{"id":15312,"date":"2016-02-09T08:34:48","date_gmt":"2016-02-09T07:34:48","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/06\/04\/slava-savchenko-setzt-fast-alle-gegner-matt\/"},"modified":"2022-01-31T17:24:27","modified_gmt":"2022-01-31T16:24:27","slug":"slava-savchenko-setzt-fast-alle-gegner-matt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2016\/02\/09\/slava-savchenko-setzt-fast-alle-gegner-matt\/","title":{"rendered":"Slava Savchenko setzt (fast) alle Gegner matt"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine \u201eSportger\u00e4te\u201c sind K\u00f6nig, Dame, L\u00e4ufer, T\u00fcrme, Springer und Bauern. Slava Savchenko (49) ist Wuppertals bester Schachspieler. Der Internationale Schachmeister (IM) hat sogar schon in der Bundesliga am Brett gesessen. Doch jetzt spielt der geb\u00fcrtige Ukrainer beim Drittligisten BSW Wuppertal\u00a0und will mithelfen, die n\u00e4chste \u201eAufstiegs-Schlacht\u201c zu gewinnen. Joachim M\u00fcller hat den genialen Strategen interviewt.<\/p>\n<p><strong>DS: Im Jahre 1999 sind Sie mit Ihrer Frau Inna und Sohn Aleksey aus der Ukraine nach Deutschland gekommen. Was war der Grund f\u00fcr diese wichtige Lebensentscheidung?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eDiese Entscheidung fiel uns nicht leicht. Wir sind mit der Familie meiner Frau nach Deutschland gekommen. Wuppertal ist reiner Zufall gewesen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind \u201eInternationaler Schachmeister\u201c (IM), das ist eine Stufe unter dem Gro\u00dfmeister (GM). Wie kommt man an solch einen Titel?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eIch habe mein ganzes Leben dem Schach gewidmet und mit neun Jahren angefangen. In der Schule war ich in der Schachklasse (t\u00e4glich zus\u00e4tzlich zwei Stunden Schachunterricht). Mein Studium habe ich als Sportlehrer\/Schachtrainer absolviert. Das Schachspiel beinhaltet zus\u00e4tzlich wichtige Merkmale f\u00fcr die Bildung der Pers\u00f6nlichkeit, die in anderen Sportarten fehlen. Der Weg zum Titel IM ist nicht einfach. Dieser wird vom Weltschach-bund FIDE vergeben. Seit 2007 darf ich den Titel tragen. In demselben Jahr habe ich erfolgreich in der Bundesliga gespielt und eine GM-Norm erreicht.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Mit Schach allein konnten Sie in Deutschland nicht viel Geld verdienen. War das der Grund, eine Ausbildung als Physiotherapeut zu machen?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eIch war mehrfach mit der deutschen Delegation bei der Jugend-EM und -WM als Trainer dabei, habe Erwachsene und Jugendliche bei den SF Gerresheim und beim D\u00fcsseldorfer SK trainiert. Das war aber kein sicherer Job. Ich musste in meinem beruflichen Leben etwas \u00e4ndern.\u00a0In meinem Studium hatte ich u.a. F\u00e4cher wie Sportmedizin, Krankengymnastik, Massage, so dass mir dieser Beruf nicht ganz so fremd war.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Inzwischen haben Sie sich am Alten Markt in Barmen mit einer eigenen Praxis erfolgreich selbst\u00e4ndig gemacht. Man sagt Ihnen nach, \u201egoldene H\u00e4nde\u201c zu haben. Bleibt da \u00fcberhaupt noch Zeit f\u00fcr Ihr Hobby Schach?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eVielen Dank f\u00fcr das Kompliment. Ich habe Freude und Spa\u00df an meinem Beruf. F\u00fcr mein Hobby nehme ich mir die Zeit, da Schach in meinem Leben eine gro\u00dfe Rolle spielt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: 2012 haben Sie mit Ihrem Sohn Aleksey unter 68 Teams die Deutsche Familienmeisterschaft in Oberhof gewonnen. Warum haben Sie Ihren gemeinsamen Titel nie verteidigt?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eIm Jahre 2001 sind Aleksey und ich NRW-Familienmeister geworden. Elf Jahre sp\u00e4ter haben wir die Deutsche Familienmeisterschaft gewonnen. 2013 habe ich mit meinem j\u00fcngeren Sohn Daniel in der Kategorie Vater\/Sohn bei der Deutschen Familienmeisterschaft Platz zwei belegt. Ich arbeite viel, Aleksey studiert an der Uni und hat einen Job, so dass wir leider keine Zeit mehr haben, bei so einem Turnier zu spielen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Aleksey (25) und Sie spielen an den Spitzen-Brettern beim BSW. In dieser Zeit hat die 1. Mannschaft einen Sprung von der 5. in die 3. Liga gemacht. F\u00fchlt Ihr Euch wohl in diesem Verein?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eJa, ich f\u00fchle mich wohl in diesem Verein. Es kommen immer viele Zuschauer und unterst\u00fctzen die Spieler bei Mannschaftsk\u00e4mpfen. Es macht Spa\u00df, wenn man seine Erfolge sieht, man wird f\u00fcr die Zukunft motiviert.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihr j\u00fcngster Sohn Daniel (15) spielt im D\u00fcsseldorfer SK. Kommt der auch einmal zu Vater und Bruder beim BSW Wuppertal?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eWir haben mehrmals die Vereine gewechselt. Vor Gerresheim haben wir im PSV\/BSV Wuppertal gespielt. Wir wurden dann von Ren\u00e9 T\u00fcckmantel (BSW-Mannschaftsf\u00fchrer) und Achim M\u00fcller (1. Vorsitzender) eingeladen, in der ersten Mannschaft des BSW zu spielen. Das Thema Vereinswechsel f\u00fcr Daniel ist momentan sehr aktuell. Ich w\u00fcrde mich freuen, mit meinen beiden S\u00f6hnen in einer Mannschaft spielen zu d\u00fcrfen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Im August werden Sie 50 Jahre alt. Sie haben zwei prima S\u00f6hne, sind schon Gro\u00dfvater, haben beruflichen und sportlichen Erfolg &#8211; was kann da noch kommen?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eMan sagt ja, dass ein Mann in seinem Leben drei Dinge tun sollte: Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen&#8230;\u00a0Zwei S\u00f6hne habe ich schon, B\u00e4ume habe ich auch schon genug gepflanzt, ich muss noch ein Haus bauen&#8230;\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind derzeit der st\u00e4rkste Schachspieler in Wuppertal. M\u00f6chten Sie noch mit dem BSW in die 2. Bundesliga aufsteigen?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eJa, nat\u00fcrlich macht mich das stolz, und ich m\u00f6chte sehr gerne mit meiner Mannschaft in der 2. Bundesliga spielen. Ich habe bei den SF Gerresheim bereits sechs Jahre in dieser Liga gegen starken Gegner gespielt und Erfahrung im Schach gesammelt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ihr Verein BSW Wuppertal hat gerade sein erstes Jahr in der 3. Liga hinter sich gebracht und das Saisonziel Klassenerhalt relativ problemlos erreicht. Haben Sie damit gerechnet?<\/strong><\/p>\n<p>Slava Savchenko: \u201eEs war f\u00fcr uns schwer als Neulinge in der Oberliga NRW. Hier spielen insgesamt zehn Teams, von denen die letzten drei absteigen. Wir konnten gegen starke Gegner wie SG Porz und SV Dinslaken gewinnen. Alle Mannschaftsk\u00e4mpfe haben \u00fcber sechs Stunden gedauert. Mit etwas mehr Gl\u00fcck h\u00e4tten wir sogar aufsteigen k\u00f6nnen. Ich hoffe, dass die neue Saison f\u00fcr uns (noch) erfolgreicher sein wird.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das interessante Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Joachim M\u00fcller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Slava Savchenko setzt (fast) alle Gegner matt.\u00a0Geb\u00fcrtiger Ukrainer ist Wuppertals bester Schachspieler. 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