u00e4tzen Sie am meisten?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eEs gibt jetzt einige Comedians, die kommen so aus der poetischen Ecke. Die sind zwar sehr tiefsch\u00fcrfend, aber das hat mit Comedy wenig zu tun. Ich finde beispielsweise den Marcus Krebs sehr gut. Der ist sehr authentisch. Wenn der lacht, ist das kein Lachen f\u00fcrs Publikum, der hat wirklich Spa\u00df.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie waren in allen bekannten TV-Talk-Shows und gro\u00dfen Fernseh-Shows zu Gast. Gibt es eine Sendung, in der Sie noch gern auftreten w\u00fcrden?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eGanz ehrlich, ich w\u00fcrde sehr gern einmal eine kleine Rolle in einem Kriminalfilm spielen. Das w\u00fcrde mich reizen und das w\u00fcrde ich gern einmal in meiner Karriere erleben.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Viele Wuppertaler Pers\u00f6nlichkeiten sind echte Norderney-Fans. Was begeistert Sie so sehr an dieser Insel?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch habe seit \u00fcber 20 Jahren ein Haus auf der Insel. Ich liebe diese Zweiteiligkeit. Auf der einen Seite die Urbanit\u00e4t und auf der anderen Seite die Natur. Ich fahre gern mit dem Fahrrad \u00fcber den nat\u00fcrlichen Teil der Insel. Und wenn ich Lust auf Halligalli habe, kann ich das abends in einer Kneipe erleben. Ich kenne alle Inseln. Diese wunderbare Trennung gibt es nirgendwo.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Erinnerungen haben Sie an Wuppertal?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch habe nur positive Erinnerungen an Wuppertal. Da fallen mir die wundersch\u00f6ne Historische Stadthalle und das REX-Theater ein, in dem ich sehr oft gespielt habe. Dann war ich mit einem hohen W\u00fcrdentr\u00e4ger der evangelischen Kirche aus Wuppertal befreundet, mit ihm und seinen S\u00f6hnen habe ich regelm\u00e4\u00dfig auf Norderney gesurft. Leider ist er inzwischen verstorben.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind bekennender FDP-W\u00e4hler &#8211; welche Rolle trauen Sie der Partei nach der n\u00e4chsten Bundestagswahl zu?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch traue Christian Lindner und seiner Partei zu, dass sie es schaffen, in dieser verh\u00e4rteten links und rechts orientierten Welt ein St\u00fcck weit Liberalit\u00e4t zur\u00fcck zu bringen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind Vorsitzender des Kuratoriums der \u201eStiftung Solidarit\u00e4tsfonds NRW f\u00fcr benachteiligte Jugendliche\u201c und Botschafter der \u201eBodelschwinghschen Stiftungen Bethel\u201c. Beides sehr weit weg von Comedy. Warum liegen Ihnen gerade diese Projekte so sehr am Herzen?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eIch unterst\u00fctze diese Institutionen aus voller \u00dcberzeugung, und ich tue das &#8211; ehrlich gesagt &#8211; auch f\u00fcr mich selbst, weil ich mich dabei wohl f\u00fchle. Ich finde es wichtig, dass man sich auch selbst zufriedenstellt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was ist schwerer, die Leute zu heilen oder die Leute zum Lachen zu bringen?<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann: \u201eGanz eindeutig: Die Menschen zum Lachen zu bringen. Es gibt kein Rezept, das einem garantiert, dass die Leute lachen. Eine Pointe falsch gesetzt, schon ist der ganze Witz kaputt. Bei der Gesundheit kann ich auf ein Fachbuch zur\u00fcckgreifen, f\u00fcr die Comedy gibt es das nicht.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das sehr spannende, unterhaltsame Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong>VITA<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dr. Ludger Stratmann wurde am 23.07.1948 als zweitj\u00fcngster von neun Kindern in Verl geboren. Er besuchte die Handelsschule und absolvierte eine Sparkassenlehre. Sein \u00e4lterer Bruder Michael studierte in Wuppertal an der Hochschule f\u00fcr Design und war hinterher Prof. in Pittsburgh (USA) und zum Schluss Dekan der Uni Potsdam. Ludger Stratmann machte auf dem bisch\u00f6flichen Abendgymnasium in Essen sein Abitur nach. Anschlie\u00dfend studierte er an den Universit\u00e4ten Essen und Bochum Humanmedizin. Stratmann arbeite als Assistenzarzt am Marienhospital in Gelsenkirchen. 1985 promovierte er &#8211; Thema: \u201eTumorerkrankungen des Duodenum\u201c (Zw\u00f6lffingerdarm).<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend f\u00fchrte er eine Praxis f\u00fcr Allgemeinmedizin in Bottrop. Seit 1998 ist er nur noch Comedian und Kabarettist. Seit 1994 betreibt er im ehemaligen Amerika-Haus in Essen sein \u201eStratmanns-Theater im Europahaus\u201c. Er spielte in seinem Theater und auf Tournee bislang vor rund 1,2 Millionen Zuschauern &#8211; u.a. f\u00fcllte er mehrmals die Essener Grugahalle (ca. 4.500 Zuschauer).<\/p>\n<p>TV- Pr\u00e4senz: 1997 &#8211; 2000 Kohlenpott Kneipenwirt Jupp in \u201eMittwochs in&#8230;\u201c (WDR-Fernsehen) &#8211; 2000 &#8211; 2016 Stratmanns &#8211; Jupps Kneipentheater im Pott\u201c (WDR)<br \/>\n150 Sendungen im Bahnhofs-Restaurant \u201eLukas\u201c in Essen-Kupferdreh. Seine Solo-B\u00fchnen-Programme: \u201eHauptsache ich werde geholfen\u201c (1995) -\u201eHeut komm ich mal mit mein Bein\u201c (1997) &#8211; \u201eHauptsache nich fettich\u201c (1999) &#8211; \u201eDr. Stratmann &#8211; Best of\u201c (2003) &#8211; \u201eMachensichmafrei, bitte\u201c (2005) &#8211; \u201eKunstfehler\u201c (2009) &#8211; Pathologisch\u201c (2015)<\/p>\n<p>Dr. Stratmann ist u.a. Tr\u00e4ger des Tegtmeier-Erben-Ehrenpreises. Er ist Vorsitzender des Kuratoriums der \u201eStiftung Solidarit\u00e4tsfonds NRW f\u00fcr benachteiligte Jugendliche\u201c und Botschafter der \u201eBodelschwinghschen Stiftungen Bethel\u201c.<\/p>\n<p>Seit 1971 ist Ludger Stratman mit Ehefrau Brigitte verheiratet. Beide haben zwei erwachsene Kinder. (www.stratmanns.de)<\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lachen auf Rezept: Dr. Ludger Stratmann, der Star-Comedian, der viele Jahre lang als Hausarzt die Wehwehchen seiner Patienten behandelte, praktiziert jetzt nur noch auf der B\u00fchne. 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