{"id":10987,"date":"2020-12-10T10:46:22","date_gmt":"2020-12-10T09:46:22","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.16\/newsportal\/stadtzeitung\/index.php\/2016\/12\/10\/christoph-mueller-mich-interessieren-extreme-menschen\/"},"modified":"2025-05-12T18:52:58","modified_gmt":"2025-05-12T16:52:58","slug":"christoph-mueller-mich-interessieren-extreme-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/2020\/12\/10\/christoph-mueller-mich-interessieren-extreme-menschen\/","title":{"rendered":"Christoph M\u00fcller: \u201eMich interessieren extreme Menschen\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_59139\" class=\"wp-caption alignnone\" style=\"max-width: 585px;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-59139\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Liedel-3203-hoch-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"575\" height=\"429\" \/><span class=\"wp-caption-text\">Der erfolgreiche Produzent Christoph M\u00fcller &#8211; \u00a9 Liedel<\/span><\/div>\n<p>Produzent der beeindruckenden Film-Biographie \u201eSophie Scholl \u2013 die letzten Tage\u201c (Bayerischer Filmpreis \u2013 Oscar-Nominierung bester ausl\u00e4ndischer Film), Produzent und Co-Autor der Film-Portraits \u201eGoethe\u201c, Co-Autor des Kino-Hits \u201eDer Medicus\u201c mit Ben Kingsley und Stellan Skarsgard und vieles mehr. In diesem Jahr gl\u00e4nzte Christoph M\u00fcller als Produzent der gefeierten Hitler-Satire \u201eEr ist wieder da\u201c mit Oliver Masucci, Katja Riemann und Christoph Maria Herbst, die mit dem \u201eBambi\u201c ausgezeichnet wurde. Christoph M\u00fcller produzierte auch die neuverfilmte &#8222;Winnetou&#8220;-Trilogie, die gerade von RTL ausgestrahlt wird. Peter Pionke unterhielt sich mit dem Wahl-Berliner, der immer noch einen hei\u00dfen Draht nach Wuppertal hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-83834\" src=\"\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Hand-aufs-Herz-88510200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"66\" \/><\/p>\n<p><strong>DS: Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zum \u201eBambi\u201c \u2013 wie viel ist Ihnen dieses Tierchen wert?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eVielen Dank! Sehr viel, weil der Bambi erstens tats\u00e4chlich der ERSTE Preis ist und zweitens nicht nur ein reiner FILMPREIS ist,<br \/>\nsondern ein Medienpreis, der auch Sportler, Politiker und wie z.B. bei dieser Verleihung den Papst w\u00fcrdigt.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ich habe beim Film \u201eEr ist wieder da\u201c herzlich gelacht. Sie und Ihr Team haben genau den richtigen Ton getroffen. Hatten Sie nicht die Bef\u00fcrchtung, dass einige Kreise in Deutschland diese Art von Satire gar nicht verstehen w\u00fcrden?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eDoch, aber es gibt immer 10 Prozent, die etwas falsch verstehen, weil sie es auch gerne falsch verstehen wollen. Die haben den Roman vermutlich auch schon falsch verstanden. :-)\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Grundlage des Films war das Buch von Timur Vermes. Wo gab es die gr\u00f6\u00dften Probleme, den Inhalt filmisch umzusetzen?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eDas Ende war das gr\u00f6\u00dfte Problem, weil der Roman kein richtiges Ende hat und wir mussten f\u00fcr den Film eine Haltung einnehmen. Da wir im Film diese ungesehenen realen Dokumentar-Aufnahmen mit dem F\u00fchrer live durch Deutschland in den Film geschnitten haben, ist der Film inhaltlich zum Roman noch einen gro\u00dfen Schritt weitergegangen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sind alle im Drehbuch stehenden Szenen schlie\u00dflich im Film gelandet oder haben Sie sich im Schnitt dann doch noch von der einen oder anderen Einstellung verabschiedet \u2013 aus welchen Gr\u00fcnden auch immer?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eWir h\u00e4tten mit dem Material , das NICHT im Film gelandet ist, noch einen zweiten Film machen k\u00f6nnen \ud83d\ude42 Wir hatten noch eine gro\u00dfartige Szene zwischen Christoph Maria Herbst und Katja Riemann, die zu meinen Lieblingen geh\u00f6rt, aber die h\u00e4tten das Tempo des Films verlangsamt. Kill your Darlings. Einige dieser Szenen kann man auf der DVD im Bonusmaterial sehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Sie scheinen ein Faible f\u00fcr Biographien zu haben: Ich denke da u.a. an Sophie Scholl, Goethe, Hitler \u2013 was fasziniert Sie an diesen Pers\u00f6nlichkeiten?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eDas stimmt. Es ist einfach spannend, sich mit extremen Menschen auseinanderzusetzen, auch pers\u00f6nlich. Das ist keine verschenkte Lebenszeit, wenn der Film dann nicht zustande kommt. Und mein Ziel ist es dann, diese Biographien bzw. den historischen Zustand so gut zu erz\u00e4hlen, dass ein gro\u00dfes Publikum das interessant findet. Entweder die Zivilcourage einer Sophie Scholl, das Entstehen von Kunst durch Ungl\u00fcck bei Goethe! oder mit einer Hitler-Satire politisches Bewusstsein zu wecken.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Auf der anderen Seite produzieren Sie auch Mainstream-Kom\u00f6dien (u.a. \u201eErkan &amp; Stefan\u201c) &#8211; was reizt Sie daran?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eDie Leute zum Lachen zu bringen, weil es gro\u00dfartig ist, wenn 1.200 Leute im Kino in einem Moment gleichzeitig Lachen :-)\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Ein Produzent steht in der Wahrnehmung der \u00d6ffentlichkeit ja meist ein wenig im Schatten von Regisseur und Darstellern. Bedauern oder genie\u00dfen Sie das?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eBeides!!!\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: An welchen Projekten arbeiten Sie aktuell?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eAn Hermann Hesses Weltbestseller \u201eNarziss und Goldmund\u201c, an der Musical-Verfilmung \u201eIch war noch niemals in New York\u201c und an an Ferdinand von Schirachs Kinofilm \u201eDer Fall Collini\u201c.\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Welchen Bezug haben Sie als geb\u00fcrtiger Wuppertaler und jetziger Wahl-Berliner noch zu Ihrer Heimatstadt?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eMeine Eltern! Und den WSV :-).\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Wie und wo werden Sie Weihnachten verbringen ?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph M\u00fcller: \u201eLeider nicht in Wuppertal&#8230;\u201c<\/p>\n<p><strong>DS: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Interview f\u00fchrte Peter Pionke<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er ist ein ganz Gro\u00dfer der deutschen Film-Szene. Christoph M\u00fcller (58), Produzent und Drehbuchautor, zieht aus dem Hintergrund die F\u00e4den. Das Rampenlicht \u00fcberl\u00e4sst er anderen.\u00a0Die Erfolgs-Liste des geb\u00fcrtigen Wuppertalers und Absolventen der Hochschule f\u00fcr Fernsehen und Film in M\u00fcnchen ist ellenlang: Drehbuchautor des Kino-Films \u201eLate Show\u201c mit Thomas Gottschalk, Harald Schmidt und Veronica Ferres.<\/p>\n","protected":false},"author":7,"featured_media":10986,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[3484,3490,3487,3488],"class_list":["post-10987","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","tag-christoph-mueller","tag-der-medicus","tag-er-ist-wieder-da","tag-sophie-scholl"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-05-07 23:17:30","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10987"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10987\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":83864,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10987\/revisions\/83864"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/10986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.die-stadtzeitung.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}