23. März 2020

Komödie droht das Aus – Kristof Stößel braucht dringend Hilfe!

Kristof Stößel ohne gute Laune ist wie ein Pils ohne Schaum. Doch im Moment hat der Schauspieler, Regisseur und Chef der Komödie am Karlsplatz zum Lachen keinen Grund. Er wird von Existenzsorgen geplagt. Schuld daran ist die Coronakrise. Sein Theater musste er schließen und das zu einem Zeitpunkt, als es nach vielen Monaten schwerer Arbeit endlich nach oben ging. Kristof Stößel bittet jetzt die Wuppertalerinnen und Wuppertaler händeringend um Hilfe.

Im Moment fällt Kristof Stößel das Lächeln sehr schwer – © Stößels Komödie
Mit folgenden freundlichen Hilferuf richtet sich der engagierte und sympathische Theatermacher an die Talbürger:
„Liebe Theaterbesucher, liebe Fans, liebe Gäste und liebe Wuppertaler,
wir befinden uns in einer Krise, die uns alle betrifft und viele von uns und Ihnen haben Ängste. Zum Glück haben wir die Sonne, die uns vielleicht jeden Tag etwas mehr Energie und bessere Laune schenkt.
Wir, in Stößels Komödie haben am 15. März die letzte Vorstellung gespielt. Auch die Wochen davor spürten wir schon den Zurückgang der Ticketverkäufe. Seit diesem Tag steht das Theater leer und der Applaus ist verklungen.
Für ein Privattheater wie uns bedeutet dies das Ende der Existenz. Da wir keinerlei Subventionen bekommen, finanzieren wir uns komplett über die Eintrittsgelder und ein paar Sponsoren. Im Jahr 2019 haben wir uns immer mehr etabliert und die Zuschauerzahlen steigern können.
Es hat uns sehr gefreut, dass immer mehr Gäste gekommen sind und wir ein großartiges Feedback bekamen. Nun stehen innerhalb von Stunden drei feste Mitarbeiter, 15 freie Schauspieler und 15 Minijober vor dem Aus. Das trifft mich als Theaterleiter persönlich sehr. Da wir uns als eine große Theaterfamilie sehen, geht das für uns alle an die Substanz aber schweißt auch wieder noch mehr zusammen.
Wir haben auf unserer Facebookseite unser Onlineprogramm gestartet und die Gäste nehmen es sehr gut an. Dort bieten wir Lesungen und Livechats an und zeigen zum Teil auch alte Produktionen. Wir wollen den Kontakt zu unseren Gästen einfach nicht verlieren und da sein, in dieser harten Zeit.
Ohne private und staatliche Unterstützung werden wir das Theater nicht erhalten können. Ein Privattheater kämpft auch in normalen Zeiten jeden Tag um den Erhalt und kann keine Rücklagen bilden. Wenn dann die Einnahmen von jetzt auf gleich zu 100 Prozent einbrechen, dann geht es schnell an die Existenz. Ankündigte Kredite oder Stundungen sind für uns keine Lösung, da wir noch nicht wissen, wie lange wir nicht spielen können und selbst dann auch nicht in der Lage sein werden, Kredite zurückzuzahlen.
Was uns Hoffnung gibt, sind unsere Gäste und Förderer. Wir bekommen sehr viel Feedback und Mails. Die Menschen können und wollen sich eine Zukunft ohne ihre Komödie nicht vorstellen. Das rührt mich persönlich und unser ganzes Team sehr und lässt hoffen, dass es Wege aus der Krise gibt.
Wir haben eine Spendenaktion gestartet, die wir auf Facebook und unsere Homepage gestellt haben. Dort sind schon einige Spenden eingegangen und wir sagen DANKE. Jede Summe hilft uns, die sehr hohen laufenden Kosten zu tragen und gibt damit auch eine Chance der Wiedereröffnung nach der Krise, wann auch immer das sein wird.
Sobald wir Infos dazu haben, wann es weiter gehen wird, werde ich den Spielplan umstellen. Nicht alles was geplant war, werden wir machen können. Wiederaufnahmen kosten weniger als Neuproduktionen. Und wir überlegen genau, welche Aktionen wir dann machen können. Gute Unterhaltung wollen wir weiter für Wuppertal anbieten und hoffen, dass wir das auch wieder tun können.
Wir wünschen allen in der Krise ganz viel Kraft und Energie für die vielen Aufgaben und natürlich: Bleiben Sie gesund und Zuhause, so lang es nötig ist.
Danach gehen Sie bitte ins Theater, zu Veranstaltungen, zu den regionalen Einzelhändlern und ins Restaurant.
Bis hoffentlich bald in Stößels Komödie
Kristof Stößel und das ganze Team
Link zur Spendenaktion:
Homepage:

Mit komödiantischen Grüßen

Kristof Stößel

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