13. Mai 2020

Maler Leif Skoglöf bekennt in der Coronakrise Farbe

Keine Ausstellung, keine Malschule, keinen direkten Kontakt mit seinen Schülern. Der Künstler Leif Skoglöf, sonst ein sehr geselliger Typ, sitzt allein in seinem Atelier und malt. Eine Zeit lang Zeit führte ihm das Corona-Virus wie ein Dämon den Pinsel. Doch die dunkle, bedrohliche Phase hat der Künstler überwunden. Zeitgleich mit den Lockerungen der Coronabeschränkungen strahlen seine Bilder wieder viel mehr Zuversicht und Optimismus aus. Leif Skoglöf gibt zu: "Aus der Angst wurde eine Tugend."

Das neue farbenfrohere Gemälde spiegelt Leif Skoglöfs jetzige Gemütsfassung wider – © Leif Skoglöf

 

 

„Ich habe keine Malschule zur Zeit und auch keine Ausstellungen. Meine Schaffenslust war deswegen auch ziemlich mangelhaft, weil mir der Input von aussen fehlt“, erklärt der beliebte Wuppertaler Maler.

Und wenn er dann einmal an stell Staffelei stand, waren seine Bilder ungewohnt düster, als wenn ihm Dämonen den Pinsel führen und die Farben aussuchen würden.

Die Coronakrise war auch für Leif Skoglöf eine einschneidende Erfahrung. Finanziell stellten sich die letzten Wochen – wie für viele seiner Kolleginnen und Kollegen – schlichtweg als reine Katastrophe heraus. Da muß man gar kein „Schwarzmaler“ sein.

Leif Skoglöf: „Man sagt ja vielen Künstlern nach, sie würden ‚von der Hand in Mund leben‘, also kein oder nur wenig Geld für schwere Zeiten auf die Seite legen. Wenn ich ehrlich bin, ist das auch bei mir der Fall – leider! Schon wieder eine neue Erfahrung. Ich hoffe, das schweißt uns zusammen.“

 

Leif Skoglöfs Bild noch aus der „Dämon-Phase“: „Machtkampf Corona gegen Mensch“ – © Leif Skoglöf

 

Inzwischen hat sich Leif Skoglöf mit der Coronakrise und den Auswirkungen arrangiert – auch künstlerisch. Der Situation zum Trotz sind seine aktuellen Bilder fast wieder so farbenfroh wie die meisten seiner Werke vor Ausbruch des Corona-Virus. Und sie strahlen wieder Optimismus aus. Der Künstler schaut zuversichtlich nach vorn.

 

Der Künstler Leif Skoglöf mit Ehefrau Katja – © privat

 

Leif Skoglöf zieht eine ganz persönlichen Zwischenbilanz einer Krise, von der niemand weiß, wann sie beendet sein wird: „Die Coronakrise bringt Gutes und leider auch Schlechtes von uns Menschen zutage. Meine Erfahrungen waren bis jetzt gut. Ich habe Verständnis und Hilfsbereitschaft erfahren, sogar von Menschen, von denen ich es nicht erwartet hatte. Ich habe kein Geld verdient in letzter Zeit. Aber dafür neue Freundschaften gefunden. Und das ist mir wichtiger!“

Ein beeindruckender Künstler bekennt Farbe… http://www.skogloef.de

Text: Peter Pionke

 

 

 

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