14. Mai 2020

Stabwechsel am Bayer-Standort Wuppertal

Offizielle Verabschiedung von Dr. Holger Weintritt und Begrüßung von Dr. Timo Fleßner.Am 1. Mai hat Dr. Timo Fleßner (49) die Leitung des Bayer- Standorts Wuppertal übernommen. Er folgt auf Dr. Holger Weintritt (50), der sich nach zweijähriger Standortleitung nun komplett auf seine Aufgaben als global verantwortlicher Leiter der Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe innerhalb der Division Pharmaceuticals konzentriert.

Standortleiterwechsel bei Bayer: offizielle Verabschiedung von Dr. Holger Weintritt und Begrüßung von Dr. Timo Fleßner (v.l.) – © Bayer AG

 

Dr. Holger Weintritt und Dr. Timo Fleßner hatten zum Presseempfang eingeladen, bei dem sich Dr. Weintritt offiziell verabschiedete und Fleßner als seinen Nachfolger vorstellte. „Ich freue mich sehr darauf, die Stärken des traditionsreichen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorts Wuppertal weiter zu nutzen und somit die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben“, betonte Dr. Fleßner.

Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt auch Auswirkungen am Wuppertaler Bayer-Standort. „Wir mussten unsere Arbeiten umstellen und haben auch überall da, wo es geht, auf die Arbeit von zu Hause aus zurückgegriffen. Das funktioniert sehr gut. Natürlich ist das in unseren pharmazeutischen Wirkstoffbetrieben nicht ohne weiteres möglich. Und auch da gilt mein großer Dank allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, denn wir sind während der gesamten Pandemie bis jetzt stets produktionsfähig geblieben und konnten dadurch der Verantwortung gegenüber den Patienten nachkommen“, sagt der scheidende Dr. Weintritt.

„Alle haben während dieser ungewöhnlichen Zeit viel Einsatz gezeigt, um die Gesellschaft und auch die Stadt Wuppertal zu unterstützen. So konnten wir unter anderem 18.000 Liter Desinfektionsmittel und Laborgeräte für Corona-Tests zur Verfügung stellen.“

Dr. Fleßner, der den Standort Wuppertal und die Division Pharmaceuticals von Bayer gut kennt, legt in seiner neuen Rolle einen besonderen Fokus darauf, zusammen mit den Beschäftigten vor Ort innovative Lösungen für den Erfolg von morgen voranzubringen und einen Beitrag für den medizinischen Fortschritt zum Wohle der Patienten leisten zu können.

„Im Pharma-Bereich stehen wir immer wieder vor großen Herausforderungen. Neue Technologien für Wirkstoffe und Darreichungsformen beschäftigen uns zunehmend. Viele Produkte werden komplexer, gleichzeitig wird die Geschwindigkeit in Forschung und Entwicklung bis hin zur Markteinführung an vielen Stellen beschleunigt. Auch in der Produktion ist kontinuierliche Verbesserung stets im Fokus. Die Verknüpfung von bestehender Expertise und innovativen Technologien ist daher wichtig, um langfristigen Erfolg zu sichern. Gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich vor diesem Hintergrund den Wuppertaler Standort weiter voranbringen“, gibt Dr. Timo Fleßner einen umfassenden Zukunftsausblick.

Mit zahlreichen Investitionen in Infrastruktur werden die Zukunftssicherheit und Basis für neue Aktivitäten am Standort generiert. Der Standort Wuppertal vereint die Bereiche Forschung, Entwicklung, Produktion, Chemie sowie Biotechnologie und bietet dadurch ideale Voraussetzungen, um Wirkstoffe und Technologien für wichtige, innovative Medikamente auf den Markt zu bringen.

Den Standort Wuppertal und die Division Pharmaceuticals von Bayer kennt Fleßner aus vorausgegangenen Tätigkeiten: Nach Promotion im Jahr 1999 an der Universität Hannover, einem folgenden Forschungsaufenthalt in den USA und dem Eintritt in die Bayer AG im Jahr 2000 in Leverkusen wechselte der Chemiker 2002 nach Wuppertal.

Nach einer Zwischenstation in Berlin übernahm er 2007 eine Abteilungsleitung in der Wirkstoff-Forschung in Aprath. Von 2011 bis 2017 war er verantwortlich für die Chemische Entwicklung in Wuppertal. Zuletzt leitete er den Bayer-Standort in Bergkamen. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Wuppertal.

Ein kurzer Rückblick

Produktionsgebäude Acarbose

Ende 2019 wurde der Produktionsbetrieb von Acarbose als Wirkstoff für Menschen mit Diabetes um einen vierten Herstellungsbereich, einen sogenannten Fermenter, erweitert. Die Kapazitätserhöhung trägt maßgeblich dazu bei, in einem wichtigen Markt weiter wettbewerbsfähig zu bleiben und die steigende weltweite Nachfrage zu befriedigen. Es handelt sich hierbei um die derzeit größte Baustelle im Werk an der Wupper. Trotz leichter Verzögerung durch die Corona-Pandemie, ist die Betriebsbereitschaft nach wie vor für Ende des Jahres geplant.

Bayer-Kreuz Montage auf Wirkstoffbetrieb

Erst kürzlich wurde das zentrale Bayer-Kreuz wieder auf dem Acarbose-Betrieb an der Friedrich-Ebert-Straße reinstalliert. Nach einer halbjährigen Pause, in der es gesäubert und der Korrosionsschutz erneuert wurde, leuchtet es auch nachts jetzt wieder an seinem altbewährten Platz.

45 Meter hoher Kamin für Gasmotoren im Bayer-Werk

Seit Februar 2020 ist der Standort um ein sichtbares Wahrzeichen reicher: Zwei Großkräne hievten einen neuen Kamin für zwei neue Gasmotoren passgenau auf das vorbereitete Fundament. Der knapp über 20 Tonnen schwere und insgesamt 45 Meter hohe Schornstein gehört nun zu den höchsten Anlagenteilen im Werk an der Wupper. Der Edelstahlkoloss ist das weithin sichtbare Anlagenteil von zwei neuen Gasmotoren.

Sie dienen der Eigenproduktion von Strom, falls es zu einem langfristigen Stromausfall kommt. Diese neue Infrastruktur ergänzt bestehende Ersatzsysteme. Darüber hinaus leisten sie auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.

Soziales Engagement

Mit der Initiative ‚Restart Your Future‘ starteten bis Ende 2019 45 Geflüchtete ins Berufsleben. 14 von ihnen begannen anschließend bei Bayer eine Ausbildung als Chemikant, Biologielaborant, Chemielaborant, Elektroniker oder Industriemechaniker. Mit zehn weiteren Geflüchteten, die Anfang September 2019 einen Vertrag zur Starthilfe unterschrieben haben, endete das Aufbauprogramm. Die vom Wuppertaler Bayer- Standort geschaffene Initiative bot Flüchtlingen die Chance auf eine berufliche Zukunft im Unternehmen.

Als Anerkennung für den nachhaltigen Erfolg der Initiative wurde ‚Restart Your Future‘ bereits im Jahr 2018 mit dem Responsible Care Preis des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) NRW ausgezeichnet.

Auch nach dem Abschluss von ‚Restart Your Future‘ setzt Bayer in Wuppertal sein Engagement für Flüchtlinge fort. Aktuell entwickelt das Unternehmen in enger Kooperation mit der Stadt Wuppertal und dem Internationalen Bund, einem Sprachinstitut der IB-Gruppe, ein angepasstes Qualifizierungsprogramm für Migranten.

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