6. Mai 2020

Basketball-Szene trauert um Ernst Benecke

Mit tiefer Trauer nimmt Wuppertals Basketball-Szene Abschied von Ernst Benecke. Ohne sein Engagement würde es die Wuppertaler Basketballlandschaft in der heutigen Form nicht geben. Denn er hat die Entwicklung des Sports im Bergischen vorangetrieben wie kaum ein anderer. Ernst Benecke starb bereits am 26. April im Alter von 79 Jahren in Wuppertal.

Ernst Benecke als Trainer (unten rechts) – © Südwest Baskets

 

Wenn auf den Wuppertaler Südhöhen in den letzten Jahren bei den Damen oder Herren der Südwest Baskets Wuppertal ein Spiel auf dem Plan stand, war Ernst Benecke eigentlich immer auf der Tribüne dabei. Nicht nur als Unterstützer seiner beiden Enkelinnen Janine und Svenja und seines Sohnes Frank, die seit der frühen Jugend in Wuppertaler Basketballvereinen spielten, auch den 1. Herren drückte er regelmässig die Daumen.

Immer wieder betonte er, wie glücklich er darüber sei, dass so viele Jugendliche beim Basketballsport zu sehen seien.

1941 geboren, begann Ernst Benecke zunächst als Turner beim ATV, ehe er in den 60er Jahren die Basketballabteilung gründete. Dabei lenkte er nicht nur auf dem Feld kommandostark als flinker und wendiger Aufbauspieler das Spiel, sondern war auch neben dem Feld der Manager für alles.

Ende der 60er übernahm er schließlich auch selbst die Leitung des Trainings bei der Herrenmannschaft und führte den Verein in den folgenden Jahren von der Kreisliga, über die Bezirks- und Landesliga bis in die Oberliga, vergleichbar mit der heutigen Regionalliga der Basketballer.

In der Zwischenzeit war die Abteilung auf über 300 Mitglieder angewachsen und immer mehr Trainer und Spieler von außerhalb fanden den Weg nach Wuppertal. Ernst Benecke übernahm zunehmend auch Jugendmannschaften und war entscheidender Befürworter und Initiator der Fusion zwischen dem SSV Germania und ATV Wuppertal zur BG Wuppertal, einem ähnlichen Modell wie die heutige Spielgemeinschaft der Südwest Baskets, zu dessen Gründung auch sein Sohn Frank entscheidend beitrug.

Ernst Benecke – © Südwest Baskets

Diese Basketballgemeinschaft spielte einige Jahre sehr erfolgreich, ehe das Projekt dann zu teuer für die Verantwortlichen wurde und sich die Spieler auf die heute bekannten Vereine verteilten, ehe 2013 mit den Südwest Baskets das nächste Basketball-Gemeinschaftsprojekt in Wuppertal startete.

Ernst Benecke war in der ganzen Zeit nicht nur als erfolgreicher Spieler, Trainer und Manager von Jugend und Senioren dem Sport verbunden, sondern war in den 80er und 90er-Jahren auch Schiedsrichter in den höchsten Spielklassen der Damen und Herren.

Oft war er beim Rekordmeister in Leverkusen an der Pfeife und war stets erste Wahl, auch wenn es um die Leitung von internationalen Freundschaftsspielen ging.

Auch als Ernst Benecke aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, blieb er dem dem Basketball-Sport in Wuppertal sehr verbunden. Er stand hinter dem Projekt auf den Südhöhen und war bei jedermann beliebt.

Sven Tomanek (SG Südwest Baskets Wuppertal): „Vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen war die Geschichte der Entstehung und erfolgreichen Zeit des Wuppertaler Basketballs noch nicht bekannt, wir möchten durch diesen Nachruf die große Rolle hervorheben, die Ernst Benecke für den Basketball in Wuppertal in der heutigen Form hatte. Über 60 Jahre Leidenschaft für diesen tollen Sport. Mit ihm verlässt uns ein Sportler, dessen Familienname fest in unserer Basketballkultur in Wuppertal verankert ist. Wir möchten seiner Familie und den Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl aussprechen.“

Im Gedenken an den Verstorbenen wollen die Südwest Baskets beim ersten Heimspiel der neuen Saison ehemalige Trainer und Mitspieler einladen, um so  gemeinsam mit aktiven Basketballern zu Ehren von Ernst Benecke zusammenzukommen.

 

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