{"id":13132,"date":"2017-02-10T08:42:05","date_gmt":"2017-02-10T07:42:05","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2017\/02\/10\/wolfgang-nielsen-hundebiss-stellte-sein-leben-auf-den-kopf\/"},"modified":"2025-02-26T12:45:23","modified_gmt":"2025-02-26T11:45:23","slug":"wolfgang-nielsen-hundebiss-stellte-sein-leben-auf-den-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2017\/02\/10\/wolfgang-nielsen-hundebiss-stellte-sein-leben-auf-den-kopf\/","title":{"rendered":"Wolfgang Nielsen: Hundebiss stellte sein Leben auf den Kopf"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_45445\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 1034px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45445\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_4844-2-1024x765.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"765\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Tafel-Chef Wolfgang Nielsen (l.) und der Film-Star Christoph Maria Herbst, sein prominentester Unterst\u00fctzer &#8211; \u00a9 Paul Coon<\/span><\/div>\n<p>Ein Hundebiss hat das Leben von Wolfgang Nielsen v\u00f6llig auf den Kopf gestellt. Mit einer bakteriellen Infektion lag er fast ein Jahr im Krankenhaus, rang zeitweise mit dem Tod. Mit 28 Jahren, in einem Alter, in dem viele erst mit ihrer Karriere starten, wurde der Versicherungs-Kaufmann und Manager Fr\u00fchrentner. Da entschloss sich Wolfgang Nielsen, den Rest seines Lebens in den Dienst einer guten Sache zu stellen. 1995 gr\u00fcndete er die Wuppertaler Tafel \u2013 eine Erfolgsgeschichte und sein Lebenswerk. Peter Pionke unterhielt sich mit dem engagierten Tafel-Chef, der daf\u00fcr sorgt, dass in Wuppertal niemand hungern muss&#8230;<\/p>\n<p><strong>DS: Wann sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, den Tisch f\u00fcr Obdachlose und bed\u00fcrftige Menschen zu decken?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDas war 1991. Da habe ich den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der New Yorker Charity-Organsiation \u201aCity Harvest\u2018 im Fernsehen gesehen. Von dem Moment an war ich vom Tafel-Virus befallen. 1993 wurde dann in Berlin die erste Tafel gegr\u00fcndet und im M\u00e4rz 1995 die Wuppertaler Tafel. Wir haben dann 14 Tage gebraucht, um unseren Plan in die Tat umzusetzen. In der alten Margarinefabrik in der Steinbeck gab es eine Kantine, dort haben wir warmes Essen an Bed\u00fcrftige ausgegeben. Damals gab es mehr Obdachlose in Wuppertal als heute. Die Kantine war immer voll. Sie war damals von 8 bis 18 Uhr ge\u00f6ffnet. Auch als so eine Art W\u00e4rmestube. Sp\u00e4ter haben wir dann feste Essenszeiten eingef\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie viele Obdachlose gibt es eigentlich in Wuppertal?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eWir leben Gott sei dank in einer Stadt, in der viele caritative Einrichtungen gute Arbeit leisten und Obdachlosen ein Bett zur Verf\u00fcgung stellen. Viele kommen auch bei Freunden und Bekannten unter. Im Winter \u00fcbernachten maximal ein Dutzend Menschen im Freien. Sie verraten ihre Schlafpl\u00e4tze in der Regel nicht. Wir wissen aber, dass Obdachlose in einem alten Kanal an der Wupper \u00fcbernachten. Einer schl\u00e4ft in einem Aufzugsschacht, weil es dort relativ trocken und warm ist. Im Sommer leben mehr Leute auf der Stra\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: In anderen St\u00e4dten mu\u00df man sich als Bed\u00fcrftiger ausweisen. In Wuppertal nicht. Warum?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eWir bekommen zum einen reichlich Lebensmittel gespendet, zum anderen kostet es viele Menschen ohnehin schon eine gro\u00dfe \u00dcberwindung, zu uns zukommen: Da wollen wir sie nicht auch noch dazu zwingen, ihre Not und Bed\u00fcrftigkeit buchst\u00e4blich nachzuweisen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was sind das f\u00fcr Leute, die f\u00fcr ein warmes Essen zu Ihnen kommen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDas sind h\u00e4ufig Menschen, die Altlasten haben oder nur eine kleine Rente bekommen. Es kommen immer mehr Rentner und Langzeitarbeitslose zu uns. Oder junge Leute, die ihre Ausbildung geschmissen und den Anschluss verpasst haben. Aber inzwischen kommen auch viele Fl\u00fcchtlinge.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie unterscheiden sich die Menschen, die regelm\u00e4ssig zu Ihnen in die Tafel kommen, von denen, die Sie tagt\u00e4glich mit dem Sozialmobil vor Ort mit Essen versorgen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eEigentlich gar nicht. Vielen ist der Weg zur Tafel einfach zu weit, und sie haben auch kein Geld, um Busse oder die Schwebebahn nutzen zu k\u00f6nnen. Diesen Menschen kommen wir dann mit unserem Sozialmobil entgegen. Wir fahren bestimmte Stellen in Wuppertal an und geben Essen aus. Auf uns warten dann viele \u00e4ltere Menschen und Langzeitarbeitslose, die dankbar sind, dass sie eine warme Mahlzeit bekommen. Manchen wurde auch der Strom abgedreht, weil sie die Strom-Rechnung nicht bezahlt haben, die k\u00f6nnen dann zuhause gar nicht kochen. Die sind dann heilfroh, wenn sie von uns eine warme Mahlzeit erhalten. In Wuppertal soll niemand hungern oder betteln m\u00fcssen. Daf\u00fcr stehe ich morgens auf.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie haben eine Vielzahl an Mitarbeitern. Was unterscheidet die Tafel von einem ganz normalen, mittelst\u00e4ndischen Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eWas das Personal angeht, haben wir schon eine ganz besondere Mischung. Jeder hat seine eigene Geschichte. Wir haben neben Ehrenamtlern 110 Mitarbeiter: Angestellte, 1,60 \u20ac-Jobber und Mitarbeiter aus einem neuen Programm namens \u201aSoziale Teilhabe\u2018. Das sind Leute, die eine Berufsausbildung haben, dann aber in der Langzeitarbeitslosigkeit gelandet sind. Also v\u00f6llig unterschiedliche Menschen. Manche k\u00f6nnen sich gar nicht an einen geregelten Tages- und Arbeitsablauf gew\u00f6hnen. Wir sind da geduldig, zeigen Verst\u00e4ndnis. In einem normalen Unternehmen w\u00fcrden solche Leute sofort entlassen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Also ben\u00f6tigen Sie in Ihrem Job ein gro\u00dfes Herz?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eJa, da ist so. Wir haben Leute, die drogen- oder alkoholabh\u00e4ngig waren. Die fallen hin, dann muss man ihnen wieder aufhelfen und dann fallen sie wieder, und wir helfen ihnen wieder auf die Spr\u00fcnge. Die M\u00fche lohnt sich. Bei uns ist jetzt ein junger Mann gelandet, der eine Kochlehre geschmissen hat und abgehauen ist. Er bekommt bei uns die Chance, wieder Fu\u00df zu fassen, weil sich unser Kantinenleiter intensiv um ihn k\u00fcmmert. Schon sein Opa und sein Vater waren bei uns. Sein Vater hat sich sogar inzwischen erfolgreich selbst\u00e4ndig gemacht. Dar\u00fcber freue ich mich. Und solche positiven F\u00e4lle gibt es immer wieder. Das spornt uns an.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_45446\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 518px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-45446\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/IMG_4845-2-1024x645.jpeg\" alt=\"\" width=\"508\" height=\"320\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Nielsen im Lager der Wuppertaler Tafel &#8211; \u00a9 Wuppertaler Tafel<\/span><\/div>\n<p><strong>DS: Handelt es sich bei den Besuchern der Tafel eher um Dauerg\u00e4ste oder mehr um Menschen, die vor\u00fcbergehend in eine finanzielle Schieflage geraten sind?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDas ist v\u00f6llig unterschiedlich. Manche kommen nur eine Zeit lang, weil sie gerade einmal einen finanziellen Engpass haben. Viele \u00e4ltere Menschen und Langzeitarbeitslose kommen aber regelm\u00e4\u00dfig. Wir versuchen dann auch, den einen oder anderen aus dem Loch heraus zu holen, ihm eine Aufgabe zu geben, weil das ja auch sein Selbstwert-gef\u00fchl steigert. Zu uns kommen nur Leute, die wirklich Hilfe brauchen. Abzocker haben wir hier so gut wie gar nicht.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ist die Akzeptanz f\u00fcr die Tafel in den letzten Jahren gr\u00f6\u00dfer oder kleiner geworden?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDie Tafeln in Deutschland erfreuen sich heute einer gro\u00dfen Akzeptanz. Das kann man allein daran sehen, dass sich viele Gro\u00dfunternehmen voll damit identifizieren. Das f\u00e4ngt an mit Daimler-Benz, die haben den ersten 100 Tafeln ein Auto geschenkt. Das sieht man an der Metro, die den Bundesverband der Tafeln seit Jahren gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt. Discounter wie Lidl stellen den Tafeln regelm\u00e4\u00dfig ihre \u00dcberproduktionen zur Verf\u00fcgung. Allein \u00fcber die Lidl-Pfand-Automaten sind 12 Millionen Euro f\u00fcr die Tafeln zusammen gekommen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Was entgegnen Sie Leuten, die sagen: \u201eMir wird auch nichts geschenkt, die Obdachlosen sollen lieber arbeiten gehen\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDas halte ich f\u00fcr dummes Geschw\u00e4tz. Wenn jeder die Chance h\u00e4tte, einen bezahlten Job zu bekommen, von dem er leben k\u00f6nnte, dann w\u00fcrde ich diesen Leuten recht geben. Aber wir werden nie wieder eine Vollbesch\u00e4ftigung in Deutschland haben. Und so wird es immer wieder Menschen geben, die arbeitslos sind und unsere Unterst\u00fctzung brauchen. Die Leute, die so reden, k\u00f6nnen ja gerne ein paar Arbeitslose einstellen. Ein sozialer Absturz kann so schnell gehen: Pl\u00f6tzlich bezieht man nur noch Hartz IV und steht dann fr\u00fcher oder sp\u00e4ter bei uns in der Schlange.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie viele Wuppertaler Unternehmen unterst\u00fctzen die Wuppertaler Tafel?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eWir werden von rund 250 Wuppertaler Unternehmen unterst\u00fctzt. Vom Einzelunternehmer bis hin zu Gro\u00dfunternehmen. Wir freuen uns \u00fcber jede noch so kleine Spende. Aber nat\u00fcrlich w\u00e4ren wir nicht so gro\u00df, wenn es nicht die Jackst\u00e4dt-Stiftung g\u00e4be, oder EDE, die Stadtsparkasse, Schade &amp; Sohn und Krankentransporte Kie\u00dfling.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie sind gerade erst f\u00fcr drei weitere Jahre im Amt des Vorsitzenden best\u00e4tigt worden. Ist die Tafel ohne Wolfgang Nielsen eigentlich denkbar?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eIch musste mich erst daran gew\u00f6hnen, dass Sponsoren die Wuppertaler Tafel oft an meiner Person festmachen. Dann habe ich aber festgestellt, dass jede Tafel so einen Charakterkopf als Ansprechpartner hat. Wenn das der Tafel hilft, bin ich gern die Galionsfigur. Aber ich bin froh, dass ich \u00fcberhaupt noch lebe und dass ich den Job hoffentlich noch ein paar Jahre machen kann. Aber eines ist ganz klar: Eine solche Aufgabe kann niemand allein stemmen. Da braucht man wie ich die Hilfe von einem motivierten Team.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Es geht um die gute Sache, trotzdem gibt es intern Querelen. So sind bei der letzten Wahl zwei Vorstandsmitglieder nicht mehr angetreten. Wie stehen Sie dazu?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eSo etwas nimmt mich sehr mit. Mir sind die letzten 26 Jahre geschenkt worden. Und ich wei\u00df nicht, wie viel Jahre mir noch geschenkt werden. Ich mache mir nat\u00fcrlich Gedanken \u00fcber einen Nachfolger, der einmal meine Arbeit fortsetzt. Da wird jemand gebraucht, der sich nicht profilieren will, sondern f\u00fcr die Menschen da ist, die die Tafel dringend ben\u00f6tigen. Ohne Details zu nennen, kann ich nur sagen, dass mir interne Querelen und Eifers\u00fcchteleien sehr zu schaffen machen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie viele Stunden pro Monat arbeite Sie eigentlich f\u00fcr die Tafel?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201e80 Stunden arbeite ich bestimmt in der Woche. Ich bin ja auch jeden Tag da, auch am Wochenende. Aber ich empfinde das gar nicht als Belastung, weil ich mein Leben total auf die Tafel ausgerichtet habe. Die Arbeit macht mir nach wie vor Spa\u00df und erf\u00fcllt mich. Man darf nicht vergessen, wie viele Menschen und Arbeitspl\u00e4tze inzwischen an der Tafel h\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Der Film-Star Christoph Maria Herbst ist bekennender Tafel-Fan. K\u00f6nnten Sie sich eine bessere Integrationsfigur als ihn \u00fcberhaupt vorstellen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eAuf keinen Fall. Dass Christoph Maria Herbst und seine Frau Gisi Heiligabend bei uns Essen ausgeben, ist eine tolle Geste, \u00fcber die ich mich sehr freue. Er nimmt sich ja auch Zeit f\u00fcr unsere G\u00e4ste und hat f\u00fcr jeden ein paar pers\u00f6nliche Worte \u00fcbrig. Das ist aber nur die eine Seite. Christoph Maria hat sich auch vor zehn Jahren voller \u00dcberzeugung f\u00fcr unseren Tafel-Spot zur Verf\u00fcgung gestellt, der dann z.B. im CinemaxX lief, oder er hat uns ja auch einmal seine komplette Gage f\u00fcr einen Auftritt in der Stadthalle gespendet. Mit der Begr\u00fcndung: \u201aEs gibt Menschen, die viel, viel weniger haben als ich.\u2018 Er hat sich damit eindeutig als Pate und Unterst\u00fctzer der Tafel positioniert. Das macht mich stolz und gl\u00fccklich.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sind Sie mit der Unterst\u00fctzung von Seiten der Stadt zufrieden oder sehen Sie da noch Luft nach oben?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eWir haben ja bewu\u00dft eine Privat-Initiative gegr\u00fcndet und auf b\u00fcrgerschaftliches Engagement gesetzt. Wir bekommen von der Stadt kein Geld, aber sie hat ja auch kein Geld und wir sind zum Gl\u00fcck auch nicht darauf angewiesen. Ich bin aber sehr zufrieden damit, dass nach den Oberb\u00fcrgermeistern Hans Kremendahl und Peter Jung jetzt auch Andreas Mucke die Schirmherrschaft \u00fcber die Tafel \u00fcbernommen hat.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Bleibt da eigentlich noch Zeit f\u00fcr irgendwelche Hobbys?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDie Wuppertaler Tafel ist meine Leidenschaft und auch mein Hobby. Ihr widme ich all meine Freizeit. Und das tue ich gern. Ich bin so ein wenig durch meine zwei Tanten gepr\u00e4gt. Sie waren beide Nonnen und ihr Leben lang f\u00fcr andere Menschen da. Eine ist leider verstorben. Die andere fahre ich manchmal spazieren und bereite ihr damit eine gro\u00dfe Freude.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Und wenn jetzt noch die ber\u00fchmte gute Fee um die Ecke k\u00e4me und Sie h\u00e4tten einen Wunsch frei, was w\u00fcrden Sie sich w\u00fcnschen?<\/strong><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen: \u201eDen Wunsch m\u00f6chte ich splitten: F\u00fcr mich pers\u00f6nlich w\u00fcnsche ich mir Gesundheit. F\u00fcr die Tafel w\u00fcnsche ich mir eines Tages einen engagierten Nachfolger, der sie im Sinne der notleidenden Menschen fortf\u00fchrt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das intensive Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12pt;\"><strong>Vita Wolfgang Nielsen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Wolfgang Nielsen wurde im M\u00e4rz 1950 in Berlin geboren. Er kam 1960 nach Wuppertal. Nach der Schule machte er zun\u00e4chst eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann.<\/p>\n<p>Nach einem langen Krankenhausaufenthalt in Folge eines Hundebisses, wurde Wolfgang Nielsen zum Fr\u00fchrentner. Dennoch erhielt er 1980 ein Stipendium und studierte an der Deutschen Angestellten Akademie Betriebswirtschaftslehre. 1984 machte er seinen Abschluss und wurde Betriebsleiter eines gro\u00dfen Wohlfahrtverbandes.<\/p>\n<p>1988 war Wolfgang Nielsen Mitbegr\u00fcnder des Vereins Allgemeiner Hilfskreis e.V. (AHK). Die caritavive Einrichtung verteilte Kleidung und Hausrat an Bed\u00fcrftige.<\/p>\n<p>Aus dem AHK ging 1995 die \u201eWuppertaler Tafel\u201c hervor. Sie geh\u00f6rte damit zu den ersten zehn Tafeln, die von inzwischen 950 Einrichtungen dieser Art in Deutschland gegr\u00fcndet wurden.<\/p>\n<p>Nach schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wurde Wolfgang Nielsen Mitte der 90er Jahre zum zweiten Mal Fr\u00fchrentner. Seither k\u00fcmmert er sich fast rund um die Uhr um die \u201eWuppertaler Tafel\u201c. 2004 erhielt er den Ehrenamts-Preis \u201eWuppertaler\u201c, 2006 den Verdienstorden NRW und 2008 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Hand aufs Herz&#8220; &#8211; Wolfgang Nielsen, Chef und Mitbegr\u00fcnder der &#8222;Wuppertaler Tafel&#8220;, ist f\u00fcr jeden Tag dankbar. 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