12. Mai 2020

Aktion Nachbarschaftsessen: Der Arrenberg isst solidarisch 

Der Arrenberg "isst" im wahrsten Sinne des Wortes solidarisch! Auch wenn Corona Menschen zu physischer Distanz zwingt, zeigt der Verein "Aufbruch am Arrenberg", dass Essen auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten verbinden kann. Mit der Aktion Nachbarschaftsessen soll die Solidarität zwischen Nachbarinnen und Nachbarn im Viertel sichtbar werden.

Das Team vom Café du Congo kocht am Arrenberg (v.l.)
Abdullah Asalat, Achim Brand, Paul Reinhardt – © Ralf Silberkuhl

 

„In unserer Nachbarschaft gibt es Menschen, die durch Corona in Schwierigkeiten geraten sind und welche, die schon länger in prekärer Lage und in finanziellen Nöten sind,“ erklärt Vereinsvorstand Ulrich T. Christenn.

Für diese Menschen, aber auch für Senioren, die nicht für sich alleine kochen können oder Alleinerziehende, für die das fehlende Schulmensa-Essen der Kinder zur großen Belastung geworden ist, ist die Aktion Nachbarschaftsessen ins Leben gerufen geworden.

Und so funktioniert die Aktion Nachbarschaftsessen:

Für sechs Wochen kochen Gastronomen aus dem Stadtteil täglich rund 40 Portionen Mittagessen. Das Essen wir einzeln verpackt und an die Menschen aus dem Viertel verteilt, die gerade jetzt in Zeiten von Corona sonst keine gesunde und warme Mahlzeit haben.

Das Essen kann täglich ab 12:30 Uhr frisch und warm am Stadtteilzentrum abgeholt oder wird von Freiwilligen bis vor die Wohnungstür geliefert. Alle Hygiene- und Abstandsmaßnahmen werden dabei beachtet und eingehalten.

Der Verein „Aufbruch am Arrenberg“ kann die Aktion Nachbarschaftsessen kostenlos anbieten, dank einer Förderung der „Aktion Mensch“, einer Spende von IKEA Wuppertal und dem Einsatz von zahlreichen Ehrenamtlichen.

„Wir wollen ein Zeichen der Solidarität setzen, auch über unseren Stadtteil hinaus,“ betont Antje Wiegand, Geschäftsführerin des Vereins. Mehrere Gastronomie-Betriebe vom Arrenberg und aus Elberfeld konnten zum Mitmachen gewonnen werden.

„Die Betriebe profitieren auch von unserer Aktion. Sie machen etwas Umsatz und die Köchinnen und Köche können ihr Können zeigen.“ Zahlreiche Ehrenamtliche, die sich über die telefonische Hilfehotline gemeldet haben, übernehmen die Logistik und die Mitarbeitenden im Stadtteilbüro sorgen für die Organisation und das Einhalten der Hygienemaßnahmen.

Auch der Gedanken der Nachhaltigkeit ist für Organisatoren wichtig, darum ist geplant, dass die Mahlzeiten weitestgehend in Mehrwegbehältern, gespendet von IKEA, oder in ökologisch vorteilhaften Einweggeschirr ausgeteilt wird.

Für Ulrich T. Christenn lässt sich beides verbinden, Klimaschutz beim Essen und nachbarschaftliche Solidarität: „Die Aktion Nachbarschaftsessen passt zu unserer Idee vom Essbaren Arrenberg: Gutes Klima fängt beim Essen an! Alle essen getrennt und sind doch miteinander verbunden.“

Kennen Sie einen Nachbar, eine Nachbarin, eine Nachbarsfamilie, für die das Nachbarschaftsessen eine wertvolle und hilfreiche Unterstützung wäre? Oder wäre es für Sie eine große Hilfe, weil Sie im Moment sonst keine Möglichkeit haben, an ein gesundes, warmes Mittagessen zu kommen?

Dann rufen Sie die Arrenberg Hilfehotline an! Ansprechpartner Antje Wiegand Telefon: 2020-49575051

Weitere Informationen online unter arrenberg.app

„Aufbruch am Arrenberg“ dankt den beteiligten Gastronomie-Betrieben:

 

Gastronomen Woche
Pino Panino / Metzgerei Sonnenschein 4.-9. Mai 2020
Cafe du Congo 11.-16. Mai 2020
Scoozi 18.-23.Mai 2020
Beyram 24.Mai 2020
Die Elbe 25.-30. Mai 2020
Pizzeria Bella Italia 2.-6. Juni 2020
Cafè Simonz 8.-13. Juni 2020
Elif* 15.-19. Juni 2020

 

 

 

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