{"id":14975,"date":"2017-05-12T12:29:46","date_gmt":"2017-05-12T10:29:46","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/05\/12\/prof-groenemeyer-ich-moechte-100-jahre-werden\/"},"modified":"2025-05-12T19:12:48","modified_gmt":"2025-05-12T17:12:48","slug":"prof-dietrich-groenemeyer-ich-moechte-100-jahre-alt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/05\/12\/prof-dietrich-groenemeyer-ich-moechte-100-jahre-alt-werden\/","title":{"rendered":"Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: &#8222;Ich m\u00f6chte 100 Jahre alt werden&#8220;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45452\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45452\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_4852-1024x710.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"710\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Dietrich Gr\u00f6nemeyer &#8211; \u00a9 Claudio di Lucia<\/span><\/div>\n<p>Er besitzt viele Talente. Verfasser wissenschaftlicher Schriften, erfolgreicher Buchautor, Erfinder der Zeichentrick-Figur \u201eDer kleine Medicus\u201c, Moderator einen eigenen TV-Sendung. Doch in erster Linie ist er Arzt \u2013 ein Mediziner mit Leib und Seele. Prof. Dr. Dietrich Gr\u00f6memeyer (64), \u00e4lterer Bruder des S\u00e4ngers und Songschreibers Herbert Gr\u00f6nemeyer (\u201eM\u00e4nner\u201c &#8211; \u201eBochum\u201c), sieht sich als medizinischer Grenzg\u00e4nger, der auch alternative Heilmethoden nicht ignoriert &#8211; zum Wohle seiner Patienten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p>Und er nimmt kein Blatt vor den Mund. Das beweist er auch in dem Interview, das Peter Pionke mit ihm f\u00fchrte.<\/p>\n<p><strong>DS: \u201eSie verlassenen sich nicht nur auf die Schulmedizin, sondern sehen K\u00f6rper, Seele und Geist als Ganzes. Wie kamen Sie zu dieser Einsicht?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eIch bin Schulmediziner, pl\u00e4diere aber seit langem f\u00fcr ein Zusammenwirken der verschiedenen therapeutischen Methoden, ohne dogmatische Scheuklappen, also Schulmedizin und Hightech, aber auch komplement\u00e4re Verfahren und Naturheilkunde. Vieles w\u00e4re ja ohne naturheilkundliche Erfahrung nicht denkbar, das Aspirin unter anderem. Und wer wollte schlie\u00dflich bestreiten, dass wir Schulmediziner hinsichtlich der menschlichen Zuwendung noch manches von den Vertretern der alternativen Medizin lernen k\u00f6nnen. Weil sie sich die Zeit nehmen, die wir selbst immer weniger zu haben glauben, gehen die Patienten zu ihnen. Diese Bereitschaft, \u201esich einzulassen\u201c, ist das Entscheidende. Das hei\u00dft aber nicht dass hier dem Handauflegen oder irgendwelcher Geisterbeschw\u00f6rung das Wort geredet werden soll, obwohl auch das in manchen Kulturen seine Bedeutung hat. Dabei gilt f\u00fcr die Naturheilkunde selbstverst\u00e4ndlich das Gleiche wie f\u00fcr die Schulmedizin: Das heilende Ergebnis der Verfahren muss nachweis- und wiederholbar sein, selbst wenn der Wirkungsmechanismus nicht immer erkl\u00e4rbar sein mag.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Viele Ihrer Kollegen schrecken ja immer noch vor Naturheilkunde zur\u00fcck wie der Teufel vor dem Weihwasser. Warum hatten Sie diesbez\u00fcglich nie Ber\u00fchrungs\u00e4ngste?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eVielleicht, weil es in meiner Familie beide \u201eSeiten\u201c gab, sowohl Schulmediziner als auch Naturheilkundler. Irgendwie war mir das von Anfang an klar. Was wir brauchen, sind flie\u00dfende Grenzen. Der Eid, den wir geschworen haben, verpflichtet uns, den Menschen zu helfen, nicht einem Lager zu dienen. In diesem Sinn gilt am Ende nur eines: \u201eWer heilt, hat Recht.\u201c Das ist das Ethos einer gleicherma\u00dfen modernen wie traditionsbewussten, einer ganzheitlichen Medizin.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben sich einen Namen als R\u00fcckenexperte und Mikrotherapeut gemacht. Wie entstehen R\u00fcckenschmerzen?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eBei den meisten von uns liegt es am Lebensstil: Wir bewegen uns zu wenig, sitzen zu viel und dann auch noch falsch. Dadurch verspannen sich die Muskeln, die die Wirbels\u00e4ule st\u00fctzen und einen Gro\u00dfteil des Gewichts abfedern, das auf der Wirbels\u00e4ule lastet. Etwa 80 Prozent aller R\u00fcckenschmerzen sind auf verspannte Muskulatur zur\u00fcckzuf\u00fchren. Kommt noch \u00dcbergewicht dazu, ist der R\u00fccken besonders gef\u00e4hrdet. Nicht \u00fcbersehen darf man aber auch den Zusammenhang zur Psyche: Der R\u00fccken muss alles \u201etragen\u201c, so auch Stress und seelische Belastungen. Wer unter Dauerbelastung steht, zieht instinktiv die Schultern hoch. Das ist eine ganz nat\u00fcrliche, unbewusste Abwehrhaltung. Aber diese K\u00f6rperhaltung bremst auch die Beweglichkeit des Brustkorbs. Die Drehbewegungen zwischen H\u00fcfte und Schultern werden immer anstrengender, bis es richtig weh tut. Weitere Schmerzursachen k\u00f6nnen eingeklemmte Nerven, verschobene Bandscheiben und einseitige Belastungen sein sowie Verrenkungen durch Unf\u00e4lle. Verschlei\u00df ist dagegen nur zum kleineren Teil f\u00fcr R\u00fcckenschmerzen verantwortlich. Etwa zehn Prozent der R\u00fcckenschmerzen sind auf Blockaden oder Verschlei\u00df(Arthrosen) der Wirbelgelenke und nur 3 bis 4 Prozent auf Ver\u00e4nderungen der Bandscheiben zur\u00fcckzuf\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ist Bewegung wirklich so enorm wichtig?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eJa! Aber neben dem R\u00fcckentraining sollte auch das Bauchmuskeltraining nicht vergessen werden. Zudem werden ja die Bandscheiben nur durch Bewegung \u201eern\u00e4hrt\u201c. Walking etwa ist eine ideale Form des Ausdauertrainings, das sowohl Bein- als auch Rumpfmuskulatur st\u00e4rkt. Dadurch verbessert sich die Haltung, R\u00fcckenschmerzen wird vorgebeugt. Schwimmsport und Wassergymnastik sind gelenkschonend, da durch die Auftriebskr\u00e4fte des Wassers das Eigengewicht des K\u00f6rpers weniger zum Tragen kommt. Auch das Tanzen ist zu empfehlen. Sportarten mit ruckartigen Bewegungen dagegen sollte man meiden. Generell gilt: Menschen mit R\u00fcckenschmerzen sollten mit dem Arzt \u00fcber ihre individuellen M\u00f6glichkeiten sprechen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welche Therapiem\u00f6glichkeiten gibt es?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eBewegung, nochmals Bewegung, individuell dosiert. Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen leichte Schmerzmittel, W\u00e4rmebehandlungen, und Physiotherapie (Massagen) angezeigt sein. Je nach Diagnose ergibt sich ein individueller, multimodaler Therapieansatz. Die Heilungsm\u00f6glichkeiten reichen je nach Schweregrad und individueller Situation vom regelm\u00e4\u00dfigen Schwimmen \u00fcber Massagen, Akupunktur, Osteopathie bis zur Psychotherapie. Andere Behandlungsmethoden wie die der ambulanten Mikrotherapie &#8211; einer gezielten Behandlung unter Sicht des Computertomographen mit lokaler vorsichtiger Behandlung der Nerven oder Bandscheibe, die ich vor 30 Jahren entwickelt habe &#8211; k\u00f6nnen helfen, sofern nicht doch eine Bandscheibenoperation notwendig wird.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Wie lange sollte man warten, bis man zum Arzt geht?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eIn leichten F\u00e4llen k\u00f6nnen Schmerzmittel vor\u00fcbergehend helfen. L\u00e4nger als einige Tage sollte man sie aber nicht einnehmen. Denn wer l\u00e4nger Schmerzen hat, nimmt eine Schonhaltung ein, was wiederum zu einer Zunahme der Verspannung f\u00fchrt. Einen Arzt m\u00fcssen Sie unbedingt aufsuchen, wenn die Schmerzen ins Bein oder den Arm ausstrahlen, nach einer Woche nicht besser werden oder sich sogar verschlechtern bzw. ein Kraftverlust auftritt. Sofortige \u00e4rztliche Hilfe ben\u00f6tigt man, wenn K\u00f6rperhaltung oder Bewegungen nichts am Grad oder an der Lokalisation der Schmerzen \u00e4ndern oder diese st\u00e4rker werden. Auch Taubheitsgef\u00fchle und Probleme beim Wasserlassen m\u00fcssen sofort abgekl\u00e4rt werden.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie kann man einen \u201eHexenschuss\u201c vom Bandscheibenvorfall unterscheiden?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eBei dem akuten pl\u00f6tzlich einschie\u00dfenden Schmerz im Lendenwirbelbereich handelt es sich meistens um einen Hexenschuss. Durch falsches Heben oder eine Drehbewegung &#8211; manchmal auch bei Verk\u00fchlungen oder langem Verharren in einer Position &#8211; kann sich blitzschnell die Muskulatur verh\u00e4rten. Auch Blockaden in den Wirbelgelenken kommen als Ausl\u00f6ser in Frage. Das kann so weh tun, dass man sich nicht mehr aufrichten kann. Gegen die Verspannungen und leichte Schmerzen helfen meist W\u00e4rme, Dehnen, lokale Massagen oder auch Akupunktur. Sinnvoll ist Krankengymnastik und zur Harmonisierung der Muskeln und Sehnen auch die Osteopathie bzw. zur Korrektur von Gelenksverschiebungen die Manualtherapie oder Chiropraxis. Typische Symptome des Bandscheibenvorfalls sind dagegen starke, h\u00e4ufig in ein oder beide Arme oder in ein oder beide Beine ausstrahlende Schmerzen. Oft gehen diese mit einem Taubheitsgef\u00fchl einher. Dramatisch wird es, wenn auch noch L\u00e4hmungserscheinungen dazukommen. Doch gibt es auch Bandscheiben-vorf\u00e4lle, die jahrelang unentdeckt bleiben, weil sie keine Schmerzen verursachen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie steht es um die Gesundheit der Deutschen? Wie krank sind wir wirklich &#8211; oder sind wir eher ein Volk der Hypochonder?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: Es gibt eine Zunahme von Infektionserkrankungen, Arthrose, Diabetes, Bluthochdruck, Allergien und Depressionen zum Beispiel. Und Erkrankungen, die mit mangelnder Bewegung, falscher Ern\u00e4hrung und Stress zu tun haben. Das steht au\u00dfer Frage. Leistungsdruck und zunehmende Umweltbelastungen tun dazu das Ihrige. Dass wir Deutschen aber ein Volk der Hypochonder sind, glaube ich nicht. Im Gegenteil schenken die Deutschen ihrer Gesundheit zu wenig Aufmerksamkeit. Wir wissen als Erwachsene unglaublich viel, wenn es um unser Auto, unser Handy, sonstiges technisches Equipment geht \u2013 aber \u00fcber unseren eigenen K\u00f6rper wissen wir meist kaum etwas. Das sollte sich \u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was w\u00fcnschen Sie von einer Medizin der Zukunft?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eDas Herz eines neuen Gesundheitssystems ist f\u00fcr mich eine Medizin, bei der Arzt und Patient &#8211; aber auch der Arzt und Apotheker und die anderen Heilberufe wie Schwestern und Pfleger &#8211; sich als Partner verstehen. Eine Medizin mit W\u00fcrde erfasst die Bed\u00fcrfnisse eines jeden Einzelnen. Es geht darum, durch ein integratives Zusammenspiel der medizinischen Disziplinen jeden Menschen so zu behandeln, wie es individuell angezeigt ist, sei es schulmedizinisch oder naturheilkundlich, psychisch oder k\u00f6rperlich.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Mit Ihrem Manifest \u201eWIR &#8211; vom Mut zum Miteinander\u201c, weisen Sie theoretisch den Weg, wie ein friedliches Zusammenleben aller V\u00f6lker und Kulturen m\u00f6glich w\u00e4re. Warum sind wir davon so weit entfernt?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eVielleicht weil Machtinteressen und \u00c4ngste so schwer aufzubrechen sind. Dennoch lohnt sich der Weg zum Miteinander, \u00fcber kulturelle, ethnische und religi\u00f6se Grenzen hinweg \u2013 es gibt eigentlich keinen anderen! Gerade im Zug der Globalisierung sollten wir verstehen: Nur gemeinsam, nicht gegeneinander, k\u00f6nnen wir in dieser einen Welt gl\u00fccklich werden, jeder auf seine Art. Respekt voreinander und gegenseitige Achtung sind die Gebote der Zukunft. Das ist schon immer auch meine Haltung tagt\u00e4glich dem Patienten gegen\u00fcber. Als Arzt mit der Ablegung des Hipokratischen Eides habe ich dies f\u00fcr immer geschworen. Dieser Eid w\u00e4re eine wunderbare Grundlage f\u00fcr alle Menschen, um die Zukunft dieses Erdballes menschenw\u00fcrdig f\u00fcr unsere Kinder zu gestalten.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Kinder liegen Ihnen besonders am Herzen. Sind Sie da nicht der Verzweiflung nahe, wenn Sie erleben, dass viele Kids keinen Sport treiben, Fastfood futtern und ihre komplette Freizeit vor dem PC verbringen?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eJa, das ist nicht besonders motivierend. Aber Aufkl\u00e4rung braucht eben einen langen Atem. Und den m\u00f6chte ich mir vor allem bewahren. Wir alle tragen Verantwortung f\u00fcr die Welt, die wir unseren Nachkommen hinterlassen, selbst wenn das manchmal viel Zuversicht braucht und den Mut, neue Wege zu gehen. Ich tue das gern.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Sie pl\u00e4dieren seit langem daf\u00fcr, dass Fach Gesundheit in den Schulen einzuf\u00fchren! Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eIch w\u00fcnsche mir seit Jahren, dass jeder mehr Verantwortung f\u00fcr seinen K\u00f6rper und seinen Geist \u00fcbernimmt. \u201eDer Patient ist selbst der wahre Arzt \u2013 wir \u00c4rzte sind nur seine Gehilfen\u201c \u2013 frei nach Paracelsus&#8230; Wir k\u00f6nnten alle so viel mehr tun, um gesund und fit zu bleiben. Das ist f\u00fcr mich auch eine Herausforderung, Hier gilt es Begeisterung zu wecken. Im und mit dem \u201eKleinen Medicus\u201c lasse ich Kinder in die Rolle einer Figur schl\u00fcpfen, die offen f\u00fcr Neues ist \u2013 und ihnen hilft, sich selbst neu zu entdecken. Doch dieses Wissen bedeutet auch: Verantwortung. Man darf sich nicht nur auf Hightech und \u201eHalbg\u00f6tter in Wei\u00df\u201c verlassen, wenn man krank ist. Der kleine Medicus steht auch f\u00fcr den Arzt in dir selbst, f\u00fcr Hilfe zur Selbsthilfe. Aber ich wei\u00df auch: Gesundheitsunterricht ist keine Frage von ein, zwei Jahren. Das ist ein Thema f\u00fcr Jahrzehnte und Generationen. Das Umdenken braucht seine Zeit.&#8220;<\/p>\n<p><strong>DS: Sie werden in diesem Jahr 65. Ein Alter, in dem Millionen Arbeitnehmer in Rente gehen. Wird dieser Geburtstag auch ein Meilenstein ihn Ihrem Leben sein?<\/strong><br \/>\nProf. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eF\u00fcr mich ist das einfach eine Zwischenstation auf meinem weiteren Weg.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Gib es irgendetwas, das Sie in Ihrem Leben bereuen?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer: \u201eNat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich jetzt wie jeder von uns vieles aufz\u00e4hlen. Beispielsweise: Eine Gastprofessur in China nicht angenommen zu haben &#8230; aber darauf kommt es nicht an, wichtig ist doch, dass die Richtung stimmt, die man f\u00fcr sich eingeschlagen hat. Und ich bin Arzt aus Leidenschaft. Da gibt es nichts zu bereuen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welches Lebensziel haben Sie sich noch gesetzt?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dietrich G\u00f6nemeyer: \u201eAch, ich habe sehr viel Ziele und Projekte. Daf\u00fcr m\u00f6chte ich geistig und k\u00f6rperlich fit bleiben, am liebsten 100 Jahre alt werden.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das spannende Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/p>\n<div id=\"attachment_45452\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 220px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45452\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/IMG_4852-1024x710.jpeg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"146\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Dietrich Gr\u00f6nemeyer &#8211; \u00a9 Claudio di Lucia<\/span><\/div>\n<p><strong>VITA<\/strong><\/p>\n<p>Dietrich Gr\u00f6nemeyer wurde am 12.11.1952 in Clausthal-Zellerfeld geboren. Der Bruder des bekannten S\u00e4ngers und Schauspielers Herbert Gr\u00f6nemeyer (*1956) wuchs in Bochum auf. Sein Vater war Ingenieur, die Mutter entstammte einer \u00c4rzte-Familie. Dietrich Gr\u00f6nemeyer machte er 1972 sein Abitur am Humanistischen Gymnasium Bochum. Von 1974 bis 1976 studierte er Romanistik und Sinologie an der Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, von 1976 bis 1982 Humanmedizin an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel. 1981 promovierte er und wurde Assistenzarzt f\u00fcr Radiologie in Kiel und Witten. Seine Habilitation folgte 1990 an der Universit\u00e4t Witten\/Herdecke. Dort war Gr\u00f6nemeyer bis zu seiner Emeritierung 2012 Inhaber des Lehrstuhls f\u00fcr Radiologie und des weltweit einzigen Lehrstuhls f\u00fcr Mikrotherapie. Er leitet das Gr\u00f6nemeyer Instituts f\u00fcr Mikrotherapie in Bochum. Am 01.09.2013 wurde er zum Professor f\u00fcr Gesundheitswirtschaft in den Hochschulrat der Steinbeis-Universit\u00e4t Berlin berufen.<\/p>\n<p>Prof. Dr. Dietrich Gr\u00f6nemeyer, ein Nachfahre des baltendeutschen Mediziners Carl Abraham Hunnius. Ist seit 1977 mit Christa Enste verheiratet. Das Paar hat drei Kinder.<\/p>\n<p>Gr\u00f6nemeyer gilt durch die Zusammenf\u00fchrung und Weiterentwicklung von interventioneller Radiologie, Endoskopie und Schmerztherapie als der \u201eVater der Mikrotherapie\u201c. Prof. Dietrich Gr\u00f6nemeyer, der u.a. Gastprofessuren an der Havard Medical School in Boston (USA) inne hatte, machte sich auch als Verfasser von wissenschaftlichen Schriften und B\u00fcchern, mit der Erfindung der Figur des \u201eKleinen Medicus\u201c f\u00fcr Kinder im Alter 6 bis 14 Jahren sowie als Protagonist der ZDF-Sendung Dietrich Gr\u00f6nemeyer \u2013 Leben ist mehr!\u201c einen Namen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch w\u00fcrde\u00a0gern 100 Jahre alt werden\u201c, sagt Prof. Dr. Dietrich Gr\u00f6nemeyer.\u00a0Der 64j\u00e4hrige Mediziner hat noch sehr viel vor. Lesen Sie hier das ausf\u00fchrliche Interview mit dem prominenten Arzt in unserer Reihe &#8222;Hand aufs Herz&#8220;:<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":14974,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[4300,4299,4301,4298],"class_list":["post-14975","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","tag-gruenemeyer-institut","tag-herbert-groenemeyer","tag-microtherapie","tag-prof-dr-dietrich-groenemeyer"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-14 07:51:31","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14975","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14975"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14975\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83894,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14975\/revisions\/83894"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14974"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14975"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14975"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14975"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}