{"id":15320,"date":"2017-06-06T05:54:29","date_gmt":"2017-06-06T03:54:29","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/06\/06\/was-wir-aus-der-landtagswahl-lernen-koennen\/"},"modified":"2022-01-29T16:02:48","modified_gmt":"2022-01-29T15:02:48","slug":"was-wir-aus-der-landtagswahl-lernen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/06\/06\/was-wir-aus-der-landtagswahl-lernen-koennen\/","title":{"rendered":"Was wir aus der Landtagswahl lernen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_48338\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 909px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-48338\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/111_landtag-1024x682-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"899\" height=\"641\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Die SPD-Landtagsabgeordneten (v.l.) Dietmar Bell, Andreas Biallas und Josef Neumann &#8211; \u00a9 Jens Grossmann<\/span><\/div>\n<p>Die Landtagswahl \u2013 f\u00fcr Wuppertal hat sie politisch keine gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen gebracht: Alle drei SPD-Kandidaten haben sich in ihren Wahlbezirken durchsetzen k\u00f6nnen und ziehen erneut in den Landtag ein. Also bleibt alles beim Alten? Nicht ganz, denn ein paar Erkenntnisse lassen sich durchaus aus den Wahlen selbst und dem Ergebnis ziehen.<\/p>\n<p>Da w\u00e4re zum einen die Wahlbeteiligung. Sie ist zwar nicht signifikant, aber dennoch sp\u00fcrbar h\u00f6her ausgefallen als vor f\u00fcnf Jahren. F\u00fcr eine Demokratie ist das ein gesundes Zeichen: In Zeiten, in denen populistische Parteien an Boden gewinnen und sich f\u00fcr viele die Sinnfrage am Konstrukt Europa stellt, z\u00e4hlt die eigene Stimme pl\u00f6tzlich wieder etwas.<\/p>\n<p>Wenn es eben doch Alternativen gibt \u2013 und sei es durch eine deutlichere inhaltliche Abgrenzung von SPD und CDU \u2013 sind die Menschen auch daran interessiert, mitzubestimmen. Das l\u00e4sst hoffen mit Blick auf die Bundestagswahl, zumal die AfD zwar in den Landtag einziehen konnte, letztlich aber gl\u00fccklicherweise nicht so stark abgeschnitten hat, wie von vielen bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass die SPD zumindest in Wuppertal den Landes-Trend hat widerlegen k\u00f6nnen \u2013 auch wenn die Zustimmung hier weniger stark ausgefallen ist, als noch bei der Wahl 2012. \u201eSicherlich war das Wahlergebnis aber auch ein Beleg daf\u00fcr, dass in Wuppertal unsere Arbeit im Landtag gesch\u00e4tzt wird\u201c, sagt Dietmar Bell (SPD), nennt die zahlreichen Landesmittel als Beleg und spricht aber auch davon, dass es nun kein einfaches \u201eweiter so\u201c geben k\u00f6nne: \u201eWir sind in der Endphase des Wahlkampfes mit unseren Themen \u00fcberhaupt nicht mehr durchgedrungen. Zudem ist ein Bild dieses Landes gezeichnet worden, dass der Realit\u00e4t nicht entspricht. Wir werden jetzt unsere Arbeit zwangsl\u00e4ufig \u00e4ndern m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p>Wie diese \u00c4nderungen konkret aussehen, dar\u00fcber will er in den kommenden Wochen mit seinen beiden Mitstreitern Andreas Bialas und Josef Neumann beraten. Bis dahin will er sich weiterhin f\u00fcr die Themen einsetzen, die ihn auch in den vergangenen f\u00fcnf Jahren besch\u00e4ftigt haben: den Hochschulstandort Wuppertal und die Wirtschaftspolitik.<\/p>\n<p>Mit Spannung beobachtet worden ist auch der Wahlkampf und vor allem das Ergebnis des unabh\u00e4ngigen Kandidaten J\u00f6rg Heynkes, der sich im Vorfeld die Unterst\u00fctzung der Gr\u00fcnen gesichert hatte. Sein Wahlkampf war engagiert, mutig und deutlich pr\u00e4sent \u2013 was sich auch im Ergebnis zeigt: Im Gegensatz zu den anderen beiden Gr\u00fcnen Mitbewerbern hat Unternehmer Heynkes deutlich mehr Stimmen geholt und ein respektables Ergebnis eingefahren. Auch wenn er letztlich nicht gew\u00e4hlt worden ist, sein Engagement hat sich ausgezahlt.<\/p>\n<p>Es l\u00e4sst sich also doch noch etwas bewegen im politischen Deutschland, auch wenn es derzeit noch keine Ver\u00e4nderung im Ausma\u00df einer Wahl von Emmanuel Macron zum franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten ist. Das sieht auch Heynkes so, der unmittelbar nach der Wahl angek\u00fcndigt hat, dass sein politischer Weg mit diesem Ergebnis nicht enden wird, wenngleich auch noch nicht feststeht, wie genau er aussehen wird: \u201eEs gibt mehrere Optionen, die aber alle heute noch nicht spruchf\u00e4hig sind. Deshalb nehme ich mir die Zeit das in Ruhe mit anderen zu diskutieren und dann zu entscheiden\u201c, sagt Heynkes.<\/p>\n<p>Er nimmt auch einige ganz pers\u00f6nliche Erkenntnisse aus dem Wahlkampf mit: \u201eIch wusste nicht wieviel ich nicht wei\u00df. Meine Besuche und Gespr\u00e4che in den Quartieren, den Initiativen, Gemeinden und Vereinen haben mich ungeheuer bereichert. Ich hatte das Privileg, die Lebensrealit\u00e4ten der Menschen in unserer Stadt ganz intensiv kennen zu lernen. Das nimmt mir keiner mehr.\u201c<\/p>\n<p>Es bleibt also spannend, wie letztlich die Bundestagswahl im September ausfallen wird. Und zumindest bei der Wuppertaler SPD ist man weiterhin optimistisch: \u201eDie Wahl ist im September &#8211; da flie\u00dft noch viel Wasser den Rhein herunter, abgeschenkt ist die ausdr\u00fccklich nicht!\u201c, sagt Dietmar Bell.<\/p>\n<p>Weder von der Wuppertaler CDU, noch von den Gr\u00fcnen zog ein Kandidat in den NRW-Landtag ein \u2013 auch nicht \u00fcber die Liste.<\/p>\n<p><strong>Text: Jan Filipzig<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landtags-Wahl ist vorbei und im Tal ist alles wie vorher \u2013 oder doch nicht?\u00a0Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Ergebnis der Wahl &#8211; zusammengefasst von Jan Filipzig.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":15318,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[4207,1313],"class_list":["post-15320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","tag-landtagswahl","tag-nrw"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-22 06:21:52","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15320"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48340,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15320\/revisions\/48340"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}