{"id":14886,"date":"2017-05-08T09:12:08","date_gmt":"2017-05-08T07:12:08","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/05\/08\/vok-dams-denkanstoesse-europa-als-chance\/"},"modified":"2022-01-29T16:24:29","modified_gmt":"2022-01-29T15:24:29","slug":"vok-dams-denkanstoesse-europa-als-chance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/05\/08\/vok-dams-denkanstoesse-europa-als-chance\/","title":{"rendered":"Vok Dams Denkanst\u00f6sse: Europa als Chance&#8230;"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_48355\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 960px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-48355\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/IMG_6542_a.jpg\" alt=\"\" width=\"950\" height=\"633\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Vok Dams, Marketing-Experte und Galerist &#8211; \u00a9 Dirk Sengotta<\/span><\/div>\n<p>Europa als Chance, statt Bergisch Pepita! Wuppertal ist eine Stadt der Gegens\u00e4tze. Hier wurden die Schwebebahn gebaut und das Aspirin erfunden. Hier gibt es Weltmarktf\u00fchrer und D\u00f6ppersberggegner. Kleingeister und Utopisten.<\/p>\n<p>Von einigen h\u00f6rt man, von anderen weniger. Mangelnde Kommunikationsf\u00e4higkeit wird als vornehme Zur\u00fcckhaltung verbr\u00e4mt oder mit \u00dcberheblichkeit kaschiert. So findet \u00f6ffentliche Kommunikation und Diskussion vielfach nur statt, wenn es darum geht, Bedenken zu \u00e4u\u00dfern und Widerstand zu organisieren.<\/p>\n<p>Das ist kein typisches Wuppertaler Problem. Wir kennen das von Stuttgart. Riesiger Protest mit Polizeieins\u00e4tzen, Stra\u00dfenschlachten und Verletzten zur Verhinderung des neuen Bahnhofs. Erst eine Volksabstimmung und ein gr\u00fcner Ministerpr\u00e4sident zeigten, es geht doch und die Mehrheit ist daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Eine Nummer kleiner kennen wir das auch aus Wuppertal. Das Thema &#8222;Neuer D\u00f6ppersberg&#8220; wurde nicht positiv besetzt und nicht ausreichend erl\u00e4utert. So schaffte man Platz f\u00fcr Bedenkentr\u00e4ger und N\u00f6rgler, die sich organisierten, die Meinungshoheit an sich rissen und die \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber einen langen Zeitraum beherrschten. Bis, ja bis sich eine Gruppe renommierter B\u00fcrger offiziell zu diesem Projekt bekannten, die Zielsetzung kommunizierten und die Diskussion versachlichten. Ein guter Ansatz dar\u00fcber nachzudenken, ob der &#8222;schweigenden Mehrheit&#8220; nicht \u00f6fter Platz in der \u00f6ffentlichen Diskussion einger\u00e4umt werden sollte.<\/p>\n<p>\u00dcbertragen wir diese Erkenntnisse nun auch auf die politische Ebene, landen wir zwangsl\u00e4ufig bei Pegida, AFD, Brexit, Marine Le Pen und Donald Trump. Holen wir noch etwas weiter aus und erinnern uns an die Machtergreifung der Nazis, die Toten und das Grauen der Kriegs- und Nachkriegszeit, so landen wir zwangsl\u00e4ufig bei Erdogan, Orb\u00e1n und Kaczy\u0144ski.<\/p>\n<p>Hieraus lassen sich zwei Erkenntnisse ableiten:<br \/>\n1. Die inszenierte Kommunikation (Meinungsbildung, PR, Propaganda, Rituale, Veranstaltungen) wird bei der schweigenden Mehrheit weit untersch\u00e4tzt und durch die Autokraten gekonnt missbraucht.<\/p>\n<p>2. Die Europ\u00e4ische Union hat Europa zwar 72 Jahre Frieden gebracht, war aber nicht in der Lage, die &#8222;europ\u00e4ische Idee&#8220;, die gemeinsamen Grundlagen und Ziele dieser Idee, den B\u00fcrgern Europas zu vermitteln.<\/p>\n<p>Das Ergebnis:<br \/>\nDie Horrorvision eines Auseinanderbrechens der EU k\u00f6nnte Wirklichkeit werden.<\/p>\n<p>So ist die Aktion &#8222;Pulse of Europe&#8220; ein Lichtblick in dem dunklen Szenario des politischen Umfeldes. Meldet sich doch hier erstmals die bislang schweigende Mehrheit \u00fcbergreifend mit einem Bekenntnis zu Europa zu Wort und schafft ein Gegengewicht zu den Massenveranstaltungen der Populisten und Autokraten mit ihren politischen Machtfantasien und Individualinteressen.<\/p>\n<p>Die Bewegung \u201ePulse of Europe\u201c hat es geschafft, in ganz Europa Veranstaltungen zu initiieren, die als Bekenntnis zu Europa die Idee der europ\u00e4ischen Union wieder in den Mittelpunkt stellen. Viele Deutsche St\u00e4dte sind dort vertreten. WUPPERTAL aber sucht man dort vergebens.<\/p>\n<p>Eine Stadt wie WUPPERTAL, die sich weltoffen, modern und zukunftsorientiert geben m\u00f6chte, darf da eigentlich nicht fehlen. Auch wenn es nicht um den &#8222;Neuen D\u00f6ppersberg&#8220; oder die &#8220; Schwebebahn 2.0\u201c, die Seilbahn auf die S\u00fcdh\u00f6hen, geht.<br \/>\nVielleicht ist es uns unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder wert, f\u00fcr Europa auf die Stra\u00dfe zu gehen und \u201ePulse of Europe\u201c zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Wo bleiben die Wuppertaler Aktivisten? Ihre Eltern und Gro\u00dfeltern sind doch fr\u00fcher auch f\u00fcr den Frieden und gegen die Atomkraft auf die Stra\u00dfe gegangen.<br \/>\nUnd offensichtlich hat es bisher auch geholfen.<\/p>\n<p>Nutzen wir also auch in Wuppertal Europa als Chance, statt uns in Bergisch Pepita zu verlieren.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu Pulse of Europe: http:\/\/pulseofeurope.eu\/<\/p>\n<p>Mit den besten Gr\u00fc\u00dfen aus WUPPERTAL,<br \/>\nder Erlebnisstadt* mit der Schwebebahn.<\/p>\n<p><strong>Vok Dams.<\/strong><\/p>\n<p>* Erlebnis: Pulse of Europe in Wuppertal!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Marketing-Experte und Wuppertal Botschafter nimmt in seiner Kolumne &#8222;Denkanst\u00f6\u00dfe aus dem ATELIERHAUS&#8220; kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Image und die Aussendarstellung seiner Heimatstadt Wuppertal geht.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":14884,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[26],"tags":[4277,4276,43],"class_list":["post-14886","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","tag-bergisch-pepita","tag-denkanstoesse","tag-vok-dams"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-21 02:41:12","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14886","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14886"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14886\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48358,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14886\/revisions\/48358"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/14884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14886"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14886"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14886"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}