23. April 2020

„Talbuddeln“ will Wuppertal grüner machen

Am Samstag (25.04.) ist der "Tag des Baumes". An diesem Tag wird, die Aktion "talbuddeln" zum zweiten Mal offiziell eröffnet. Eine große Auftakt-Veranstaltung ist wegen der Corona-Kontaktbeschränkungen zwar verschoben, aber zu tun gibt es auch jetzt schon genug. 

Mitglieder der Initiative „talbuddeln“ beim Einsatz imm letzten Jahr – © Initiative Talbuddeln

„talbuddeln“ sucht Baumpatinnen und Baumpaten. Wer Lust auf eine grünere Zukunft Wuppertals hat, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Entweder kann man mit einem eigenen Baum an den Start gehen oder sich kostenlos für einen Baum im Rahmen der    „talbuddeln“-Aktion bewerben unter talbuddeln.de/mitmachen. 

Und wer die Aktion virtuell unterstützen will, ist aufgerufen ein Foto mit sich und dem eigenen Wuppertal Lieblingsbaum zu machen. Dieses Foto soll dann am „Tag des Baumes“ (25.04.) mit dem Hashtag #talbuddeln auf Facebook oder Instagram gepostet werden. (www.facebook.com/talbuddeln)

„Im Spätsommer 2019 haben wir von der Aktion Einheitsbuddeln im Kieler Umfeld gehört und fanden die Aktion so gut, dass wir diese so oder so ähnlich in Wuppertal ins Leben rufen wollten. Schnell haben sich einige Interessierte gefunden. So entstand die Aktion talbuddeln“, erklären Eva Miriam Fuchs und Claudia Tust-Follmann von der Initiative „talbuddeln“.

Im vergangenen Jahr hat das Bürgerbündnis „talbuddeln“ klein angefangen. Vier Obstbäume fanden am 03. Oktober 2019 ein neues Zuhause im Garten der Wuppertaler Fritz-Harkort-Schule. Insgesamt zwölf Bäume wurden in Wuppertal im Rahmen von „talbuddeln“ gepflanzt. Seitdem ist die Initiative größer geworden und auch wenn die Ideen für das zweite Jahr nun durch die Corona-Pandemie bedingt nicht in den Himmel wachsen können, treiben sie doch kraftvolle Knospen.

Das gesteckte ziel für den 03. Oktober 2020 ist es, gleich zu mehreren Pflanzpartys im Tal einzuladen. Ein Ort für eine neue Obstbaumwiese ist schon anvisiert. Auf einem städtischen Grundstück am Loh in der Nähe der Nordbahntrasse sollen etwa 20 neuen Bäumen gepflanzt werden. Diese Pflanzparty ist ein Projekt zur „Essbaren Stadt“ zusammen mit der „Interessengemeinschaft Wuppertals urbane Gärten“ im Rahmen des Bürgerbudgets 2017.

Die Idee: Baumpatinnen und Paten pflegen und hüten die Bäume bis zur Pflanzaktion. Im Aktionszeitraum finden verschiedene „talbuddeln“-Popup-Events statt. Dabei wandern die Bäume, möglichst umweltfreundlich, auf Rollwagen, Lastenrädern oder in Schubkarren durch die Stadt. Mal verwandeln sie eine graue Straße in eine grüne Allee, ein anderes Mal spenden sie auf einem sommerlichen Platz angenehmen Schatten. Die Vorbereitungen dafür laufen jetzt an, damit alles bereit ist, wenn die Corona-Beschränkungen es wieder zulassen.

Ulrich Christenn von Initiative „Talbuddeln“: „Wir brauchen mehr Bäume! Denn Bäume sein ein Beitrag für gutes Klima – zwischen Menschen, für das Mikroklima in der Stadt und für das Klima weltweit!“

Die Spaten sind bereit – wären da nicht die Corona-Beschränkungen – © Initiative talbuddeln

Wanderbaum-Parade als Höhepunkt

Höhepunkt ist eine Wanderbaum-Parade am 03. Oktober, dem „Tag der deutschen Einheit“. Der Paradeweg wird voraussichtlich über die Nordbahntrasse gehen und an der    „talbuddeln“-Aktionsfläche am Clausen enden. Wer Ideen hat, ist ab sofort herzlich Willkommen sich bei „talbuddeln“ einzubringen.

„Jenseits von schlechtem Gewissen und Klagen angesichts der Klimawandel und der Versiegelung der Böden in der Stadt wollen wir Lust machen unsere Zukunft in Wuppertal selbst in die Hand zu nehmen und unsere Nachbarschaften grüner, bunter, essbarer und lebenswerter zu machen. Tun wir uns zusammen, pflanzen wir gemeinsam Bäume im Tal! Einfach selber machen tut gut“, unterstreicht Michael Felstau (IG Wuppertals urbane Gärten)

Weitere Informationen gibt es auf  www.talbuddeln.de

Über „Essbare Städte“

In einigen Städten wurde die Idee von der „Essbaren Stadt“ mittlerweile zum Programm erhoben. Vorreiter der Bewegung war die englische Stadt Todmorden. In Deutschland war Kassel die erste Stadt, in der aus einem Projekt des Künstlers Karsten Winnemuth eine Initiative entstand, an der sich auch die Stadtverwaltung beteiligt.

In Andernach hat sogar die Stadtverwaltung selbst, die kommunale Grünplanung im Jahr 2007 mit dem Konzept „Essbare Stadt“ ohne Mehrkosten nachhaltig umgestaltet. Am 01. Oktober gibt es einen Vortrag zum Thema „Wie wird eine Stadt essbar? – Naschgärten in Wuppertal“ in der VHS.

Mehr Infos:    https://www.bzfe.de/inhalt/ernten-auf-oeffentlichen-flaechen-33752.html

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