26. März 2020

Nachhaltig bauen: Preis für den „Atlas Recycling“

Die Baubranche zählt zu den größten Verbrauchern natürlicher Ressourcen. Gefragt sind Lösungen, die diesem Prozess entgegenwirken. Einen solchen Paradigmenwechsel – hin zum sogenannten zirkulären Bauen mit nachhaltigen Bauweisen durch den intelligenten Einsatz von Ressourcen und recycelfähigen Konstruktionen – unterstützt auch die Hans Sauer Stiftung.

Petra Riegler-Floors, Johanna-Katharina Seggewies und Anja Rosen (v.l.; es fehlt Prof. Annette Hillebrandt), Mitherausgeberinnen des „Atlas Recycling“, nahmen die Auszeichnung in der Kategorie „best tools, methods and materials“ entgegen – © Foto Daniel George

 

Im Rahmen ihres deutsch-niederländischen Wettbewerbs „Designing Circularity in the Built Environment“ prämierte sie nun u. a. den „Atlas Recycling“, herausgegeben von Wissenschaftlerinnen des Lehrstuhls Baukonstruktion, Entwurf und Materialkunde der Bergischen Universität Wuppertal. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Aus über 70 Einsendungen aus Deutschland und den Niederlanden wählte eine Fachjury sieben Gewinnerprojekte aus. In der Kategorie „best tools, methods and materials“ wurden die Architektinnen Prof. Annette Hillebrandt, Petra Riegler-Floors, Anja Rosen und Johanna-Katharina Seggewies von der Bergischen Universität ausgezeichnet. Sie sind die Autorinnen des „Atlas Recycling – Gebäude als Materialressource“, der 2018 im DETAIL- Verlag erschien.

Die englische Version „manual of recycling – buildings as ressources of materials“ ist seit 2019 weltweit verfügbar. In dieser Publikation finden sich Antworten auf Fragen wie: Wie funktioniert ökoeffizientes Bauen mit Ressourcen vor Ort? Welches Recyclingpotenzial haben Baustoffe?

Und was ist bei rückbaugerechten Konstruktionen zu beachten? Das Werk zeigt auf 244 Seiten verschiedene Wege auf, um die immensen Rohstoffvorkommen im Gebäudebestand „aktiv“ zu halten. Zielgruppen sind Architekt*innen und Ingenieur*innen.

Der Hans Sauer Award 2020 konzentriert sich auf die Veränderung von Praktiken im System der „gebauten Umwelt“ von Städten und Landschaften. Der interdisziplinär ausgeschriebene Wettbewerb zeichnet nicht nur zirkuläre Neubaukonzepte aus, sondern prämiert auch Werkzeuge, Methoden und Konzepte, die sich mit der Transformation der bereits enormen Menge an bestehenden Konstruktionen und/oder Bauwerken befassen.

Zusätzlich werden Projekte ausgezeichnet, die Wissen über die Bedeutung von Zirkularität in der gebauten Umwelt schaffen und verbreiten.

www.hanssauerstiftung.de

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