16. April 2020

„Der Sandmann“ für die Ohren als Podcast

Das Schauspiel Wuppertal geht mit seiner Reihe ›Das literarische Solo‹ online – als Podcast. Die Zuschauerinnen und Zuschauer des Schauspiel Wuppertal müssen nicht mehr auf die Stimmen des Ensembles verzichten. Wenn auch die Live-Auftritte aktuell bis So. 26. April 2020 weiter ausbleiben müssen, gibt es jetzt die beliebten Stimmen zumindest zu hören.

Auf ihre Stimme dürfen Sie sich freuen: Julia Meier – © Wuppertaler Bühnen / Uwe Schinkel

 

Dazu geht die Literaturreihe ›Das literarische Solo‹, die sonst in Kooperation mit der CityKirche jeden ersten Donnerstag live stattfindet, jetzt online. Die erste Podcastfolge ist bei allen bekannten Podcast-Anbietern veröffentlicht.

Gelesen wird ›Der Sandmann‹ von E. T. A. Hoffmann, ein schauriges Märchen, Literaturklassiker und aktuell Abiturthema in NRW.

Der Inhalt:

Nathanael hat als Kind seinen Vater verloren. Die Schuld dafür gibt er dem Alchimisten Coppelius, den er jetzt als Student in dem Glashändler Coppola, wiederzuerkennen glaubt. Immer besessener steigert er sich in seine Fantasien hinein.

Obwohl er sie liebt, verlässt er seine Jugendliebe Clara und wendet sich Olimpia, der Tochter seines Professors zu – die sich schließlich als Automat entpuppt. Gezeichnet von seinem Irrtum, versucht Nathanael, sich und Clara vom Turm der Stadtkirche zu stürzen.

Trauma, Wahnsinn und die dämonische Faszination der Liebe, in E. T. A. Hoffmanns berühmter Erzählung wird der Student Nathanael unter dem Einfluss erschütternder Kindheitserinnerungen verrückt und verfällt einer Frau, die kein Mensch ist.

Auch im Podcast dabei: Schauspielintendant & Schauspieler Thomas Braus – © Wuppertaler Bühnen / Uwe Schinkel

Schaurig-schön poetisiert Hoffmann die innere Zerrissenheit seines Protagonisten zwischen Realität und Phantasie. Das Meisterwerk der Schwarzen Romantik wird in vier Episoden gelesen von Thomas Braus, Julia Meier, Martin Petschan und Konstantin Rickert.

Die Lesung der einzelnen Ensemblemitglieder des Schauspiel Wuppertal wurde im Opernhaus mit dem nötigen Abstand von der eigenen Tonabteilung in der Regie von Thomas Dickmeis aufgenommen und aufwändig als Hörbuch produziert.“

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