12. Mai 2020

Herder-Schule: Mix aus ’normalem‘ und digitalem Unterricht

Wie die staatlichen Schulen hat sich auch die private Herder-Schule am vergangenen Wochenende im Akkord auf die Rückkehr der Schüler*innnen vorbereitet. Der Unterricht durch die Fachlehrer ist durch eine Kombination aus Präsenz-und Online-Schulstunden sichergestellt. Und das ohne jeden Unterrichtsausfall.

Hier wird früher als in der Fußball-Bundesliga gekickt – © Herder-Schule

Außerdem wurde das gesamte Schulgebäude über das Wochenende den strengen Hygienevorgaben des Schulministeriums angepasst und dabei auch die Außenflächen nicht vergessen.

Die kurzfristige Bekanntgabe der Schulöffnungen zum 11. Mai 2020 fordert auch von der privaten Herder-Schule Wuppertal ein Höchstmaß an Planungs- und Organisationsarbeit. Die präzise Umsetzung des „rollierenden Systems“ stellt dabei sicher, dass alle Schüler*innen vor den Sommerferien die Schule im Luisenviertel wieder besuchen können.

Der Online-Unterricht, der seit Beginn der Schulschließung über Videokonferenzen abgehalten wurde, geht indes vollumfänglich parallel weiter: „Mit dieser ‚Zweigleisigkeit‘ können wir gewährleisten, dass unsere Schülerinnen und Schüler von ihren Fachlehrern unterrichtet werden und wir unsere Stundenpläne einhalten“, erklärt Schulleiterin Britta Norpoth den neu entwickelten Plan.

Gekennzeichnete Wege im Schulgebäude – © Herder-Schule

Die Probleme vieler staatlicher Schulen, die mit einem hohen Krankenstand oder Freistellungen von Risikogruppen im Lehrer-Collegium zu kämpfen haben, hat die Herder-Schule nicht, und kann somit den Fachunterricht wie gewohnt uneingeschränkt und ohne Ausfall anbieten.

Um sicherzustellen, dass im Schulbetrieb alle Hygienevorschriften und besondere Vorgaben des Schulministeriums eingehalten werden können, wurden das gesamte Gebäude und das Außengelände am Wochenende für den Betrieb vorbereitet.

Sowohl die Einbahnstraßen-Regelung im Treppenhaus, der Mindestabstand von 1,50 Metern in jedem Klassenraum und der Mensa, sowie am Eingangsbereich des Gebäudes wurden mit Schildern und Bodenmarkierungen ausgezeichnet.

Und auch der Schulhof wurde präpariert. Hier wurde ein menschlicher Tischkicker auf den Boden gezeichnet, sodass die Schüler auch Fußball spielen können – dürfen ihre Felder allerdings nicht verlassen.

Pausen-Abwechslung in der Herder-Schule – © Herder-Schule

 

Der digitale Unterricht geht weiter
Die Corona-Krise verlangt dem Schulsystem nach wie vor erhebliche und zum Teil schwer umsetzbare Veränderungen ab – wie die Umstellung auf digitale Plattformen. Das Lernen auf Distanz setzt bei allen Schüler*innen ein kaum zu bewältigendes Maß an Selbstorganisation und Disziplin voraus. Doch was ist, wenn die Eltern die zusätzliche Rolle als Lehrkraft gar nicht übernehmen können?

Die Private Herder-Schule Wuppertal ist sich sicher, eine Lösung für dieses Problem gefunden zu haben. Sie bietet seit dem ersten Tag der Schulschließung den Unterricht in vollem Umfang über interaktive Videokonferenzen an.

Während vielen Schülern staatlicher Schulen mittlerweile seit rund drei Monate der normale Schulalltag fehlt und in nicht wenigen Fällen die weitere Schullaufbahn gefährdet ist, hat die Herder-Schule in Wuppertal einen langfristigen und für alle Beteiligten gut funktionierenden Weg gefunden, den Unterricht ins Internet zu verlegen:

So bedienen die Lehrerinnen und Lehrer virtuelle Meeting-Räume, in die sich die Schüler je nach Stundenplan einwählen mit einer zusätzlichen Dokumenten-Kamera, die es ermöglicht, live digitale Tafelbilder anzufertigen, Referate zu halten und sogar Tests zu schreiben.

Auch an außerschulischen Wettbewerben wie dem „Känguruwettbewerb der Mathematik“ oder „Big Challenge“ für die englische Sprache können die Schüler aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten wie geplant teilnehmen. Der Unterricht findet dabei täglich regulär von 8.40-15.15 Uhr in allen Fächern statt.

„Die Eltern der Herder-Schüler müssen bei uns nicht als Lehrkräfte für den Staat einspringen und können sich der üblichen Förderung ihrer Kinder sicher sein“, hebt Schulleiterin Britta Norpoth hervor. So überrascht es nicht, dass die Resonanz beim digitalen Elternabend eine durchweg positive war.

Das Jugendamt befürwortet diese Art des Unterrichts, weil so sichergestellt ist, dass auch Kinder mit Lernschwierigkeiten weiterhin die nötige Unterstützung erhalten.

Die Herder-Schule ist eine staatlich anerkannte, private ganztägliche Ergänzungsschule in Wuppertal. In ihren pädagogischen Zielvorstellungen orientiert sich die Schule an den Lehren von Herder und Maria Montessori. Die Schule gliedert sich in die Sekundarstufe I (Klassen 5–10) und Sekundarstufe II (Klassen 11–13) und bereitet ihre Schüler*innen damit auf die Mittlerer Reife und das Abitur vor.

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